E-Auto-News: Akku-Check, VW-Restwerte und neue Leasingangebote im Fokus

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

Veröffentlicht:

Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Gebrauchtkäufer sollten Akku, Ladehistorie, Bremsen und Unterboden prüfen, während sinkende E-Auto-Restwerte VW Financial Services finanziell belasten.

Gebrauchte E-Autos: Akku, Bremsen und Unterboden entscheiden über den Kauf

Gebrauchte Elektroautos werden beliebter, doch beim Kauf gelten andere Prüfpunkte als bei einem Verbrenner. Die Main-Post sprach mit Christian Hofmann, Teamleiter für Unterfranken beim TÜV Nord, der unter anderem für Schweinfurt, Prichsenstadt, Veitshöchheim und zwei Würzburger Standorte zuständig ist und privat bereits sein drittes E-Auto fährt.

Nach Einschätzung Hofmanns ist der Akku das wichtigste und teuerste Bauteil. Käufer sollten sich nach dem SoH-Wert erkundigen. Die Abkürzung steht für „State of Health“ und beschreibt, wie viel Kapazität die Batterie im Vergleich zum Neuzustand noch besitzt. Fehlt ein Nachweis, kann ein Batteriecheck helfen, bei dem die Batterie über einen Diagnoseadapter ausgelesen wird.

Wie kritisch ein bestimmter Kapazitätsverlust ist, hängt laut Hofmann vom Fahrzeug und vom persönlichen Fahrprofil ab. Bei einer Reichweite von 600 Kilometern würden bei zehn Prozent Verlust rund 540 Kilometer verbleiben. Bei einem kleinen E-Auto mit nur noch 200 Kilometern Reichweite könne es im Winter dagegen knapp werden. Ebenso empfiehlt der Experte, möglichst noch mindestens ein Jahr Garantie zu wählen.

Auch die Ladehistorie kann eine Rolle spielen. Bei manchen Fahrzeugen oder in der App lässt sich das Verhältnis von AC- und DC-Laden nachvollziehen. AC steht für langsames Laden zu Hause, DC für Schnellladen; wurde ein Fahrzeug fast nur am Schnelllader geladen, kann dies die Batterie stärker belasten.

Bei der Probefahrt sollten Käufer auf ruhigen Lauf, sauberes Bremsen sowie Knacken, Schwimmen oder Vibrationen achten. Hofmann rät außerdem zu einem Ladetest: Das Fahrzeug sollte an einer Ladesäule sauber laden und die Batterie vor dem Schnellladen vorkonditionieren. Für einen aussagekräftigen Test sollte vorab vereinbart werden, dass der Akku nicht über 80 Prozent geladen ist.

Als häufige Schwachstelle nennt der TÜV-Experte die Bremsen. Weil Elektroautos im Alltag oft über den Motor bremsen, werden die mechanischen Bremsen weniger genutzt; Bremsscheiben können dadurch rosten. Zusätzlich belasten das höhere Gewicht des Akkus und die früh einsetzende Kraft des Elektromotors Reifen, Gelenke, Radaufhängung und Antriebswellen.

Ein Blick unter das Fahrzeug ist ebenfalls wichtig, da sich die Batterie meist im Unterboden befindet. Dellen, tiefe Kratzer oder Schäden an der Schutzplatte sollten Käufer besonders ernst nehmen. Ergänzend bietet der TÜV Nord laut Hofmann neben Hauptuntersuchung und Batteriecheck auch einen Kilometercheck an, bei dem Steuergeräte abgefragt werden. Diese Prüfungen zeigen jedoch nur den Zustand zum Zeitpunkt der Untersuchung und ersetzen keine Garantie.

PrüfpunktHinweis aus der Quelle
Reichweite600 Kilometer können bei zehn Prozent Verlust rund 540 Kilometer ergeben.
Kleine E-AutosBei nur noch 200 Kilometern Reichweite kann es im Winter knapp werden.
ProbefahrtKräftiges Bremsen aus 50 bis 70 Stundenkilometern kann Hinweise auf Fahrwerks- oder Bremsprobleme geben.
Ladezustand vor dem TestDer Akku sollte nicht über 80 Prozent geladen sein.
„Ich würde nie ein Auto blind kaufen. Man muss ein Auto fahren, hören und fühlen.“ – Christian Hofmann, zitiert von der Main-Post

Zusammenfassung: Entscheidend sind der SoH-Wert, die Ladehistorie, eine Probefahrt mit Ladetest sowie die Kontrolle von Bremsen, Fahrwerk und Unterboden. Die Main-Post empfiehlt, bei Unsicherheit einen TÜV-Check einzubeziehen.

Niedrige Restwerte elektrischer Volkswagen erhöhen den Druck auf VW Financial Services

Mehr als 80 Prozent der elektrischen Volkswagen in Deutschland laufen laut Elektroauto-News über die Volkswagen Financial Services AG. Dabei handelt es sich um Leasing- oder Finanzierungsverträge. Für die Erträge der Finanzsparte ist deshalb nicht nur der Neupreis entscheidend, sondern auch der Betrag, den die Fahrzeuge nach drei oder vier Jahren auf dem Gebrauchtmarkt erzielen.

Nach Erhebungen der Deutschen Automobil Treuhand sind drei Jahre alte E-Autos in Deutschland im Durchschnitt noch 50,9 Prozent ihres ursprünglichen Preises wert. Benzinmodelle kamen im Juni auf 59,6 Prozent, Diesel auf 58,8 Prozent. Für Benziner und Diesel seien dies laut Quelle die niedrigsten Werte seit 2021.

Das Restwertrisiko wirkt sich unmittelbar auf die Bilanz aus. Von 2024 auf 2025 stieg das ausgewiesene Restwertrisiko laut Geschäftsbericht um gut eine Milliarde auf fast 5,9 Milliarden Euro. Wenn die Kalkulationen im Mittel um einen Prozentpunkt abweichen, entspricht dies knapp 60 Millionen Euro. Im Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2026 weist das Unternehmen darauf hin, dass die Risiken seit Beginn des zweiten Quartals nochmals zugenommen haben.

In den kommenden Monaten werden größere Kontingente gebrauchter Elektromodelle der ersten Generation aus den Verträgen zurückerwartet. Genannt werden insbesondere ID.3 und ID.4. Die Vermarktung könnte zusätzlich erschwert werden, weil die staatliche Förderung neue E-Autos für Kaufinteressierte attraktiver macht.

Die Finanzsparte gilt im Volkswagen-Konzern bislang als wichtige Ertragsquelle. In den vergangenen fünf Jahren erwirtschaftete sie rund 20 Milliarden Euro operativen Gewinn. Im ersten Halbjahr 2026 waren es knapp 1,7 Milliarden Euro und damit mehr als bei jeder einzelnen Fahrzeugmarke. Dennoch sank das operative Ergebnis um 7,6 Prozent, obwohl Vertragsbestand und Vertragszugänge zunahmen. Als Grund werden gestiegene Kosten für Restwertrisiken genannt.

VW Financial Services trägt eine Bilanz von fast 290 Milliarden Euro und muss jährlich eine Refinanzierung von rund 115 Milliarden Euro darstellen. Seit Anfang des Jahres steht Anthony Bandmann an der Spitze. Eine von ihm veranlasste Vertragsleistungsbeschreibung für mehrere Unternehmensberatungen trägt den Titel „Captive of the future“ und nennt unter anderem ein „Future Operating Model“ sowie eine „Transformations-Roadmap“.

Nach den Bieterpräsentationen will sich die Finanzsparte voraussichtlich Ende August auf ein Angebot festlegen. Bereits Ende November sollen die Ergebnisse der gemeinsamen Projektarbeit dem Aufsichtsrat vorliegen. Als mögliche Themen werden eine Neuausrichtung des Gebrauchtwagengeschäfts, ein Ausbau des Versicherungs- und Servicegeschäfts sowie Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz genannt.

Gleichzeitig sollen die Gemeinkosten signifikant sinken. Für den Gesamtkonzern lautet die Vorgabe von Oliver Blume und Arno Antlitz, diese Kosten um etwa 20 Prozent zu reduzieren. Am Braunschweiger Sitz mit 10.400 Beschäftigten steigt dadurch die Nervosität. Das Unternehmen erklärt laut Elektroauto-News, es wolle wachsen, die Ertragskraft steigern und sich kostengünstig aufstellen. Bandmann ließ mitteilen: „Wir planen keinen Arbeitsplatzabbau und keinen Verkauf von Unternehmensteilen.“

KennzahlWert
Elektrische Volkswagen über VW Financial ServicesMehr als 80 Prozent
Restwert drei Jahre alter E-Autos50,9 Prozent
Restwert Benzinmodelle im Juni59,6 Prozent
Restwert Diesel im Juni58,8 Prozent
Ausgewiesenes RestwertrisikoFast 5,9 Milliarden Euro
Operativer Gewinn im ersten Halbjahr 2026Knapp 1,7 Milliarden Euro
Bilanz von VW Financial ServicesFast 290 Milliarden Euro
Jährliche RefinanzierungRund 115 Milliarden Euro

Zusammenfassung: Sinkende Restwerte elektrischer Fahrzeuge belasten die Kalkulation von VW Financial Services. Besonders die bevorstehende Rückgabe größerer Kontingente von ID.3 und ID.4 erhöht den Vermarktungsdruck, während die Finanzsparte zugleich ihre Kosten und Strukturen überprüfen soll. Quelle: Elektroauto-News.

