E-Mobilität in Deutschland: Warnungen, neue Ladepunkte und zögernde E-Lkw-Branche
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Die Artikel berichten über Warnungen vor illegal schnellen E-Fahrzeugen, neue Ladeinfrastruktur und die zögerliche Elektrifizierung von Speditionen.
Polizei warnt in OWL vor zu schnellen E-Fahrzeugen
In Ostwestfalen-Lippe sind laut NW.de, der Lippischen Landes-Zeitung und dem Mindener Tageblatt zunehmend Minderjährige mit E-Scootern, Fatbikes und E-Bikes unterwegs. Die Polizei warnt vor Fahrzeugen, die schneller fahren als zulässig, sowie vor der Nutzung durch Personen, die diese Fahrzeuge nicht fahren dürfen.
Das Mindener Tageblatt berichtet von einem Kind, das mit einem Fahrrad durch die Bielefelder Innenstadt raste. Das Fahrzeug habe eher wie ein kleines Motorrad als wie ein gewöhnliches Fahrrad ausgesehen; es sei unwahrscheinlich erschienen, dass die Geschwindigkeit allein durch Muskelkraft erreicht wurde.
Die Berichte stellen heraus, dass nicht jedes elektrisch unterstützte Fahrzeug rechtlich wie ein Fahrrad behandelt wird. Minderjährige können deshalb Fahrzeuge nutzen, für die sie nicht die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, und dadurch Strafen kassieren.
Die Quellen verweisen außerdem auf eine zunehmende Zahl von Kontrollen und Unfällen im Zusammenhang mit E-Scootern und getunten Fahrzeugen. Als weitere Themen werden unter anderem schwere E-Scooter-Unfälle, Unfallschäden, Kontrollen Jugendlicher und ein E-Scooter mit 90 Kilometern pro Stunde genannt.
- Im Fokus stehen E-Scooter, Fatbikes und E-Bikes.
- Die Polizei warnt vor illegal veränderten oder zu schnellen Fahrzeugen.
- Minderjährige dürfen nicht alle genannten Fahrzeugtypen fahren.
- Bei Verstößen können Strafen folgen.
Infobox: Die Berichte von NW.de, der Lippischen Landes-Zeitung und dem Mindener Tageblatt beschreiben einen Jugendtrend zu elektrisch angetriebenen Fahrzeugen und warnen zugleich vor rechtlichen Folgen und Unfallgefahren.
Carport mit Wallboxen für betreutes Wohnen in Ried geplant
In Ried soll für die Bewohner des Betreuten Wohnens ein gemeinsamer Carport entstehen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, gab der Gemeinderat für die entsprechende Bauvoranfrage sein Einvernehmen.
Geplant ist ein gemeinsamer Carport über den zehn privaten Stellplätzen der Wohnanlage. Die Eigentümergemeinschaft stellte zunächst lediglich eine Voranfrage, um zu klären, ob die Gemeinde das Vorhaben grundsätzlich unterstützt und später eine notwendige Ausnahme vom Bebauungsplan genehmigen kann.
Der Carport soll mit einem Pultdach ausgeführt werden. Vorgesehen sind außerdem unauffällig integrierte Wallboxen für Elektrofahrzeuge, die Nutzung der bereits vorhandenen Fundamente sowie die Entwässerung über den bestehenden Sickerschacht.
Optisch soll sich die Konstruktion am vorhandenen Fahrrad- und Müllhaus orientieren und sich nach Darstellung der Quelle harmonisch in die Wohnanlage einfügen. Die Gemeindeverwaltung bewertete das Vorhaben positiv, wies jedoch darauf hin, dass wegen der Abweichung von den Festsetzungen des Bebauungsplans später eine Befreiung erforderlich ist.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Stellplätze | zehn private Stellplätze |
| Dachform | Pultdach |
| Ladeinfrastruktur | integrierte Wallboxen |
| Entwässerung | bestehender Sickerschacht |
Infobox: Der geplante Carport soll zehn Stellplätze überspannen und mit Wallboxen für Elektrofahrzeuge ausgestattet werden. Für die Umsetzung ist wegen einer Abweichung vom Bebauungsplan eine Befreiung erforderlich.
Plau am See nimmt zwölf AC- und vier DC-Ladepunkte in Betrieb
In Plau am See sind passend zur Urlaubssaison neue Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen worden. Der Nordkurier berichtet von insgesamt zwölf Wechselstrom-Ladepunkten (AC) und vier Hochleistungs-Gleichstrom-Ladepunkten (DC).
Die Schnellladepunkte bieten eine Leistung von bis zu 150 Kilowatt. Während des Ladevorgangs können Nutzer an der Hafenpromenade entlanggehen oder die Altstadt besuchen.
Am Schnelllader in Plau-Marienwasser können zusätzlich Elektrobusse geladen werden. Stephan Neitzel vom Bauamt der Stadt Plau am See bezeichnete ihn als den einzigen Lader weit und breit, der auch von Elektrobussen angefahren werden könne.
„Wir haben mit diesem Schnellader den einzigen Lader weit und breit, der auch von Elektrobussen angefahren werden kann. Auch Pkw-Wohnwagengespanne könne hier ohne abzukoppeln laden“, berichtet Stephan Neitzel vom Bauamt der Stadt Plau am See.
Die Stadt setzte nach Angaben des Nordkuriers bewusst auf eine Mischung verschiedener Ladepunkte. Davon sollen Einwohner, Gäste und Durchreisende profitieren. Auch touristische Standorte wurden berücksichtigt, selbst wenn dort nicht auf den ersten Blick ein wirtschaftlicher Betrieb zu erwarten sei.
Die Ladepunkte in der Innenstadt liegen unweit des Rathauses. Dadurch erhalten auch Gewerbetreibende die Möglichkeit, ihr Fahrzeug während des Be- und Entladens mit neuer Energie zu versorgen.
Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Inbetriebnahme vergingen laut Stephan Neitzel 15 Monate. Er bezeichnete dies angesichts von Netzprüfungen, Fachkräftemangel und Lieferketten als Rekordzeit.
| Ladepunkt | Anzahl beziehungsweise Leistung |
|---|---|
| Wechselstrom-Ladepunkte (AC) | zwölf |
| Hochleistungs-Gleichstrom-Ladepunkte (DC) | vier |
| Maximale Leistung | bis zu 150 Kilowatt |
| Zeitraum von Kontaktaufnahme bis Inbetriebnahme | 15 Monate |
Infobox: Plau am See hat zwölf AC- und vier DC-Ladepunkte in Betrieb genommen. Die Ladeinfrastruktur umfasst einen Schnelllader mit bis zu 150 Kilowatt, der auch Elektrobusse und Pkw-Wohnwagengespanne ohne Abkoppeln bedienen kann.
Im Landkreis Miesbach bleibt der E-Lkw bei Speditionen vorerst außen vor
Während Unternehmen im Nachbarlandkreis Rosenheim ihre Fuhrparks verstärkt elektrifizieren, ist der E-Lkw bei Speditionen im Landkreis Miesbach bislang kein Thema. Der Merkur berichtet, dass Anfragen bei drei Unternehmen mit Dieselfahrzeugen unbeantwortet blieben: betroffen waren zwei der größten Speditionen im Landkreis und ein mittelständisches Unternehmen.
Der Unternehmerverband Miesbach habe sich nach Angaben seines Vorsitzenden Anton Stetter bedauerlicherweise noch nicht mit dem Thema beschäftigt. Stetter begründete die Zurückhaltung mit einem aus seiner Sicht noch zu kleinen Angebot an Lieferfahrzeugen mit E-Antrieb und damit, dass die angebotenen E-Modelle noch teurer als Verbrenner seien.
„Meiner Meinung nach ist das Angebot an Lieferfahrzeugen mit E-Antrieb noch zu gering, beziehungsweise die angebotenen E-Modelle sind noch teurer als die Verbrenner“, erklärt Anton Stetter.
Stetter erwartet jedoch eine schnelle Veränderung. Viele Unternehmen führen meist kurze Strecken, während zugleich immer mehr Firmen in eigene Ladeinfrastruktur investieren. Fortschrittlich denkende und erfolgreiche Unternehmen würden sicher in den nächsten Jahren umstellen; bis dahin werde der Altbestand aufgebraucht.
Die Zulassungsstelle in Miesbach meldet insgesamt 89 gemeldete E-Fahrzeuge als Lkw oder Zugmaschinen. Das Landratsamt weist darauf hin, dass diese Zahl auch Kastenwagen beziehungsweise Vans mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen umfasst.
Eine andere Entwicklung beobachtet Rached Kaiser, Geschäftsführer des Rosenheimer Unternehmens Flottenwende und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Neue Mobilität. Zwar seien die Anschaffungskosten vieler Elektrofahrzeuge noch höher als bei Verbrennern, der Abstand werde jedoch kleiner. Strom- und Wartungskosten seien zugleich häufig deutlich niedriger.
„Wenn man die Gesamtheit betrachtet, amortisiert sich das in zwei bis fünf Jahren“, sagt Rached Kaiser.
Kaiser rechnet mit einer weiteren Beschleunigung der Elektrifizierung von Unternehmensflotten. Als zusätzliche wirtschaftliche Vorteile nennt er neue Technologien wie das bidirektionale Laden, bei dem E-Fahrzeuge als Stromspeicher eingesetzt werden können.
Nach seiner Prognose werden Diesel-Lkw in zehn Jahren die Ausnahme sein. Reichweiten von rund 400 Kilometern und schnelle Ladezeiten von weniger als 15 Minuten bis 80 Prozent Akkuladung machten viele Schwerlaster inzwischen alltagstauglich.
Bundesweit zeigt sich laut dem im Merkur zitierten Bericht der Verkehrs-Rundschau ein deutlicher Zuwachs. 2025 wurden in Deutschland 1398 neue Elektro-Lkw zugelassen, 37,9 Prozent mehr als im Vorjahr. EU-weit waren es 4991, was einem Plus von 51,1 Prozent entspricht.
Der Marktanteil schwerer E-Lkw lag dem Bericht zufolge bei 2,6 Prozent. Trotz des weiterhin überschaubaren Anteils legten sie deutlich zu; im Landkreis Miesbach ist dieser Trend bei den Speditionen jedoch noch nicht angekommen.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Gemeldete E-Fahrzeuge als Lkw oder Zugmaschinen im Landkreis Miesbach | 89 |
| Amortisationszeit laut Rached Kaiser | zwei bis fünf Jahren |
| Reichweite vieler Schwerlaster | rund 400 Kilometern |
| Ladezeit bis 80 Prozent Akkuladung | weniger als 15 Minuten |
| Neue Elektro-Lkw in Deutschland 2025 | 1398 |
| Veränderung gegenüber dem Vorjahr | 37,9 Prozent mehr |
| Neue Elektro-Lkw in der EU 2025 | 4991 |
| Veränderung in der EU | plus 51,1 Prozent |
| Marktanteil schwerer E-Lkw | 2,6 Prozent |
Infobox: Im Landkreis Miesbach sind 89 E-Fahrzeuge als Lkw oder Zugmaschinen gemeldet, darunter auch Kastenwagen und Vans bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Bundesweit wurden 2025 1398 neue Elektro-Lkw zugelassen, während der Marktanteil schwerer E-Lkw bei 2,6 Prozent lag.
Quellen:
- Rasende E-Scooter und Fatbikes in OWL: Polizei warnt vor illegaler E-Mobilität
- Zu schnell auf E-Scootern und Fatbikes: Polizei warnt vor illegaler E-Mobilität
- Gemeinsamer Carport für das Betreute Wohnen in Ried
- E-Ladesäulen gehen in Plau am See ans Netz
- Trend zum E-Lkw: Im Landkreis Miesbach noch kein Thema bei Speditionen
- Zu schnell auf E-Scootern und Fatbikes: Polizei warnt vor illegaler E-Mobilität