Elektroauto-News: Skoda Epiq, Rekordfahrt und neue Lade- und Speicherregeln

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

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Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Der Skoda Epiq überzeugt mit bis zu 441 Kilometern Reichweite und hoher Alltagstauglichkeit, während Audi 1338 Kilometer erzielte und neue Lade- sowie Umweltzonenregeln gelten.

Skoda Epiq: Praktischer Elektro-Kleinwagen mit bis zu 441 Kilometern Reichweite

Der Skoda Epiq ist das kleinste Modell der rein elektrischen Baureihe von Skoda. Der auf der MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns basierende Kleinwagen verfügt über Frontantrieb und misst 4,17 Meter in der Länge, 1,80 Meter in der Breite sowie 1,58 Meter in der Höhe. Der Radstand beträgt 2,60 Meter.

Carwow.de berichtet, dass der Epiq derzeit mit einer mittleren Batterie mit 40 kWh sowie einer größeren Batterie mit 55 kWh angeboten wird. Je nach Akku sind Reichweiten von bis zu 327 beziehungsweise 441 Kilometern möglich. Der Ladevorgang von 10 auf 80 % soll rund 24 Minuten dauern.

ModellPreis
Skoda Epiq 40ab 27.900 €
Skoda Epiq 55ab 32.100 €
Skoda Epiq 3525.900 €

Das Einstiegsmodell Skoda Epiq 35 ist laut Carwow.de noch nicht bestellbar und soll 25.900 € kosten. Damit wäre es günstiger als der Skoda Kamiq, der ab 26.670 € startet.

Im Vergleich mit dem Leapmotor B03X und dem BYD Atto 2 ist der Epiq das kompakteste Fahrzeug. Der Leapmotor B03X misst 4,27 x 1,81 x 1,64 Meter, bietet 177 oder 197 PS und kommt mit Batterien mit 39,8 oder 53 kWh auf Reichweiten von 292 beziehungsweise 382 km nach WLTP. Der BYD Atto 2 ist 4,31 x 1,83 x 1,68 Meter groß, leistet 177 PS und erreicht mit einer 45,1-kWh-Batterie 312 km nach WLTP.

Im Innenraum setzt Skoda auf die Designsprache „Modern Solid“ und ein 13-Zoll-Display mit Android-basiertem System. Nach Angaben von Carwow.de ist der Epiq der erste Serien-Skoda, der vollständig auf Materialien tierischen Ursprungs verzichtet. Leder wird durch Techtona ersetzt, während die gesamte Polsterung aus recyceltem Polyester besteht.

Die Rücksitze zählen zu den Stärken des Fahrzeugs. Carwow.de nennt viel Beinfreiheit, ausreichend Breite für zwei Erwachsene und großzügige Kopffreiheit. Der Kofferraum fasst 475 Liter, ergänzt um einen 25 Liter großen Frunk sowie mehr als 28 Liter zusätzlichen Stauraum in Türfächern, Armlehnen und Handschuhfach.

Beim Fahren vermittelt der Epiq laut Carwow.de ein solides Fahrgefühl mit festem Aufbau, guter Geräuschdämmung und guter Dämpfung von Unebenheiten. Die getestete Variante mit 210 PS beschleunigt ausreichend für den Alltag und ermöglicht flinke Überholmanöver. Die Lenkung ist leichtgängig, während das Bremsgefühl zu Beginn des Pedalwegs etwas träge wirkt.

Die Klimaanlage erschien dem Tester selbst bei milden Temperaturen etwas schwach. Der Verbrauch lag auf Landstraßen durchschnittlich bei 13,6 kWh/100 km. Carwow.de fasst den Epiq als vernünftiges, gut verarbeitetes und gut ausgestattetes Elektroauto zusammen, dessen Alltagstauglichkeit wichtiger ist als ein besonders aufregender Auftritt.

„Selbst für mich war das Ergebnis mit 1338 Kilometern eine erfreuliche Überraschung.“

Infobox: Der Skoda Epiq bietet je nach Batterie bis zu 441 Kilometer Reichweite, einen 475 Liter großen Kofferraum und Preise ab 27.900 €. Das Einstiegsmodell Skoda Epiq 35 soll 25.900 € kosten.

Ladetarife für Elektroautos: WELT sieht große Unterschiede bei den Kosten

Die WELT berichtet über einen Vergleich von Ladetarifen für Elektroauto-Fahrer. Hohe Spritpreise bewegen demnach immer mehr Autofahrer dazu, über den Umstieg auf ein Elektroauto nachzudenken. Gleichzeitig entscheidet die Wahl des Ladetarifs darüber, wie teuer das Laden unterwegs tatsächlich ausfällt.

Im Mittelpunkt stehen Anbieter wie Aral, Shell und Ionity. Laut WELT zeigt ein großer Anbietervergleich erhebliche Unterschiede bei den Preisen. Die Wahl des passenden Tarifs kann demnach über mehrere hundert Euro im Jahr entscheiden.

Der Artikel ordnet die Ladekosten damit als wichtigen Bestandteil der laufenden Ausgaben eines Elektroautos ein. Neben dem Fahrzeug selbst und dem Stromverbrauch spielt der konkrete Tarif eine zentrale Rolle für die jährlichen Gesamtkosten.

Infobox: Laut WELT unterscheiden sich die Ladetarife erheblich. Die Tarifwahl kann über mehrere hundert Euro im Jahr entscheiden.

Audi A6 Sportback e-tron fährt 1338 Kilometer mit einer Batterieladung

Ein Audi A6 Sportback e-tron hat laut Elektroauto-News einen neuen Guinness-Rekord aufgestellt. Der Rallye-Europameister Miko Marczyk fuhr mit einer einzigen Batterieladung 1338 Kilometer.

Der Rekordversuch begann am 11. September um 1:55 Uhr. Die Strecke führte entlang der Weichsel quer durch Polen über Krakau, Sandomierz, Warschau, Toruń und Grudziądz bis nach Hel an der Ostsee und anschließend wieder zurück. Die Fahrt fand im normalen Straßenverkehr bei einer durchschnittlichen Temperatur von 15 Grad statt.

Die Batterie war erst nach mehr als 45-stündiger Fahrt erschöpft. Mit den gefahrenen 1338 Kilometern wurde die offizielle WLTP-Reichweite um rund 72 Prozent übertroffen. Der durchschnittliche Verbrauch betrug 7,09 kWh pro 100 Kilometer und lag damit deutlich unter den rund 16 bis 18 kWh, die Elektroauto-News im eigenen Test gemessen hatte.

MerkmalWert
Gefahrene Strecke1338 Kilometer
Fahrtdauermehr als 45 Stunden
Durchschnittstemperatur15 Grad
Durchschnittsverbrauch7,09 kWh pro 100 Kilometer
WLTP-Reichweitebis zu 777 Kilometer
Batterie-Nettokapazität94,4 kWh
Leistung367 PS
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h5,4 Sekunden

Das Rekordfahrzeug ist ein Audi A6 Sportback e-tron performance mit 367 PS. Die Nettokapazität der Batterie liegt bei 94,4 kWh, die WLTP-Reichweite bei bis zu 777 Kilometern. Mit einer Leistung von 220 kW werden laut Elektroauto-News 95 Prozent der alltäglichen Bremsvorgänge durch Rekuperation abgedeckt.

Als entscheidenden Faktor für die Effizienz nennt der Bericht die Aerodynamik. 40 Prozent des Verbrauchs entfallen demnach auf den Luftwiderstand. Der cW-Wert beträgt 0,21 und macht den Audi A6 Sportback e-tron zum aerodynamischsten Audi aller Zeiten.

Für den Rekord waren laut Elektroauto-News jedoch nicht nur die Fahrzeugeigenschaften ausschlaggebend. Miko Marczyk empfiehlt, das Auto genau kennenzulernen, die Rekuperation konsequent zu nutzen, auf den korrekten Reifendruck zu achten und vorausschauend sowie gleichmäßig zu fahren.

Infobox: Der Audi A6 Sportback e-tron legte 1338 Kilometer mit einer Batterieladung zurück. Der Verbrauch lag bei 7,09 kWh pro 100 Kilometer, die offizielle WLTP-Reichweite bei bis zu 777 Kilometern.

Umweltplakette: Neue Regel für Elektroautos tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft

Für Elektroautos und qualifizierte Plug-in-Hybride entfällt laut Merkur die Plakettenpflicht in deutschen Umweltzonen. Die Änderung wurde am 30. September 2026 im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft.

