BYD wächst rasant in Deutschland, innovative Akku-Reparatur und neue E-Auto-Modelle im Fokus

    10.05.2025 517 mal gelesen 0 Kommentare
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    BYD hat im April 2025 einen beeindruckenden Verkaufsrekord in Deutschland aufgestellt und verzeichnete 1.566 Neuzulassungen. Dies entspricht einem Anstieg von 756 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und übertrifft die Verkäufe des gesamten ersten Quartals in nur einem Monat. Insgesamt wurden von Januar bis April 2.791 Fahrzeuge verkauft, was einem Zuwachs von 385 Prozent entspricht. BYD reagiert auf die europäische Nachfrage mit einer erweiterten Modellpalette, einschließlich des neuen Kompakt-SUV Atto 2.
    Das Atto 2 ist ab 29.990 Euro erhältlich und bietet eine attraktive Option für Käufer, die nach einem preiswerten E-SUV suchen. Das Fahrzeug überzeugt mit einem modernen Interieur, einem drehbaren Touchscreen und einer soliden Ausstattung. Zudem plant BYD die Einführung von zwei weiteren Plug-in-Hybridfahrzeugen in Europa, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Währenddessen hat Tesla mit einem Rückgang von 60 Prozent bei den Verkäufen zu kämpfen.
    In Berlin wurde die EV-Clinic eröffnet, die mit einem innovativen Diagnosewerkzeug namens „Nagelbrett“ arbeitet. Diese Methode ermöglicht es, defekte Akkuzellen schnell und kostengünstig zu identifizieren und auszutauschen, was E-Autofahrern erhebliche Kosten spart. Ein Beispiel zeigt, dass die Reparatur eines Akkus nur 6.000 Euro kostet, während ein neuer Akku über 20.000 Euro kosten kann. Die schnelle Analyse dauert nur etwa fünf Minuten und könnte bald auf andere Marken ausgeweitet werden.
    Der BYD Atto 2 wurde von verschiedenen Medien getestet und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem agilen Fahrverhalten und einer soliden Serienausstattung ist er eine interessante Wahl für Käufer. Kritisiert werden jedoch die Ladeleistung und einige Assistenzsysteme. Dennoch zeigt der Atto 2, dass BYD auf die Bedürfnisse des deutschen Marktes eingeht und sich weiterentwickelt.
    Eine Analyse der Unterschiede zwischen dem E-Auto-Markt in China und Europa zeigt, dass europäische Kunden vor allem Wert auf Qualität und Verlässlichkeit legen. Während in China smarte Funktionen und technologische Innovationen im Vordergrund stehen, sind europäische Käufer skeptischer und stellen differenzierte Fragen. Für chinesische Hersteller ist es entscheidend, ihre Produkte und Services an die europäischen Erwartungen anzupassen, um erfolgreich zu sein.

    BYD erzielt neuen Verkaufsrekord in Deutschland

    Laut FOCUS online hat der chinesische E-Auto-Hersteller BYD im April 2025 einen neuen Verkaufsrekord in Deutschland aufgestellt. Das Kraftfahrt-Bundesamt registrierte 1.566 Neuzulassungen, was einem Anstieg von 756 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 95 Prozent gegenüber dem März entspricht. Damit übertraf BYD die gesamten Verkäufe des ersten Quartals 2025 in nur einem Monat. Im Zeitraum von Januar bis April 2025 verkaufte BYD in Deutschland insgesamt 2.791 Fahrzeuge, ein Zuwachs von 385 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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    BYD hat sein Modellangebot in Deutschland erweitert, um die europäische Nachfrage besser zu bedienen. Neben den SUVs Atto 3 und Tang wurde das speziell für Europa entwickelte Kompakt-SUV Atto 2 eingeführt, das nach einem Rabatt ab 29.990 Euro erhältlich ist. Besonderes Augenmerk legt BYD auf Plug-in-Hybridfahrzeuge. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen die Einführung von zwei weiteren Plug-in-Hybridfahrzeugen in Europa.

    „Wir passen uns der europäischen Nachfrage an. Nicht jeder ist bereit für reine Elektroautos", sagte Maria Grazia Davino, Chefin von BYD Deutschland, gegenüber Reuters.

    Im Vergleich bleibt Tesla mit 5.820 verkauften Fahrzeugen in Deutschland weiterhin führend, musste jedoch von Januar bis April 2025 einen Rückgang von 60 Prozent hinnehmen.

    Hersteller Verkäufe Jan-Apr 2025 Veränderung zum Vorjahr
    BYD 2.791 +385 %
    Tesla 5.820 -60 %
    • BYD setzt auf eine Kombination aus eigenen Batterie- und Fahrzeugtechnologien.
    • Das Unternehmen expandiert international, insbesondere in Europa.

    Infobox: BYD wächst in Deutschland rasant, während Tesla mit deutlichen Absatzrückgängen zu kämpfen hat. BYD setzt auf Modellvielfalt und Plug-in-Hybride, um die europäische Nachfrage zu bedienen. (Quelle: FOCUS online)

    Innovative Akku-Reparatur: Das „Nagelbrett“ der EV-Clinic

    CHIP berichtet über die Eröffnung der EV-Clinic in Berlin, einer Spezialwerkstatt für Elektroautos, die ein neuartiges Diagnosewerkzeug namens „Nagelbrett“ einsetzt. Die Methode ermöglicht es, defekte Akkuzellen gezielt zu identifizieren und auszutauschen, anstatt den gesamten Akku zu ersetzen. Das spart E-Autofahrern erhebliche Kosten: Ein Tesla-Fahrer zahlte für die Reparatur rund 6.000 Euro, während ein neuer Akku über 20.000 Euro gekostet hätte.

    Das „Nagelbrett“ ist eine Mess-Platine mit vielen gefederten Nadeln, die auf ein Batteriemodul aufgesetzt werden. So können Techniker jede einzelne Akkuzelle in nur etwa fünf Minuten prüfen. Das System erkennt nicht nur aktuell defekte Zellen, sondern auch solche, die bald ausfallen könnten. Möglich wird dies durch Impedanzspektroskopie, bei der die Batterie elektrisch „angeschlagen“ wird.

    • Die komplette Analyse dauert nur etwa fünf Minuten.
    • Händisch würde eine solche Messung fast einen ganzen Tag dauern.
    • Momentan ist das Unternehmen auf Tesla-Modelle spezialisiert, plant aber die Ausweitung auf andere Marken.
    „Die Reparatur kostete ihn rund 6.000 Euro – deutlich weniger als ein neuer Akku, der sonst über 20.000 Euro gekostet hätte.“ (CHIP)

    Infobox: Die EV-Clinic in Berlin bietet mit dem „Nagelbrett“ eine schnelle und kostengünstige Diagnose und Reparatur von E-Auto-Akkus an. Das Verfahren spart Zeit, Geld und schont Ressourcen. (Quelle: CHIP)

    BYD Atto 2 im Test: Kompaktes E-SUV für den deutschen Markt

    Der Spiegel hat den BYD Atto 2 getestet, das neue kompakte Elektro-SUV des chinesischen Herstellers. BYD ist seit 2023 in Deutschland aktiv und bietet mit dem Atto 2 bereits die achte Modellreihe an. Im Jahr 2024 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 2.891 neue BYD-Modelle in Deutschland zugelassen.

    Der Atto 2 ist das preiswerteste SUV der Marke und ab 29.990 Euro erhältlich. Das Testfahrzeug mit Boost-Ausstattung und Sonderlackierung kostet 32.740 Euro. Das Fahrzeug bietet ein schlichtes, aufgeräumtes Interieur, einen zentralen, drehbaren Touchscreen und eine Karaoke-Funktion. Im Unterboden sitzt ein Lithium-Eisenphosphat-Akku, der als besonders robust und sicher gilt. Die Ladeleistung beträgt 11 kW am Wechselstrom und 65 kW am Gleichstromlader, was mindestens 40 Minuten für eine Ladung von 20 auf 80 Prozent bedeutet.

    Das Fahrzeug überzeugt durch agiles Handling, einen Wendekreis von 10,50 Metern und ein großzügiges Platzangebot auf der Rückbank. Die Serienausstattung umfasst Wärmepumpe, bidirektionales Laden und ein großes Glasdach. Kritisiert werden das austauschbare Design, der hyperempfindliche Fahrerüberwachungsassistent und die schwache Gleichstromladeleistung.

    Modell Preis ab Testwagenpreis Ladeleistung AC/DC Kofferraumvolumen
    BYD Atto 2 29.990 € 32.740 € 11 kW / 65 kW 400 - 1.340 l
    • Gute Serienausstattung mit Wärmepumpe und Glasdach
    • Agiles Fahrverhalten, aber keine One-Pedal-Driving-Funktion
    • Kritik an Assistenzsystemen und Ladeleistung

    Infobox: Der BYD Atto 2 bietet viel Ausstattung und Platz zum Einstiegspreis von 29.990 Euro, schwächelt aber bei der Ladeleistung und Assistenzsystemen. (Quelle: Spiegel)

    Analyse: Unterschiede zwischen China und Europa beim E-Auto-Markt

    Elektroauto-News analysiert die unterschiedlichen Erwartungen und Strategien auf dem chinesischen und europäischen E-Auto-Markt. Während chinesische Kunden auf smarte Funktionen, digitale Services und technologische Innovationen setzen, erwarten europäische Käufer vor allem Verlässlichkeit, Qualität und ein stimmiges Gesamtkonzept.

    In China sind OTA-Updates, smarte Sprachsteuerung und KI-Features längst Standard. Europäische Kunden legen hingegen Wert auf Vertrauen, Datensicherheit, Nachhaltigkeit und die Langfristigkeit der Marke. Für chinesische Hersteller ist eine Lokalisierung ihrer Produkte und Services in Europa unerlässlich. Dazu gehören lokale Teams, angepasste Servicekonzepte und transparente Kommunikation.

    • Chinesische Kunden sind experimentierfreudiger und geben neuen Marken schneller eine Chance.
    • Europäische Kunden stellen differenziertere Fragen, etwa zur Batterieherstellung und Datensicherheit.
    • Lokalisierung und kulturelle Anpassung sind für den Markterfolg in Europa entscheidend.
    „Wir brauchen keine chinesischen Autos für China, sondern europäische E-Autos von chinesischen Marken.“ (David Sultzer, Nio Deutschland)

    Infobox: Der E-Auto-Markt in China ist innovationsgetrieben, während in Europa Vertrauen und Qualität im Vordergrund stehen. Chinesische Hersteller müssen ihre Produkte und Services an die europäischen Erwartungen anpassen, um erfolgreich zu sein. (Quelle: Elektroauto-News)

    Quellen:

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