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Elektromobilität: Neuzulassungen von E-Autos 2025 erneut deutlich angestiegen
Im Jahr 2025 stieg die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland um 45 Prozent, was zu über 545.000 neu zugelassenen reinen Batterieautos führte. Dies entspricht einem Anteil von etwa 19 Prozent an allen Neuzulassungen, was eine Steigerung von 5,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt der Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland hinter den Erwartungen zurück, da Experten eine Steigerung von lediglich rund vier Prozent im Vergleich zu 2023 prognostizieren.
„Das starke Wachstum des Jahres 2025 gleicht nur den Absatzeinbruch des Jahres 2024 aus.“ - Constantin Gall, EY
Die Bundesregierung plant die Wiedereinführung einer E-Auto-Kaufprämie, um den Absatz weiter zu fördern. Für 2026 wird ein leichtes Wachstum auf etwa 2,95 Millionen neu zugelassene Autos erwartet. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Elektromobilität in Deutschland zwar Fortschritte macht, jedoch noch viel Arbeit vor uns liegt.
Zusammenfassung: 2025 wurden in Deutschland 545.000 Elektroautos neu zugelassen, was einem Anstieg von 45 Prozent entspricht. Die Bundesregierung plant eine Kaufprämie zur Förderung des Absatzes.
Geld machen in der Autoindustrie: So funktioniert der spanische Weg
Spanien hat sich als Vorreiter in der Elektromobilität positioniert, indem es massive Investitionen in die Autoindustrie tätigt. Ministerpräsident Pedro Sánchez betont, dass Spanien nicht vom Kurs der Elektromobilität abweichen wird, trotz der Herausforderungen, die andere europäische Länder erleben. Das Förderpaket „España Auto 2030“ sieht Prämien von bis zu 7.000 Euro pro E-Auto vor, um den Kauf von Elektrofahrzeugen zu fördern.
Die spanische Autoindustrie, die jährlich fast zwei Millionen Fahrzeuge produziert, bereitet sich auf eine steigende Nachfrage vor. Ein neues Batteriewerk in Martorell, das von der VW-Tochter Seat betrieben wird, wird jährlich 300.000 Batterien produzieren, um die E-Auto-Produktion zu unterstützen. Diese Maßnahmen zeigen, dass Spanien entschlossen ist, die Elektromobilität voranzutreiben und gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern.
Zusammenfassung: Spanien investiert massiv in die Elektromobilität und bietet bis zu 7.000 Euro Prämie pro E-Auto. Ein neues Batteriewerk wird die Produktion unterstützen.
Schweizer Autoverkäufe fallen auf ein historisches Tief, E-Mobilität spielt wichtige Rolle
Der Schweizer Automarkt verzeichnete 2025 einen Rückgang der Neuzulassungen um 2,4 Prozent auf 233.737 Einheiten, was den tiefsten Wert seit 25 Jahren darstellt. Der Marktanteil von Elektroautos, einschließlich reiner Batterieautos und Plug-in-Hybriden, erreichte 34 Prozent, blieb jedoch hinter den politischen Zielen von 50 Prozent zurück. Die hohen Energiepreise und Unsicherheiten beim Umstieg auf E-Autos belasten die Käufer.
Die Importeursvereinigung Auto Schweiz warnt vor drohenden Strafen in dreistelliger Millionenhöhe, da die Zielvorgaben für den Marktanteil von Elektrofahrzeugen nicht erfüllt wurden. Die Politik wird aufgefordert, die Rahmenbedingungen zu verbessern, um die Elektromobilität voranzutreiben.
Zusammenfassung: Die Neuzulassungen in der Schweiz sanken auf 233.737 Einheiten, während der Marktanteil von Elektroautos bei 34 Prozent liegt. Strafen drohen wegen verfehlter Zielvorgaben.
Ebersberg überholt Bayern bei E-Autos mit 7,6 Prozent Anteil
Der Landkreis Ebersberg hat mit einem Anteil von 7,6 Prozent an Elektroautos den bayerischen Durchschnitt übertroffen. Die Neuzulassungen von vollelektrischen Fahrzeugen haben sich seit 2020 fast verdreifacht, was auf eine zunehmende Akzeptanz der Elektromobilität hinweist. Im Jahr 2025 wurden 1.008 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, was einen klaren Strukturwandel im Fahrzeugbestand signalisiert.
Obwohl der Anteil der Elektrofahrzeuge im Gesamtfahrzeugbestand noch überschaubar ist, zeigen die Zahlen, dass die klassischen Antriebe allmählich an Boden verlieren. Die Entwicklung in Ebersberg könnte als positives Beispiel für andere Regionen dienen, die ebenfalls den Übergang zur Elektromobilität vollziehen möchten.
Zusammenfassung: Ebersberg hat mit 7,6 Prozent E-Auto-Anteil den bayerischen Schnitt übertroffen. Die Neuzulassungen haben sich seit 2020 fast verdreifacht.
Steuervorteile, Kaufprämien, weniger Spritverkäufe: Wie viel E-Autos den Staat kosten
Die Elektromobilität wird in Deutschland voraussichtlich bis 2030 fast 40 Milliarden Euro kosten, einschließlich Steuervorteilen und Kaufprämien. Die Bundesregierung plant eine Wiedereinführung der Kaufprämie von bis zu 5.000 Euro für Elektroautos. Diese Maßnahmen sind notwendig, um den Markt zu stabilisieren, da ohne Förderung der Absatz stark zurückgehen könnte.
Die Einnahmen aus der Energiesteuer werden durch die steigende Anzahl von Elektroautos sinken, was zu einem Rückgang von rund 30 Milliarden Euro bis 2030 führen könnte. Gleichzeitig wird jedoch ein Anstieg der Einnahmen aus der Stromsteuer um etwa 8 Milliarden Euro erwartet, was die finanziellen Auswirkungen teilweise ausgleichen könnte.
Zusammenfassung: Bis 2030 könnten die Kosten der Elektromobilität in Deutschland fast 40 Milliarden Euro betragen. Die Wiedereinführung der Kaufprämie soll den Markt stabilisieren.
ZDK sieht E-Mobilität auf Wachstumskurs: "Klares Signal in Richtung Aufschwung"
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) berichtet, dass 2025 fast 19,1 Prozent aller Neuzulassungen auf Elektroautos entfielen, was einen Zuwachs von 5,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Für 2026 wird ein weiterer Anstieg des Anteils auf 20 bis 25 Prozent erwartet, was auf eine positive Entwicklung der Elektromobilität hinweist.
Der ZDK betont, dass die Ausgestaltung der angekündigten E-Autoprämie entscheidend für die weitere Dynamik des Marktes sein wird. Breitere Modellangebote und sinkende Preisabstände zwischen Verbrennern und E-Autos könnten die Nachfrage nachhaltig stärken.
Zusammenfassung: Der ZDK erwartet für 2026 einen Anstieg des E-Auto-Anteils auf 20 bis 25 Prozent. Die Ausgestaltung der E-Autoprämie wird als entscheidend angesehen.
„Wir brauchen mehr E-Autos pro Ladepunkt“ – Philipp Senoner von Alpitronic
Philipp Senoner, CEO von Alpitronic, fordert mehr Elektroautos pro Ladepunkt, um die Auslastung der Ladeinfrastruktur zu verbessern. Aktuell liegt die Auslastung der öffentlichen Schnellladeinfrastruktur in Europa zwischen zwei und acht Prozent, was auf eine unzureichende Nutzung hinweist. Senoner betont, dass die vorhandene Infrastruktur noch nicht ausreichend genutzt wird und fordert eine versachlichte Debatte über die Ladeinfrastruktur.
Er sieht die Notwendigkeit, die politischen Rahmenbedingungen zu verbessern, um die Elektromobilität voranzutreiben. Insbesondere der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw wird als wichtiges Zukunftsfeld betrachtet, da der Markt für Nutzfahrzeuge zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Zusammenfassung: Philipp Senoner fordert mehr E-Autos pro Ladepunkt, um die Auslastung der Ladeinfrastruktur zu verbessern. Der Ausbau für Elektro-Lkw wird als wichtiges Zukunftsfeld betrachtet.
Quellen:
- Elektromobilität: Neuzulassungen von E-Autos 2025 erneut deutlich angestiegen
- Geld machen in der Autoindustrie: So funktioniert der spanische Weg
- Schweizer Autoverkäufe fallen auf ein historisches Tief, E-Mobilität spielt wichtige Rolle
- Ebersberg überholt Bayern bei E-Autos mit 7,6 Prozent Anteil
- Steuervorteile, Kaufprämien, weniger Spritverkäufe: Wie viel E-Autos den Staat kosten
- ZDK sieht E-Mobilität auf Wachstumskurs: "Klares Signal in Richtung Aufschwung"
- „Wir brauchen mehr E-Autos pro Ladepunkt“ – Philipp Senoner von Alpitronic
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