Als Nachweis genügt künftig das Kennzeichen selbst, genauer gesagt das nachgestellte „E“ am rechten Rand des Nummernschilds. Halter eines solchen E-Kennzeichens dürfen den alten Aufkleber nach Inkrafttreten der Neuregelung von der Scheibe entfernen. Auch bei einer Neuzulassung oder nach einem Steinschlag ist keine neue grüne Plakette erforderlich.

Die bisherige grüne Plakette kostet laut Merkur bei Zulassungsstellen, Werkstätten oder Prüfstellen wie TÜV und Dekra meist zwischen fünf und zehn Euro. Bei Online-Bestellungen können demnach bis zu zwanzig Euro anfallen.

Die Regelung gilt allerdings nicht automatisch für jedes Elektroauto. Das E-Kennzeichen ist in Deutschland freiwillig und muss bei der Zulassung beantragt werden. Wer ein Elektrofahrzeug mit einem gewöhnlichen Nummernschild ohne das zusätzliche „E“ fährt, muss die grüne Plakette weiterhin sichtbar an der Scheibe anbringen.

Für Benziner und Diesel ändert sich nichts. Sie müssen das grüne Siegel auch künftig gut sichtbar tragen.

Wer ohne Plakette beziehungsweise ohne E-Kennzeichen in einer Umweltzone fährt oder parkt, muss mit einem Verwarnungsgeld von 100 Euro rechnen. Punkte in Flensburg gibt es dafür laut Merkur nicht.

Die Regelung gilt außerdem nur innerhalb Deutschlands. Wer mit einem Elektroauto nach Frankreich fährt, benötigt für dortige Umweltzonen weiterhin die französische „Crit’Air“-Vignette. Auch in vielen italienischen Städten gelten eigene Zugangsregeln für verkehrsberuhigte Zonen.

Infobox: Ab 1. Oktober 2026 ersetzt das E-Kennzeichen bei entsprechenden Fahrzeugen die grüne Umweltplakette. Ohne Plakette oder E-Kennzeichen drohen 100 Euro Verwarnungsgeld.

Bundesnetzagentur erleichtert Stromhandel mit Heimspeichern und Elektroautos

Die Bundesnetzagentur hat laut VISION mobility neue Regeln für den Stromhandel mit Heimspeichern und bidirektionalen Ladepunkten festgelegt. Dadurch sollen Haushalte ihre Batteriespeicher flexibler nutzen und Geld sparen können. Die Regeln betreffen auch Zwei-Richtungs-Ladepunkte, über die bestimmte Elektroautos gespeicherten Strom wieder abgeben können.

Bisher mussten selbst erzeugter Grünstrom, etwa aus einer Photovoltaikanlage, und Netzstrom in Speichern streng getrennt werden. Eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz konnten nur reine Grünstromspeicher erhalten. Bidirektionale Ladepunkte, die sowohl zum Laden von Elektroautos als auch zur Rückspeisung von Strom aus den Fahrzeugen genutzt werden können, waren bislang ausgeschlossen.

Die neue Regelung trägt den Namen „MiSpeL“. Die Abkürzung steht für „Marktintegration von Stromspeichern und Ladepunkten“. Die neuen Regelungen sollen innerhalb der kommenden zwölf Monate von den Netzbetreibern umgesetzt werden. Für bestimmte Regeln ist zusätzlich eine beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommission erforderlich.

Die EEG-Förderung bleibt erhalten und soll auch für zwischengespeicherten erneuerbaren Strom gezahlt werden. Für die Rückspeisung von zwischengespeichertem Netzstrom, der zuvor aus dem Netz entnommen wurde, sind ebenfalls Vorteile vorgesehen. Dafür müssen entsprechend weniger Umlagen und Netzentgelte für den Netzbezug gezahlt werden.

Die ins Netz zurückgespeisten Mengen werden saldiert. Die MiSpeL-Festlegung bestimmt, wie die anteilig förderfähigen und saldierungsfähigen Strommengen berechnet werden.

„Damit können Millionen von engagierten Haushalten zu aktiven Gestaltern der Energiewende werden.“

Nach Angaben von VISION mobility gibt es in Deutschland derzeit mehr als 2,7 Millionen Heimspeicher mit jeweils weniger als 30 Kilowattstunden Speicherkapazität. Zusammengenommen verfügen sie über eine Speicherkapazität von 23,6 Gigawattstunden.

MerkmalWert
Heimspeicher in Deutschlandmehr als 2,7 Millionen
Speicherkapazität je Heimspeicherweniger als 30 Kilowattstunden
Gesamte Speicherkapazität23,6 Gigawattstunden
Angenommener Durchschnittsverbrauch3.500 Kilowattstunden
Entsprechender Jahresverbrauchgut 6.700 Haushalte

Eine vollständige Entladung sämtlicher Heimspeicher entspricht laut VISION mobility dem Jahresverbrauch von gut 6.700 Haushalten bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden. Bei Elektroautos ist die praktische Nutzung derzeit noch eingeschränkt, weil die meisten Fahrzeuge aus technischen Gründen keinen Strom ins Heimnetz oder öffentliche Netz zurückspeisen können.

Der ADAC stellt laut Bericht fest, dass die Zahl der Elektroautos, die bidirektionales Laden unterstützen, noch gering ist. Die Bundesnetzagentur verbindet mit den neuen Regeln dennoch die Erwartung, dass mehr Speicher und Ladepunkte für das Stromsystem aktiviert werden.

Infobox: Die MiSpeL-Festlegung soll Stromspeicher und bidirektionale Ladepunkte stärker in den Strommarkt integrieren. Die Umsetzung durch Netzbetreiber soll innerhalb der kommenden zwölf Monate erfolgen.

Hyundai testet Schnellladepark mit gebrauchten Elektroauto-Akkus

Hyundai und Kia haben in Südkorea ein Pilotprojekt zur Wiederverwendung alter Elektroauto-Akkus gestartet. Ziel ist es laut Elektroauto-News, ausgemusterte Batterien als Pufferspeicher für Schnellladestationen einzusetzen und dabei ein rentables Geschäftsmodell zu prüfen.

Verwendet werden Akkupacks aus Elektroautos auf Basis der E-GMP-Plattform des Hyundai-Konzerns. Nach Angaben des Berichts handelt es sich um das erste Projekt dieser Art in Südkorea. Die Eröffnungsveranstaltung fand am 10. September im Werk von Wonik PNE südlich von Seoul statt.

Das verwendete Used Battery Energy Storage System verfügt über eine Kapazität von 200 kWh. Während der Schwachlastzeiten speichert es Energie und lädt Elektroautos anschließend während der Spitzenlastzeiten mit Schnellladegeräten. Dadurch sollen Schwankungen beim Strompreis genutzt und die Rentabilität des Pilotprojekts verbessert werden.

MerkmalWert
SpeichersystemUsed Battery Energy Storage System
Kapazität200 kWh
VerwendungPufferspeicher für Schnellladestationen
ProjektstandortWerk von Wonik PNE südlich von Seoul

An dem Projekt sind fünf Unternehmen beteiligt. Hyundai und Kia wollen gemeinsam das Geschäftsmodell entwickeln. LG Energy Solution fertigt die UBESS-Systeme aus den gebrauchten Akkus und unterstützt bei der Überprüfung von Systemleistung und Sicherheit.

Hyundai Engineering prüft die Geschäftsentwicklung und die Verbindung zum bestehenden Ladeinfrastruktur-Geschäft. Wonik PNE übernimmt den Anlagenbetrieb und die technische Überprüfung der Systeme.

Die Wiederverwendung gebrauchter Elektroauto-Batterien als stationäre Stromspeicher ist grundsätzlich nicht neu. Elektroauto-News verweist auf einen Second-Life-Speicher aus gebrauchten Taycan-Batterien im Leipziger Werk von Porsche sowie auf Schnellladegeräte mit integriertem Batteriespeicher.

Neu an Hyundais Pilotprojekt ist die Kombination gebrauchter Batterien in einem Speicher, der direkt mit einem Schnelllader gekoppelt ist. Damit soll geprüft werden, ob sich gebrauchte E-GMP-Batterien für den Dauereinsatz eignen und ob daraus ein wirtschaftliches Geschäftsmodell entstehen kann.

Infobox: Hyundai und Kia testen in Südkorea einen 200-kWh-Speicher aus gebrauchten E-Auto-Akkus. Der Speicher soll Energie zu Schwachlastzeiten aufnehmen und Elektroautos zu Spitzenlastzeiten über Schnelllader versorgen.

Quellen: