Elektromobilität 2026: Mehr Reichweite, Ladepunkte und neue E-Auto-Modelle
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Elektromobilität wird alltagstauglicher: Langstrecken sind machbar, Ladeinfrastruktur bleibt lückenhaft, während Ausbau, Nutzung und neue Modelle voranschreiten.
E-Auto auf Langstrecke: Berlin–Kroatien wird machbar, bleibt aber eine Infrastrukturprüfung
Eine Fahrt mit dem Kia EV4 von Berlin nach Kroatien zeigt laut DIE ZEIT, dass elektrische Langstrecken im Jahr 2026 grundsätzlich alltagstauglich geworden sind. Die Route führte über Bayreuth, die Alpen und die slowenische Küste bis nach Istrien.
Der Kia musste dabei mit Temperaturen von über 30 Grad, eingeschalteter Klimaanlage und voller Beladung umgehen. Während das Fahrzeug sich im Flachland bewährte, stellte sich vor der Alpenüberquerung die Frage, wie stark die Steigungen die Akkuladung beeinflussen würden.
Über 1.000 Kilometer mit einem Elektroauto galten früher als Wagnis, weil Reichweiten geringer und Ladestopps länger waren. Auf der Reise funktionierte das Zusammenspiel aus effizienter Limousine, großer Batterie und Schnellladenetz laut der Artikelzusammenfassung erstaunlich gut.
Probleme zeigten sich vor allem an Ferien-Hotspots. Warteschlangen, defekte Säulen und volle Stationen machten die Reise weniger planbar; in Istrien gab es zudem wenige öffentliche Ladepunkte und kaum Ladeangebote auf Campingplätzen.
Auch die Rückfahrt wurde durch volle Ladestationen und einen Stau vor dem Karawankentunnel erschwert. Trotzdem bot das Fahrzeug nach Darstellung von DIE ZEIT genügend Reichweitenpuffer, um alternative Ladehalte einzuplanen.
„Über 1.000 Kilometer mit dem Elektroauto abreißen, das galt früher als Wagnis.“
Zusammenfassung: Die Technik moderner Elektroautos ist laut DIE ZEIT für große Reisen weitgehend ausgereift. Schwächen bestehen weiterhin bei der Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Planungssicherheit der Ladeinfrastruktur.
Märchenpark erhält zwei neue Lademöglichkeiten
Am Parkplatz nahe der Spielscheune des Märchenparks stehen Gästen laut Volksstimme zwei neue E-Ladesäulen zur Verfügung. Die Stadtwerke Stendal haben die Ladeinfrastruktur trotz zahlreicher Kabeldiebstähle in den vergangenen Monaten installiert.
Eine der neuen Säulen ist eine Schnellladesäule mit 50 kW. Die zweite Säule bietet zwei Lademöglichkeiten mit einer Leistung von 11 oder 22 kW, abhängig vom jeweiligen Fahrzeug.
Die Ladestationen befinden sich auf dem Parkplatz nahe der Spielscheune und richten sich damit an Besucherinnen und Besucher, die ihren Aufenthalt im Märchenpark zum Laden nutzen möchten.
Zusammenfassung: Der Märchenpark bietet mit einer Schnellladesäule mit 50 kW sowie einer weiteren Säule mit 11 oder 22 kW neue Lademöglichkeiten für E-Autofahrer. Quelle ist die Volksstimme.
Stadtwerke Witten registrieren deutlich mehr Ladevorgänge
Die Stadtwerke Witten beobachten laut WAZ eine zunehmende Nutzung ihrer öffentlichen Ladeinfrastruktur. Im Juli 2026 wurden an den öffentlichen Ladepunkten rund zwei Drittel mehr Ladevorgänge gezählt als im Juli des Vorjahrs.
Auch die durchschnittliche Auslastung der Ladepunkte stieg gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent. Zusätzlich verzeichneten die Stadtwerke mehr Beratungsanfragen zu Lademöglichkeiten, Tarifen und Abrechnung.
Nach Angaben der Unternehmenssprecherin Isabell Bittner wünschen sich Nutzer vor allem einfaches, zuverlässiges und transparentes Laden. Dazu gehörten transparente Preise, unkomplizierte Bezahlmöglichkeiten und übersichtliche Tarifstrukturen.
Die Stadtwerke bieten neben dem Ausbau des öffentlichen Ladenetzes einen Vorteilstarif für das öffentliche Laden an. Die Konditionen gelten laut WAZ auch im Ladenetz der Stadtwerke Bochum und von Gelsenwasser.
Darüber hinaus beraten die Stadtwerke zur Elektromobilität und unterstützen Privatleute bei der Installation einer Photovoltaikanlage in Kombination mit einer Wallbox. Für das Laden zu Hause gibt es außerdem einen E-Mobilitätstarif.
Auch die Vermarktung von THG-Quoten gehört zum Angebot. Halterinnen und Halter von E-Autos können ihre Quote vermarkten lassen; dafür gibt es in diesem Jahr bis zu 300 Euro.
Im Stadtgebiet gibt es bisher 253 öffentliche Ladepunkte von den Stadtwerken und weiteren öffentlichen Betreibern. Rechnerisch kommen laut WAZ rund neun E-Autos auf einen öffentlichen Ladepunkt.
Beim weiteren Ausbau sollen unter anderem die bisherige Nutzung, die Entwicklung der Elektromobilität sowie Prognosen zum zukünftigen Fahrzeugbestand und Ladebedarf berücksichtigt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf Standorten, an denen mehrere Ladepunkte gebündelt angeboten werden können.
- Im Juli 2026 gab es rund zwei Drittel mehr Ladevorgänge als im Juli des Vorjahrs.
- Die durchschnittliche Auslastung stieg gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent.
- Im Stadtgebiet gibt es 253 öffentliche Ladepunkte.
- Rechnerisch kommen rund neun E-Autos auf einen öffentlichen Ladepunkt.
- Für die THG-Quote gibt es in diesem Jahr bis zu 300 Euro.
Zusammenfassung: Die Stadtwerke Witten sehen eine deutlich wachsende Nachfrage nach öffentlichem und privatem Laden. Die WAZ nennt 253 öffentliche Ladepunkte, steigende Nutzung und Beratungsangebote für Wallbox, Photovoltaik, Tarife und THG-Quoten.
Škoda Epiq First Edition startet mit 211 PS
Škoda erweitert das Angebot für den elektrischen Epiq um eine limitierte First Edition. Laut VISION mobility ist die Sonderausführung seit dem 13. August 2026 bestellbar und kostet mindestens 38.950 Euro.
Der Epiq 55 First Edition verfügt über einen Elektromotor mit 155 Kilowatt beziehungsweise 211 Pferdestärken. Das maximale Drehmoment beträgt 290 Newtonmeter.
Die Batterie hat eine Kapazität von 55 Kilowattstunden. Damit soll das City-SUV-Crossover eine Reichweite von bis zu 430 Kilometern erreichen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Leistung | 155 Kilowatt beziehungsweise 211 Pferdestärken |
| Drehmoment | 290 Newtonmeter |
| Batteriekapazität | 55 Kilowattstunden |
| Reichweite | bis zu 430 Kilometer |
| Preis | mindestens 38.950 Euro |
| Stromverbrauch | 14,1 Kilowattstunden je 100 Kilometer |
| Kohlendioxidemissionen | null Gramm je Kilometer |
| Kohlendioxidklasse | A |
Die maximale elektrische Leistung steht laut VISION mobility nur unter bestimmten Voraussetzungen zur Verfügung. Die Temperatur der Hochvoltbatterie muss zwischen 23 und 50 Grad Celsius liegen und der Ladezustand höchstmöglich sein.
Die tatsächlich verfügbare Leistung kann unter anderem von Fahrsituation, Umgebungstemperatur sowie Temperatur, Lade-, Konditionierungs- und Alterungszustand der Batterie abhängen. Für die First Edition nennt Škoda einen kombinierten Stromverbrauch von 14,1 Kilowattstunden je 100 Kilometer.
Der Epiq ist das erste Modell der Marke auf Basis der neuen MEB+-Plattform und zugleich das erste vollelektrische Škoda-Modell mit Frontantrieb. Neben der First Edition können Kunden derzeit die Ausstattungslinien Essence und Selection bestellen.
Für den Epiq 55 Essence wird ein kombinierter Stromverbrauch zwischen 13,7 und 13,9 Kilowattstunden je 100 Kilometer genannt. Beim Epiq 55 Selection liegt der Wert zwischen 13,9 und 14,1 Kilowattstunden je 100 Kilometer.
Optisch unterscheidet sich die First Edition durch orangefarbene Akzente, schwarze Anbauteile und schwarze 20-Zoll-Leichtmetallräder Macaw mit orangefarbenem Streifen. Dachreling und Schriftzüge sind schwarz ausgeführt, hinzu kommt ein First-Edition-Emblem.
Serienmäßig ist die Lackierung Marble-Grau. Optional stehen Timiano-Grün, Aluminium-Silber Metallic und Platinum-Weiß Metallic zur Wahl, jeweils mit einem Dach in Mystery-Schwarz Perleffekt. Die Sonderausführung kann außerdem vollständig in Mystery-Schwarz Perleffekt bestellt werden.
Im Innenraum gehören orangefarbene Sicherheitsgurte und Kontrastnähte, ein schwarzer Dachhimmel, Pedalabdeckungen in Edelstahloptik sowie Türeinstiegsleisten mit Epiq-Schriftzug zur Design Selection First Edition.
Das Paket Licht & Sicht umfasst Matrix-LED-Hauptscheinwerfer, einen dynamischen Fernlichtassistenten sowie Abbiege- und Schlechtwetterlicht. Das Komfortpaket bietet unter anderem beheizbare Vordersitze, ein beheizbares Lenkrad, eine Zwei-Zonen-Climatronic sowie getönte hintere Seiten- und Heckscheiben.
Zum Technikpaket zählen unter anderem schlüsselloser Fahrzeugzugang, Fahrprofilauswahl, Rückfahrkamera und eine Phonebox zum induktiven Laden von Smartphones.
Zusammenfassung: Die Škoda Epiq 55 First Edition verbindet 155 Kilowatt, eine 55-Kilowattstunden-Batterie und bis zu 430 Kilometer Reichweite mit einer eigenständigen Ausstattung. Quelle ist VISION mobility.
Elektromobilität wächst regional unterschiedlich
Die Verbreitung privater Elektroautos entwickelt sich in Deutschland regional deutlich unterschiedlich. Laut electrifiedmagazin.de verzeichneten Schleswig-Holstein und Niedersachsen im bisherigen Jahresverlauf die stärkste Dynamik, gefolgt von Bayern.
In Sachsen und Berlin erreichte das Wachstum dagegen ungefähr die Hälfte der Spitzenwerte. Unter den 15 deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern weist Stuttgart die größte Wachstumsdynamik auf.
Stuttgart besitzt zugleich mit 5,3 Prozent den höchsten Anteil rein elektrischer Privatautos unter den Metropolen. In einigen wohlhabenden ländlichen Regionen liegt die Quote noch höher.
Spitzenreiter ist der Landkreis Starnberg mit 7,4 Prozent. Am unteren Ende stehen Frankfurt an der Oder mit 1,4 Prozent sowie die Landkreise Görlitz und Vogtlandkreis mit jeweils 1,5 Prozent.
Die geringste aktuelle Wachstumsdynamik weist Gelsenkirchen auf. Dort steigt die E-Auto-Quote weniger als ein Sechstel so stark wie in den führenden Landkreisen Cloppenburg und Schweinfurt.
Für das HUK-E-Barometer wertet die HUK Coburg Versicherungsdaten der bei ihr versicherten privaten Fahrzeuge aus. Der Versicherer hat nach eigenen Angaben rund 14,5 Millionen Fahrzeuge unter Vertrag; gewerbliche Flotten werden nicht berücksichtigt.
| Region oder Gruppe | Angabe |
|---|---|
| Stuttgart | 5,3 Prozent Anteil rein elektrischer Privatautos |
| Landkreis Starnberg | 7,4 Prozent |
| Frankfurt an der Oder | 1,4 Prozent |
| Landkreise Görlitz und Vogtlandkreis | jeweils 1,5 Prozent |
| Versicherte Fahrzeuge der HUK Coburg | rund 14,5 Millionen |
Auch bei der Zustimmung zu Elektroautos zeigen sich Veränderungen. Im zweiten Quartal 2026 bewerteten 45 Prozent der weiblichen Befragten reine Stromer als „gut“ oder „sehr gut“; drei Monate zuvor waren es 37 Prozent.
Bei den Männern stieg die Zustimmung im gleichen Zeitraum von 54 auf 59 Prozent. Insgesamt äußerten sich erstmals seit Beginn der vierteljährlichen Erhebung im Jahr 2024 mehr als die Hälfte der Deutschen positiv über Elektroautos; der Anteil erreichte 52 Prozent.
Grundlage der Werte ist laut electrifiedmagazin.de eine YouGov-Umfrage unter 4.121 Personen ab 16 Jahren. Sie wurde im Mai 2026 durchgeführt.
Zusammenfassung: Stuttgart führt unter den deutschen Großstädten bei Wachstumsdynamik und Anteil rein elektrischer Privatautos. Gleichzeitig stieg die Zustimmung zu Elektroautos im zweiten Quartal 2026 besonders bei Frauen auf 45 Prozent.
BYD ATTO 3 EVO wird als Taxi und Mietwagen angeboten
INTAX bietet den BYD ATTO 3 EVO laut Taxi Heute ab sofort mit einer Umrüstung für den Einsatz als Taxi und Mietwagen an. Das kompakte Elektro-SUV bringt gegenüber dem bisherigen ATTO 3 unter anderem Änderungen bei Batterie, Reichweite, Ladeleistung und Antrieb mit.
Je nach Ausführung erreicht der BYD ATTO 3 EVO eine Reichweite von bis zu 510 Kilometern nach dem WLTP-Messverfahren. Die Gleichstrom-Ladeleistung liegt bei bis zu 220 Kilowatt; unter geeigneten Bedingungen kann die Batterie in etwa 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| WLTP-Reichweite | bis zu 510 Kilometer |
| Gleichstrom-Ladeleistung | bis zu 220 Kilowatt |
| Ladezeit | in etwa 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent |
| Kofferraum | 490 Liter |
| Stauraum unter der Fronthaube | 101 Liter |
Die Kombination aus Reichweite und Ladeleistung richtet sich an Taxi- und Mietwagenunternehmen mit hohen täglichen Laufleistungen. Kurze Ladezeiten sollen dazu beitragen, Standzeiten während des Betriebs zu begrenzen.
Für die Personenbeförderung ist außerdem das Gepäckvolumen relevant. Der Kofferraum fasst nach Angaben des Anbieters 490 Liter; zusätzlich steht unter der Fronthaube ein 101 Liter großer Stauraum zur Verfügung.
INTAX integriert die für den Taxibetrieb erforderliche Technik in das serienmäßige Interieur. Dazu gehört unter anderem ein Taxameter, der unterhalb des zentralen Bildschirms in das Cockpit integriert wird.
Nach Angaben des Unternehmens soll der serienmäßige Charakter des Fahrzeugs weitgehend erhalten bleiben. Die Umrüstung ist außerdem auf eine spätere Rückrüstung ausgelegt, was beim Weiterverkauf nach der gewerblichen Nutzung von Bedeutung sein kann.
Die Entwicklungsarbeiten für die Taxi- und Mietwagenumrüstung sind laut INTAX abgeschlossen. Der BYD ATTO 3 EVO ist damit ab sofort mit entsprechender Ausstattung für den professionellen Fahrgasteinsatz erhältlich.
Zusammenfassung: Der BYD ATTO 3 EVO ist als Taxi und Mietwagen mit bis zu 510 Kilometern WLTP-Reichweite, bis zu 220 Kilowatt Ladeleistung und zusätzlichem Stauraum verfügbar. Quelle ist Taxi Heute.
Quellen:
- Reisen mit dem E-Auto: Mit dem E-Auto von Berlin nach Kroatien: Kann das gutgehen?
- E-Mobilität: Märchenpark bietet neuen Service für E-Autofahrer
- E-Mobilität: So helfen die Wittener Stadtwerke Privatleuten bei Strom-Fahrzeugen
- Škoda Epiq: 211 PS und ein Schuss Orange
- Elektromobilität: Stuttgart mit größter Wachstumsdynamik
- Neuer BYD ATTO 3 EVO: Das bietet die Taxi-Version von INTAX