E-Autos im Winter: Herausforderungen, neue Modelle und aktuelle Förderprobleme
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Ein Erfahrungsbericht zeigt, dass E-Autos in Norwegen bei Kälte versagen können, während die Einführung des neuen Polestar 2 für 2027 geplant ist und aktuelle Tests beste Elektroautos bewerten. Trotz einer angekündigten Prämie zögern Käufer aufgrund unklarer Bedingungen beim Kauf von E-Autos.
E-Auto: Winter-Albtraum in Norwegen
Ein Urlaub mit einem E-Auto in Norwegen kann sich als herausfordernd erweisen, wie ein Erfahrungsbericht zeigt. Der Mieter eines Toyota Elektro-SUV erlebte bei Temperaturen bis zu minus 17 Grad, dass das Fahrzeug mehrfach versagte. Die Heizung und andere Verbraucher schalteten sich ab, was zu einem frierenden Aufenthalt im Auto führte, während das Laden an Ladesäulen oft nicht funktionierte. Zudem stellte sich heraus, dass Toyota einen Sicherheitsrückruf für dieses Modell ausgesprochen hatte, was die Probleme erklärte.
„Ich hätte ein anderes Auto nehmen sollen“, so der betroffene Fahrer.
Zusammenfassend zeigt dieser Vorfall, dass die Wahl des richtigen Fahrzeugs für winterliche Bedingungen entscheidend ist, insbesondere bei E-Autos, die in kalten Klimazonen möglicherweise nicht die erwartete Leistung erbringen.
Polestar 2 kommt 2027 neu
Polestar plant die Einführung einer neuen Generation des Polestar 2 im Frühjahr 2027. Dieses Modell wird sich technisch stark an der Schwestermarke Volvo orientieren und soll die rund 190.000 Käufer der ersten Generation an die Marke binden sowie neue Kunden gewinnen. Der neue Polestar 2 wird voraussichtlich in der Länge um über 10 cm wachsen und eine neue Plattform, die SPA3, nutzen, die auch für andere Volvo-Modelle vorgesehen ist.
Das Design des neuen Polestar 2 wird sportlicher, und die Antriebsvarianten könnten von 272 bis 450 PS reichen. Die 800-Volt-Architektur verspricht kurze Ladezeiten und WLTP-Reichweiten von über 800 Kilometern.
Insgesamt wird der neue Polestar 2 als ein bedeutender Schritt in der Modelloffensive des Unternehmens angesehen, der sowohl bestehende als auch neue Kunden ansprechen soll.
Die besten Elektroautos zum Verreisen im Test
Im aktuellen Test von AUTO BILD wurden die besten Elektroautos für Reisen bewertet. Der Skoda Elroq 85 belegte den ersten Platz mit einer Testnote von 1,5, gefolgt vom Tesla Model 3 mit einer Note von 1,6 und dem Mercedes-Benz CLA EQ Technology, der ebenfalls mit 1,6 bewertet wurde. Der Kia EV4 wurde als Preis-Leistungssieger ausgezeichnet.
| Platz | Modell | Testnote |
|---|---|---|
| 1 | Skoda Elroq 85 | 1,5 |
| 2 | Tesla Model 3 | 1,6 |
| 3 | Mercedes-Benz CLA EQ Technology | 1,6 |
| Preis-Tipp | Kia EV4 | 1,8 |
Die Testergebnisse zeigen, dass in der Preisklasse von 45.000 bis 55.000 Euro mehrere Modelle mit hervorragender Technik und Reichweite überzeugen können. Diese Fahrzeuge sind besonders für Pendler und Familien geeignet, die ein zuverlässiges Alltags- und Reiseauto suchen.
E-Auto-Förderung zündet noch nicht
Trotz einer angekündigten Prämie von bis zu 6.000 Euro für den Kauf neuer Elektroautos zeigen sich die Kunden in Schleswig-Holstein zögerlich. Händler berichten von einem großen Interesse, jedoch mangelt es an konkreten Kaufverträgen, da viele Details zur Prämie noch unklar sind. Die Prämie soll rückwirkend ab Januar gelten, doch die Unsicherheit über die genauen Bedingungen führt zu einer Zurückhaltung bei den Käufern.
Die E-Auto-Förderung könnte entscheidend sein, um den Verkauf von Elektrofahrzeugen anzukurbeln, jedoch ist das Vertrauen der Kunden durch die vorherige Stopp der Förderung beeinträchtigt. Händler fordern mehr Klarheit, um das Kundeninteresse in tatsächliche Verkäufe umzuwandeln.
Stimmungslage der Beschäftigten in der Autozulieferindustrie
Eine Umfrage unter Beschäftigten von Autozulieferern in der Region Zwickau zeigt eine gemischte Stimmungslage. Viele Mitarbeiter äußern Skepsis gegenüber der E-Mobilität und fühlen sich nicht ernst genommen. Diese Unsicherheit könnte die Akzeptanz und den Übergang zur Elektromobilität in der Region beeinträchtigen.
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, dass es wichtig ist, die Bedenken der Beschäftigten ernst zu nehmen und sie in den Transformationsprozess einzubeziehen, um eine positive Entwicklung der E-Mobilität zu fördern.
Quellen:
- E-Auto: Winter-Albtraum in Norwegen – ich hätte ein anderes Auto nehmen sollen
- Polestar 2 kommt 2027 neu: Was wir schon über den i3- und Model-3-Rivalen wissen
- Die besten Elektroautos zum Verreisen im Test
- Zwischen Heimatliebe und Unsicherheit: Wie Beschäftigte von Autozulieferern in der Region Zwickau ihre Lage sehen
- Die beliebtesten Elektroauto-News der Woche
- Bis zu 6.000 Euro Prämie, aber Kunden zögern: E-Auto-Förderung zündet noch nicht