BYD, Suzuki und VW planen günstige Elektro-Kleinwagen für Europa
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: BYD und Suzuki planen günstige Elektro-Kleinstwagen für Europa, die mit Preisen unter 20.000 Euro etablierte Hersteller unter Druck setzen könnten.
BYD und Suzuki nehmen Europas Kleinstwagenmarkt ins Visier
Der europäische Markt für kleine Elektroautos könnte in den kommenden Jahren deutlich stärker unter Druck geraten. BYD prüft laut heise online den Einsatz seiner Technik aus dem japanischen Kei-Car Racco für eine globale Kleinwagen-Baureihe, während Suzuki laut VISION mobility ein elektrisches Kei-Car ab 2027 nach Europa bringen könnte.
BYD plant globale Kleinwagen-Technik mit X-PACK
BYD will nach Angaben von heise online die im Racco eingesetzte, hochintegrierte E-Auto-Technik als Grundlage für eine globale Kleinwagen-Baureihe verwenden. Das sogenannte X-PACK fasst zentrale Antriebskomponenten direkt im Batteriegehäuse zusammen und soll dadurch kompaktere sowie günstigere Fahrzeuge ermöglichen.
Laut einer technischen Analyse integriert X-PACK zehn Komponenten. Dazu gehören unter anderem der Inverter, der DC-DC-Wandler, der Onboard-Lader, das Batteriemanagementsystem, das Klimasteuergerät und die zentrale Fahrzeugsteuereinheit. BYD verbaut das System unter dem Fahrzeugboden, wodurch mehr Platz für Passagiere und eine bessere Crashstruktur im Frontbereich entstehen sollen.
Als technische Basis dient die Blade Battery mit LFP-Zellchemie. Der Racco misst 339 × 148 × 180 Zentimeter. In der teureren Variante verfügt das Kei-Car über einen 35,84-kWh-Akku, 320 Kilometer WLTC-Reichweite und 50-kW-DC-Schnellladen.
Der Listenpreis des Racco beginnt laut heise online bei umgerechnet rund 11.600 Euro. Nach Abzug einer japanischen Regierungssubvention liegt der Preis unter 2 Millionen Yen, was knapp 11.000 Euro entspricht. In den ersten zwei Wochen nach dem Verkaufsstart am 28. Juli 2026 gingen 1002 Bestellungen ein und übertrafen damit das interne Ziel.
| Merkmal | BYD Racco |
|---|---|
| Abmessungen | 339 × 148 × 180 Zentimeter |
| Akku | 35,84 kWh |
| Reichweite | 320 Kilometer WLTC |
| Schnellladen | 50 kW DC |
| Listenpreis | umgerechnet rund 11.600 Euro |
| Preis nach Subvention | unter 2 Millionen Yen, knapp 11.000 Euro |
| Bestellungen | 1002 in den ersten zwei Wochen |
Infobox: BYD möchte X-PACK innerhalb weniger Jahre für eine globale Kleinwagen-Baureihe weiterentwickeln. Als mögliche Zielmärkte nennt der Bericht Europa, Südostasien und Südamerika.
Europäische Kleinwagenkategorie könnte BYD den Markteintritt erleichtern
Für BYD könnte eine von der EU-Kommission Ende 2025 vorgeschlagene Subkategorie mit der Bezeichnung „M1E“ ein möglicher Türöffner sein. Vorgesehen sind Fahrzeuge mit maximal 4,2 Metern Länge, E-Antrieb und vollständiger Sicherheitsausstattung.
Wenn solche Fahrzeuge in der EU produziert werden, sollen sie bei Subventionen und regulatorischen Anforderungen bevorzugt behandelt werden. BYD erwägt laut heise online, X-PACK-basierte Kleinwagen in seinem Werk in Ungarn zu fertigen, dessen Produktionsstart für 2026 angekündigt ist.
Eine Produktion in Europa könnte außerdem die zusätzlichen EU-Zölle auf aus China importierte Elektroautos umgehen. Die europäische Längengrenze von 4,2 Metern liegt deutlich über den japanischen 3,4 Metern. Dadurch könnte ein angepasstes Europa-Modell bei vergleichbarer Technik mehr Innenraum oder größere Batterien erhalten.
Reichweiten im Bereich von 250 bis 350 Kilometern nach WLTP wären laut heise online damit realistisch. Konkrete Preise und einen Termin für die Markteinführung eines europäischen BYD-Kleinwagens hat das Unternehmen bislang nicht genannt.
Infobox: BYD könnte von einer europäischen Kleinstwagenkategorie und einer Fertigung in Ungarn profitieren. Für ein mögliches Europa-Modell wurden bisher weder ein konkreter Preis noch ein Markteinführungstermin genannt.
Preislicher Angriff auf VW, Renault und Stellantis
Ein X-PACK-Kleinwagen könnte den europäischen Markt vor allem über den Preis verändern. Der Renault Twingo E-Tech startet laut heise online bei 19.990 Euro und bietet 262 Kilometer WLTP-Reichweite.
Der VW ID. Polo ist ab 33.795 Euro erhältlich; eine günstigere Basisversion für 24.995 Euro soll folgen. Auch Modelle von Stellantis, darunter der Citroën e-C3, bewegen sich in ähnlichen Preisregionen.
Selbst wenn BYD den japanischen Listenpreis nicht unverändert nach Europa übertragen kann, hält heise online eine Positionierung deutlich unter 20.000 Euro für plausibel. In diesem Preisbereich befinden sich bislang vor allem Verbrenner-Kleinwagen.
Der mögliche BYD-Mini könnte damit europäische Hersteller zu einer schnelleren Entwicklung günstiger Stadt-Elektroautos zwingen. Auch für bereits in Europa aktive chinesische Marken wie MG könnte ein solches Modell einen neuen Maßstab im unteren Preissegment setzen.
| Modell | Preis | Reichweite |
|---|---|---|
| Renault Twingo E-Tech | 19.990 Euro | 262 Kilometer WLTP |
| VW ID. Polo | 33.795 Euro | nicht genannt |
| VW ID. Polo Basisversion | 24.995 Euro geplant | nicht genannt |
| BYD-Kleinwagen | deutlich unter 20.000 Euro plausibel | 250 bis 350 Kilometer WLTP realistisch |
BYD untermauert seine internationalen Ambitionen mit Unternehmenszahlen. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte der Konzern einen Umsatz von 344,82 Milliarden Yuan, knapp 43 Milliarden Euro; der Auslandsanteil lag mit 52,57 Prozent erstmals über der Hälfte des Gesamtumsatzes.
Infobox: Ein möglicher BYD-Kleinwagen könnte mit einem Preis deutlich unter 20.000 Euro in einen Bereich vorstoßen, der bislang überwiegend von Verbrennern besetzt ist. BYD hat für Europa bisher jedoch keine konkreten Preise oder Markteinführungstermine bestätigt.
Suzuki prüft elektrisches Kei-Car für Europa
Suzuki könnte sein europäisches Angebot ab 2027 um einen elektrischen Kleinstwagen erweitern. Nach einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“, den VISION mobility aufgreift, plant der Hersteller den Export eines elektrischen Kei-Cars aus Japan nach Europa.
Zu den ersten Märkten könnten Großbritannien und Italien gehören. Eine offizielle Bestätigung für den Europa-Start 2027 liegt laut VISION mobility bislang nicht vor.
Als technische Basis kommt die Studie Vision e-Sky infrage. Suzuki hatte das batterieelektrische Kei-Car auf der Japan Mobility Show 2025 vorgestellt. Das Konzept ist 3.395 Millimeter lang, 1.475 Millimeter breit und 1.625 Millimeter hoch; die Reichweite gibt Suzuki mit mehr als 270 Kilometern an.
| Merkmal | Suzuki Vision e-Sky |
|---|---|
| Länge | 3.395 Millimeter |
| Breite | 1.475 Millimeter |
| Höhe | 1.625 Millimeter |
| Reichweite | mehr als 270 Kilometer |
Infobox: Suzuki erwägt einen Europa-Export des elektrischen Kei-Cars. Als mögliche technische Grundlage gilt die Studie Vision e-Sky mit mehr als 270 Kilometern Reichweite.
Produktion in Japan und möglicher Preis unter 20.000 Pfund
Nach dem von VISION mobility wiedergegebenen „Nikkei“-Bericht soll die Produktion im Suzuki-Werk Kosai in der Präfektur Shizuoka im Geschäftsjahr 2026 beginnen. Für einen Export nach Europa wären Anpassungen an die dort geltenden Zulassungs- und Sicherheitsvorschriften erforderlich.
Für Großbritannien wird laut „Nikkei“ und der Nachrichtenagentur Reuters ein erwarteter Preis von weniger als 20.000 Pfund genannt. Im Ausgangsbericht entspricht dies rund 23.400 Euro.
Das elektrische Modell würde unterhalb des 4.275 Millimeter langen e-Vitara positioniert. Der e-Vitara kam 2025 als erstes rein elektrisches Serienfahrzeug der Marke auf den Markt.
Suzuki setzt in seiner veröffentlichten Technologieplanung auf kompakte Elektroantriebe sowie kleine und leichte Batterien. Konkrete technische Spezifikationen einer europäischen Version des Vision e-Sky lassen sich daraus laut VISION mobility jedoch nicht ableiten.
Infobox: Für Großbritannien steht ein Preis von weniger als 20.000 Pfund im Raum, im Ausgangsbericht rund 23.400 Euro. Technische Daten, Batteriegröße, Ladeleistung und europäische Reichweitenangaben des Serienmodells sind noch nicht bekannt.
ZAK baut Elektromobilität im Fuhrpark aus
Die Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern, kurz ZAK, setzt laut Die Rheinpfalz zunehmend auf Elektromobilität. Als ein Grund werden die hohen Spritkosten genannt, die sich bei den Fahrzeugen des Unternehmens bemerkbar machen.
Der Fuhrpark umfasst insgesamt 83 Fahrzeuge, darunter auch selbstfahrende Arbeitsgeräte. Die Fahrzeuge sind im Kapiteltal und auf der Straße unterwegs, unter anderem bei Fahrten zum Müllheizkraftwerk.
Die Elektromobilität bei der ZAK schreitet laut Die Rheinpfalz aus mehreren Gründen voran. Der hohe Spritpreis ist dabei nur ein Faktor.
Infobox: Die ZAK verfügt über 83 Fahrzeuge einschließlich selbstfahrender Arbeitsgeräte. Hohe Spritkosten gehören zu den Gründen für den Ausbau der Elektromobilität.
TUM stellt EU-Klimarechnung für Elektroautos infrage
Eine Untersuchung der Technischen Universität München kommt laut ingenieur.de zu dem Ergebnis, dass batterieelektrische Fahrzeuge ihre CO₂-Belastung gegenüber vergleichbaren Verbrennern im Mittel um 41 Prozent reduzieren. Eine über den gesamten Lebenszyklus klimaneutrale Mobilität lasse sich daraus jedoch nicht ableiten.
Für die Untersuchung wurden 19 wissenschaftliche Studien mit insgesamt 47 Szenarien ausgewertet. Berücksichtigt wurde der gesamte Lebenszyklus eines Fahrzeugs – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Nutzung bis zum Recycling.
Die TUM kritisiert insbesondere die europäische Einstufung von batterieelektrischen Fahrzeugen mit 0 g CO₂/km. Dieser Wert bezieht sich auf die direkten Emissionen während des Fahrzeugbetriebs. Emissionen aus Batterieproduktion, Stahlherstellung, Stromerzeugung und Recycling werden in diesem Flottenwert nicht unmittelbar berücksichtigt.
„substanziellen Fehlsteuerung der Europäischen Politik in ihrer Klimastrategie“ – TUM-Präsident Thomas Hofmann, zitiert von ingenieur.de
Infobox: Die TUM-Analyse ermittelt im Mittel 41 Prozent weniger CO₂ für BEV gegenüber vergleichbaren Verbrennern. Grundlage sind 19 Studien und 47 Szenarien über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus.
Unterschiedliche Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen
Die TUM-Zahl von 41 Prozent steht einem Ergebnis des International Council on Clean Transportation gegenüber. Laut der von ingenieur.de genannten ICCT-Lebenszyklusanalyse verursacht ein heute in Europa verkauftes batterieelektrisches Mittelklassefahrzeug rund 63 g CO₂-Äquivalente pro Kilometer.
Für einen vergleichbaren Benziner werden 235 g CO₂e/km angesetzt. Daraus ergibt sich laut ICCT eine Reduktion von rund 73 Prozent. Der zusätzliche CO₂-Aufwand der Batterieproduktion sei unter den zugrunde gelegten Bedingungen bereits nach etwa 17.000 Kilometern ausgeglichen.
| Quelle beziehungsweise Fahrzeugtyp | CO₂-Wert oder Einsparung |
|---|---|
| TUM-Auswertung | 41 Prozent weniger CO₂ im Mittel |
| BEV laut ICCT | rund 63 g CO₂-Äquivalente pro Kilometer |
| Vergleichbarer Benziner laut ICCT | 235 g CO₂e/km |
| ICCT-Reduktion | rund 73 Prozent |
| Ausgleich des Batterie-Mehraufwands laut ICCT | etwa 17.000 Kilometer |
Die beiden Ergebnisse sind laut ingenieur.de nicht unmittelbar gegeneinander auszuspielen. Die TUM wertet unterschiedliche Studien, Strommixe, Produktionsbedingungen und Fahrzeugtypen aus, während das ICCT gezielt heute in Europa verkaufte Fahrzeuge und die erwartete Entwicklung des europäischen Stromsystems betrachtet.
Aus der TUM-Zahl lässt sich nicht ableiten, dass Elektroautos klimaschädlicher als Verbrenner sind. Auch die ermittelten 41 Prozent bedeuten, dass ein BEV im Mittel weniger CO₂ verursacht, allerdings nicht 100 Prozent weniger.
Infobox: TUM und ICCT kommen aufgrund unterschiedlicher Annahmen zu 41 Prozent beziehungsweise rund 73 Prozent CO₂-Reduktion. Beide Darstellungen bestätigen laut ingenieur.de einen Klimavorteil von Elektroautos gegenüber Verbrennern, unterscheiden sich aber bei dessen Höhe.
EU-Regeln und mögliche Anpassungen ab 2035
Nach der derzeit geltenden EU-Regelung gilt ab 2035 ein Flottenziel von 0 g CO₂/km. Dies entspricht einer rechnerischen Reduktion der direkten Flottenemissionen um 100 Prozent. Batterieelektrische Fahrzeuge erfüllen dieses Ziel, weil am Fahrzeug während der Fahrt kein CO₂ ausgestoßen wird.
Die EU-Kommission schlug im Ende 2025 vorgestellten Automotive Package vor, das bisherige 100-Prozent-Ziel für 2035 auf ein 90-Prozent-Ziel für direkte CO₂-Emissionen abzusenken. Die verbleibenden 10 Prozent sollen unter anderem über CO₂-armen Stahl aus europäischer Produktion sowie über E-Fuels und Biokraftstoffe kompensiert werden können.
Der Vorschlag ist laut ingenieur.de noch kein geltendes Recht. Weiterhin gilt die Vorgabe einer 100-Prozent-Reduktion beziehungsweise von 0 g CO₂/km für Neuwagen ab 2035.
Sollte die geplante Lockerung umgesetzt werden, könnten Plug-in-Hybride, Fahrzeuge mit Range Extender und bestimmte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor über 2035 hinaus eine Rolle spielen. Die Kommission verbindet dies mit mehr Flexibilität und technologischer Neutralität.
Die TUM-Studie rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, ob künftig nicht nur der Antrieb, sondern auch Batteriegröße, Produktionsstandort, Strommix, Recycling sowie die Herstellung von Stahl und Aluminium stärker in die Fahrzeugbewertung einfließen sollen.
„Es braucht dringend das echte Aus vom Verbrenner-Aus der EU. Das belegt jetzt auch die Wissenschaft“, sagte Markus Söder laut ingenieur.de gegenüber der Bild-Zeitung.
Infobox: Aktuell gilt ab 2035 weiterhin die Vorgabe von 0 g CO₂/km beziehungsweise einer 100-Prozent-Reduktion der direkten Flottenemissionen. Ein Ende 2025 vorgestellter Vorschlag der EU-Kommission sieht stattdessen ein 90-Prozent-Ziel mit Kompensationsmöglichkeiten für die verbleibenden 10 Prozent vor.
VW ID.Up soll 2027 für 20.000 Euro starten
Volkswagen plant laut GameStar ein elektrisches Einstiegsmodell unter dem Namen ID.Up. Das Fahrzeug soll 2027 auf den Markt kommen und rund 20.000 Euro kosten.
Wie das spanische Fachportal Motor.es berichtet, soll der kompakte Stadtwagen im September 2027 auf der IAA in München offiziell vorgestellt werden. Volkswagen nennt dem Bericht zufolge eine Reichweite von mindestens 250 Kilometern.
Für den angestrebten Preis soll der ID.Up auf einen kostengünstigen LFP-Akku mit knapp unter 40 kWh Kapazität setzen. Die Höchstgeschwindigkeit wird voraussichtlich bei 130 km/h liegen.
| Merkmal | VW ID.Up |
|---|---|
| Geplanter Preis | 20.000 Euro |
| Geplante Vorstellung | September 2027 auf der IAA in München |
| Reichweite | mindestens 250 Kilometer |
| Akku | knapp unter 40 kWh, LFP |
| Höchstgeschwindigkeit | voraussichtlich 130 km/h |
Technologisch soll der ID.Up von der neuen Software-Architektur profitieren, die Volkswagen im Rahmen des Joint Ventures mit Rivian entwickelt. Für die Produktion sollen Komponenten der Modularen E-Antriebs-Baukasten+-Plattform verwendet werden, darunter die Hinterachse des kommenden ID.Polo.
Gefertigt werden soll das Einstiegsmodell Berichten zufolge ab 2027 in Portugal. Der ID.Up soll preislich und bei den Abmessungen unter dem für 2026 erwarteten ID.Polo liegen, der bei knapp 25.000 Euro starten soll.
Infobox: Der VW ID.Up soll 2027 für 20.000 Euro erscheinen und mindestens 250 Kilometer Reichweite bieten. Vorgesehen sind ein LFP-Akku mit knapp unter 40 kWh und eine voraussichtliche Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.
Rückkehr des e-up!-Gedankens und Konkurrenz im Kleinwagensegment
Mit dem Namen ID.Up knüpft Volkswagen laut GameStar an den VW e-up! an. Der Vorgänger erreichte im Jahr 2021 den zweiten Platz der Elektroauto-Bestseller laut Kraftfahrtbundesamt und war bis zu seinem Produktionsende 2023 aufgrund seines Verbrauchs, seiner kompakten Maße und seines Preis-Leistungs-Verhältnisses häufig monatelang ausverkauft.
Der ID.Up soll diese Position mit einer neuen Technologie-Generation fortführen. Nach dem Aus des e-up! trägt aktuell der größere und teurere ID.3 die Rolle des günstigsten VW-Stromers; dieser startet ab rund 33.000 Euro.
Der Wettbewerb im Segment ist bereits stark. Der Renault Twingo steht laut GameStar als Elektro-Neuauflage für unter 21.000 Euro in den Startlöchern, der Citroën ë-C3 ist aktuell ab circa 23.300 Euro erhältlich; eine günstigere Version ist geplant.
Zusätzlich sind Modelle wie der Leapmotor T03 und der Dacia Spring auf dem Markt und unterbieten das geplante VW-Modell bereits preislich. Ob die Strategie aufgeht, sollen Tests zeigen, insbesondere im Hinblick auf Bedienung, Reichweite und Komfort.
Infobox: Der ID.Up soll das günstigste Elektroauto von Volkswagen werden und an den früheren e-up! anknüpfen. Beim Marktstart wird er auf Konkurrenten treffen, die teilweise bereits unterhalb des geplanten Preises positioniert sind.
Solar-E-Bike PHOSGO Go5 Ultra lädt während der Fahrt
Das PHOSGO Go5 Ultra will laut China-Gadgets ein E-Bike mit Solarpanels in den Rädern sein. Die kreisrunden Panels verdecken die Speichen auf beiden Seiten und sollen den Akku sowohl im Stand als auch während der Fahrt mit Solarenergie laden.
Der Akku im Unterrohr besitzt eine Kapazität von 720 Wh. Mit Tretunterstützung soll das E-Bike eine Reichweite von 90 Meilen beziehungsweise etwa 144 Kilometern erreichen.
Die Solarpanels liefern laut Hersteller eine theoretische Maximalleistung von 200 Watt. Dadurch soll sich die Reichweite auf bis zu 140 Meilen beziehungsweise 241 Kilometer erhöhen. Zusätzlich kann der Akku an einer Steckdose geladen werden; ein leerer Akku soll dabei etwa 3 Stunden benötigen.
| Merkmal | PHOSGO Go5 Ultra |
|---|---|
| Akku | 720 Wh |
| Reichweite mit Tretunterstützung | 90 Meilen, etwa 144 Kilometer |
| Theoretische Solarleistung | 200 Watt |
| Reichweite mit Solarenergie | bis zu 140 Meilen, 241 Kilometer |
| Ladezeit an der Steckdose | ca. 3 Stunden |
Der Motor hat eine Nennleistung von 750 Watt, eine Spitzenleistung von 1200 Watt und ein Drehmoment von 150 Nm. Für die EU-Version soll die Motorleistung gedrosselt und die Höchstgeschwindigkeit mit Tretunterstützung auf 25 km/h reduziert werden.
Zur Ausstattung gehören Scheibenbremsen an beiden Rädern, eine 8-Gang-Schaltung von Shimano und fünf Stufen der Tretunterstützung. Die Reifen haben einen Durchmesser von 29 Zoll. Das E-Bike ist nach IPX5 gegen Wasser geschützt und soll laut Hersteller auch bei starkem Regen gefahren werden können.
Das Pro-Modell besitzt einen kleineren Akku und wiegt insgesamt etwa 1 kg weniger als das Go5 Ultra mit 31 kg. Beide Varianten werden als Step-Over- und Step-Through-Version angeboten. Die maximale Traglast beträgt 200 kg.
Infobox: Das PHOSGO Go5 Ultra verfügt über einen 720-Wh-Akku und Solarpanels mit einer theoretischen Maximalleistung von 200 Watt. Die vom Hersteller angegebene Reichweite steigt dadurch von etwa 144 Kilometern auf bis zu 241 Kilometer.
Crowdfunding, Preise und offene Fragen beim Solar-E-Bike
Das PHOSGO Go5 Ultra und die Pro-Version werden über eine Crowdfunding-Kampagne angeboten. China-Gadgets weist darauf hin, dass Kickstarter und Indiegogo keine Online-Marktplätze sind und die Beteiligung mit dem Risiko verbunden ist, dass kein fertiges Produkt geliefert wird.
Die Preise für die beiden Modelle liegen bei rund 3300 Euro und 2400 Euro. Die Early-Bird-Preise betragen rund 2150 Euro und 1650 Euro.
Die Auslieferung der über die Kampagne erworbenen Fahrräder soll ab Dezember 2026 beginnen. Offen bleibt laut China-Gadgets, wie zuverlässig die Solarpanels unter Alltagsbedingungen arbeiten und wie robust die empfindlichen Bauteile in den Rädern langfristig sind.
Der Hersteller gibt an, die Module gegen Erschütterungen, Kratzer und Tritte geschützt und die Konstruktion auch mit Blick auf Seitenwind getestet zu haben. Gleichzeitig weist der Bericht auf die Fragen nach Reparaturmöglichkeiten und Ersatzteilen bei einem Crowdfunding-Projekt hin.
Infobox: Die Early-Bird-Preise liegen bei rund 2150 Euro und 1650 Euro; die Auslieferung soll ab Dezember 2026 erfolgen. Die Alltagstauglichkeit, Haltbarkeit und Ersatzteilversorgung sind laut China-Gadgets noch zentrale offene Punkte.
Quellen:
- BYD könnte mit Kei-Car-Technik den europäischen Kleinstwagenmarkt aufmischen
- Warum die ZAK auf E-Mobilität setzt
- TUM greift EU-Klimarechnung an: E-Autos sparen demnach nur 41 % CO₂
- Ein E-Auto von VW für nur 20.000 Euro: Jetzt nennt Volkswagen die erwartete Reichweite, einen neuen Namen und mehr
- E-Bike fährt mit Solar-Energie und lädt während der Fahrt - PHOSGO Go5 Ultra für rund 2150€
- Suzuki: Elektrisches Kei-Car könnte 2027 nach Europa kommen