Elektromobilität im Fokus: Ferrari erreicht Verkaufsziel, Ladeausbau wächst

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

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Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Ferrari verkauft sein E-Auto „Luce“ schneller als geplant, während Renault dank E-Autos in die Gewinnzone zurückkehrt und Deutschland 204.078 Ladepunkte hat.

Ferraris umstrittenes E-Auto „Luce“ erreicht Verkaufsziel frühzeitig

Ferraris erstes Elektromodell „Luce“ hat sein Verkaufsziel für 2026 einem Bericht der Quelle: ntv.de zufolge bereits erreicht. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der „Financial Times“, Ferrari habe für dieses Jahr den Verkauf von knapp 500 Einheiten geplant.

Eine dieser Personen erklärte, das Ziel sei bereits Anfang Juli erreicht worden – nur zwei Monate nach der Markteinführung. Der „Luce“ ist ab 550.000 Euro erhältlich. Laut ntv.de ist die starke Nachfrage aus China ein wesentlicher Grund für den frühen Erfolg.

Die Präsentation des Fahrzeugs hatte zuvor massive Kritik ausgelöst. Fans und Investoren verspotteten das unkonventionelle Design, während der ehemalige Ferrari-Vorstandsvorsitzende Luca Cordero di Montezemolo laut „Financial Times“ sogar forderte, dem Fahrzeug das charakteristische Ferrari-Logo zu entziehen.

Die Ferrari-Aktie fiel am ersten Handelstag nach der Vorstellung des „Luce“ im Mai um mehr als 8 Prozent. Anfang Juli trat außerdem der langjährige Marketing- und Vertriebsleiter Enrico Galliera zurück. Ferrari stellte jedoch klar, dass sein Ausscheiden bereits vor der Markteinführung geplant gewesen sei; sein Nachfolger ist der ehemalige BMW-Manager Massimiliano Di Silvestre.

Ferrari verteidigt das Elektroauto als Technologieträger und als Möglichkeit, eine neue Generation vermögender Käufer anzusprechen. Dabei richtet sich der Blick des Konzerns insbesondere auf China und das Silicon Valley. Langfristig will Ferrari bis 2030 etwa 2500 „Luce“-Fahrzeuge verkaufen, also 600 Einheiten pro Jahr. Das entspräche etwa 5 Prozent des gesamten Jahresabsatzes.

Analysten halten dieses Ziel laut ntv.de für erreichbar. Während die Akzeptanz in China groß sei, sei auch das Feedback in den USA positiv ausgefallen.

„Luce“ soll Ferraris Technologie präsentieren und eine neue Generation vermögender Käufer ansprechen.

Zusammenfassung: Ferrari hat mit dem „Luce“ laut ntv.de bereits Anfang Juli knapp 500 für 2026 geplante Verkäufe erreicht. Das Modell kostet ab 550.000 Euro und soll langfristig etwa 600-mal pro Jahr verkauft werden.

Deutschland verfügt über 204.078 öffentliche Ladepunkte

Deutschland hat den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur weiter vorangetrieben. Wie Quelle: t-online.de unter Berufung auf Zahlen des Energieverbands BDEW und der Bundesnetzagentur berichtet, stehen mittlerweile genau 204.078 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung.

Das entspricht einem Wachstum um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt ist der nächste Ladepunkt laut t-online.de in nur fünf Minuten Fahrzeit erreichbar.

Gleichzeitig bleibt die Auslastung des öffentlichen Netzes niedrig. Die Ladesäulen sind im Schnitt gerade einmal zu zwölf Prozent ausgelastet. Als Grund nennt der Bericht, dass immer mehr Elektroautofahrer zu Hause laden.

Inzwischen gibt es laut t-online.de weit über eine Million private Wallboxen. Vier von fünf Ladevorgängen finden demnach im privaten Umfeld statt. Öffentliche Ladesäulen werden vor allem im Notfall oder auf Langstrecken benötigt.

Auch die Struktur des öffentlichen Netzes wird kritisch betrachtet. Ultraschnelle Ladepunkte ab 150 Kilowatt machen 19 Prozent des Netzes aus, mittlere Schnelllader kommen auf einen Anteil von 6,5 Prozent. Der überwiegende Teil besteht hingegen aus langsamen Normalladern.

KennzahlWert
Öffentliche Ladepunkte204.078
Wachstum gegenüber dem Vorjahr16 Prozent
Durchschnittliche Auslastung12 Prozent
Anteil ultraschneller Lader ab 150 Kilowatt19 Prozent
Anteil mittlerer Schnelllader6,5 Prozent

Für die Betreiber stehen laut t-online.de hohe Investitionen in Pacht, Tiefbau und Technik auf dem Spiel. Wenn nur wenig Strom abgenommen wird, lassen sich diese Ausgaben schwer refinanzieren. Einige Anbieter erhöhen deshalb die Preise, was Autofahrer wiederum stärker zum Laden an der eigenen Wallbox bewegen kann.

Der Bericht verweist zudem auf politische Unsicherheiten. Die Betreiber fordern verlässliche Rahmenbedingungen und dauerhafte Steuervorteile. Die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel sowie Diskussionen über gelockerte CO2-Vorgaben könnten den Umstieg auf Elektromobilität verlangsamen.

Die Bundesregierung hält dennoch am „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ fest. Ziel ist es, noch mehr Ladesäulen in Städten aufzustellen. Die zentrale Herausforderung besteht laut t-online.de inzwischen weniger in der Reichweite als in einer wirtschaftlich sinnvollen Auslastung.

Zusammenfassung: Deutschland verfügt über 204.078 öffentliche Ladepunkte, deren durchschnittliche Auslastung bei zwölf Prozent liegt. Vier von fünf Ladevorgängen finden im privaten Umfeld statt.

Renault kehrt dank Elektroauto-Absatz in die Gewinnzone zurück

Renault ist in den ersten sechs Monaten dank eines starken Geschäfts mit Elektroautos in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach Angaben der Quelle: wiwo.de stieg der Umsatz um 9,4 Prozent auf 30,25 Milliarden Euro.

Unter dem Strich erzielte der französische Autobauer einen Nettogewinn von 700 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Milliardenverlust zu Buche gestanden.

Der Absatz reiner Elektroautos nahm um 47,6 Prozent zu. Damit war jeder fünfte verkaufte Neuwagen des Konzerns ein Elektroauto. Renault-Chef Francois Provost sagte, die Halbjahresergebnisse bestätigten, dass das strategische Modell auch in einem komplexen Umfeld funktioniere.

„Unsere Ergebnisse für das erste Halbjahr bestätigen, dass unser strategisches Modell auch in einem komplexen Umfeld funktioniert“, sagte Konzernchef Francois Provost laut WirtschaftsWoche.

Beim Umsatz und bei der operativen Marge übertraf Renault die Erwartungen der Analysten. Beim Nettogewinn blieb der Konzern dagegen hinter den Prognosen zurück. Die operative Marge sank von 6,0 Prozent im Vorjahr auf 5,2 Prozent, lag damit jedoch über den Erwartungen.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Renault sein Margenziel von 5,5 Prozent. Der Konzern behauptete sich laut WirtschaftsWoche trotz des zunehmenden Preisdrucks durch etablierte Wettbewerber sowie chinesische Anbieter wie BYD und Chery in Europa.

Der gesamte Fahrzeugabsatz ging um 0,4 Prozent zurück. Als Grund werden vor allem Logistikprobleme bei der Billigmarke Dacia zu Beginn des Jahres genannt. Der Fehlbetrag von 11,18 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum war laut wiwo.de maßgeblich durch eine Einmalbelastung aus der Nissan-Beteiligung verursacht worden.

KennzahlWert
Umsatz30,25 Milliarden Euro
Umsatzwachstum9,4 Prozent
Nettogewinn700 Millionen Euro
Wachstum beim Absatz reiner Elektroautos47,6 Prozent
Operative Marge im Vorjahr6,0 Prozent
Operative Marge im Berichtszeitraum5,2 Prozent
Margenziel für 20265,5 Prozent
Veränderung des gesamten Fahrzeugabsatzes-0,4 Prozent

Zusammenfassung: Renault erzielte 700 Millionen Euro Nettogewinn und steigerte den Absatz reiner Elektroautos um 47,6 Prozent. Der Umsatz lag bei 30,25 Milliarden Euro, während das Margenziel für 2026 bei 5,5 Prozent bestätigt wurde.

Fiat Grande Panda Elektro im Leasing ab 59 Euro

Der Fiat Grande Panda Elektro ist laut Quelle: AUTO BILD in einem Leasing-Angebot ab 59 Euro pro Monat erhältlich. Das Angebot läuft über 36 Monate bei einer Fahrleistung von 5000 km pro Jahr.

Zusätzlich fallen Überführungskosten von 1390 Euro an. Als Anzahlung werden 6000 Euro im Zusammenhang mit der E-Prämie genannt. Der Leasingfaktor beträgt 0,19.

Der elektrische Kompakt-SUV verfügt über einen Elektro-Frontantrieb mit 83 kW (113 PS). Die Batterie hat eine Kapazität von 44 kWh, die Reichweite wird mit 320 km angegeben. Zum Antrieb gehört ein Automatikgetriebe.

Das Fahrzeug wird in der Ausstattung „La Prima“ und in der Farbe „Limone Gelb“ angeboten. Beim Innendekor nennt AUTO BILD „Signature – Bambusfaser Blau“. Es handelt sich laut Quelle um einen Lagerwagen.

MerkmalAngabe
Leasingrate59 Euro/Monat
Laufzeit36 Monate
Fahrleistung5000 km/Jahr
Überführungskosten1390 Euro
Anzahlung6000 Euro (E-Prämie)
Leasingfaktor0,19
Leistung83 kW (113 PS)
Batterie44 kWh
Reichweite320 km

Zusammenfassung: Der Fiat Grande Panda Elektro wird bei AUTO BILD ab 59 Euro pro Monat angeboten. Das Leasing umfasst 36 Monate und 5000 km pro Jahr; zusätzlich werden 1390 Euro Überführungskosten und 6000 Euro Anzahlung genannt.

Neue Schnellladesäule in Oberhof soll E-Autos in 20 Minuten laden

Die Stadtwerke Ilmenau haben in Oberhof einen neuen Ladepunkt eingerichtet. Wie Quelle: inSüdthüringen berichtet, soll die E-Ladesäule am 10. August ans Netz gehen.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung war die Anlage noch nicht betriebsbereit. Das Display blieb schwarz, außerdem fehlte das Terminal für die Zahlung mit Kreditkarte.

Der Schnelllader kann zwei Elektroautos gleichzeitig versorgen. Er transportiert 200 Kilowattstunden Strom ins Fahrzeug. Je nach Größe soll die Autobatterie dadurch in rund 20 Minuten zu 80 Prozent gefüllt werden.

Sebastian Heinz, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien, erläuterte den Energiebedarf im Vergleich zum Haushalt. Ein Haushalt benötige rund fünf Kilowattstunden Strom pro Tag, während in eine Autobatterie bis zu 100 Kilowattstunden passten.

MerkmalAngabe
Geplanter Netzstart10. August
Gleichzeitig ladbare Fahrzeuge2 E-Autos
Übertragene Strommenge200 Kilowattstunden
Ladeziel80 Prozent
Ladezeitrund 20 Minuten
Strombedarf eines Haushalts pro Tagrund fünf Kilowattstunden
Kapazität einer Autobatteriebis zu 100 Kilowattstunden

Zusammenfassung: Die neue Schnellladesäule in Oberhof soll ab dem 10. August zwei Elektroautos gleichzeitig laden können. Je nach Batteriegröße soll eine Ladung auf 80 Prozent in rund 20 Minuten möglich sein.

Solarky Sun V: Elektro-Kleinwagen für rund 8.000 Euro

Der Sun V des chinesischen Herstellers Solarky ist laut Quelle: Netzwelt bereits erhältlich. In Ländern wie Thailand, Indonesien und Südafrika kostet der kompakte Elektro-Kleinwagen umgerechnet rund 8.000 Euro.

Das Fahrzeug soll seinen Strom teilweise über ein ausfahrbares Solardach erzeugen. Die Solarzelle bildet im ausgefahrenen Zustand eine Fläche von 3,2 Quadratmeter und lädt die integrierte Batterie mit 10,2 kWh.

Der Hersteller verspricht an einem perfekten Sonnentag eine zusätzliche Reichweite von bis zu 55 Kilometern. In Mitteleuropa und Deutschland dürfte der Ertrag laut Netzwelt jedoch deutlich niedriger ausfallen, vor allem in den Wintermonaten.

Der Sun V ist 3,15 Meter lang und wurde als leichter Kleinwagen für den Stadtverkehr entwickelt. Die offizielle Reichweite beträgt 151 Kilometer nach NEDC-Norm; realistisch seien eher 90 bis 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h.

Der Wagen verfügt über einen 20 PS starken Antrieb. Die Solarfläche lässt sich im Stand ausfahren. Dadurch kann das Fahrzeug unter Umständen vollständig auf das externe Laden über eine Steckdose oder einen Ladepunkt verzichten.

MerkmalAngabe
Preisumgerechnet rund 8.000 Euro
Länge3,15 Meter
Offizielle Reichweite151 Kilometer
Realistische Reichweite laut Quelle90 bis 100 Kilometer
Höchstgeschwindigkeit80 km/h
Solarfläche3,2 Quadratmeter
Batterie10,2 kWh
Zusätzliche Reichweite durch Solarenergiebis zu 55 Kilometer
Motorleistung20 PS

Der Sun V wird bislang vor allem in Thailand, Indonesien und Südafrika eingesetzt. Solarky kündigt laut Netzwelt an, das Fahrzeug künftig auch in weiteren Ländern anbieten zu wollen.

Ob der Kleinwagen nach Europa oder Deutschland kommt, ist offen. Strengere Zulassungs- und Sicherheitsanforderungen könnten eine Einführung erschweren. Netzwelt bewertet das Konzept als geeignet für alltägliche Stadtfahrten und Pendelstrecken, da viele Fahrten auch in Europa nicht über die 50-Kilometer-Marke pro Tag hinausgingen.

Zusammenfassung: Der Sun V kostet in den genannten Märkten umgerechnet rund 8.000 Euro und bietet ein ausfahrbares Solardach mit 3,2 Quadratmeter Fläche. Die Solarzellen sollen bis zu 55 zusätzliche Kilometer pro Tag erzeugen; eine Einführung in Europa und Deutschland ist offen.

Quellen: