Elektromobilität wächst: Fakten, neue Anwendungen und Trends im Überblick
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Die Artikel beleuchten Fakten zur Elektromobilität, elektrifizierte Kühltransporte bei Emmi und eine E-Mobilitätsmesse in Fulda mit Probefahrten.
Elektromobilität im Faktencheck: Zwischen politischer Debatte und Marktentwicklung
Die WirtschaftsWoche setzt sich mit einem älteren Video der AfD-Bundestagsfraktion auseinander, das unter dem Titel „Das Märchen der Elektromobilität“ verbreitet wird. Der Beitrag kritisiert, dass darin Elektroautos Positionen zugeschrieben würden, die von Befürwortern der Elektromobilität nicht vertreten würden – etwa die Vorstellung, Elektroautos könnten „all unsere Energie- und Umweltprobleme lösen“.
Als zentrale Umweltprobleme nennt die WirtschaftsWoche Artensterben, Abholzung, Meeresverschmutzung, Wasserknappheit und Bodenerosion. Der positive Einfluss der E-Mobilität auf diese Bereiche sei demnach „winzig oder nicht existent“; beim Klimaschutz seien Elektroautos jedoch ein Baustein unter mehreren notwendigen Maßnahmen.
Die Darstellung eines vollständigen Verschwindens aller Verbrenner von deutschen Straßen bereits im Jahr 2038 weist die WirtschaftsWoche zurück. In der Europäischen Union gebe es ein „Verbrenner-Aus“ für das Jahr 2035, das voraussichtlich nur für 90 Prozent der dann verkauften Neuwagen gelte. Autofahrer könnten daher mindestens bis 2035 noch einen neuen Verbrenner kaufen und diesen bis 2050 fahren.
Auch die im Video beschriebene Belastung des Stromnetzes durch zwei Millionen gleichzeitig ladende Elektroautos wird im Beitrag als unrealistisch bezeichnet. Der ADAC komme zu dem Ergebnis, dass zwei Millionen E-Fahrzeuge den Strombedarf in Deutschland um etwa 1 Prozent erhöhen. Die Netzlast schwanke im Tagesverlauf zwischen rund 40 und 80 Gigawatt, zudem könnten E-Auto-Anschlüsse laut Gesetz heruntergeregelt werden.
Die WirtschaftsWoche bezeichnet die angenommene Steigerung auf 400 Gigawatt als „Hirngespinst“. Eine solche Leistung liege deutlich über dem, was die gesamte EU auch bei Nachfragespitzen benötige.
Beim Umweltvergleich beruft sich die WirtschaftsWoche auf das Umweltbundesamt. Danach senken Elektroautos die Treibhausgasemissionen gegenüber Benzinern oder Dieseln über den gesamten Lebenszyklus um 25 bis 50 Prozent. Bei der Nutzung von reinem Ökostrom liege die Reduktion bei 50 bis 80 Prozent.
Für eine Aktualisierung verweist der Beitrag auf die Entwicklung der europäischen Fahrzeugverkäufe. Im Juli 2025 wurden in der EU 388.000 Verbrenner verkauft, im Juli 2026 noch 302.000. Die rein elektrischen Autos legten im gleichen Zeitraum um 51 Prozent auf 280.000 zu.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Verbrenner-Verkäufe in der EU im Juli 2025 | 388.000 |
| Verbrenner-Verkäufe in der EU im Juli 2026 | 302.000 |
| Rückgang der Verbrenner-Verkäufe | 22 Prozent |
| Rein elektrische Autos im Juli 2026 | 280.000 |
| Zusätzlicher Strombedarf durch zwei Millionen E-Fahrzeuge laut ADAC | etwa 1 Prozent |
| Lebenszyklus-Reduktion der Treibhausgasemissionen gegenüber Benzinern oder Dieseln | 25 bis 50 Prozent |
| Reduktion bei reinem Ökostrom | 50 bis 80 Prozent |
Auch die deutschen Hersteller spielen laut WirtschaftsWoche eine wichtige Rolle im Elektroautomarkt. Von den zehn meistverkauften rein elektrischen Modellen kamen im Juli sieben von einem deutschen Hersteller. Das Model Y stamme zwar nicht von einem deutschen Hersteller, werde aber in der deutschen Tesla-Fabrik in Grünheide produziert.
Bei BMW entfielen inzwischen 33 Prozent des Absatzes auf reine E-Autos, bei Mercedes 27 Prozent und bei VW 21 Prozent. Der Anteil reiner Benziner und Diesel lag bei BMW bei 14 Prozent, bei Mercedes bei 16 Prozent und bei Volkswagen bei 41 Prozent. Toyota kommt laut Beitrag auf drei Prozent; alle anderen verkauften Toyota-Autos hätten nur oder auch einen Elektromotor.
„Das Märchen der Elektromobilität“ wird von der WirtschaftsWoche als Beispiel für eine politische Darstellung kritisiert, die die Position des Gegenübers zunächst überzeichnet und anschließend widerlegt.
Zusammenfassung: Die WirtschaftsWoche stellt politische Aussagen zur Elektromobilität den Angaben des ADAC, des Umweltbundesamtes und aktuellen Verkaufsdaten aus der EU gegenüber. Im Mittelpunkt stehen die Stromnetzbelastung, die Lebenszyklus-Emissionen sowie die steigenden Elektroauto-Verkäufe im Juli 2026.
Emmi testet elektrifizierte Kühlanhänger im regulären Betrieb
Das Schweizer Molkereiunternehmen Emmi Schweiz AG hat drei elektrifizierte Kühlanhänger mit Batteriesystemen von Nivalis Energy Europe in Betrieb genommen. Nach Angaben von Logistik Heute sollen die Fahrzeuge dazu beitragen, die Emissionen der temperaturgeführten Transportflotte weiter zu reduzieren.
Die Anhänger sind auf regulären Verteiltouren gemeinsam mit einem E-Lkw im Einsatz. Das eigene Batteriesystem elektrifiziert die energieintensiven Kühlaggregate, sodass die Reichweite des E-Lkw für den Antrieb erhalten bleibt und der Kühlanhänger ohne Dieselverbrauch betrieben werden kann.
Der Einsatz liefert Emmi unter realen Betriebsbedingungen Daten zu Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Betriebsleistung. Das Unternehmen beliefert über ein temperaturgeführtes Vertriebsnetz große Einzelhändler, Großhändler und Gastronomiekunden in der gesamten Schweiz mit Milch, Käse, Joghurt und weiteren gekühlten Produkten.
Jeder der neuen elektrifizierten Anhänger legt nach Anbieterangaben durchschnittlich zwischen 200 und 400 Kilometer pro Tag zurück. Die Kühlaggregate sind auf den regulären Verteiltouren täglich etwa sechs bis zehn Stunden in Betrieb.
Bei einem konventionellen Kühlanhänger übernimmt ein separates dieselbetriebenes Kühlaggregat die Transportkühlung. Die Nivalis-Plattform versorgt das Aggregat dagegen über ein eigenes Batteriesystem mit Energie. Dadurch soll die Transportkühlung keinen Einfluss auf die Reichweite des E-Lkw haben; zugleich könne die gesamte Lkw-Anhänger-Kombination geräuscharm und emissionsfrei betrieben werden.
Die Plattform ist modular aufgebaut und kann laut Anbieter mit Batterie-, Solar- und Rekuperationstechnologien kombiniert werden. Die für Emmi bestimmten, von der Ackermann Fahrzeugbau AG hergestellten Anhänger wurden mit der batterieelektrischen Kühlplattform von Nivalis und sieben Solarmodulen auf dem Dach ausgestattet.
Für die urbanen Verteiltouren sei keine Rekuperationsachse erforderlich. Zum Einsatz kommt das neueste Modell des Mitsubishi-Kühlaggregats „TEU1300SA“, das auf das Einsatzprofil der Touren abgestimmt wurde.
„Nachhaltigkeit und betriebliche Leistungsfähigkeit müssen bei Emmi Hand in Hand gehen“, sagt Stefan Leyers, Leiter Fahrzeugmanagement bei Emmi Schweiz AG. Seit der Aufnahme des regulären Betriebs im Juni hätten die Anhänger zuverlässig funktioniert; mit den bisherigen Ergebnissen sei man sehr zufrieden.
Logistik Heute bezeichnet den Einsatz als wichtigen Meilenstein für Emmis langfristiges Ziel, die eigenen Logistikprozesse weiter zu elektrifizieren. Parallel zum Test der Kühlanhänger erweitert das Unternehmen den Einsatz vollelektrischer Lkw, um langfristig eine nachhaltigere Kühltransportflotte aufzubauen.
Nivalis-Vizepräsident Pavel Gilman betont, dass sich Elektrifizierung nur dann in großem Maßstab durchsetzen könne, wenn sie sich in bestehende Flottenabläufe integriere. Die modulare Plattform solle Kunden ermöglichen, die Transportkühlung an ihre jeweiligen Betriebsabläufe anzupassen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Anzahl elektrifizierter Kühlanhänger | drei |
| Durchschnittliche Tagesleistung je Anhänger | zwischen 200 und 400 Kilometer |
| Tägliche Betriebszeit der Kühlaggregate | etwa sechs bis zehn Stunden |
| Solarmodule je Anhänger | sieben |
| Aufnahme des regulären Betriebs | Juni |
| Kühlaggregat | Mitsubishi „TEU1300SA“ |
Zusammenfassung: Emmi erprobt drei elektrifizierte Kühlanhänger im täglichen Verteilerverkehr. Batteriesystem, Solarmodule und ein elektrisches Kühlaggregat sollen den Dieselverbrauch der Transportkühlung vermeiden, ohne die Reichweite des E-Lkw zu verringern.
E-Zukunftsmesse in Fulda setzt auf Probefahrten und Erfahrungsaustausch
Die E-Zukunftsmesse zu E-Mobilität und erneuerbaren Energien findet vom 18. bis zum 20. September auf dem Messegelände in Fulda statt. Osthessen|News berichtet, dass Unternehmen ihre Technologien nicht nur ausstellen, sondern Besucherinnen und Besuchern auch zum Ausprobieren anbieten.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem smarte Energiesysteme, vollelektrische Fahrzeuge sowie die Nutzung und Speicherung regenerativer Energie. Ein Schwerpunkt des Messewochenendes sind die E-Auto-Probefahrten, bei denen Besucher elektrische Mobilität praktisch erleben können.
Begleitet wird die Messe von einem elektrischen Community-Event. Mehr als tausend E-Mobilisten sollen mit ihren privaten Fahrzeugen verschiedener Hersteller vor Ort sein und der lokalen Bevölkerung aus erster Hand über ihre praktischen Erfahrungen berichten.
Der direkte Austausch zwischen der elektrischen Community und der Bevölkerung steht laut Osthessen|News im Zentrum der Veranstaltung. Die Messe soll einen praxisnahen Zugang zur E-Mobilität ermöglichen und den Zusammenhang zwischen moderner Mobilität sowie nachhaltigem Denken und Handeln zeigen.
Auch das Rahmenprogramm ist familienfreundlich angelegt. Für das leibliche Wohl sorgen Streetfood-Angebote; zum Catering-Team gehört unter anderem der von YouTube bekannte „Pommes-Män“. Außerdem wird eine Tee- und Kaffee-Flatrate angeboten.
| Veranstaltungsmerkmal | Angabe |
|---|---|
| Veranstaltungsort | Fulda |
| Veranstaltungszeitraum | 18. bis zum 20. September |
| Dauer | Drei Tage |
| Teilnehmende private E-Mobilisten | Mehr als tausend |
| Eintritt für alle drei Tage | zehn Euro |
| Ermäßigter Eintritt | fünf Euro |
| Eintritt für Kinder bis zwölf Jahre | kostenlos |
Zusammenfassung: In Fulda verbindet die E-Zukunftsmesse vom 18. bis zum 20. September Fahrzeugausstellungen, Probefahrten, Energietechnik und den Austausch mit mehr als tausend privaten E-Mobilisten. Der Eintritt für alle drei Tage beträgt zehn Euro, ermäßigt fünf Euro; Kinder bis zwölf Jahre können kostenlos teilnehmen.
Ladeparkbetreiber eröffnet neue Stationen und blickt auf weitere Standorte
Der Aktionär berichtet über einen Ladeparkbetreiber, der vom steigenden Bedarf an schnellen und zuverlässigen Ladepunkten in Europa profitieren soll. Der Anbieter habe sich mit auffälligen Ladeparks an Autobahnen und wichtigen Verkehrsachsen eine starke Ausgangsposition geschaffen.
Im ersten Halbjahr eröffnete das Unternehmen 28 neue Stationen. Gleichzeitig stieg der Ladeumsatz um 40 Prozent. Besonders deutlich fällt laut Der Aktionär die Entwicklung des Umsatzes je Station aus: Dieser habe sich seit 2022 mehr als verdoppelt.
Der Beitrag sieht darin eine steigende Produktivität des bestehenden Netzes. Die Kostenbasis wachse langsamer als die Erlöse, auch wenn der weitere Ausbau weiterhin viel Geld erfordere.
Zusätzliche Chancen könnten sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf ergeben. Schnellladeangebote an bewirtschafteten Autobahnraststätten müssen künftig wettbewerblich ausgeschrieben werden. Dadurch könnte der Betreiber perspektivisch Zugang zu rund 360 attraktiven Standorten erhalten, sofern er die Ausschreibungen für sich entscheidet.
Das Unternehmen verfolgt das Ziel, sein Netz bis 2030 auf 1.000 Schnellladestationen auszubauen. Der Aktionär wertet die Halbjahreszahlen als Hinweis auf einen möglichen Wendepunkt, weil die Erlöse schneller als die Kostenbasis stiegen.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Neue Stationen im ersten Halbjahr | 28 |
| Steigerung des Ladeumsatzes | 40 Prozent |
| Entwicklung des Umsatzes pro Station seit 2022 | mehr als verdoppelt |
| Perspektivisch mögliche zusätzliche Standorte | rund 360 |
| Ziel für das Netz bis 2030 | 1.000 Schnellladestationen |
Der Aktionär bezeichnet die Aktie als spannende Wette auf die Zukunft der E-Mobilität in Deutschland und Europa. Der Beitrag stellt zugleich klar, dass der weitere Ausbau kapitalintensiv bleibt und die zusätzlichen Standorte erst über Ausschreibungen gewonnen werden müssten.
Zusammenfassung: Der Ladeparkbetreiber baute im ersten Halbjahr 28 neue Stationen und erhöhte den Ladeumsatz um 40 Prozent. Bis 2030 soll das Netz auf 1.000 Schnellladestationen wachsen; ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf könnte perspektivisch den Zugang zu rund 360 weiteren Standorten ermöglichen.
VW ID. Up soll Einstieg in die E-Mobilität günstiger machen
WinFuture berichtet über den VW ID. Up, der als neues Elektroauto für 20.000 Euro positioniert wird. Das Modell soll einen günstigen Einstieg in die E-Mobilität ermöglichen.
Als technische und strategische Stichworte nennt WinFuture die MEB+, Kosteneffizienz, die Bezeichnung ID. Up statt ID.1 sowie eine Software-Partnerschaft mit Rivian. Das Fahrzeug wird dabei im Zusammenhang mit Wettbewerb und dem richtigen Timing im Elektroautomarkt eingeordnet.
Zusammenfassung: Der VW ID. Up wird von WinFuture als Elektroauto für 20.000 Euro vorgestellt. Im Fokus stehen ein günstiger Einstieg, die MEB+, Kosteneffizienz, die Namensstrategie und die Software-Partnerschaft mit Rivian.
Nagolder Spediteur stellt Teile der Flotte auf Elektromobilität um
Der Schwarzwälder Bote berichtet in seinem Karikaturen-Rückblick über den Nagolder Spediteur Christian Stickel, der große Teile seiner Flotte auf Elektromobilität umstellt. In der Zusammenfassung wird der Betrieb als günstiger beschrieben.
Christian Stickel hält Elektromotoren nach Angaben des Schwarzwälder Boten inzwischen für technisch ausgereift und im Betrieb günstiger. In seiner Branche gilt er damit als Pionier; für die Umstellung sei auch seine Tochter ein Stück weit verantwortlich.
Die Entwicklung wird im Beitrag als offener Ausgang dargestellt. Ob sich die Einschätzung am Ende bestätigt, werde sich zeigen.
Zusammenfassung: Ein Nagolder Spediteur setzt bei großen Teilen seiner Flotte auf Elektromobilität. Als Gründe werden die technische Reife und günstigere Betriebskosten der Elektromotoren genannt.
Quellen:
- E-Autos aus Deutschland: Das Märchen der AfD über die Elektromobilität
- Elektromobilität: Emmi testet elektrifizierte Kühlhängertechnologie von Nivalis
- E-Mobilität zum Anfassen: Messewochenende mit starken Highlights
- E-Mobility: Diese unbekannte Aktie steht vor dem Wendepunkt
- VW ID. Up als Preisbrecher: Neues Elektroauto für 20.000 Euro
- Kurioses aus der Region: Geheimtür im Rathaus und E-Mobilität – die Themen der Woche in Karikaturen