E-Mobilität in der Schweiz: Politische Ziele unrealistisch, Markt bleibt zurückhaltend

E-Mobilität in der Schweiz: Politische Ziele unrealistisch, Markt bleibt zurückhaltend

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

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Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Der Artikel behandelt verschiedene Aspekte der E-Mobilität, darunter unrealistische politische Ziele in der Schweiz, die Forderung nach Social Leasing in Deutschland und zögerliche Kaufbereitschaft bei BEVs. Zudem wird eine US-Expansion des Autozulieferers HPW auf 2027 verschoben und der Citroën C5 Aircross als komfortables Fahrzeug vorgestellt.

Unrealistische Roadmap E-Mobilität für 2025 – Marktrealität widerspricht politischem Wunschdenken

Der Schweizer Automarkt zeigt im September 2025 einen Rückgang bei den Neuzulassungen von Personenwagen, mit rund 20.029 neuen Fahrzeugen, was einem Rückgang von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Roadmap Elektromobilität des Bundes, die vorsieht, dass bis 2025 50 Prozent der Neuzulassungen Steckerfahrzeuge sein sollen, scheint unerreichbar, da der Marktanteil der Steckerfahrzeuge aktuell bei 32,1 Prozent liegt.

„Erst die Einführung der Importsteuer von 4-Prozent auf E-Autos und jetzt noch die geplante Abgabe auf Elektrofahrzeuge mit einer zusätzlichen Besteuerung der E-Mobilität ab 2030: Damit bremst der Bund die E-Mobilität aus.“ - Peter Grünenfelder, Präsident von auto-schweiz

Die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) stieg in den ersten drei Quartalen um 8,9 Prozent, was zu einem Marktanteil von 21,1 Prozent führte. Dennoch bleibt die Kaufbereitschaft für reinelektrische Fahrzeuge aufgrund der politischen Rahmenbedingungen und der Einführung neuer Steuern zurückhaltend.

Zusammenfassung: Der Schweizer Automarkt verzeichnet einen Rückgang bei Neuzulassungen, während die Ziele der E-Mobilität unerreichbar erscheinen. Politische Maßnahmen bremsen die Entwicklung der Elektromobilität.

T&E fordert "Social Leasing" für Deutschland nach französischem Vorbild

Die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) hat ein "Social Leasing"-Programm für Deutschland gefordert, inspiriert von einem erfolgreichen französischen Modell. In Frankreich können Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen staatliche Förderungen von bis zu 7.000 Euro pro E-Auto erhalten, um den Zugang zu Elektromobilität zu erleichtern.

In Deutschland gibt es bisher keine konkreten Pläne für ein solches Programm, obwohl die SPD es fordert. T&E argumentiert, dass ein Social Leasing-Programm nicht nur den Zugang zu E-Autos verbessern, sondern auch den Gebrauchtwagenmarkt stärken könnte.

Zusammenfassung: T&E fordert ein "Social Leasing"-Programm in Deutschland, um den Zugang zu E-Autos für einkommensschwache Haushalte zu erleichtern, basierend auf einem erfolgreichen französischen Modell.

reev startet eigenen Stromtarif für E-Mobilität

Der Ladesoftware-Spezialist reev hat einen dynamischen Stromtarif für E-Autos eingeführt, der die Ladeinfrastruktur in das Energiesystem integriert. Der Tarif ermöglicht es Unternehmen, ihre Ladevorgänge automatisch in die günstigsten Stunden zu verschieben, was zu Einsparungen von bis zu 30 Prozent bei den Stromkosten führen kann.

Das System nutzt Preissignale und KI-gesteuerte Optimierungsalgorithmen, um die Ladevorgänge in Zeiten mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien zu planen. Dies soll nicht nur Kosten senken, sondern auch die Emissionen reduzieren.

Zusammenfassung: reev hat einen dynamischen Stromtarif für E-Autos eingeführt, der durch intelligente Planung der Ladevorgänge Kosteneinsparungen und Emissionsreduktionen ermöglicht.

DAT-Barometer: Privatkunden weiter zögerlich bei BEV

Laut dem DAT-Barometer vom September 2025 zeigen Privatkunden in Deutschland eine zögerliche Haltung gegenüber batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV). Nur 16 Prozent der Befragten würden sich für ein BEV entscheiden, während 40 Prozent einen Benziner und 17 Prozent einen Diesel bevorzugen. Zwei Drittel der Befragten haben noch nie ein E-Auto gefahren.

Die Unsicherheiten bezüglich der Kosten und Restwerte von BEV bremsen die Kaufbereitschaft. Leasing wird als risikoärmere Option angesehen, wobei 55 Prozent der Leasing-Erfahrenen bereit wären, ein BEV zu leasen.

Zusammenfassung: Das DAT-Barometer zeigt, dass Privatkunden in Deutschland zögerlich bei der Anschaffung von BEVs sind, während Leasing als attraktivere Option wahrgenommen wird.

Autozulieferer HPW: US-Expansion aufgeschoben, aber nicht aufgehoben

Der österreichische Autozulieferer HPW hat seine Pläne für eine Expansion in die USA auf 2027 verschoben. Der Schritt, Produktionsflächen in Ohio zu mieten, wurde aufgrund von Marktbedingungen und geopolitischen Unsicherheiten verzögert. HPW hat jedoch weiterhin Aufträge von US-Automobilherstellern, die eine Basis für die Investition in Amerika bilden.

Die Umsatzprognosen für die Projekte bleiben mit rund 200 Millionen Euro bestehen, auch wenn die Wachstumsraten in der Elektromobilität flacher ausfallen als erwartet. HPW plant, seine Produktion in Europa weiter auszubauen, während die US-Expansion aufgeschoben ist.

Zusammenfassung: HPW hat seine US-Expansion auf 2027 verschoben, bleibt jedoch optimistisch bezüglich seiner Aufträge und plant, die Produktion in Europa auszubauen.

VM-Fahrbericht Citroën C5 Aircross: Das Schweben ist zurück!

Der Citroën C5 Aircross bietet ein hohes Maß an Komfort durch die Citroën Advanced Comfort Federung, die Unebenheiten effektiv absorbiert. Die Sitze sind mit dicker Schaumstoffpolsterung ausgestattet, was zu einem angenehmen Fahrgefühl führt. Die Bedienung des Infotainmentsystems ist jedoch touchlastig und könnte ergonomisch verbessert werden.

Die verschiedenen Antriebsvarianten, einschließlich eines Plug-in-Hybrids, bieten eine Reichweite von bis zu 450 km. Der C5 Aircross hebt sich durch sein komfortables Fahrwerk und die großzügige Innenausstattung von anderen Modellen ab.

Zusammenfassung: Der Citroën C5 Aircross überzeugt durch hohen Komfort und innovative Federung, hat jedoch Verbesserungspotenzial in der Bedienung des Infotainmentsystems.

Quellen: