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KIT-Studie: Biokraftstoffe könnten Straßengüterverkehr versorgen – doch Konkurrenz wächst
Eine aktuelle Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigt, dass Europa bis zum Jahr 2040 seinen gesamten Kraftstoffbedarf im Straßenverkehr aus erneuerbaren Quellen decken könnte. Bis 2030 wäre bereits mehr als die Hälfte des Bedarfs durch erneuerbare Energieträger ersetzbar. Die Forschenden betonen, dass große Mengen an Rest- und Abfallstoffen, wie Stroh aus der Landwirtschaft und Holzreste aus der Forstwirtschaft, genutzt werden können.
„Europa verfügt langfristig über ausreichend nachhaltige Ressourcen, um ohne fossiles Öl mobil zu sein“, sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT.
Allerdings gibt es auch Bedenken, da andere Sektoren, insbesondere die Luftfahrt, ebenfalls auf diese Ressourcen angewiesen sind. Eine internationale Studie zeigt, dass nachhaltige Flugkraftstoffe voraussichtlich mindestens 60 Prozent der Emissionsminderungen in der Luftfahrt leisten werden. Der globale Bedarf an nachhaltigen Flugkraftstoffen könnte bis 2050 bis zu 685 Millionen Tonnen erreichen.
Zusammenfassung: Die KIT-Studie hebt das Potenzial von Biokraftstoffen für den Straßengüterverkehr hervor, warnt jedoch vor Konkurrenz durch andere Sektoren, insbesondere die Luftfahrt.
Teurer Kraftstoff belastet Nahverkehr: HAVAG rechnet mit Mehrkosten im sechsstelligen Bereich
Die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) sieht sich durch die gestiegenen Dieselpreise, die aktuell bei rund 2,30 Euro pro Liter liegen, mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert. Das Unternehmen rechnet mit zusätzlichen Kosten im sechsstelligen Bereich pro Jahr, was die finanzielle Situation des öffentlichen Nahverkehrs stark belastet.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die HAVAG bereits Maßnahmen zur Optimierung des Dieseleinkaufs und zur Senkung des Energieverbrauchs eingeleitet. Zudem wird eine schrittweise Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe angestrebt. Die angespannte Haushaltslage könnte jedoch zu Einschnitten im Angebot des öffentlichen Nahverkehrs führen, was auch die Fahrgäste direkt betreffen würde.
Zusammenfassung: Die HAVAG rechnet mit erheblichen Mehrkosten durch steigende Dieselpreise und plant Maßnahmen zur Kostenreduktion sowie eine Umstellung auf alternative Antriebe.
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