Elektrobusse im ÖPNV: Deutschland wächst, Mitteldeutschland bleibt zurück
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Die E-Mobilität in Deutschland wächst, jedoch bleibt Mitteldeutschland zurück; gleichzeitig zeigen Elektroautos im Gebrauchtwagenmarkt Preisvorteile und die EU fördert Investitionen.
Immer mehr Elektrobusse im deutschen ÖPNV – Mitteldeutschland hinkt hinterher
Im Jahr 2025 war fast jeder zweite neu angeschaffte Stadtbus in Deutschland elektrisch. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens PwC stieg die Zahl der emissionsfreien Busse im öffentlichen Nahverkehr auf rund 4.750, was einem Zuwachs von knapp 1.400 Fahrzeugen entspricht. Besonders hervorzuheben ist, dass 85 Prozent dieser Busse mit einem batterieelektrischen Antrieb ausgestattet sind, während der Rest auf Brennstoffzellen und Oberleitungsbusse entfällt. Die meisten Elektrobusse sind im Großraum Hamburg zu finden, wo über 700 Fahrzeuge betrieben werden.
„Dass Ende 2025 fast jeder zweite neue Stadtbus elektrisch fuhr, zeigt, dass die Elektrifizierung der Busflotten eine substanzielle Marktreife erreicht hat“, sagt Maximilan Rohs von PwC.
Im Gegensatz dazu haben die neuen Bundesländer, insbesondere Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, noch erheblichen Aufholbedarf. Leipzig plant bis 2035 die Anschaffung von 131 neuen emissionsfreien Bussen, was im Vergleich zu Städten wie Hamburg und Berlin, die mehr als zehnmal so viele Fahrzeuge anschaffen wollen, gering erscheint. PwC prognostiziert, dass bis 2030 bundesweit 11.000 E-Busse im Einsatz sein könnten.
Zusammenfassung: Der Anteil elektrischer Stadtbusse in Deutschland wächst, jedoch bleibt Mitteldeutschland hinter den Erwartungen zurück. Die Förderung von E-Bussen ist entscheidend für die weitere Entwicklung.
Verbrenner oder Elektro? Wenige Elektroautos in Behörden in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt setzen viele Behörden weiterhin auf Benzin-Verbrenner, obwohl die Preise für fossile Brennstoffe steigen. Der Landkreis Wittenberg hat beispielsweise kein einziges Elektroauto in seinem Fuhrpark, während im Landkreis Anhalt-Bitterfeld lediglich zwei vollelektrische Fahrzeuge im Einsatz sind. In Halle sind es nur fünf Elektroautos bei einer Dienstwagenflotte von 362 Fahrzeugen.
Die Stadt Dessau-Roßlau hingegen hat bereits 14 Elektrofahrzeuge, was 19 Prozent des Gesamtbestands ausmacht. Oberbürgermeister Robert Reck hebt die Vorteile von E-Fahrzeugen hervor, insbesondere die Kostenersparnis und den geringeren Energieverbrauch. Bis 2040 plant die Stadt, ihren Fuhrpark vollständig auf E-Mobilität umzustellen.
Zusammenfassung: Trotz steigender Spritpreise bleibt der Einsatz von Elektroautos in den Behörden Sachsen-Anhalts gering. Einige Städte zeigen jedoch Fortschritte in der Umstellung auf E-Mobilität.
Preise für E-Mobilität: Überraschende Entwicklung bei elektrischen Gebrauchtwagen
Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Preise für gebrauchte Elektroautos in vielen Fällen niedriger sind als die für vergleichbare Verbrenner. Im Jahr 2024 wurden bereits 180.000 gebrauchte E-Autos verkauft, was einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu 60.000 im Jahr 2022 darstellt. Besonders Leasingfahrzeuge in gutem Zustand sind auf dem Markt gefragt.
Beispiele aus der Studie verdeutlichen die Preisvorteile: Der Audi Q7 kostet als Gebrauchtwagen etwa 62.000 Euro, während der elektrische e-tron mit rund 39.000 Euro rund 37 Prozent günstiger ist. Auch der VW Golf schlägt mit knapp 26.700 Euro zu Buche, während der ID.3 im Schnitt 25.000 Euro kostet, was einen Preisunterschied von sieben Prozent ausmacht.
Zusammenfassung: Der Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos zeigt positive Entwicklungen, da die Preise in vielen Fällen unter denen von Verbrennern liegen. Dies könnte den Umstieg auf E-Mobilität attraktiver machen.
EU gibt 4,6 Milliarden für E-Mobilität in Deutschland frei
Die EU-Kommission hat 4,6 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaufonds für Investitionen in die E-Mobilität in Deutschland freigegeben. Diese Mittel sollen unter anderem für die energieeffiziente Sanierung von Gebäuden, den Kauf von Elektrofahrzeugen sowie den Ausbau von Ladesäulen und Wasserstoff-Forschungsprojekten verwendet werden. Um die Gelder zu erhalten, müssen die Mitgliedsstaaten jedoch konkrete Pläne vorlegen.
Insgesamt stehen Deutschland rund 30 Milliarden Euro an nicht zurückzahlbaren Zuschüssen aus dem Fördertopf zu. Die Auszahlung der Gelder ist jedoch leistungsabhängig und an das Erreichen bestimmter Etappenziele gebunden, die bis Ende August 2026 umgesetzt werden müssen.
Zusammenfassung: Die EU fördert die E-Mobilität in Deutschland mit 4,6 Milliarden Euro, was einen wichtigen Schritt zur Unterstützung der Elektromobilität darstellt. Die Mittel sind an konkrete Investitionspläne gebunden.
Studie zum Elektroauto-Laden: DAS muss sich ändern
Eine neue Studie zeigt, dass viele E-Auto-Fahrer mit den aktuellen Bezahlmethoden an Ladesäulen unzufrieden sind. Die bevorzugte Bezahlmethode „Plug & Charge“ erfreut sich großer Beliebtheit, wird jedoch nicht flächendeckend angeboten. Der Markt ist stark zersplittert, was zu Verwirrung und Unzufriedenheit bei den Nutzern führt.
Die Studie empfiehlt, die Bezahlmethoden zu vereinheitlichen und die Nutzererfahrung zu verbessern, um die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen weiter zu steigern. Ein einheitliches System könnte dazu beitragen, die Nutzung von E-Autos zu erleichtern und die Reichweite der Fahrzeuge zu erhöhen.
Zusammenfassung: Die Studie hebt die Notwendigkeit hervor, die Bezahlmethoden an Ladesäulen zu verbessern, um die Nutzererfahrung für E-Auto-Fahrer zu optimieren und die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zu erhöhen.
Quellen:
- Immer mehr Elektrobusse im deutschen ÖPNV – Mitteldeutschland hinkt hinterher
- Voi: Berlin erhält modernste E-Scooter-Flotte Europas
- Verbrenner oder Elektro? Wenige Elektroautos in Behörden in Sachsen-Anhalt
- Preise für E-Mobilität: Überraschende Entwicklung bei elektrischen Gebrauchtwagen
- EU gibt 4,6 Milliarden für E-Mobilität in Deutschland frei
- Studie zum Elektroauto-Laden: DAS muss sich ändern