E-Auto-News: MG4-Spionageverdacht, Kostenvergleich und Megawatt-Laden im Check
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Der Artikel beleuchtet Spionagevorwürfe gegen den MG4 sowie Kosten, Förderung und technische Entwicklungen rund um Elektroautos.
Verdacht auf Spionagesoftware im MG4: Kraftfahrt-Bundesamt prüft Vorwürfe
Der chinesische Autohersteller MG steht wegen möglicher Spionagesoftware im Modell MG4 in der Kritik. Wie welt.de berichtet, prüft das Kraftfahrt-Bundesamt den Vorwurf.
Sicherheitsbehörden warnen dem Bericht zufolge vor möglichen Risiken, die von vernetzten Fahrzeugen aus China ausgehen könnten. Konkrete Ergebnisse der Prüfung oder eine Bestätigung des Spionageverdachts nennt die Quelle nicht.
„Verdacht auf Spionagesoftware in chinesischem E-Auto“
Zusammenfassung: Das Kraftfahrt-Bundesamt untersucht Vorwürfe gegen den MG4. Sicherheitsbehörden sehen mögliche Risiken bei vernetzten Fahrzeugen aus China.
Elektroauto nicht automatisch günstiger als ein Verbrenner
Die FAZ stellt die Frage, für wen sich der Umstieg auf ein Elektroauto tatsächlich lohnt. Ausgangspunkt sind hohe Benzinpreise und die Überlegung, ob ein Elektroauto über die gesamte Nutzungsdauer wirtschaftlicher ist.
Nach einer von der Allianz durchgeführten Befragung nennen die Deutschen den Anschaffungspreis mit 49 Prozent und den Spritverbrauch mit 36 Prozent als wichtigste Kriterien bei der Fahrzeugauswahl. Die FAZ hat deshalb einen Vergleichsrechner entwickelt, der die monatlich zu erwartenden Kosten in acht Kategorien vom Kleinstwagen bis zum Luxus-SUV berechnet.
Verglichen werden Modelle, die sowohl mit Elektroantrieb als auch mit Verbrennungsmotor erhältlich sind. Genannt werden unter anderem der elektrische Corsa und der Corsa mit Benzinmotor sowie der BMW iX3 und der X3. In einzelnen Fahrzeugklassen sei ein direkter Vergleich nicht möglich, weil Modelle wie Golf und ID.3 zwar dasselbe Segment bedienen, aber weder Technik noch Namen teilen.
Der Anschaffungspreis prägt die Autokosten der ersten Jahre vor allem durch den Wertverlust und mögliche Kapitalkosten bei einer Finanzierung. Staatliche Kaufprämien werden im Rechner nicht berücksichtigt, weil sie laut FAZ nur einen geringen Einfluss auf eine Vollkostenrechnung haben und zugleich die Restwerte drücken können.
| Vergleich | Preisunterschied |
|---|---|
| BMW iX3 | 3100 Euro Aufpreis für das Elektroauto |
| Peugeot 5008 | 7090 Euro Aufpreis für das Elektroauto |
| EQS SUV gegenüber GLS | 560 Euro Ersparnis beim Elektroauto |
In allen von der Redaktion durchgespielten Szenarien ist der Wertverlust der Elektrovariante höher. Als Gründe nennt die FAZ sowohl höhere Anschaffungspreise als auch geringere Restwerte.
Eigene Wallbox und Solaranlage verändern die Rechnung
Ob ein Elektroauto bei den Energiekosten günstiger ist, hängt laut FAZ davon ab, wie und zu welchem Preis geladen wird. Der Vergleichsrechner berücksichtigt deshalb die jährliche Fahrleistung sowie den Anteil des Stroms, der zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen bezogen wird.
Für Haushalte mit eigener Solaranlage wird ein niedrigerer Preis für den über die Wallbox geladenen Strom zugrunde gelegt. Die verwendeten Daten stammen unter anderem vom ADAC, vom BDEW und vom Vergleichsportal Verivox und stellen Durchschnittswerte dar.
Die FAZ beschreibt mehrere Nutzungsszenarien. Ein Opel Corsa Electric kann als Zweitwagen mit 5000 Kilometern jährlich, vollständigem Laden über die eigene Wallbox und einer PV-Anlage einen Kostenvorteil von zwölf Euro im Jahr gegenüber dem Benziner erzielen.
Für einen in der Stadt lebenden Single, der mit demselben Fahrzeug 10.000 Kilometer jährlich fährt und regelmäßig die entfernt wohnende Familie besucht, ergibt sich dagegen ein Nachteil von 240 Euro im Jahr.
Bei einem Ehepaar ohne Kinder, das zwischen einem Volkswagen Golf und einem ID.3 Neo wählt, nennt die FAZ einen jährlichen Kostenvorteil von 456 Euro für den TSI. Fährt das Paar mit dem Auto auch in den Urlaub und kann nie zu Hause laden, wächst der genannte Betrag auf 660 Euro.
Beim Peugeot 5008 kann eine Familie trotz des Aufpreises für die Elektroversion 492 Euro jährlich sparen, wenn 70 Prozent des Stroms zu Hause geladen und teilweise über eine eigene Solaranlage erzeugt werden. Mieter ohne Wallbox fahren bei identischer Fahrleistung mit der Verbrennervariante 204 Euro günstiger.
| Szenario | Jährlicher Unterschied |
|---|---|
| Opel Corsa Electric als Zweitwagen | zwölf Euro Kostenvorteil |
| Opel Corsa Electric beim Stadt-Single | 240 Euro Mehrkosten |
| Volkswagen Golf und ID.3 Neo | 456 Euro Kostenvorteil für den TSI |
| Volkswagen Golf und ID.3 Neo ohne Laden zu Hause | 660 Euro |
| Peugeot 5008 mit Laden zu Hause und teilweise eigener Solaranlage | 492 Euro Ersparnis |
| Peugeot 5008 ohne Wallbox | 204 Euro Vorteil für die Verbrennervariante |
Zusätzlich weist die FAZ auf höhere Versicherungsbeiträge für Elektroautos hin. Diese spiegelten vor allem um zehn bis 15 Prozent höhere Reparaturkosten nach Unfällen wider, wobei sich die Unterschiede zwischen den Antriebskonzepten zunehmend anglichen.
Zusammenfassung: Die Wirtschaftlichkeit eines Elektroautos hängt stark von Fahrleistung, Lademöglichkeit und Energiekosten ab. Eine eigene Wallbox und eine Solaranlage können Vorteile schaffen, während öffentliche Ladevorgänge, höhere Anschaffungspreise, Wertverluste und Versicherungsbeiträge die Bilanz verschlechtern können.
Voyah wiederholt legendären Schumacher-Stunt
Der chinesische Hersteller Voyah hat mit dem Passion S einen spektakulären Fahrstunt wiederholt. Nach Angaben von AUTO BILD fuhr das Fahrzeug kopfüber durch einen Tunnel und erinnerte damit an einen legendären Stunt von Michael Schumacher.
Voyah veröffentlichte dazu ein ungeschnittenes Video. Der Passion S wird in dem Beitrag als Elektroauto mit 637 Elektro-PS beschrieben.
AUTO BILD nennt außerdem einen Preis von rund 28.000 Euro für das Fahrzeug in China. Weitere technische Daten oder Angaben zum Ablauf des Stunts enthält der vorliegende Beitrag nicht.
„Wie einst Schumi! China-SUV fährt an der Tunneldecke“
Zusammenfassung: Voyah inszeniert den Passion S mit einer Fahrt kopfüber an der Tunneldecke. Das Elektroauto wird mit 637 Elektro-PS und einem Preis von rund 28.000 Euro in China genannt.
Förderprämie für Elektroautos in Sachsen in der Kritik
In Sachsen fährt laut LVZ – Leipziger Volkszeitung inzwischen jeder fünfte Neuwagen elektrisch. Die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos steigt demnach bundesweit ebenso wie im Freistaat.
Experten bewerten die Entwicklung als positives Zeichen für die Werke in Zwickau und Leipzig. Zugleich halten sie die E-Auto-Prämie für überflüssig und stellen damit die Notwendigkeit einer staatlichen Förderung infrage.
Der Beitrag ordnet die wachsende Zahl elektrischer Neuzulassungen damit in zwei Richtungen ein: Sie stärkt die Bedeutung der sächsischen Fahrzeugstandorte, führt aber gleichzeitig zu einer Debatte über die Förderpolitik.
Zusammenfassung: In Sachsen ist jeder fünfte Neuwagen elektrisch. Die Entwicklung wird als positiv für die Werke in Zwickau und Leipzig gesehen, während Experten die Förderprämie kritisieren.
Megawatt-Laden für Pkw laut Fraunhofer-Forscher nicht entscheidend
Das Megawatt-Laden war Thema der Messe-Frankfurt-Publikation „Gateway to Automotive“. Wie ecomento.de berichtet, bewertet Andreas Hensel vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE die von BYD demonstrierten Ladeleistungen im Megawattbereich als technisch machbar, ordnet sie für Pkw jedoch vor allem als Marketinginstrument und Signal ein.
Für die breite Mobilitätswende sei eine solche Leistung nach Einschätzung des Forschers nicht zwingend erforderlich. Im Pkw-Bereich liege der Engpass nicht primär bei der maximalen Ladeleistung.
Im CCS-Bereich seien bei 800-Volt-Fahrzeugen heute etwa 400 Kilowatt möglich. Viele aktuelle Elektroautos erreichten diese Werte jedoch nicht dauerhaft. Die wesentlichen Herausforderungen sieht Hensel beim Netzanschluss und bei der Wirtschaftlichkeit.
Komponenten wie Batterie, Leistungselektronik, Kabel und Kühlung seien mit heutigen Lösungen technisch beherrschbar. Höhere Ladeleistungen erhöhten jedoch die Kosten auf der Fahrzeug- und auf der Infrastrukturseite.
Ein zentrales Problem sei der Netzausbau, weil Netzbetreiber über Jahre planen müssten. Bei Netze BW werde davon ausgegangen, dass sich die Kapazitäten im Verteilnetz innerhalb der nächsten zehn Jahre verdoppeln müssen.
Für Pkw hält Hensel die bestehende und geplante HPC-Infrastruktur für ausreichend. Die Masse der Fahrzeuge benötige Ladeleistungen zwischen 100 und 150 Kilowatt.
„Megawatt-Laden ist für Pkw aus meiner Sicht nicht der entscheidende Punkt“
Anders sieht der Forscher die Situation im Schwerverkehr, insbesondere bei Langstrecken-Lkw. Während regionale Einsätze mit CCS abgedeckt werden könnten, brauche der Fernverkehr an Logistikstandorten und Pausenplätzen eine leistungsstarke Infrastruktur entlang der Hauptachsen.
| Bereich | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| 800-Volt-Fahrzeuge im CCS-Bereich | etwa 400 Kilowatt möglich |
| Benötigte Ladeleistung für die Masse der Pkw | zwischen 100 und 150 Kilowatt |
| Verteilnetz von Netze BW | Verdopplung der Kapazitäten innerhalb der nächsten zehn Jahre |
| CCS2 | maximal 600 kW |
In der Diskussion um Megawatt-Laden wird zudem zwischen Pkw und Schwerverkehr unterschieden. In einem Leserbeitrag wird darauf hingewiesen, dass 1 MW nur bei MCS zur Verfügung stehe, während CCS2 maximal 600 kW erreiche.
Zusammenfassung: Für Pkw sieht der Fraunhofer-Forscher Megawatt-Laden nicht als entscheidenden Faktor. Die bestehende und geplante HPC-Infrastruktur werde für die Masse der Elektroautos als ausreichend angesehen, während Langstrecken-Lkw deutlich höhere Ladeleistungen benötigen.
Quellen:
- Kraftfahrt-Bundesamt prüft MG4: Verdacht auf Spionagesoftware in chinesischem E-Auto - Video
- Für wen sich der Umstieg auf ein Elektroauto wirklich lohnt
- Voyah wiederholt legendären Schumacher-Stunt
- Kritik aus Sachsen an Förderprämie für E-Autos
- Megawatt-Laden für E-Autos laut Fraunhofer-Forscher "nicht der entscheidende Punkt"
- Großbritannien könnte Vorgaben für E-Auto-Anteil lockern