Alternative Treibstoffe in der Luftfahrt: Chancen und Herausforderungen für das Klima

    24.02.2026 10 mal gelesen 0 Kommentare
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    Die Luftfahrtbranche steht vor der Herausforderung, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren und gleichzeitig zu wachsen. In Frankfurt entwickelt das Start-up Caphenia eine innovative Technologie zur Herstellung synthetischer Treibstoffe, die eine klimafreundliche Alternative zu fossilem Kerosin bieten soll. Diese Technologie könnte einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung der Emissionen leisten. Doch wie sieht es mit der Umsetzung aus?
    Aktuell gibt es in Deutschland rund 30 Pilotprojekte, die an nachhaltigen Luftfahrt-Kraftstoffen arbeiten. Diese Projekte kämpfen jedoch mit technischen Herausforderungen, wie dem hohen Energiebedarf und der begrenzten Verfügbarkeit von Biomasse. Zudem sind die Kosten für nachhaltige Kraftstoffe ein großes Hindernis, da sie bis zu zehnmal teurer sein können als herkömmliches Kerosin.
    Um die Produktionskosten zu senken, sind größere Anlagen notwendig, was hohe Investitionen erfordert. Kay Kratky von Caphenia beschreibt die Situation als eine "Katze, die sich in den Schwanz beißt". Die Entwicklung alternativer Treibstoffe ist also nicht nur eine technische, sondern auch eine wirtschaftliche Herausforderung.
    Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil alternativer Kraftstoffe bis 2030 auf sechs Prozent zu erhöhen. Aktuell liegt dieser Anteil bei nur zwei Prozent, was vor allem durch Biomasse gedeckt wird. Um die Klimaziele bis 2050 zu erreichen, wird ein erheblicher Anteil der nachhaltigen Kraftstoffe benötigt.
    Trotz der vielversprechenden Ansätze warnen Experten, dass ohne einen Rückgang des Luftverkehrs die Klimaziele nicht erreicht werden können. Anreize für weniger Fliegen oder eine Besteuerung der Luftfahrt könnten wirksame Maßnahmen sein. Die Entwicklung alternativer Treibstoffe ist vielversprechend, steht jedoch vor erheblichen Herausforderungen.

    Flugverkehr und Klima: Liegt im alternativen Treibstoff wirklich die Lösung?

    Die Luftfahrtbranche steht vor der Herausforderung, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, während sie gleichzeitig weiter wachsen möchte. In Frankfurt arbeiten mehrere Unternehmen an der Entwicklung klimafreundlicherer Treibstoffe, darunter das Start-up Caphenia, das einen "Plasma-Bodouard-Reaktor" zur Herstellung synthetischen Kraftstoffs für die Luftfahrt entwickelt hat. Diese Technologie soll eine klimafreundliche Alternative zu fossilem Kerosin bieten.

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    "Die Technologie ist von uns entwickelt worden und patentiert, die gibt es auf der Welt nur bei uns", sagt Kay Kratky, Beiratsvorsitzender von Caphenia.

    Der Reaktor soll CO2, Methan und Wasser in einem chemischen Prozess umwandeln, um Kerosin herzustellen. Derzeit ist die Anlage noch nicht in Betrieb, aber die Verantwortlichen planen, in diesem Jahr den "Proof of Concept" zu erbringen, um die Funktionalität der Technologie zu beweisen.

    In Deutschland gibt es rund 30 Pilotprojekte, die an der Entwicklung nachhaltiger Luftfahrt-Kraftstoffe (SAF) arbeiten. Diese Projekte stehen jedoch vor verschiedenen technischen Herausforderungen, wie dem hohen Energiebedarf und der begrenzten Verfügbarkeit von Biomasse.

    Herausforderungen und Kosten

    Die Kosten für nachhaltige Kraftstoffe sind derzeit ein großes Hindernis. Laut Professorin Kirstin Zimmer von der Frankfurt University of Applied Sciences sind die biogenen Kraftstoffe, die bereits in kleinem Umfang eingesetzt werden, drei- bis fünfmal teurer als fossiles Kerosin. Synthetische Kraftstoffe könnten sogar fünf- bis zehnmal so teuer sein.

    Kraftstofftyp Preisfaktor im Vergleich zu fossilem Kerosin
    Biogene Kraftstoffe 3-5x
    Synthetische Kraftstoffe 5-10x

    Um die Produktionskosten zu senken, sind größere Produktionsanlagen erforderlich, was wiederum hohe Investitionen erfordert. Kay Kratky betont, dass die Katze sich in den Schwanz beißt: "Da beißt sich die Katze in den Schwanz", sagt er.

    Politische Rahmenbedingungen und Zukunftsausblick

    Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den Anteil alternativer Kraftstoffe auf sechs Prozent zu erhöhen. Aktuell liegt dieser Anteil bei zwei Prozent, was hauptsächlich durch die verfügbaren Biomasse-Kraftstoffe gedeckt wird. Um die Klimaziele bis 2050 zu erreichen, wird ein erheblicher Anteil der SAF benötigt, wobei die EU plant, dass 70 Prozent der Luftfahrtemissionen durch SAF ausgeglichen werden sollen.

    "Ich selbst glaube nicht daran, dass man das schaffen wird", sagt Professorin Zimmer mit Blick auf das Netto-Null-Ziel 2050.

    Die Luftfahrt wächst weiterhin, was die Emissionen erhöht. Experten warnen, dass ohne einen Rückgang des Luftverkehrs die Klimaziele nicht erreicht werden können. Anreize, weniger zu fliegen, oder eine Besteuerung der Luftfahrt könnten wirksame Maßnahmen sein, um die Emissionen zu reduzieren.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklung alternativer Treibstoffe für die Luftfahrt zwar vielversprechend ist, jedoch mit erheblichen Herausforderungen in Bezug auf Kosten, Technologie und politische Rahmenbedingungen konfrontiert ist.

    Quellen:

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    Zusammenfassung des Artikels

    Die Luftfahrtbranche sucht nach klimafreundlichen Treibstoffen, doch die Entwicklung nachhaltiger Kraftstoffe steht vor hohen Kosten und technischen Herausforderungen. Experten warnen, dass ohne Maßnahmen zur Reduzierung des Flugverkehrs die Klimaziele nicht erreicht werden können.

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