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title: E-Mobilität im Wandel: Bidirektionales Laden, Chinas Aufstieg und neue Kostenfragen
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author: E-Mobil Magazin Redaktion
published: 2026-09-26
updated: 2026-09-26
language: de
category: News und Updates 
description: Der Artikel beleuchtet Streit über die Regulierung bidirektionalen Ladens sowie Leapmotors rasantes Wachstum und Expansion in Europa.
source: Provimedia GmbH
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# E-Mobilität im Wandel: Bidirektionales Laden, Chinas Aufstieg und neue Kostenfragen

> **Autor:** E-Mobil Magazin Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-26

**Zusammenfassung:** Der Artikel beleuchtet Streit über die Regulierung bidirektionalen Ladens sowie Leapmotors rasantes Wachstum und Expansion in Europa.

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## Bidirektionales Laden, chinesische Konkurrenz und neue Kostenfragen: Die wichtigsten E-Mobilitätsmeldungen

## Herbert Diess warnt vor Regulierung bidirektionaler E-Auto-Speicher

Der frühere VW-Chef Herbert Diess kritisiert die geplanten Regeln für bidirektionales Laden scharf. Gegenüber dem Handelsblatt bezeichnete er die Regulierung als industriepolitischen Fehler und erklärte, die Option werde „sprichwörtlich kaputt“ reguliert. Die geplanten Vorgaben könnten das Geschäft mit Autobatterien im Stromnetz unrentabel machen, berichtet Cleanthinking.

Im Mittelpunkt stehen zwei Vorhaben. Die Bundesnetzagentur arbeitet an der Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten, kurz MiSpel. Der überarbeitete Arbeitsstand wurde Anfang August veröffentlicht, die endgültige Fassung soll Anfang Oktober vorgestellt werden. Die Regelung soll verhindern, dass für Strom aus Fahrzeugbatterien doppelt Netzentgelte und Abgaben anfallen.

Nach Einschätzung von Diess wird die Abrechnung mit der neuen Vorlage zu kompliziert. Bei der sogenannten Abgrenzungsoption benötigen Haushalte zusätzliche Zähler und häufig einen umgebauten Zählerschrank. Wer sich für die Pauschaloption entscheidet, benötigt zwar keine zusätzliche Hardware, erhält für einen Teil des eingespeisten Stroms jedoch weder eine Förderung noch eine Erstattung der Netzentgelte.

Ein weiterer Streitpunkt ist der Kabinettsentwurf zur EEG-Novelle aus dem Wirtschaftsministerium. Danach soll die Einspeiseleistung neuer Solaranlagen unter 100 Kilowatt dauerhaft auf die Hälfte begrenzt werden. Weil die Begrenzung am Netzanschluss ansetzt, würde sie laut Cleanthinking auch Speicher und E-Autos hinter der Solaranlage betreffen.

Der Verband der Automobilindustrie lehnt diese Kappung ebenfalls ab. Eine VDA-Sprecherin erklärte gegenüber dem Handelsblatt, der Entwurf mache bidirektionales Laden für Verbraucher deutlich unattraktiver. Auch der Verteilnetzbetreiber Netze BW hält eine starre Begrenzung bei intelligenten Anlagen für technisch überholt und setzt sich für eine netzdienliche, dynamische Steuerung ein.

> „Das ist für die Volkswirtschaft ein Drama“, sagt Herbert Diess laut Cleanthinking.

Diess verweist auf mehr als 550 Stunden mit negativen Strompreisen an der Börse. In diesen Zeiträumen liefern Windkraft- und Solaranlagen mehr Strom, als benötigt wird. Elektroautos könnten überschüssige Energie aufnehmen und später wieder abgeben. Nach seinen Angaben verfügten die Elektroautos in Deutschland Ende 2025 zusammen über rund 140 Gigawattstunden Batteriekapazität. Bis 2030 könnten es über 300 Gigawattstunden werden.

Die Agora Verkehrswende kommt laut Cleanthinking zu einer vergleichbaren Größenordnung. Bereits zwei Millionen E-Autos könnten demnach so viel Speicher bereitstellen wie alle deutschen Pumpspeicherkraftwerke zusammen. Eine Studie der Fraunhofer-Institute ISI und ISE für Transport & Environment beziffert das mögliche Entlastungspotenzial für das deutsche Energiesystem bis 2040 auf 8,4 Milliarden Euro im Jahr.

Unterstützung erhält Diess von Unternehmen aus der Energie- und Autobranche. BMW, Ford, die VW-Stromtochter Elli, Eon, Octopus Energy, Enpal und The Mobility House haben laut Handelsblatt einen Brandbrief gegen die MiSpel-Pläne geschrieben. Gefährdet seien Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro.

Auch beim Absatzpotenzial für Elektroautos sieht Diess eine Chance. Laut Here-SBD EV Index 2026 wollen 27 Prozent der Verbrennerfahrer in Deutschland als Nächstes direkt auf ein reines E-Auto umsteigen. Der Wert liegt vor Großbritannien mit 18 Prozent und ist der höchste unter den acht untersuchten Märkten.

**Zusammenfassung:** Cleanthinking berichtet über Kritik an den geplanten Regeln für bidirektionales Laden. Im Raum stehen zusätzliche Zähler, Einschränkungen bei der Einspeisung und ein mögliches Entlastungspotenzial von 8,4 Milliarden Euro jährlich bis 2040.

## Leapmotor beschleunigt Wachstum und fordert europäische Hersteller heraus

Der chinesische Elektroautohersteller Leapmotor baut seine Produktion und seine Präsenz in Europa schnell aus. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, benötigte das Unternehmen für die ersten 500.000 Fahrzeuge noch 64 Monate, für die zweiten 500.000 Fahrzeuge 12 Monate und für die dritten 500.000 Fahrzeuge 8 Monate. Die nächsten 500.000 Fahrzeuge sollen innerhalb von fünf Monaten produziert werden.

Auch im chinesischen Heimatmarkt stiegen die Verkäufe deutlich. Im Januar setzte Leapmotor 32.000 Fahrzeuge ab, im August waren es 103.000 Autos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August erreichte das Unternehmen ein Absatzplus von 80 Prozent.

Nach Angaben der China Passenger Car Association rückte Leapmotor bei den Großhandelsverkäufen in China auf Platz vier vor. Vor dem Unternehmen liegen BYD, Geely und Chery. Im Januar hatte Leapmotor noch Platz sieben belegt. Damit überholte der Hersteller auch Tesla und Xiaomi.

Leapmotor zielt international auf das Volumensegment, in dem europäische Marken wie Volkswagen, Skoda, Renault und Dacia aktiv sind. Nach Angaben des europäischen Partners Stellantis verfügt Leapmotor in Europa inzwischen über mehr als 1000 Verkaufsstandorte.

Der gemeinsame Marktanteil von BYD, Chery, Geely, Leapmotor und SAIC mit der Marke MG stieg im August gegenüber dem Vorjahresmonat um gut vier Prozentpunkte auf 10,8 Prozent. Die Zahlen stammen aus Angaben des europäischen Herstellerverbands ACEA.

Für die steigenden Produktionsmengen baut Leapmotor seine Kapazitäten in China aus. Im Werk Jinhua südwestlich von Shanghai und Ningbo nutzt das Unternehmen unter anderem Gigacasting. Dabei werden große Karosseriesegmente aus Aluminium in einem Stück im Druckgussverfahren hergestellt. Die WirtschaftsWoche hebt hervor, dass dieses Verfahren Kosten spart und von deutschen Herstellern erst in den nächsten Jahren eingeführt werden soll.

Satellitenaufnahmen deuten laut WirtschaftsWoche darauf hin, dass Leapmotor in Jinhua noch nicht an der Kapazitätsgrenze arbeitet. Der Auslieferungsparkplatz war im Januar so stark belegt, dass Fahrzeuge auf benachbarten Straßen abgestellt wurden. In den darauffolgenden Monaten nahm die Belegung deutlich ab, erreichte im Mai einen Tiefststand und stieg danach wieder sichtbar an.

Parallel entstehen auf dem Gelände neue Bauarbeiten, die auf eine mögliche Erweiterung hindeuten. In einer weiteren Fabrik in Hangzhou wird die Produktion schrittweise hochgefahren. Bewegungen auf den Auslieferungsparkplätzen zeigen laut dem Bericht, dass dort offenbar bereits gefertigt wird.

Für den chinesischen Markt plant Leapmotor aktuell 850.000 bis 900.000 Fahrzeuge. Weitere 100.000 bis 150.000 Fahrzeuge sollen für den Weltmarkt produziert werden. Die Expansion nach Europa erfolgt gemeinsam mit Stellantis.

Die für Europa bestimmten Fahrzeuge sollen künftig vollständig in Europa gefertigt werden. Dadurch will Leapmotor europäische Zölle für chinesische Elektroautos umgehen, die greifen, wenn mehr als 30 Prozent eines Fahrzeugs außerhalb der Europäischen Union gefertigt wurden. Ende des Jahres soll im Stellantis-Werk nahe Saragossa die Produktion des SUV B10 beginnen.

Zusätzlich soll in dem bisher hauptsächlich von Opel genutzten Werk ein Opel-SUV vom Band laufen, der auf Komponenten und Know-how von Leapmotor zurückgreift. Gegenwärtig werden dort der Opel Corsa, der Peugeot 208 und der Lancia Ypsilon produziert. Stellantis prüft außerdem die Fertigung von Leapmotor-Modellen in einem Werk bei Madrid.

Technologisch setzt Leapmotor unter anderem auf Cell-to-Chassis. Bei diesem Konzept werden die Batteriezellen direkt in die Karosserie integriert. Das soll Kosten sparen und mehr Zellen unterbringen, wodurch die Reichweite steigt.

**Zusammenfassung:** Leapmotor steigerte seine Verkäufe im August auf 103.000 Fahrzeuge und arbeitet an einer europäischen Produktion. Die Zusammenarbeit mit Stellantis soll den Marktzugang erleichtern und den Einfluss chinesischer Elektroautohersteller in Europa vergrößern.

## FOCUS online testet Dacia Duster mit LPG, Hybrid und Allradantrieb

Der Dacia Duster Tribrid 150 4x4 verbindet einen Dreizylinder-Turbobenziner mit einem Elektromotor und einer Autogas-Einspritzung. Laut FOCUS online stehen 113 kW / 154 PS und 230 Newtonmeter maximales Drehmoment zur Verfügung. Das rund 1,6 Tonnen schwere SUV beschleunigt in 10,2 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.

Der elektrische Antrieb sitzt an der Hinterachse, wodurch kein Antriebswellenstrang vom Verbrennungsmotor erforderlich ist. Das Fahrzeug verfügt über ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und in der getesteten Top-Version über Allradantrieb. Das Getriebe schaltet laut FOCUS online meistens weich, kann bei langsamer Fahrt jedoch beim Gangwechsel ruckeln.

In der Stadt fährt der Duster bis zu 60 Prozent der Zeit rein elektrisch. Die dafür eingesetzte Batterie hat eine Kapazität von 0,84 Kilowattstunden und wird durch Rekuperation oder den Verbrennungsmotor geladen.

Der Fahrer kann per Taste zwischen LPG- und Benzinbetrieb wechseln. Im Test lag der durchschnittliche Verbrauch im LPG-Betrieb bei 8,1 Litern pro 100 Kilometer. Bei schnellerer Autobahnfahrt können es laut FOCUS online 9 bis 10 Liter sein.

Mit einem vollen Gastank kommt der Duster rund 630 Kilometer weit. Zusätzlich verfügt er über einen 50 Liter großen Benzintank. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 5,8 Litern reicht dieser laut dem Test für weitere 850 Kilometer. Die Gesamtreichweite liegt in der Praxis bei rund 1400 Kilometern.

| Wert | Dacia Duster Tribrid 150 4x4 | 

| Systemleistung | 113 kW / 154 PS | 

| Maximales Drehmoment | 230 Nm | 

| Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h | 

| Beschleunigung 0–100 km/h | 10,2 sec. | 

| LPG-Testverbrauch | 8,1 Liter / 100 km | 

| Benzin-Testverbrauch | 5,8 Liter / 100 km | 

| Reichweite mit LPG | rund 630 Kilometer | 

| Reichweite mit Benzin | 850 Kilometer | 

| Gesamtreichweite | rund 1400 Kilometer | 

| Preis | ab 28.990 Euro | 

FOCUS online berechnet die Kosten pro 100 Kilometer im LPG-Betrieb mit 8,42 Euro. Grundlage sind ein Praxisverbrauch von 8,1 Litern pro 100 Kilometer und ein LPG-Preis von 1,04 Euro pro Liter. Für ein Elektro-SUV werden im Vergleich 11 Euro pro 100 Kilometer angesetzt, basierend auf einem Praxisverbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer und einem Strompreis beim öffentlichen Laden von 55 Cent pro kWh.

Bei einem Strompreis von aktuell 37 Cent pro kWh im Durchschnitt und ausschließlich privatem Laden liegt das Elektroauto laut FOCUS online wieder vorn. Im Benzinbetrieb wird der Duster teurer, wobei der Praxisverbrauch des Fahrzeugs weiterhin niedrig ausfällt.

| Vergleich | Kosten pro 100 km | 

| Dacia mit LPG | 8,42 Euro | 

| Elektro-SUV beim öffentlichen Laden | 11 Euro | 

Beim Platzangebot bietet der Duster laut Test gute Voraussetzungen für Familien mit maximal zwei Kindern. Der Kofferraum fasst 348 Liter. Der Gastank sitzt in der Reserveradmulde, weshalb unter dem Kofferraumboden kaum zusätzlicher Stauraum vorhanden ist.

Das Cockpit wird trotz des umfangreichen Einsatzes von Hartplastik als ansprechend beschrieben. Die Sitze seien auch auf langen Strecken bequem. Je nach Ausstattung gibt es eine Ladeschale für das drahtlose Laden eines Mobiltelefons.

Das Infotainmentsystem orientiert sich an Renault. In einer Ausführung verfügt der Duster über einen 10-Zoll-Bildschirm, vernetzte Navigation, Connected Services, einen App-Store sowie kabellose Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto. Optional ist ein Arkamys-3D-Soundsystem erhältlich.

Zu den Pluspunkten zählt FOCUS online das Platzangebot, den sparsamen Antrieb, die hohe Praxisreichweite, den Preis und die übersichtliche Bedienung. Als Nachteile nennt der Test den verkleinerten Kofferraum, die gelegentlich ruckelige Getriebeautomatik, viel Plastik im Cockpit und das dürftige Abblendlicht.

**Zusammenfassung:** FOCUS online bewertet den Dacia Duster Tribrid 150 4x4 als besonders günstiges SUV mit LPG-, Hybrid- und Allradantrieb. Im Test betrugen die LPG-Kosten 8,42 Euro pro 100 Kilometer, während für ein Elektro-SUV beim öffentlichen Laden 11 Euro angesetzt wurden.

## Stellantis will mit längerer Kundenbindung auf sinkendes Werkstattgeschäft reagieren

Die zunehmende Zahl von Elektroautos führt laut ecomento.de zu einer Service-Lücke in den Markenwerkstätten. Stellantis Deutschland will dieser Entwicklung entgegenwirken und seine Partner auf einen möglichen Umsatzrückgang vorbereiten. Pascal Martens, Direktor Aftersales Stellantis Deutschland, sagte der Automobilwoche, Elektroautos führten zu einer Lücke in den Werkstätten, weshalb Händler ihre Kunden länger halten sollten.

Stellantis richtet den Blick dabei auch auf ältere Fahrzeuge. In den ersten drei Jahren fährt laut dem Bericht lediglich jeder Siebte in eine freie Werkstatt. Bei Fahrzeugen, die älter als sechs Jahre sind, kommen weniger als 40 Prozent in die Markenbetriebe.

Martens geht davon aus, dass Elektrofahrzeuge in fünf Jahren einen Anteil zwischen 15 und 20 Prozent am Fahrzeugbestand erreichen. Für die Kundenbindung seien vor allem Kundenzufriedenheit und der Preis entscheidend.

Die Händler sollen ihre Kunden aktiver ansprechen. Als Beispiel nennt Stellantis den Hinweis, wenn innerhalb der nächsten sechs Monate ein Bremsenwechsel erforderlich werden könnte. Nach Einschätzung von Martens sprechen Händler ihre Kunden auf solche absehbaren Arbeiten bislang noch zu selten an.

Beim Preis verweist Stellantis auf günstigere Alternativen zu Originalteilen. Dazu gehört das freie Werkstattnetz Eurorepar mit einer eigenen Teilelinie, die auch von vielen Stellantis-Partnern genutzt wird. Außerdem soll die Sparte SUSTAINera mit gebrauchten und wiederaufbereiteten Teilen stärker auf Elektrofahrzeuge ausgeweitet werden.

> „Bei den Gewinnen, die unsere Partner machen, spielt auch künftig die Werkstatt eine entscheidende Rolle“, erklärt Pascal Martens laut ecomento.de.

Martens geht davon aus, dass die Erträge der Werkstätten bestehen bleiben. Auch das Verhältnis zwischen Werkstattgewinnen und Gewinnen im Handel werde sich nach seiner Einschätzung nicht grundlegend verändern.

**Zusammenfassung:** Stellantis reagiert auf den geringeren Wartungsbedarf von Elektroautos mit einer stärkeren Kundenansprache, günstigeren Teileangeboten und der Ausweitung wiederaufbereiteter Teile. Elektrofahrzeuge könnten in fünf Jahren zwischen 15 und 20 Prozent des Fahrzeugbestands ausmachen.

## Norwegen: Skepsis gegenüber chinesischen Marken wächst trotz steigender Verkäufe

In Norwegen entfallen mehr als 95 Prozent der Neuzulassungen auf Elektroautos. Gleichzeitig stammt etwa jedes vierte neue Elektroauto von Marken, die ganz oder teilweise chinesischen Unternehmen gehören, berichtet Euronews.com.

Eine Umfrage des norwegischen Elektroauto-Verbands unter knapp 15.000 Elektroautobesitzern wurde vom 31. März bis 3. Mai durchgeführt. Fast ein Drittel der Befragten, 31 Prozent, erklärte, aus politischen Gründen keine chinesische Marke kaufen zu wollen. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil bei 23 Prozent.

Christina Bu, Generalsekretärin des Verbands, verweist auf die wachsende Bedeutung von Datenschutz und Datensicherheit. Neue Fahrzeuge seien in der Praxis Computer auf Rädern. Dadurch fragten sich mehr Verbraucher, woher die Fahrzeuge stammten und wie mit ihren Daten umgegangen werde.

Norwegische Sicherheitsforscher stellten laut Euronews.com vor einigen Jahren fest, dass ein Fahrzeug des chinesischen Herstellers NIO Daten nach China übermittelte. Tests an einem Bus des chinesischen Konzerns Yutong zeigten außerdem, dass der Hersteller Zugriff auf das Steuerungssystem hatte und das Fahrzeug theoretisch aus der Ferne stoppen oder unbrauchbar machen konnte.

Trotz der Bedenken stieg der Absatz chinesischer und chinesisch kontrollierter Marken deutlich. BYD, NIO und Dongfeng sowie Volvo und Polestar stellten im ersten Halbjahr zusammen rund 25 Prozent der Elektroauto-Neuzulassungen in Norwegen. 2019 spielten diese Marken dort praktisch keine Rolle.

Die chinesisch beherrschten Marken entwickelten sich innerhalb weniger Jahre von einem kaum messbaren Anteil zur zweitgrößten Herkunftsgruppe auf dem norwegischen Elektroautomarkt. Nach einem früheren Bericht des norwegischen Elektroauto-Verbands könnten sie europäische Hersteller bereits 2027 überholen.

Christina Bu erklärt die Entwicklung mit unterschiedlichen Kaufkriterien. Für manche Verbraucher seien Preis und Technik ausschlaggebend. Andere ließen sich stärker von moralischen Fragen sowie Unsicherheiten beim Datenaustausch und bei Sicherheitsrisiken beeinflussen.

> „Das zeigt, dass Käufer beim Autokauf mehrere Faktoren gegeneinander abwägen“, sagte Christina Bu laut Euronews.com.

**Zusammenfassung:** In Norwegen erreichen Elektroautos mehr als 95 Prozent der Neuzulassungen. Chinesische und chinesisch kontrollierte Marken kommen im ersten Halbjahr auf rund 25 Prozent der Elektroauto-Neuzulassungen, während der Anteil der Käufer, die sie aus politischen Gründen ablehnen, auf 31 Prozent stieg.

Quellen:
- [Herbert Diess: Reiche reguliert E-Auto-Speicher kaputt](https://www.cleanthinking.de/herbert-diess-bidirektionales-laden/)
- [Leapmotor greift an: Chinas nächster E-Auto-Riese bedrängt VW](https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/leapmotor-greift-an-chinas-naechster-e-auto-riese-bedraengt-vw/100257247.html)
- [Praxistest: Dacia tankt billiger als E-Autos und kommt dreimal so weit](https://www.focus.de/auto/fahrberichte/praxistest-dacia-tankt-billiger-als-e-autos-und-kommt-dreimal-so-weit_4be73390-9a08-4ba2-a446-c5e375be8c8a.html)
- [E-Autos sorgen für Service-Lücke: Stellantis will Kunden länger binden](https://ecomento.de/2026/09/25/e-autos-sorgen-fuer-service-luecke-stellantis-will-kunden-laenger-binden/)
- [Warum Norweger trotz Skepsis mehr chinesische E-Autos kaufen](https://de.euronews.com/2026/09/26/warum-norweger-trotz-skepsis-mehr-chinesische-e-autos-kaufen)
- [Umweltminister verteidigt E-Auto-Prämie gegen Kritik](https://www.elektroauto-news.net/news/umweltminister-verteidigt-e-auto-praemie-gegen-kritik)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [emobil-magazin.de](https://emobil-magazin.de/e-mobilitaet-im-wandel-bidirektionales-laden-chinas-aufstieg-und-neue-kostenfragen/)*
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