E-Mobilität wächst: Mehr E-Autos, Jobabbau und neue Fördermodelle
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Der Pressespiegel zeigt steigende E-Auto-Anteile, Arbeitsplatzverluste und neue Förderungen; zugleich wird die Ladeinfrastruktur ausgebaut und elektrische Kühl- und Transportlösungen erprobt.
E-Mobilität im Pressespiegel: Mehr Elektroautos, Stellenabbau und neue Fördermodelle
Österreich: E-Autos prägen zunehmend das Straßenbild
DerStandard.de berichtet über die wachsende Bedeutung der Elektromobilität in Österreich. Der Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen sei 2026 bisher weiter gestiegen.
Als Gründe nennt der Beitrag teureren Treibstoff, günstigere E-Auto-Modelle und steigende Reichweiten. Zugleich verweist derStandard.de auf eine große Preisspanne bei Elektroautos: Für Kundinnen und Kunden mit großem Budget wird etwa der BMW iX M60 genannt, zugleich gebe es deutlich günstigere Modelle.
Zusammenfassung: In Österreich nimmt der Anteil elektrischer Fahrzeuge an den Neuzulassungen 2026 weiter zu. Als zentrale Entwicklungen nennt derStandard.de höhere Treibstoffpreise, sinkende Preise für E-Autos und größere Reichweiten.
Deutsche Autoindustrie verliert deutlich mehr Arbeitsplätze als erwartet
ecomento.de berichtet über eine aktuelle Auswertung des Center of Automotive Management (CAM) zum Beschäftigungsrückgang in der deutschen Automobilindustrie. Demnach waren zum Ende des ersten Halbjahres 2026 nur noch rund 691.500 Menschen in der Branche beschäftigt – der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005.
Verglichen mit dem Beschäftigungshöchststand von 834.000 im Jahr 2018 entspricht dies laut Quelle einem Rückgang von rund 142.500 Arbeitsplätzen beziehungsweise 17 Prozent. Der seit 2019 anhaltende Rückgang sei zwar absehbar gewesen, falle inzwischen aber deutlich stärker aus, als es die Transformation zur Elektromobilität allein erklären würde.
Studienleiter Stefan Bratzel verweist darauf, dass der Beschäftigungseffekt des Antriebswechsels bereits 2017 untersucht worden sei. Die damalige CAM-Studie erwartete bei einem Marktanteil von 50 Prozent batterie- und plug-in-elektrischer Fahrzeuge einen Rückgang um 135.000 Stellen beziehungsweise 17 Prozent gegenüber 2016.
Diese Größenordnung sei inzwischen erreicht, obwohl der Anteil rein batterieelektrischer Neuzulassungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 erst bei rund 25 Prozent und der Anteil der Plug-in-Hybride bei 11 Prozent gelegen habe. Laut Bratzel gehe der Stellenabbau deshalb über die Folgen des reinen Antriebswechsels hinaus.
„Der Stellenabbau, den wir heute sehen, geht damit klar über das hinaus, was der reine Antriebswechsel erklären würde“, sagt Studienleiter Stefan Bratzel laut ecomento.de.
Als weitere Ursachen nennt die Auswertung eine verschlechterte Wettbewerbsposition des Standorts Deutschland. Dazu gehörten hohe Energie- und Arbeitskosten, regulatorische Lasten sowie der zunehmende Konkurrenzdruck durch chinesische Hersteller, auch auf traditionellen Exportmärkten.
Besonders stark betroffen sind die Zulieferer. Ihre Beschäftigung sank zum Ende des ersten Halbjahres 2026 um 7,6 Prozent, während der Rückgang bei den Fahrzeugherstellern 6,1 Prozent betrug. Im gesamten Verarbeitenden Gewerbe lag der Rückgang laut ecomento.de bei 2,7 Prozent.
Bratzel fordert, die Standortbedingungen zu verbessern und den Stellenabbau nicht pauschal der Elektromobilität zuzuschreiben. Gleichzeitig müsse die Automobilindustrie Abhängigkeiten bei Elektromobilität sowie Software und KI reduzieren und beschäftigungsrelevante Wertschöpfung nach Deutschland holen. Als mögliche neue Wachstumsfelder nennt er automatisiertes Fahren und Robotik.
Zusammenfassung: Ende des ersten Halbjahres 2026 waren rund 691.500 Menschen in der deutschen Automobilindustrie beschäftigt. Seit dem Höchststand von 834.000 im Jahr 2018 gingen rund 142.500 Arbeitsplätze beziehungsweise 17 Prozent verloren; laut CAM reicht die Elektromobilität allein als Erklärung für diesen Rückgang nicht aus.
Frankreich fördert gebrauchte Elektroautos – Pflegekräfte können bis zu 2.360 Euro erhalten
Der Merkur berichtet, dass Frankreich ab dem 1. September den Kauf und das Leasing gebrauchter Elektroautos unterstützen will. Die Maßnahme soll vier Jahre lang laufen und wird aus dem französischen System der Energieeinsparzertifikate finanziert, nicht aus dem französischen Haushalt.