Flughafen Zürich: Laden im Parkhaus kostet 65 Rappen pro Kilowattstunde

Der Flughafen Zürich bietet in mehreren Parkhäusern und auf mehreren Parkflächen Ladepunkte für Elektroautos an. Reisende aus dem Südwesten können das Fahrzeug während eines Urlaubs oder einer Geschäftsreise abstellen und die Parkzeit zum Laden nutzen.

Die Ladestationen befinden sich in den Parkhäusern P3 auf Geschoss 6, P4 sowie P6 auf Geschoss 6. Betreiber ist Swisscharge. Die Ladepunkte bieten 11 Kilowatt Ladeleistung bei 400V / 16A. Geladen werden können gängige Elektroautos, die mit einem Typ-2-Kabel verbunden werden können. Da die Stationen ohne Kabel ausgestattet sind, müssen Nutzer ein eigenes Typ-2-Kabel mitbringen.

Swisscharge-Kunden können den Ladevorgang mit ihrer Ladekarte starten. Ohne Kundenkonto wird der QR-Code an der Ladestation gescannt und die Kreditkarte hinterlegt. Der Start ist außerdem über die App möglich. Der Südkurier weist darauf hin, dass bei der Nutzung des Handys in der Schweiz Roaminggebühren des Mobilfunkanbieters anfallen können.

Zu den Ladegebühren kommen die Parkgebühren hinzu. Für einen Kurzaufenthalt werden zwischen zwei Franken für 30 Minuten und 27 Franken für sechs Stunden berechnet. Jede weitere Stunde kostet vier Franken. Wer länger als 24 Stunden parkt, zahlt Parktarife ab 56 Franken. Für zehn Tage werden 252 Franken fällig, danach kostet jeder weitere Tag 19 Franken.

Der Strompreis beträgt 65 Rappen pro Kilowattstunde. Zusätzlich verlangt der Flughafen Zürich eine Zeitgebühr von 15 Rappen pro 30 Minuten. Die Abrechnung erfolgt zusammen mit den Ladegebühren über Swisscharge. Ein Parkplatz kann laut Südkurier vorab online reserviert werden.

Der Südkurier rechnet ein Beispiel mit 50 Kilowattstunden nachgeladenem Strom und einer Ladezeit von fünf Stunden vor. Bei einem Strompreis von 65 Rappen pro Kilowattstunde ergeben sich rund 32,50 Franken. Die Zeitgebühr beträgt 1,50 Franken, zusammen entstehen 34 Franken Ladekosten. Für sieben Tage Parken werden 195 Franken berechnet, sodass die Gesamtkosten in diesem Beispiel 229 Franken betragen.

PositionAngabe
ParkhäuserP3, Geschoss 6; P4; P6, Geschoss 6
Ladeleistung11 Kilowatt
Elektrische Werte400V / 16A
Ladepreis65 Rappen pro Kilowattstunde
Zeitgebühr15 Rappen pro 30 Minuten
Parken für sieben Tage im Beispiel195 Franken
Gesamtkosten im Beispiel229 Franken

Zusammenfassung: Am Flughafen Zürich können Elektroautos während des Parkens mit 11 Kilowatt geladen werden. Für das Laden fallen 65 Rappen pro Kilowattstunde sowie eine Zeitgebühr an; zusätzlich werden die regulären Parkkosten berechnet. Quelle: Südkurier.

Leserfavoriten von VISION mobility aus August 2026

VISION mobility veröffentlicht unter dem Titel „Unsere Leserfavoriten aus dem Monat August 2026“ eine Galerie. Die Seite ordnet die Inhalte den Themen Elektromobilität, Ladeinfrastruktur, Hybrid, SUVs und Geländewagen, Oberklasse- und Sportwagen, Carsharing, autonomes Fahren sowie Fahrzeugen und Fuhrparks zu.

Als thematischer Schwerpunkt wird außerdem eine Fotostrecke zum VW ID. California Cruise genannt. VISION mobility bezeichnet das Modell als ersten vollelektrischen VW-Camper. Die Galerie steht im Umfeld weiterer Inhalte zu E-Autos, Fahrzeugtests, Ladeinfrastruktur, Konnektivität und Automotive-Messen.

Die Quelle nennt neben der Elektromobilität auch Plug-in-Hybride und Range-Extender als Fahrzeugmotorisierungen. Bei den Fahrzeugsegmenten werden Kleinstwagen, Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse, Sportwagen und Nutzfahrzeuge aufgeführt.

Zusammenfassung: Die August-Galerie von VISION mobility bündelt Leserfavoriten rund um Elektromobilität, Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und weitere Mobilitätsthemen. Als begleitender Inhalt wird der VW ID. California Cruise als erster vollelektrischer VW-Camper hervorgehoben. Quelle: VISION mobility.

Fünf E-Autos laut Business Insider Deutschland für weniger als 200 Euro im Monat

Business Insider Deutschland stellt Leasingangebote für E-Autos vor, deren monatliche Kosten unter 200 Euro liegen. Genannt werden der Fiat Grande Panda Elektro, der Hyundai Inster, der Citroën E-C3, der Opel Corsa-e und der Cupra Raval.

Die Quelle ordnet die Angebote vor allem als günstige Einstiegsmodelle ein. Dazu gehören insbesondere Kleinwagen, aber auch größere E-Autos können als Leasingfahrzeug bezahlbar sein. Als Vorteile des Leasings nennt Business Insider Deutschland Planungssicherheit, geringes Risiko, feste Laufzeiten und überschaubare Kosten bei der Erstanschaffung.

Seit 2026 ist laut Quelle wieder eine E-Auto-Förderung möglich. Die staatliche Unterstützung richtet sich an Privatpersonen beim Leasing von Elektroautos oder Plug-in-Hybriden, orientiert sich am Einkommen und an der familiären Situation und kann bis zu 6000 Euro betragen.

Für die Förderung muss der Wohnsitz in Deutschland liegen. Das zu versteuernde Haushaltseinkommen darf maximal 80.000 Euro betragen. Je einem Kind unter 18 Jahren erhöht sich die Einkommensgrenze um jeweils 5000 Euro; berücksichtigt werden maximal zwei Kinder, wodurch das Haushaltseinkommen maximal 90.000 Euro betragen kann. Die Mindestvertragsdauer der Leasingfahrzeuge beträgt 36 Monate.

Business Insider Deutschland erklärt außerdem den Unterschied zwischen Leasingfaktor und Gesamtkostenfaktor. Der Leasingfaktor wird aus monatlicher Rate und Listenpreis berechnet. Der Gesamtkostenfaktor berücksichtigt zusätzlich Nebenzahlungen wie die Bereitstellungsgebühr und die Laufzeit. Angebote werden als gut eingestuft, wenn die Werte bei eins liegen; unterhalb von eins gelten sie als sehr gut.

Genanntes ModellEinordnung
Fiat Grande Panda ElektroLeasingangebot unter 200 Euro im Monat
Hyundai InsterLeasingangebot unter 200 Euro im Monat
Citroën E-C3Leasingangebot unter 200 Euro im Monat
Opel Corsa-eLeasingangebot unter 200 Euro im Monat
Cupra RavalLeasingangebot unter 200 Euro im Monat

Zusammenfassung: Business Insider Deutschland nennt fünf E-Autos mit Leasingangeboten unter 200 Euro im Monat. Zusätzlich beschreibt die Quelle eine seit 2026 wieder mögliche Förderung von bis zu 6000 Euro und nennt dafür Einkommens-, Wohnsitz- und Vertragsvoraussetzungen.

Studie der TU München stellt Lebenszyklusbilanz von E-Autos und Verbrennern in den Mittelpunkt

FOCUS Plus berichtet über eine bislang unveröffentlichte Studie der Technischen Universität München. Die Untersuchung fordert laut Quelle, die Klimaleistung von Fahrzeugen nicht ausschließlich am Auspuff zu vergleichen, sondern den tatsächlichen CO₂-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus zu betrachten.

Berücksichtigt werden sollen dabei unter anderem der in Stahl, Aluminium und der Batterie gebundene Kohlenstoff, die fossile oder erneuerbare Herkunft der Antriebsenergie sowie die am Lebensende zurückgewonnenen Materialien. Diese Faktoren spielten in der EU-Betrachtung der CO₂-Bilanz von Autos bislang praktisch keine Rolle, heißt es in dem Bericht.

Nach den in FOCUS Plus wiedergegebenen Auszügen reduziert ein E-Auto die CO₂-Belastung um 41 Prozent. Die Quelle betont zugleich, dass ein Elektroauto damit nicht kohlenstofffrei sei. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder forderte daraufhin laut FOCUS ein „echtes Aus vom Verbrenner-Aus der EU“.

Der Bericht stellt die Debatte in den Zusammenhang mit der europäischen Autoindustrie. In einem VW-Werk hätten sich mehr als 10.000 Beschäftigte zu einer Betriebsversammlung versammelt. Auf dem Spiel stünden insgesamt 115.000 Stellen und vier deutsche Werke. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bezeichnete Standortschließungen und Personalabbau als „keine Zukunftsstrategie“.

Parallel beschreibt FOCUS Plus Tests von BMW, Toyota, Bosch und Repsol in Spanien. Dabei wird der Bio-Sprit Nexa 95 aus Reststoffen der Land- und Forstwirtschaft, aus Stroh und Holz sowie gebrauchten Speiseölen eingesetzt. Die Erprobung erfolgt mit 20 Autos in Spanien.

Auf europäischer Ebene geht es laut Bericht um die Frage, ob Verbrennungsmotoren über 2035 hinaus mit erneuerbaren Kraftstoffen berücksichtigt werden können. Die EU hatte vor drei Jahren beschlossen, dass ab 2035 neu zugelassene Pkw und leichte Nutzfahrzeuge kein CO₂ mehr ausstoßen dürfen; dies entsprach einer Reduktion des Treibhausgases um 100 Prozent gegenüber dem Stand von 2021.

Im Dezember 2025 wurde nach Darstellung der Quelle eine Änderung vorgenommen: Statt einer CO₂-Reduktion neuer Fahrzeuge um 100 Prozent sollten 90 Prozent ausreichen. Die verbleibenden zehn Prozent sollten Autohersteller mit erneuerbaren Kraftstoffen, E-Fuels und CO₂-ärmerem Stahl kompensieren.

Der italienische Europaabgeordnete Massimiliano Salini schlägt laut FOCUS Plus eine neue Fahrzeugkategorie mit der Bezeichnung VEEF vor. Das Kürzel steht für „Vehicles running Exclusively on Eligible Fuels“ und beschreibt Fahrzeuge, die ausschließlich mit zugelassenen erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden. Sie würden weiterhin über Motor, Getriebe, Tank und Auspuff verfügen, sollen nach Salinis Vorschlag aber Elektro-Pkw gleichgestellt werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Branche wird im Bericht mit mehreren Kennzahlen beschrieben. 13Millionen Menschen sind demnach in der europäischen Automobilindustrie beschäftigt, 10,8Millionen Fahrzeuge werden in der EU pro Jahr neu zugelassen, und die Branche steuert 1Billion Euro zum europäischen Bruttoinlandsprodukt bei. Zugleich entstammen laut Europäischer Union 22,6Prozent aller klimaschädlichen Treibhausgase in Europa dem Straßenverkehr.

Auf Europas Straßen fahren laut FOCUS Plus 260Millionen Autos, darunter bislang 7,7 Millionen reine Stromer. Der wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments resümiere, die Herausforderung im Bereich der Elektrifizierung sei beträchtlich.

AngabeWert
CO₂-Reduktion eines E-Autos laut Studie41 Prozent
Beschäftigte in der europäischen Automobilindustrie13Millionen
Jährliche Neuzulassungen in der EU10,8Millionen Fahrzeuge
Beitrag der Branche zum europäischen BIP1Billion Euro
Anteil des Straßenverkehrs an den klimaschädlichen Treibhausgasen in Europa22,6Prozent
Autos auf Europas Straßen260Millionen
Reine Stromer auf Europas Straßen7,7 Millionen
Erprobung des Bio-Sprits in Spanien20 Autos
„Die Klimaleistung von Fahrzeugen“ könne man nicht einfach nur am Auspuff vergleichen, zitiert FOCUS Plus die Experten der Technischen Universität München.

Zusammenfassung: Die von FOCUS Plus vorgestellte TUM-Studie rückt die gesamte Lebenszyklusbilanz von Fahrzeugen in den Mittelpunkt und beziffert die CO₂-Reduktion eines E-Autos auf 41 Prozent. Parallel wird in Europa über erneuerbare Kraftstoffe, die Fahrzeugkategorie VEEF und die Zukunft der Verbrenner nach 2035 diskutiert. Quelle: FOCUS Plus.

Quellen: