E-Autos im Aufwind: Kostenranking, Rabatte, Förderung und Zulassungsboom

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

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Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Der Dacia Spring ist laut ADAC das günstigste E-Auto, während der BMW iX1 mit Rabatten und Leasing lockt und die E-Auto-Förderung bereits 100.000 Auszahlungen erreicht.

ADAC-Kostencheck: Dacia Spring führt Ranking der günstigsten Elektroautos an

Der Markt für preiswerte Elektroautos wächst. Wie t-online.de berichtet, entscheidet jedoch nicht allein der Kaufpreis über die tatsächlichen Kosten. Wertverlust, Versicherung, Strom und Wartung bestimmen die Gesamtkosten über die Haltedauer.

Der Dacia Spring Electric führt das Kostenranking mit monatlichen Gesamtkosten von 433 Euro an. Sein Listenpreis beginnt bei 16.900 Euro. Das Modell weist laut dem Bericht monatliche Fixkosten von 99 Euro und einen Wertverlust von 198 Euro pro Monat auf.

Durch die einkommensabhängige E-Auto-Förderung sind bis zu 6.000 Euro möglich, wenn das zu versteuernde Einkommen bis 60.000 Euro beträgt. Bei maximaler Förderung könnte der effektive Preis rechnerisch auf unter 11.000 Euro sinken, sofern alle Förderkriterien erfüllt sind.

Auf Platz zwei folgt der Hyundai Inster mit einem Listenpreis ab 23.900 Euro und monatlichen Gesamtkosten von 573 Euro. Gegenüber dem Dacia Spring bietet er eine umfangreichere Basisausstattung, verschiebbare Rücksitze, eine höhere Variabilität im Innenraum sowie einen stabilen Restwert.

Der Citroën ë-C3 erreicht mit einem Listenpreis ab 19.990 Euro und monatlichen Kosten von 579 Euro den dritten Platz. In der Basisversion „You“ ist die Ausstattung minimalistisch, zugleich bietet das Modell ein Kofferraumvolumen von 310 Litern und eine Reichweite von rund 255 Kilometern.

Der Fiat Grande Panda Electric kostet laut t-online.de ab 24.990 Euro und verursacht monatliche Gesamtkosten von 584 Euro. Obwohl der Anschaffungspreis kaum über dem des Hyundai Inster liegt, fällt der monatliche Wertverlust höher aus.

Den fünften Platz belegt der Mini Cooper E mit einem Listenpreis ab 27.500 Euro und monatlichen Kosten von 618 Euro. Im Fahrtest erzielte er das beste Ergebnis der fünf Modelle und richtet sich besonders an Käufer, die Premiumqualität und starke Restwertprognosen bevorzugen.

ModellListenpreisMonatliche Gesamtkosten
Dacia Spring Electricab 16.900 Euro433 Euro
Hyundai Insterab 23.900 Euro573 Euro
Citroën ë-C3ab 19.990 Euro579 Euro
Fiat Grande Panda Electricab 24.990 Euro584 Euro
Mini Cooper Eab 27.500 Euro618 Euro

Beim separaten ADAC-Fahrtest zeigt sich ein anderes Bild als im Kostenranking. Der Dacia Spring erreicht die Gesamtnote 3,0 und landet damit am Ende des Testfeldes. Der Hyundai Inster erhält die Note 2,3, der Fiat Grande Panda Electric die Note 2,5 und der Citroën ë-C3 die Note 2,6.

Für die Berechnung legte der ADAC einen Zeitraum von fünf Jahren und eine Gesamtlaufleistung von 75.000 Kilometern zugrunde. Berücksichtigt wurden Listenpreis, prognostizierter Wertverlust, Kfz-Versicherung mit 50 Prozent Schadenfreiheitsrabatt, Inspektionen, Verschleißteile, Reifenersatz und Stromkosten auf Basis der offiziellen Verbrauchsangaben.

Der Ladestrom wurde zum Tarif von Haushaltsstrom berechnet. Wer häufig an schnellen und teureren Ladesäulen lädt, muss laut Quelle mit höheren monatlichen Kosten rechnen. Auch Autobahnfahrten, der Mehrverbrauch im Winter und eine ungünstigere persönliche Einstufung bei der Kfz-Versicherung können die tatsächlichen Kosten erhöhen.

Einige chinesische Modelle fehlen in der Übersicht, weil dem ADAC nicht genügend Herstellerdaten vorlagen. Genannt werden der Leapmotor T03 und der BYD Dolphin.

„Günstig kaufen reicht nicht“ – beim Elektroauto entscheiden laut t-online.de auch Versicherung, Strom und Wertverlust über die wahren Kosten.

Infobox: Der Dacia Spring Electric ist im ADAC-Kostenranking mit 433 Euro monatlich das günstigste Modell. Der Hyundai Inster erzielt im Fahrtest die beste Note der fünf genannten Fahrzeuge.

BMW iX1: Carwow berichtet über Rabatte und Leasingangebot

carwow.de berichtet über sinkende Preise für den BMW iX1. Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs sollen über Carwow-Partner durchschnittlich mehr als 12.000 Euro Rabatt möglich sein, wodurch der Listenpreis unter die 40.000-Euro-Marke sinken soll.

Der BMW iX1 wird als kompakter Premium-SUV mit rein elektrischem Antrieb beschrieben. Das Fahrzeug ist 4,50 Meter lang, bietet einen Kofferraum mit 490 Litern Fassungsvermögen und kann das Volumen auf bis zu 1.495 Liter erweitern.

Als besonders leistungsstarke Variante nennt carwow.de den iX1 xDrive30 mit Allradantrieb und 313 PS Systemleistung. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 5,6 Sekunden. Das frontgetriebene Einstiegsmodell eDrive20 wird ebenfalls als souverän fahrend beschrieben.

Zur Ausstattung zählen eine verschiebbare Rückbank mit neigbaren Rückenlehnen und ein „Curved Display“. Die Rückbank soll ermöglichen, den Platz je nach Bedarf stärker für Passagiere oder Gepäck zu nutzen. Materialien und Verarbeitung werden im Bericht als hochwertig eingeordnet.

Bei der Reichweite weist carwow.de auf deutliche Unterschiede zwischen Norm- und Praxiswerten hin. Die WLTP-Reichweite wird mit bis zu gut 500 Kilometern angegeben, während sie im Praxistest bei hohem Autobahnanteil auf rund 271 Kilometer sank.

Der Verbrauch lag bei hohen Geschwindigkeiten bei gut über 22 kWh/100 km. Am Schnelllader beträgt die maximale Ladeleistung 130 kW; für das Laden von 10 auf 80 Prozent werden knapp 30 Minuten genannt.

Als weitere Schwäche nennt der Bericht das Bedienkonzept. Der BMW iX1 verfügt weder über den früheren iDrive-Controller noch über eine moderne Sprachsteuerung, die diesen vollständig ersetzen könnte.

Neben dem Kaufangebot wird ein Leasing ab 269 Euro monatlich über drei Jahre genannt. Die angegebenen Rahmenbedingungen umfassen 36 Monate Laufzeit, 6.000 Euro Anzahlung, 269 Euro monatliche Leasingrate, 5.000 Kilometer jährliche Fahrleistung und 1.079 Euro Überführungskosten.

AngabeWert
Rabatt beim Kaufdurchschnittlich mehr als 12.000 €
Kaufpreis laut Angebotab 39.265 €
Leasingrateab 269 € monatlich
Laufzeit36 Monate
Anzahlung6.000 €
Jährliche Fahrleistung5.000 Kilometer
Überführungskosten1.079 €

carwow.de bewertet den BMW iX1 als Familien-SUV mit starkem Handling und hohem Premium-Faktor. Einschränkungen gebe es vor allem bei langen Autobahnfahrten, der Reichweite und der Ladegeschwindigkeit.

Infobox: Der BMW iX1 wird laut carwow.de mit durchschnittlich mehr als 12.000 Euro Rabatt angeboten. Ein Leasing ist ab 269 Euro monatlich bei 36 Monaten Laufzeit und 5.000 Kilometern jährlicher Fahrleistung angegeben.

E-Auto-Förderprogramm: 100.000 Anträge ausgezahlt

Die Förderung für Elektroautos hat laut t-online.de bereits 100.000 Antragsteller erreicht. Gefördert werden der Kauf und das Leasing neuer Elektroautos sowie bestimmter Plug-in-Hybride.

Das Programm soll für etwa 800.000 Fahrzeuge ausreichen. tagesschau.de führt die Zahl von 100.000 Anträgen ebenfalls in einem Beitrag zum Förderprogramm an und bezeichnet das Ergebnis als höher als erwartet.

Infobox: Nach den Angaben von t-online.de wurden 100.000 Anträge ausgezahlt. Die Förderung soll für etwa 800.000 Fahrzeuge reichen.

taz: 16 Elektroautos unter 25.000 Euro auf dem europäischen Markt

Die taz berichtet, dass Ende 2026 auf dem europäischen Markt 16 E-Modelle für weniger als 25.000 Euro verfügbar sein sollen. Das seien doppelt so viele wie im Vorjahr. Insgesamt gebe es 150 E-Modelle.

Die Angaben stammen laut taz von der Brüsseler Nichtregierungsorganisation Transport & Environment. Die taz führt die wachsende Auswahl auf Klimaregeln für Autohersteller zurück, die sich demnach nur noch mit einem ausreichenden Absatz von Elektroautos erreichen ließen.

Transport & Environment erwartet laut dem Bericht, dass alle europäischen Autohersteller die Zielvorgaben für 2025 bis 2027 erfüllen. Zugleich beschreibt die taz die starke Abhängigkeit der europäischen Autoindustrie von China bei der Wertschöpfungskette für Batterien.

Diese Abhängigkeit beginne beim Abbau von Rohstoffen wie Lithium und reiche über deren Raffination sowie die Produktion von Kathoden und Anoden bis zur Fertigung kompletter Batterien. Die taz argumentiert, dass die Antwort darauf nicht eine Absage des Verbrenner-Aus sein sollte.

Stattdessen sollten die Europäische Union, ihre Mitgliedstaaten und die Autokonzerne nach Ansicht der taz die Unabhängigkeit von China bei Elektroautos stärken. Als Beispiel nennt der Bericht BMW: Seit Anfang Oktober baue das Unternehmen im bayerischen Irlbach eigene Hochvoltakkus, wegen der hohen Nachfrage direkt im Zweischichtbetrieb.

„Bloß nicht absagen!“ – die taz spricht sich in ihrem Kommentar gegen eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus im Jahr 2035 aus.

Infobox: Ende 2026 sollen laut taz 16 Elektroauto-Modelle für weniger als 25.000 Euro erhältlich sein. Insgesamt werden 150 E-Modelle auf dem europäischen Markt genannt.

Neuzulassungen im September: Elektroautos erreichen 34,5 Prozent

BILD berichtet unter Berufung auf das Kraftfahrt-Bundesamt über einen deutlichen Anstieg bei reinen Elektroautos. Im September wurden knapp 88.600 reine E-Pkw neu zugelassen, was einem Anteil von 34,5 Prozent an allen Neuzulassungen entspricht.

Damit fuhr laut BILD zum ersten Mal mehr als ein Drittel der neu zugelassenen Autos rein elektrisch. Noch höher lag der Anteil der Hybridautos: Im September kamen knapp 98.900 Fahrzeuge neu auf die Straße, ihr Marktanteil betrug 38,5 Prozent.

Insgesamt wurden im September knapp 256.800 Pkw neu zugelassen. Das waren 9,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Elektroautos und Hybride dominierten damit gemeinsam den Markt, während reine Benziner und Diesel weiter an Bedeutung verloren.

Die Zahl der neu zugelassenen Benziner sank im Vergleich zum September 2025 um rund 29 Prozent auf etwa 44.600 Fahrzeuge. Ihr Anteil lag im September bei 17,4 Prozent.

Bei den Diesel-Pkw wurden im September gut 23.000 Neuzulassungen registriert. Das waren etwa 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil lag bei 9,0 Prozent; im Gesamtjahr 2026 erreicht der Dieselanteil laut BILD keine 12 Prozent.

AntriebsartNeuzulassungen im SeptemberMarktanteil
Reine Elektroautosknapp 88.60034,5 Prozent
Hybridautosknapp 98.90038,5 Prozent
Reine Benzineretwa 44.60017,4 Prozent
Diesel-Pkwgut 23.0009,0 Prozent
Alle Pkwknapp 256.8009,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat

Auch im Jahresvergleich verschieben sich die Marktanteile. 2021 hatten noch 37 Prozent aller neuen Autos einen Benzinmotor. 2010 wurden laut BILD rund 46 Prozent aller neuen Autos mit Diesel ausgeliefert, 2024 lag der Dieselanteil noch bei 17,1 Prozent.

2026 haben bisher gut 38 Prozent aller neuen Autos einen Stecker und sind damit entweder Elektroautos oder Plug-in-Hybride. Als mögliche Gründe für den E-Auto-Boom nennt BILD die Spritkosten, die Förderprämie und Zuschüsse der Hersteller.

Infobox: Reine Elektroautos erreichten im September einen Marktanteil von 34,5 Prozent. Zusammen mit Hybridautos kamen Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf 73,0 Prozent der Neuzulassungen.

Quellen: