ADAC-Präsident fordert niedrigere Ladestrompreise und höhere Spritpreise für E-Mobilität

ADAC-Präsident fordert niedrigere Ladestrompreise und höhere Spritpreise für E-Mobilität

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

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Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Der ADAC-Verkehrspräsident fordert niedrigere Ladestrompreise und höhere Spritpreise zur Förderung der Elektromobilität, was bei Mitgliedern auf Kritik stößt.

ADAC-Verkehrspräsident plädiert für niedrigeren Ladestrom- und höheren Spritpreis

Gerhard Hillebrand, der ADAC-Verkehrspräsident, hat in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) gefordert, den Ladestrom für Elektroautos zu verbilligen und gleichzeitig die Preise für Diesel und Benzin zu erhöhen. Er argumentiert, dass die Elektromobilität nicht ausreichend von den Verbrauchern akzeptiert wird und dass eine Erhöhung der Spritpreise notwendig sei, um die Klimaziele zu erreichen.

Hillebrand betont, dass die E-Mobilität die Zukunft prägt und dass Deutschland nicht von der Konkurrenz aus China abgehängt werden darf. Er fordert mehr Transparenz bei den Ladevorgängen und schlägt vor, die Stromsteuer zu senken, um die Kosten für E-Autos zu reduzieren. „Nur, wenn der Ladestrom günstiger als der Sprit wird, kommt die E-Mobilität richtig in Gang“, so Hillebrand.

„Eine Senkung der Stromsteuer würde dabei natürlich helfen“, so der ADAC-Verkehrspräsident.

Zusammenfassung: Der ADAC-Verkehrspräsident fordert eine Senkung der Ladestrompreise und eine Erhöhung der Spritpreise, um die Akzeptanz der Elektromobilität zu steigern.

ADAC-Vorstoß zu höheren Spritpreisen sorgt für Ärger

Der Vorstoß von Hillebrand hat unter den ADAC-Mitgliedern für Unmut gesorgt. Viele Mitglieder äußerten ihre Kritik in sozialen Netzwerken und drohten mit ihrem Austritt aus dem Verkehrsclub. Der ADAC wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass er sich gegen eine höhere Belastung der Autofahrer einsetzt.

Die Organisation erklärt, dass sie regelmäßig Druck auf die Politik ausübt, um die Spritpreise nicht überteuert zu gestalten. Hillebrand warnte zudem vor einer finanziellen Überforderung der Menschen und forderte, dass der CO₂-Preis mit Entlastungen kombiniert werden sollte.

„Der ADAC warnt vor einer finanziellen Überforderung der Menschen“, hieß es in einer Stellungnahme.

Zusammenfassung: Der ADAC sieht sich aufgrund der Äußerungen seines Präsidenten mit Kritik von Mitgliedern konfrontiert und betont, dass er sich für bezahlbare Mobilität einsetzt.

Erfolgreiche Verkehrswende: Fast alle neu zugelassenen Pkw in Norwegen sind E-Autos

In Norwegen wurden 2025 95,9 Prozent aller neu zugelassenen Pkw mit einem Elektroantrieb registriert. Der Anteil der neuen Diesel-Pkw lag bei nur 1 Prozent, während Benziner lediglich 0,3 Prozent der Neuzulassungen ausmachten. Diese Zahlen verdeutlichen den Erfolg der norwegischen Elektroauto-Politik, die seit Jahren durch steuerliche Anreize und eine umfassende Ladeinfrastruktur unterstützt wird.

Im Vergleich dazu lag der Anteil der Elektroautos in Deutschland von Januar bis November 2025 bei 18,8 Prozent. Die beliebteste Automarke in Norwegen war Tesla, gefolgt von Volkswagen. Der Anteil der Elektroautos am gesamten Pkw-Bestand in Norwegen überstieg 2025 erstmals den der Dieselautos.

„Wir sehen die Wirkung einer langfristigen und zielgerichteten Elektroauto-Politik“, erklärte OFV-Direktor Geir Inge Stokke.

Zusammenfassung: Norwegen verzeichnet einen Rekordanteil von 95,9 Prozent neu zugelassener Elektroautos, während Deutschland mit 18,8 Prozent deutlich hinterherhinkt.

Analyse: Stromer-Hochlauf kostet den Staat bis 2030 mehr als 39 Milliarden Euro

Eine Analyse der Unternehmensberatung EY zeigt, dass der Hochlauf der Elektromobilität den deutschen Staat bis 2030 mehr als 39 Milliarden Euro kosten wird. Dies umfasst sowohl direkte Subventionen wie die Kaufprämie für Elektroautos als auch Steuerausfälle durch geringere Einnahmen aus Energiesteuern und der Kfz-Steuer.

Die größten Einnahmeausfälle resultieren aus der geringeren Besteuerung von Elektroautos und der Befreiung von der Kfz-Steuer. Allein im Jahr 2025 wird ein Defizit von 10,8 Milliarden Euro an Steuereinnahmen durch die vergünstigte Besteuerung von elektrischen Dienstwagen erwartet.

„Der Hochlauf der Elektromobilität kostet den deutschen Staat sehr viel Geld“, sagt Constantin M. Gall von EY.

Zusammenfassung: Der Hochlauf der Elektromobilität wird den deutschen Staat bis 2030 voraussichtlich über 39 Milliarden Euro kosten, was sowohl Subventionen als auch Steuerausfälle umfasst.

Quellen: