E-Auto-News: THG-Prämie, Cybercab, Zulassungsboom und neue Risiken
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Der Artikel bündelt Meldungen zur THG-Prämie 2026, Teslas Cybercab, steigenden Elektroauto-Neuzulassungen, einem E-Auto-Brand und Dysons gescheitertem E-Auto.
THG-Prämie 2026: Antrag für reine Elektrofahrzeuge bleibt erforderlich
Die BILD berichtet, dass Halter vollelektrischer Fahrzeuge auch 2026 ihre eingesparte CO₂-Menge über die Treibhausgasminderungsquote vermarkten können. Die Auszahlung erfolgt jedoch nicht automatisch: Die Quote muss über einen Anbieter oder Partner beantragt werden, der sie gebündelt beim Umweltbundesamt einreicht.
Für Pkw seien aktuell Prämien von mehreren Hundert Euro möglich, während bei großen Nutzfahrzeugen Auszahlungen von bis zu mehreren Tausend Euro genannt werden. Die tatsächliche Summe hängt laut BILD vom Partnerangebot, den Vertragsbedingungen und der abschließenden Prüfung ab; eine erste Rechner-Schätzung sei daher keine verbindliche Zusage.
Voraussetzung ist grundsätzlich ein reines batterieelektrisches Fahrzeug mit Zulassung in Deutschland. Plug-in-Hybride sind laut Quelle nicht berechtigt. Für die Registrierung wird in der Regel die Zulassungsbescheinigung Teil I benötigt, außerdem darf die THG-Quote 2026 noch nicht eingereicht worden sein.
Vor dem Antrag sollten Interessierte insbesondere die garantierte Auszahlung, feste oder variable Prämienmodelle, mögliche Boni, die Vertragslaufzeit, automatische Verlängerungen und den Zeitpunkt der Auszahlung prüfen. Die BILD weist außerdem darauf hin, dass das Umweltbundesamt die anrechenbare Treibhausgasminderungsquote bescheinigt, die Prämie aber nicht selbst auszahlt.
- Quelle: BILD
- Teilnahmeberechtigt: reine batterieelektrische Fahrzeuge mit Zulassung in Deutschland
- Nicht berechtigt: Plug-in-Hybride
- Antrag: über einen Anbieter oder Partner
Zusammenfassung: Die THG-Prämie 2026 muss aktiv beantragt werden. Die Auszahlung variiert je nach Anbieter, Vertragsbedingungen und abschließender Prüfung.
Tesla stellt in Austin das fahrerlose „Cybercab“ vor
Laut STERN.de hat Tesla in Austin geladene Gäste zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der sie als Erste in den fahrerlosen „Cybercabs“ mitfahren konnten. Die Fahrzeuge sollen ab Freitag für die Öffentlichkeit verfügbar sein.
Das goldene Robotaxi bietet Platz für zwei Fahrgäste und kommt ohne Lenkrad aus. Elon Musk kündigte demnach eine „Welle von Cybercabs“ in Austin an. Die Zeitung „Austin American-Statesman“ berichtete über die Veranstaltung und den geplanten Start für die Öffentlichkeit.
Beim Stand der Technologie sieht STERN.de Tesla hinter der Google-Tochter Waymo. Waymo bietet in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst Uber selbstfahrende Taxis bereits in elf US-Städten an, darunter San Francisco und Los Angeles. Tesla ist laut Quelle bisher nur in Texas am Start.
Eine zusätzliche Herausforderung stellen gesetzliche Vorgaben einzelner US-Bundesstaaten dar. Dort muss in den Fahrzeugen ein menschlicher Aufpasser oder Fahrer bereitstehen, um bei Bedarf die Kontrolle zu übernehmen; Autos ohne Lenkrad und Pedale sind dort tabu.
„Welle von Cybercabs“
Zusammenfassung: Tesla bringt das zweisitzige, fahrerlose „Cybercab“ zunächst in Austin an den Start. Während Waymo bereits in elf US-Städten aktiv ist, ist Tesla laut STERN.de bisher nur in Texas vertreten.
August: Reine Elektroautos erreichen 32,4 Prozent der Neuzulassungen
Nach Angaben von ZDFheute waren im August 32,4 Prozent der Neuzulassungen in Deutschland reine Elektroautos. Das Kraftfahrt-Bundesamt registrierte 68.930 neue Elektroautos, was gegenüber dem Vorjahresmonat einem Plus von 75,1 Prozent entspricht.
Insgesamt wurden im August 212.563 Pkw neu zugelassen. Das waren 2,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Hybridautos stellten mit 84.603 Fahrzeugen und einem Anteil von 39,8 Prozent den größten Anteil der Neuzulassungen; rund 30 Prozent der Hybridautos waren Plug-in-Hybride.
| Antriebsart | Neuzulassungen beziehungsweise Anteil |
|---|---|
| Reine Elektroautos | 68.930 Fahrzeuge; 32,4 Prozent |
| Hybridautos | 84.603 Fahrzeuge; 39,8 Prozent |
| Benziner | 35.536 Fahrzeuge; 16,7 Prozent |
| Diesel | 10,6 Prozent |
| Alle Pkw | 212.563 Neuzulassungen; plus 2,6 Prozent |
Als wesentlichen Grund für den Anstieg nennen Experten die E-Auto-Prämie. Verbraucher können die Förderung laut ZDFheute seit Mitte Mai beantragen, rückwirkend für seit 1. Januar zugelassene Autos. Bezuschusst werden der Kauf oder das Leasing neuer Elektro- oder Plug-in-Hybridfahrzeuge; die Höhe richtet sich nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen.
Constantin Gall vom Beratungsunternehmen EY warnte zugleich, dass die hohe Nachfrage nur so lange anhalten werde, „wie die Förderung gewährt wird“. Danach sei mit einem „massiven Rückgang der Zulassungszahlen“ zu rechnen.
Benziner wurden mit 35.536 Neuzulassungen deutlich seltener gekauft; ihr Anteil lag bei 16,7 Prozent. Gegenüber August 2025 entspricht dies einem Rückgang von 37,9 Prozent. Dieselautos wurden mit minus 17,3 Prozent ebenfalls seltener neu zugelassen und erreichten einen Anteil von 10,6 Prozent.
Besonders stark legten laut EY chinesische Konzerne zu. Ihr Marktanteil stieg im August von 4,4 auf 8,0 Prozent. Der Verband der Automobilindustrie meldete zugleich, dass in Deutschland im August vier Prozent weniger Autos produziert wurden; die inländischen Auftragseingänge deutscher Hersteller für rein batterieelektrische Fahrzeuge stiegen dagegen um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
„Die Elektro-Prämie hat einen kräftigen Nachfrageschub im Elektrosegment ausgelöst.“ – Constantin Gall, Beratungsunternehmen EY
Zusammenfassung: Reine Elektroautos kamen im August auf 32,4 Prozent der Neuzulassungen. Die Nachfrage stieg auf 68.930 Fahrzeuge, während Experten den Boom vor allem mit der staatlichen Förderung verbinden.
Brand eines E-Autos greift auf Wohnhaus über
In Ludwigsau-Ersrode ist laut Osthessen|News am Donnerstagvormittag ein E-Auto unter einem Carport nach derzeit ungeklärter Ursache in Brand geraten. Gegen 11:18 Uhr wurden Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zu dem Pkw-Brand alarmiert.
Beim Eintreffen hatte das Feuer bereits auf eines der beiden angrenzenden Wohnhäuser übergegriffen. Ein Übergreifen auf das zweite Gebäude drohte ebenfalls. Die Feuerwehr errichtete deshalb zunächst eine Riegelstellung, um das zweite Wohnhaus zu schützen.
Nach Angaben des Gemeindebrandinspektors Christoph Berk wurden anschließend drei Trupps unter Atemschutz und mit einem C-Rohr zum Außenangriff eingesetzt. Zusätzlich kam die Drehleiter aus Rotenburg an der Fulda zum Einsatz.
Das betroffene Wohnhaus erlitt einen Totalschaden und ist unbewohnbar. Das unmittelbar benachbarte Haus konnte gerettet werden. Menschen kamen nicht zu Schaden; die Bewohnerin konnte sich rechtzeitig aus dem Gebäude retten.
Eine besondere Herausforderung waren das Elektroauto im Carport sowie eine Photovoltaikanlage mit mehreren Speichern. Um die noch vorhandenen Brandstellen im Dachbereich zu erreichen, wurde ein Kettenbagger angefordert, mit dem die PV-Module vom Dach entfernt werden sollten.
Die Speicher der Photovoltaikanlage flammten laut dem Vor-Ort-Bericht immer wieder auf und verursachten eine enorme Rauchentwicklung. Die Wasserversorgung wurde durch weitere Feuerwehren sowie einen Pendelverkehr mit Tanklösch- und Löschfahrzeugen sichergestellt.
| Einsatzangabe | Wert |
|---|---|
| Alarmierungszeit | 11:18 Uhr |
| Einsatzkräfte vor Ort | rund 85 |
| Atemschutzgeräteträger | 42 |
| Schaden | mittlerer sechsstelliger Bereich |
Die Löscharbeiten dauerten zum Zeitpunkt der Meldung an. Die Kriminalpolizei Bad Hersfeld nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf; genaue Angaben lagen zunächst nicht vor.
„Zum Glück wurden keine Personen verletzt“, betonte Gemeindebrandinspektor Christoph Berk.
Zusammenfassung: Ein Brand eines E-Autos unter einem Carport griff auf ein Wohnhaus über, das vollständig zerstört und unbewohnbar wurde. Eine Photovoltaikanlage mit mehreren Speichern erschwerte die Löscharbeiten; verletzt wurde niemand.
Dyson: Gescheitertes E-Auto steht erfolgreichen Haushaltsgeräten gegenüber
Business Insider Deutschland stellt die größten Erfolge und Flops des Unternehmens Dyson gegenüber. Die Strategie des Unternehmens bestehe darin, alltägliche Haushaltsgeräte mit futuristischen und technisch aufwendigen Lösungen neu zu entwickeln; in der Staubsauger- und Haarpflegebranche sei dies erfolgreich gewesen, beim E-Auto jedoch gescheitert.
Der Einzelhandelsanalyst Neil Saunders von GlobalData erklärte gegenüber Business Insider, Dyson sei besonders dann erfolgreich, wenn das Unternehmen „echte Probleme löst, an denen viele andere Produkte scheitern“. Große Flops entstünden dagegen, wenn Lösungen für Dinge entwickelt würden, „die eigentlich keine Probleme sind“.
Als gescheitertes Fahrzeugprojekt nennt der Artikel den Dyson N526 EV. Das E-Auto wird in der Übersicht als Flop eingeordnet. Weitere Produkte werden nach ihrer Entwicklung und Marktresonanz ebenfalls kategorisiert.
- Staubsauger: ursprünglicher Erfolg im Endkundengeschäft
- Ventilatoren ohne Rotorblätter: Erfolg
- Dyson N526 EV: Flop
- Saugroboter: kein Flop, aber auch kein Hit
- Luftreinigende Kopfhörer: aktueller Flop
- Waschmaschinen: Reinfall
- Haartrockner: großer Erfolg
Mit dem CameraJet bringt Dyson laut Business Insider eine Zahnbürste mit einer winzigen Kamera auf den Markt. Sie soll die Backenzähne scannen und Mundwasser zwischen diese spritzen. Der Preis wird mit 500-Dollar beziehungsweise rund 432 Euro angegeben.
Neil Saunders bezeichnete die Zahnbürste als „innovativ und sehr clever“, sieht aber eine große Herausforderung darin, von Verbrauchern eine so hohe Summe für ein einfaches Produkt zu verlangen. Damit zeigt der Artikel erneut den Gegensatz zwischen technisch auffälligen Produkten und ihrer tatsächlichen Akzeptanz bei den Kunden.
„Echte Probleme löst, an denen viele andere Produkte scheitern“ – Neil Saunders, GlobalData
Zusammenfassung: Dyson wird im Artikel für erfolgreiche Staubsauger-, Ventilator- und Haartrockner-Produkte eingeordnet, während das Dyson N526 EV als Flop gilt. Der CameraJet soll mit Kamera und Mundwasser-Funktion neue Technik in die Zahnpflege bringen und kostet 500-Dollar beziehungsweise rund 432 Euro.
E-Auto-Boom bringt dem Kfz-Gewerbe Wachstum und zusätzlichen Druck
Die Deutsche Handwerks Zeitung berichtet von einem starken Wachstum bei batterieelektrischen Fahrzeugen, zugleich aber von einer weiterhin schwierigen Lage im Kfz-Gewerbe. Im August stiegen die BEV-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr um 75,1 Prozent auf 68.930 Fahrzeuge; der Marktanteil kletterte auf 32,4 Prozent.
Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe, ZDK, hob seine Prognose für 2026 auf rund 817.000 neue batterieelektrische Fahrzeuge an. Das sind 109.000 mehr als noch zum Jahreswechsel prognostiziert. Der Verband sieht damit eine deutlich stärkere Dynamik als zunächst erwartet.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| BEV-Neuzulassungen im August | 68.930 |
| Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat | plus 75,1 Prozent |
| BEV-Anteil an den Neuzulassungen | 32,4 Prozent |
| Plug-in-Hybrid-Anteil | 12,0 Prozent |
| Anteil der Fahrzeuge mit Stecker | 44,4 Prozent |
| ZDK-Prognose für neue BEV 2026 | rund 817.000 |
| Private BEV-Neuzulassungen 2026 | mehr als 370.000 |
Zusammen mit den 12,0 Prozent Plug-in-Hybriden entfielen im August 44,4 Prozent der Neuzulassungen auf Fahrzeuge mit Stecker. Besonders dynamisch entwickelt sich laut ZDK die private Nachfrage. Für 2026 erwartet der Verband mehr als 370.000 private BEV-Neuzulassungen, etwa doppelt so viele wie im Vorjahr.
Als Gründe für den Nachfrageschub nennt der ZDK die seit Mai verfügbare staatliche E-Auto-Kaufprämie, das breitere Modellangebot der Hersteller und gestiegene Kraftstoffpreise. In einer ZDK-Halbjahresumfrage berichteten 58 Prozent der befragten Kfz-Betriebe von positiven Effekten der Kaufprämie auf die private Nachfrage.
Thomas Peckruhn, Präsident des ZDK, warnt jedoch vor einer einseitigen Betrachtung des Booms. Der Neuwagenmarkt liege insgesamt weiterhin deutlich unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Gleichzeitig belasteten hohe Kosten, gestiegene Zinsen, knappe Margen und steigende Investitionsanforderungen die Betriebe und ihre Kundinnen und Kunden.
Nach Darstellung der Deutschen Handwerks Zeitung kann die steigende Zahl von Elektroautos die strukturellen Probleme des Fahrzeughandels nicht lösen. Für einen nachhaltigen Markt seien attraktive Kaufpreise, niedrige Betriebskosten und eine Ladeinfrastruktur erforderlich, die im Alltag funktioniere.
„Mehr Elektroautos lösen aber nicht die strukturellen Probleme des Fahrzeughandels.“ – Thomas Peckruhn, ZDK-Präsident
Zusammenfassung: Der ZDK erwartet 2026 rund 817.000 neue BEV und mehr als 370.000 private BEV-Neuzulassungen. Der Boom wird durch Förderung, Modellangebot und Kraftstoffpreise gestützt, während Kosten, Zinsen und knappe Margen das Kfz-Gewerbe weiterhin unter Druck setzen.
Quellen:
- THG-Prämie 2026 berechnen: Das bekommen Sie für E-Auto zurück
- Taxi ohne Lenkrad: Tesla stellt „Cybercab“ vor
- "Absatzboom" bei E-Autos: Jeder dritte Neuwagen ist ein Stromer
- E-Auto unter Carport fängt Feuer: Flammen greifen über - Wohnhaus in Vollbrand
- Dysons größte Hits und härteste Flops: Vom Kult-Staubsauger bis zum gescheiterten E-Auto
- E-Auto-Boom im Kfz-Gewerbe: Wachstum mit Schattenseiten