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title: E-Mobilität im Fokus: Batterien, Ladepreise und neue Strategien der Autobranche
canonical: https://emobil-magazin.de/e-mobilitaet-im-fokus-batterien-ladepreise-und-neue-strategien-der-autobranche/
author: E-Mobil Magazin Redaktion
published: 2026-09-18
updated: 2026-09-18
language: de
category: News und Updates 
description: Der Pressespiegel zeigt teure Lade-Roamingfallen, robuste, aber individuell unterschiedlich alternde E-Auto-Batterien und Hyundais Patent für eine simulierte Motorbremse.
source: Provimedia GmbH
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# E-Mobilität im Fokus: Batterien, Ladepreise und neue Strategien der Autobranche

> **Autor:** E-Mobil Magazin Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-18

**Zusammenfassung:** Der Pressespiegel zeigt teure Lade-Roamingfallen, robuste, aber individuell unterschiedlich alternde E-Auto-Batterien und Hyundais Patent für eine simulierte Motorbremse.

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## Pressespiegel: Batterien, Ladepreise und neue Strategien für die Elektromobilität

## Rechnung über mehr als 2000 Euro: Roaming-Tarif macht Laden am Flughafen Graz teuer

Ein Grazer stellte sein Elektroauto vor einer Geschäftsreise an einer Ladesäule am Flughafen Graz ab und ließ es dort zwei Tage angeschlossen. Wochen später erhielt er eine Abrechnung über mehr als 2000 Euro. Gegenüber meinbezirk.at sagte der Fahrer: „Ich bin aus allen Wolken gefallen, vor allem weil es dort auch nirgends steht, dass man nach der Ladedauer abgerechnet wird.“

Nach Angaben des Flughafens Graz werden die Ladesäulen von zwei verschiedenen Anbietern betrieben. Bei einer Online-Direktbezahlung werde lediglich die geladene Strommenge berechnet; eine Blockiergebühr falle nicht an beziehungsweise betrage nach zwei Tagen maximal 17,28 Euro. Im vorliegenden Fall nutzte der Fahrer jedoch eine Roaming-Ladekarte. Dadurch galten die Bedingungen des Kartenanbieters, der nach der Dauer statt nach der geladenen Strommenge abrechnete.

Eine Kulanzlösung ist laut dem Bericht im Gespräch. Der Roaming-Kartenbetreiber habe eingeräumt, dass die Verantwortung nicht allein beim Autofahrer liege. Der Betroffene erklärte zugleich, künftig vor dem Laden das Tarifblatt der jeweiligen Ladekarte prüfen zu wollen, und riet auch anderen E-Auto-Fahrern, auf das Kleingedruckte zu achten.

Der Fall reiht sich laut **Merkur** in weitere Beispiele außergewöhnlicher Abrechnungen ein. In den USA sollte eine Krankenhausbesucherin umgerechnet 6800 Euro für 45 Minuten Parken bezahlen. Am Berliner Flughafen BER summierten sich Parkgebühren für einen VW Golf auf mehr als 200.000 Euro.

> „Ich bin aus allen Wolken gefallen, vor allem weil es dort auch nirgends steht, dass man nach der Ladedauer abgerechnet wird.“

**Infobox:** Am Flughafen Graz führte die Nutzung einer Roaming-Ladekarte zu einer Abrechnung über mehr als 2000 Euro. Bei direkter Online-Bezahlung wären laut Flughafen nur die Lademenge und nach zwei Tagen maximal 17,28 Euro Blockiergebühr relevant gewesen.

## Großstudie bescheinigt E-Auto-Batterien hohe Robustheit

Elektroauto-Batterien altern laut einer neuen Großstudie langsamer als viele Käufer befürchten. Der „AVILOO Certified EV Battery Report“ wurde nach Angaben von **Telepolis** am 2. September 2026 veröffentlicht und basiert auf mehr als 500.000 Einzeltests aus den Jahren 2022 bis 2026.

Untersucht wurden 20 verbreitete Modelle. Der sogenannte State of Health, also der Anteil der ursprünglich nutzbaren Batteriekapazität, lag nach 150.000 Kilometern je nach Modell im Median zwischen 87 und 94 Prozent. Die gesetzlich vorgeschriebenen Herstellergarantien sehen in der Regel vor, dass nach 160.000 Kilometern oder acht Jahren noch mindestens 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität vorhanden sein müssen.

| Modell | Medianer SoH nach 150.000 Kilometern | 

| Mercedes-Benz EQA | 94 Prozent | 

| Hyundai Ioniq 5 | 93,8 Prozent | 

| BMW i4 | 93,6 Prozent | 

| Tesla Model 3 | 88,9 Prozent | 

| Mini Cooper SE | 87,1 Prozent | 

| Renault Zoe | 87,3 Prozent | 

| Nissan Leaf ZE1 | 86,9 Prozent | 

Die Unterschiede werden laut Aviloo unter anderem mit der Batteriegröße erklärt. Kleinere Akkus müssen für dieselbe Strecke häufiger geladen werden, was die Alterung beschleunigen könne. Beim Nissan Leaf ZE1 mit 40 kWh sank der mediane SoH von 91,1 Prozent nach 50.000 Kilometern auf 86,3 Prozent nach 150.000 Kilometern. Die reale Reichweite ging dabei von rund 196 Kilometern auf etwa 185 Kilometer zurück.

Zum Vergleich nennt die Studie für den Hyundai Ioniq 5 mit 72,6 kWh nach 150.000 Kilometern noch rund 319 Kilometer reale Reichweite. Der Volkswagen ID.4 mit 77 kWh kommt auf etwa 354 Kilometer, das Tesla Model Y mit 78,8 kWh auf rund 362 Kilometer.

Neben den Durchschnittswerten zeigt die Untersuchung eine erhebliche Streuung innerhalb einzelner Modellreihen. Beim Nissan Leaf ZE1 konnten zwei Fahrzeuge mit identischer Laufleistung nach 150.000 Kilometern um bis zu 13,5 Prozentpunkte beim SoH voneinander abweichen. Das entsprach rund 29 Kilometern Unterschied bei der realen Reichweite pro Ladung.

| Modell | Maximale Abweichung beim SoH | Reichweitenunterschied | 

| Nissan Leaf ZE1 | bis zu 13,5 Prozentpunkte | rund 29 Kilometer | 

| Tesla Model Y | bis zu 11 Prozentpunkte | rund 46 Kilometer | 

| VW ID.4 | 11 bis 12 Punkte | rund 45 Kilometer | 

| Hyundai Ioniq 5 | mehr als 12 Punkte | rund 42 Kilometer | 

> „Was diese Daten wirklich zeigen: Durchschnittswerte verschleiern eine Menge.“

Aviloo-CEO Marcus Berger verwies außerdem auf den Einfluss des Ladezustands beim Parken. Wer sein Elektroauto regelmäßig mit hohem Ladestand abstelle, schade der Batterie. Gegenüber Ars Technica sagte Berger: „Parken Sie Ihr Auto nicht mit 100, 90 oder 80 Prozent State of Charge. Das schadet der Batterie.“ Der ideale Bereich liege zwischen 30 und 70 Prozent.

Auch das Klima beeinflusst die Batteriealterung. Laut Aviloo degradieren Batterien in wärmeren Regionen schneller, während sie in kühleren Klimazonen langsamer laden. Fahrzeuge aus China wurden wegen fehlender ausreichender Daten nicht erfasst. Das einzige chinesische Fahrzeug im Test, der Polestar 2, erreichte 89,85 Prozent und lag damit am unteren Ende der Modellstreuung, schnitt jedoch besser ab als Tesla.

Der AVILOO FLASH Test ermittelt den SoH nicht über den vom Batteriemanagementsystem erzeugten Wert. Stattdessen wird ein statistisches Modell verwendet, das auf hunderttausenden Realdaten trainiert wurde. In die Berechnung fließen Kilometerstand, Fahrzeugalter, Ladezyklen, Zellspannung und Energiezählerwerte ein. Der Test dauert drei Minuten und wird über den OBD-Anschluss durchgeführt.

Im Sommer 2026 führte Aviloo außerdem eine europaweit gültige Batterie-Garantie ein. Für jedes geprüfte Fahrzeug wird ein Mindestwert des SoH berechnet, den die Batterie nach einem Jahr und 20.000 weiteren Kilometern noch erreichen muss. Wird dieser Wert unterschritten, erhalten Käufer in den meisten europäischen Ländern 3.000 Euro. Die Garantie gilt in zwölf Ländern, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich und Großbritannien.

**Infobox:** Nach 150.000 Kilometern lag der mediane Batteriezustand der untersuchten Modelle zwischen 87 und 94 Prozent. Gleichzeitig können Fahrzeuge desselben Modells deutlich voneinander abweichen, weshalb ein unabhängiger Batterietest beim Gebrauchtwagenkauf eine wichtige Rolle spielt.

## Hyundai patentiert simulierte Motorbremse für Elektroautos

Hyundai arbeitet an einer weiteren Funktion, die das Fahrerlebnis eines Verbrenners im Elektroauto nachbilden soll. Wie **auto motor und sport** berichtet, beschreibt ein kürzlich veröffentlichtes Patent eine virtuelle Motorbremse, deren Verzögerung vom simulierten Gang abhängt.

Technisch benötigen die Fahrzeuge dafür weder ein klassisches Getriebe noch zusätzliche Mechanik. Die gewünschte Verzögerung soll über den Elektromotor und dessen Rekuperation erzeugt werden. Das Konzept baut auf dem Virtual Gear Shift System von Hyundai auf, das unter anderem im Ioniq 5 N eingesetzt wird und mehrere Fahrstufen simuliert.

Beim Ioniq 5 N sind beispielsweise acht Gänge programmiert. Die Software begrenzt das Motormoment, erzeugt künstliche Schaltvorgänge und stellt eine virtuelle Drehzahl dar. Die neue Patentanmeldung ergänzt dieses System um eine gangabhängige Verzögerung beim Zurücknehmen des Fahrpedals.

Für jeden virtuellen Gang soll eine eigene Schleppmoment-Kennlinie hinterlegt werden. In einer hohen virtuellen Fahrstufe würde das Fahrzeug beim Loslassen des Fahrpedals relativ schwach verzögern, ähnlich wie ein Verbrenner bei niedriger Drehzahl in einem hohen Gang. Wird über die Schaltwippe virtuell heruntergeschaltet, erhöht die Steuerung das regenerative Bremsmoment.

Aktiv wird das System, wenn der Fahrer im manuellen VGS-Modus das Fahrpedal loslässt und über die Minus-Wippe einen Gangwechsel anfordert. Die Software erkennt diesen sogenannten Power-off Downshift und verändert das Bremsmoment entsprechend der gewählten virtuellen Fahrstufe. Ein kurzzeitiger Momentenstoß, das sogenannte ShiftFeel Torque, soll den Eindruck eines echten Gangwechsels verstärken.

Die beim Verzögern entstehende Energie wird wie bei der normalen Rekuperation zurück in die Batterie gespeist. Zusätzlich kann das Kombiinstrument den virtuellen Gang, die Fahrzeuggeschwindigkeit und eine berechnete Motordrehzahl anzeigen. Die vermeintliche Motorbremse entsteht ausschließlich durch die elektronische Steuerung des Motormoments und der Rekuperation.

Ob die patentierte Funktion tatsächlich in einem Serienmodell eingesetzt wird, ist laut Bericht noch offen. Hyundai treibt damit jedoch die Simulation des Verbrenner-Fahrerlebnisses weiter voran: Neben künstlichen Gängen, Drehzahlbegrenzern, Schaltstößen und Motorsound soll nun auch die Motorbremse elektronisch nachgebildet werden.

**Infobox:** Hyundais Patent kombiniert virtuelle Gänge mit einer variablen Rekuperationsverzögerung. Ein echtes Getriebe oder ein Verbrennungsmotor sind dafür nicht erforderlich.

## China verschärft seine Elektroauto-Strategie bis 2030

China legt für die Jahre 2026 bis 2030 einen neuen Entwicklungsplan für die Automobilindustrie vor. Nach Darstellung von **t-online** rückt Peking dabei von einem ausschließlich auf schnelles Wachstum ausgerichteten Kurs ab und setzt stärker auf Konsolidierung, Qualität, Marktordnung und internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Der Plan wurde vom Industrieministerium MIIT und acht weiteren Behörden veröffentlicht. Hintergrund ist, dass der Hochlauf der Elektromobilität frühere staatliche Planungen übertroffen hat. Der Vorgängerplan hatte für 2025 einen Anteil von rund 20 Prozent New Energy Vehicles vorgesehen. Im August erreichte der Elektro-Anteil im chinesischen Pkw-Einzelhandel bereits 65,2 Prozent.

Der schnelle Markthochlauf führte laut Bericht zu zahlreichen Herstellern und Marken, kurzen Modellzyklen, ähnlichen Fahrzeugkonzepten und aggressiven Preisnachlässen. Peking will den Preiswettbewerb eindämmen und den Markt durch Zusammenschlüsse, Restrukturierungen und überregionale Konsolidierungen stabilisieren.

- Ineffiziente Kapazitäten sollen abgebaut und die Auslastung der Branche verbessert werden.

- Neue Überkapazitäten bei Fahrzeug- und Batterieproduktion sollen strenger überwacht werden.

- Für neue Hersteller und Produktionsprojekte sind schärfere Regeln vorgesehen.

- Gegen unfairen Wettbewerb, problematische Preispraktiken und unzulässige lokale Subventionen soll härter vorgegangen werden.

- Exporte und die internationale Präsenz chinesischer Marken bleiben zentrale Ziele.

Für 2030 nennt der Plan konkrete Zielwerte. New Energy Vehicles, also vor allem reine Elektroautos und Plug-in-Hybride, sollen 70 Prozent der Pkw-Neuwagenverkäufe ausmachen. Bei Nutzfahrzeugen liegt das Ziel bei einem NEV-Anteil von 40 Prozent der Neuwagenverkäufe.

| Ziel für 2030 | Vorgabe | 

| NEV-Anteil bei Pkw-Neuwagenverkäufen | 70 Prozent | 

| NEV-Anteil bei Nutzfahrzeug-Neuwagenverkäufen | 40 Prozent | 

| Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch von Pkw mit Verbrennungsmotor | rund 3,3 Liter je 100 Kilometer | 

| Stromverbrauch reiner Elektro-Pkw | etwa 11,5 kWh je 100 Kilometer | 

Neben der Elektrifizierung zählen automatisiertes Fahren, fahrzeugeigene Software, Chips, Betriebssysteme und Batterietechnik zu den zentralen Entwicklungsfeldern. Bis 2030 sollen Fahrzeuge mit automatisierten Fahrfunktionen flächendeckend zum Einsatz kommen. Rechtliche Regelungen und die Infrastruktur sollen hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen und ausgewählten Stadtstraßen ermöglichen.

Der Kurswechsel bedeutet laut **t-online** keine Entspannung für europäische Hersteller. Durch die Bereinigung unrentabler Unternehmen und den Abbau von Überkapazitäten könne eine konsolidierte und krisenfestere Industrie entstehen. Der internationale Wettbewerb werde dadurch nicht leiser, sondern professioneller.

**Infobox:** China plant bis 2030 einen NEV-Anteil von 70 Prozent bei Pkw-Neuwagenverkäufen und 40 Prozent bei Nutzfahrzeug-Neuwagenverkäufen. Zugleich sollen Marktbereinigung, Effizienz und automatisiertes Fahren vorangetrieben werden.

## Hamburg will künstlichen Motorsound von Elektroautos bundesweit verbieten

Hamburgs rot-grüne Koalition wendet sich gegen künstlich erzeugte Motorsounds, die bei Elektroautos das Klangerlebnis eines Verbrenners simulieren. Der SPD-Verkehrspolitiker Ole Thorben Buschhüter erklärte laut **Elektroauto-News**: „Technischer Fortschritt sollte Verkehrslärm reduzieren und ihn nicht künstlich wieder zurückholen.“

Die Initiative richtet sich ausdrücklich nicht gegen die gesetzlich vorgeschriebenen Warngeräusche bei niedrigen Geschwindigkeiten. In der EU gibt es seit 2021 ein verpflichtendes AVAS-System, durch das neu zugelassene Elektroautos bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h einen Ton erzeugen.

Verhindert werden soll zusätzlicher künstlicher Motorsound, der keinen anderen Zweck erfüllt, als den Charakter eines Verbrenners nachzuahmen. „Diesen unnötigen Lärm wollen wir bundesweit unterbinden“, sagte Buschhüter.

Die rot-grüne Koalition beschloss bei der Bürgerschaftssitzung am 16. September einen entsprechenden Antrag. Hamburg soll sich auf Bundesebene für ein Verbot einsetzen; ein direktes Verbot durch die Stadt ist laut Bericht nicht vorgesehen. Zusätzlich soll ein bereits vorliegender Entschließungsantrag aus Bremen im Bundesrat unterstützt werden.

Die Grünen-Mobilitätsexpertin Rosa Domm kündigte außerdem ein entschiedeneres Vorgehen gegen sogenanntes Autoposing an. Dazu zählen technisch manipulierte Fahrzeuge, aggressives Fahren und das absichtliche Erzeugen von Motorenlärm. Hamburg verfügt bereits über eine spezialisierte Polizeieinheit, klarere bundesweite Regeln sollen deren Einsatz stärken.

> „Technisch manipulierte Fahrzeuge, aggressives Fahren und das absichtliche Erzeugen von Motorenlärm haben keinen Platz auf Hamburgs Straßen“.

**Infobox:** Hamburg fordert ein bundesweites Verbot zusätzlicher künstlicher Motorsounds bei Elektroautos. Das verpflichtende AVAS-Warngeräusch bis 20 km/h soll davon nicht betroffen sein.

## Bis zu 726.000 Arbeitsplätze im Antriebsstrang gefährdet

Der Umbau der Autoindustrie könnte bis 2040 bis zu 726.000 Arbeitsplätze gefährden. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart, die im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall erstellt wurde, sieht den Übergang zur Elektromobilität jedoch nur als einen von mehreren Gründen für den erwarteten Beschäftigungsrückgang.

Nach Angaben des **Merkur** arbeiten in Europa gut 1,6 Millionen Menschen an sogenannten Antriebssträngen. Dazu gehören unter anderem Motor, Getriebe und Kupplung von Fahrzeugen mit Verbrennungsantrieb. Wie viele Arbeitsplätze tatsächlich wegfallen, hängt laut Studie davon ab, wie schnell sich Elektroautos durchsetzen und ob die Europäische Union an einem Verbrenner-Aus festhält.

Die Autoren bewerten einen technologieoffeneren politischen Rahmen als Möglichkeit für einen sanfteren Übergang. Würde die EU neben reinen Elektroautos auch Hybridfahrzeuge und Range Extender erlauben, in denen Elektro- und Verbrennungsmotoren zusammenarbeiten, könnte sich der Strukturwandel langsamer vollziehen.

Der mögliche Arbeitsplatzverlust hängt der Studie zufolge jedoch nicht allein mit dem politisch gewollten Technologiewandel zusammen. Europa verliere wegen seiner sinkenden wirtschaftlichen Bedeutung im weltweiten Vergleich an Gewicht. Gleichzeitig würden Produktionsstandorte in Länder mit wachsenden Absatzmärkten verlagert.

> „Ein wesentlicher Teil des Wertschöpfungsrückgangs ergibt sich somit nicht unmittelbar aus der EU-Gesetzgebung bzgl. dem Auslaufen verbrennungsmotorischer Antriebe, sondern aus der relativen Verschiebung globaler Nachfrage- und Produktionsstrukturen.“

Hoffnung sehen die Studienautoren in neuen Technologiefeldern. Software Defined Vehicles, automatisiertes Fahren, digitale Plattformen und daraus entstehende Datenökonomien könnten künftig erhebliche Wertschöpfungsquellen darstellen.

Deutsche Hersteller stehen dabei laut Bericht vor erheblichen Herausforderungen. Die Volkswagen-Softwaretochter Cariad scheiterte daran, Software für alle Konzernmarken zu entwickeln. Volkswagen setzt nun darauf, dass der US-Autohersteller Rivian bei den Digitalproblemen hilft, und investierte bis zu fünf Milliarden Euro in das Unternehmen.

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer beurteilt die Aussichten skeptisch. Autobauer seien keine Software-Konzerne und würden es auch nicht werden. Die neue Wertschöpfung liege bei Sensoren, Halbleitern, Software, künstlicher Intelligenz und Batterie-Innovationen, also bei Technologiefeldern, die laut Dudenhöffer von Tech-Unternehmen geprägt werden.

> „Die Intelligenz des Autos kommt von den Tech-Konzernen und nicht den Autobauern.“

Dudenhöffer sieht die Zukunft des intelligenten Elektroautos vor allem in China und Asien. Die Strategie „In China für China“ von Volkswagen sei ein guter Ansatz. Autobauer und Zulieferer müssten ihre Fahrzeuge dort entwickeln, wo die Zukunft des neuen Autos entstehe. Die Autoindustrie sei keine deutsche Industrie, sondern bestehe aus globalen Unternehmen mit einer Zentrale in Deutschland.

**Infobox:** Bis 2040 könnten bis zu 726.000 Arbeitsplätze im europäischen Antriebsstrang gefährdet sein. Als neue Beschäftigungs- und Wertschöpfungsfelder nennt die Studie Software, automatisiertes Fahren, digitale Plattformen und Datenökonomien.

Quellen:
- [„Ich bin aus allen Wolken gefallen“: E-Autofahrer lässt Wagen am Flughafen laden – Rechnung über 2000 Euro](https://www.merkur.de/verbraucher/am-flughafen-autofahrer-soll-2000-euro-fuers-laden-zahlen-zr-94498168.html)
- [E-Auto-Batterien: Robuster als ihr Ruf – aber mit großen Unterschieden im Detail](https://www.telepolis.de/article/E-Auto-Batterien-Robuster-als-ihr-Ruf-aber-mit-grossen-Unterschieden-im-Detail-11456481.html)
- [Hyundai-Patent: Hyundai entwickelt Motorbremse für E-Autos wie beim Verbrenner](https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/hyundai-patent-hyundai-entwickelt-motorbremse-fuer-e-autos-wie-beim-verbrenner/)
- [Pekings neue Auto-Strategie: China rüstet für das globale Endspiel](https://www.t-online.de/mobilitaet/aktuelles/id_101437942/china-pekings-elektroauto-plan-ruesten-fuer-das-globale-endspiel.html)
- [Hamburg will künstlichen E-Auto-Sound verbieten](https://www.elektroauto-news.net/news/hamburg-will-kuenstlichen-e-auto-sound-verbieten)
- [Schock-Studie zur Autoindustrie: 726.000 Jobs in Gefahr – doch der Grund ist nicht das E-Auto allein](https://www.merkur.de/wirtschaft/schock-studie-bis-zu-726-000-jobs-in-gefahr-doch-der-wahre-grund-ist-nicht-das-auto-allein-zr-94498162.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [emobil-magazin.de](https://emobil-magazin.de/e-mobilitaet-im-fokus-batterien-ladepreise-und-neue-strategien-der-autobranche/)*
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