Die Mittel stammen laut Beitrag von Energie- und Kraftstofflieferanten wie EDF oder TotalEnergies, die nach dem Verursacherprinzip zur Zahlung verpflichtet sind. Die allgemeine Förderung wird als niedrig kritisiert und soll abhängig vom jeweiligen Wert der Energieeinsparzertifikate bei etwa 337 Euro pro Fahrzeug liegen.
Voraussetzung ist ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug. Hybridautos werden nicht unterstützt. Das Fahrzeug muss zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2023 in Frankreich zugelassen worden sein und über eine Batterie in gutem Zustand verfügen.
Als Nachweis müssen mindestens 80 Prozent der Batteriekapazität erhalten sein. Falls dieser Wert nicht ermittelt werden kann, müssen alternativ mindestens 80 Prozent der ursprünglichen Reichweite oder eine Reichweite von mindestens 200 Kilometern erzielt werden.
Der Kauf oder die Langzeitmiete muss über einen professionellen Automobilhändler erfolgen. Ein direkter Wechsel von Privat zu Privat wird nicht unterstützt. Der neue Besitzer muss das Fahrzeug mindestens drei Jahre lang fahren.
Die Förderung kann von Privatpersonen ohne Einkommensgrenze sowie von Unternehmen und Körperschaften beantragt werden. Für bestimmte gewerbliche Nutzungen sollen bis Ende des Jahres Multiplikatorkoeffizienten eingeführt werden.
Davon sollen unter anderem Pflegekräfte sowie weitere Dienstleister im Bereich der häuslichen Pflege und persönlichen Dienstleistungen profitieren. Für diese Berufsgruppen ist beim Kauf eines gebrauchten Elektrofahrzeugs eine Prämie von maximal 2.360 Euro vorgesehen, wobei das Fahrzeug nicht mehr als 25.000 Euro kosten darf.
Zusätzlich will die französische Regierung den Kauf elektrischer Taxis unterstützen. Käufer oder Leasingnehmer neuer elektrischer Taxis können laut Merkur eine Förderung von mindestens 3500 Euro erhalten. Die Förderung kann auf 5500 Euro steigen, wenn Fahrzeug und Batterie in Europa hergestellt werden.
Berücksichtigt werden Bestellungen, die zwischen dem 1. September und dem 31. Dezember 2026 getätigt werden. Als Quellen nennt der Merkur Le Figaro und Franceinfo.
Zusammenfassung: Frankreich unterstützt ab dem 1. September gebrauchte Elektroautos mit etwa 337 Euro pro Fahrzeug. Pflegekräfte und bestimmte Dienstleister können maximal 2.360 Euro erhalten, während für elektrische Taxis mindestens 3500 Euro und unter bestimmten Bedingungen 5500 Euro möglich sind.
Bottrop plant weitere Flächen für Ladestationen
Die WAZ berichtet über Pläne der Stadt Bottrop, weitere Flächen für Ladestationen freizugeben. Die Meldung weist damit auf den Ausbau der lokalen Ladeinfrastruktur als Bestandteil der zunehmenden Elektromobilität hin.
Konkrete Angaben zu den vorgesehenen Flächen, zur Zahl der Ladestationen oder zu einem Zeitplan enthält der vorliegende Beitrag nicht. Fest steht laut WAZ, dass Bottrop zusätzliche Möglichkeiten für Ladeangebote schaffen will.
Zusammenfassung: Bottrop will weitere Flächen für Ladestationen bereitstellen. Angaben zu Umfang und Umsetzung der geplanten Infrastruktur liegen in der vorliegenden Quelle nicht vor.
Keine verwertbaren Angaben zur THG-Prämie 2026
AUTOBILD.DE führt den Titel „Wer zahlt 2026 die Top-THG-Prämie?“. Der vorliegende Quellenauszug enthält jedoch keine Angaben zu Anbietern, Prämienhöhen oder einem Vergleich.
Da damit keine nutzbaren Zahlen, Daten oder Fakten zur THG-Prämie vorliegen, lässt sich aus dem bereitgestellten Material keine inhaltliche Bewertung oder Rangfolge ableiten.
Zusammenfassung: Der Titel kündigt einen Vergleich der THG-Prämien 2026 an, der bereitgestellte Inhalt enthält dazu jedoch keine verwertbaren Informationen.
Elektrischer Kühllogistik-Einsatz beim Gut Granerhof
Logistra.de berichtet über den Praxiseinsatz eines vollelektrischen Mercedes-Benz eSprinter mit Kiesling-Kühlaufbau und der vollelektrischen Kühlmaschine E-200-50 MAX von Thermo King. Das Gut Granerhof in Peißenberg/Böbing nutzt das Fahrzeug seit Mai 2026 für die tägliche Auslieferung von Fleisch- und Wurstwaren an Gastronomiebetriebe.
Die Touren führen überwiegend von Peißenberg in die Münchner Innenstadt. Der Betrieb verbindet den Einsatz des Elektrofahrzeugs mit einer Photovoltaikanlage mit 300 kWp und einem 50 kWh-Batteriespeicher, die Strom für die Produktion und den Betrieb der Metzgerei liefern.
Die Entscheidung für das Fahrzeug fiel laut Logistra.de aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen. Betriebsleiter Tobias Ende nennt steigende Dieselpreise sowie die eigene Photovoltaikanlage mit Speicher als ausschlaggebend, um wirtschaftlich unabhängiger von der Kraftstoffpreisentwicklung zu werden.
„Für uns ist es eine vollwertige Alternative“, sagt Betriebsleiter Tobias Ende laut Logistra.de.
Die tägliche Tour beginnt in der Regel gegen 7.30 Uhr und endet nach rund sechs Stunden gegen 13.30 Uhr. Dabei legt der eSprinter etwa 150 bis 180 Kilometer zurück und beliefert vier bis fünf Kunden.
Der Laderaum wird bei den Lieferstopps oft bis zu dreimal geöffnet. Die durchschnittliche Öffnungsdauer beträgt etwa 60 Sekunden. Trotz dieser Türöffnungen wird die eingestellte Solltemperatur von +1 °C während der gesamten Tour zuverlässig eingehalten.
Das Kühlgerät arbeitet in einem definierten Temperaturbereich. Bei 0 °C schaltet es ab, bei einem Anstieg auf +4 °C startet der Betrieb erneut. Der Einsatz ist für Frischdienst vorgesehen, nicht für Tiefkühlung.
Mit durchgehend eingeschalteter Kühlung erreicht das Fahrzeug laut Granerhof eine praxisnahe Reichweite von etwa 200 Kilometern. Wird die Kühlung auf der Rückfahrt ausgeschaltet, sind bis zu 220 Kilometer möglich.
Das Fahrzeug startet morgens mit einem Batterieladezustand von 100 Prozent. Nach der Rückkehr liegt die verbleibende Batteriekapazität abhängig von Streckenführung, Verkehrsaufkommen und Betriebsbedingungen meist zwischen 15 und 30 Prozent.
Während einer Hitzewelle im Juni und Juli 2026 musste sich das Fahrzeug bei Außentemperaturen von mehr als 30 °C bewähren. Die erforderliche Transporttemperatur wurde laut Logistra.de auch unter diesen Bedingungen sicher eingehalten. Voraussetzung war das konsequente Vorkühlen des Kühlaufbaus vor Fahrtbeginn.
Geladen wird ausschließlich auf dem Betriebsgelände. Dafür steht eine 11-kW-AC-Wallbox zur Verfügung. Das vollständige Aufladen auf 100 Prozent dauert je nach verbleibendem Batteriestand etwa sechs bis sieben Stunden und erfolgt direkt nach der Rückkehr.
Die technischen Daten des eingesetzten Fahrzeugs umfassen eine zulässige Gesamtmasse von 4.250 kg, eine Nutzlast von ca. 1.010 kg, eine nutzbare Batteriekapazität von 81 kWh sowie eine Motorleistung von 150 kW beziehungsweise 204 PS. Die AC-Ladeleistung beträgt bis zu 22 kW, die WLTP-Reichweite ohne Aufbau bis zu 304 km.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Ladung | Fleisch- und Wurstwaren |
| Tagesfahrleistung | ca. 150 bis 180 km |
| Reichweite mit Kühlung | ca. 200 km |
| Reichweite ohne Kühlung auf der Rückfahrt | ca. 220 km |
| Stopps pro Tour | vier bis fünf |
| Tourdauer | ca. sechs Stunden |
| Batteriestand bei Tourbeginn | 100 Prozent |
| Batteriestand bei Tourende | ca. 15 bis 30 Prozent |
| Solltemperatur | +1 °C |
| Zulässige Gesamtmasse | 4.250 kg |
| Nutzlast | ca. 1.010 kg |
| Nutzbare Batteriekapazität | 81 kWh |
| Motorleistung | 150 kW beziehungsweise 204 PS |
| WLTP-Reichweite ohne Aufbau | bis zu 304 km |
Logistra.de fasst den Einsatz als Beispiel dafür zusammen, dass regionale Kühlauslieferungen mit planbaren Tagesstrecken vollelektrisch umgesetzt werden können. Entscheidend seien das Vorkühlen, passende Tourenprofile und eine eigene Lademöglichkeit auf dem Betriebsgelände.
Zusammenfassung: Der eSprinter absolviert beim Gut Granerhof täglich etwa 150 bis 180 km ohne Zwischenladen. Die Kühlung hält die Solltemperatur von +1 °C auch bei mehr als 30 °C Außentemperatur ein; geladen wird anschließend über eine 11-kW-AC-Wallbox in etwa sechs bis sieben Stunden.
Quellen:
- E-Autos auf der Überholspur: Testen Sie Ihr Wissen über die elektrische Mobilität
- Studie: Autoindustrie baut deutlich mehr Stellen ab als durch E-Mobilität erwartet
- Eine Branche profitiert: Für diese Berufsgruppe zahlt Nachbarland höhere Prämie für gebrauchte E-Autos
- E-Autos in Bottrop: Stadt will weitere Flächen für Ladestationen freigeben
- Wer zahlt 2026 die Top-THG-Prämie?
- Praxis-Report Kiesling eSprinter: Läuft mit elektrischer Kühllogistik bei Gut Granerhof