Elektromobilität im Fokus: Kiel setzt 100. Elektrobus ein
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Der Artikel berichtet über Fortschritte und Herausforderungen der Elektromobilität sowie einen weltweiten BMW-Rückruf von 744.234 Fahrzeugen wegen möglicher Brandgefahr.
Kiel setzt 100. Elektrobus im Linienbetrieb ein
Die KVG Kieler Verkehrsgesellschaft mbH hat Mitte Juli den 100. vollelektrischen Bus offiziell in den Linienbetrieb übernommen. Der Jubiläumsbus trägt die Fahrzeugnummer 541 und erhielt als sichtbares Zeichen des Meilensteins eine besondere Folierung, berichtet busplaner.de.
Insgesamt befinden sich inzwischen 122 Elektrobusse im Fuhrpark der KVG. Damit ist der Anteil der Elektrofahrzeuge auf über 50 % angewachsen, wobei ein Teil der Fahrzeuge noch getestet wird und erst zu einem späteren Zeitpunkt offiziell in den Linienbetrieb übergeht.
Die 100 Elektrobusse im Linienbetrieb sparen laut dem Bericht jährlich mehr als 2,3 Mio. l Diesel ein. Dadurch werden pro Jahr über 6.300 t CO₂ vermieden. Zudem wird berichtet, dass Kiel 28 Elektro-Gelenkbusse bei Daimler Buses bestellt.
„Mit dem 100. E-Bus erreichen wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Mobilität. Die konsequente Umstellung von der Dieseltechnik auf emissionsarme E-Mobilität zeigt, dass die KVG bundesweit eine Vorreiterrolle einnimmt.“
Diese Einschätzung wird Kiels Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz zugeschrieben. Die KVG verbindet den Ausbau der Elektrobusflotte damit sowohl mit einer Verringerung des Dieselverbrauchs als auch mit einer Reduzierung der CO₂-Emissionen.
Zusammenfassung: In Kiel sind 100 Elektrobusse offiziell im Linienbetrieb. Im KVG-Fuhrpark befinden sich 122 Elektrobusse, der Elektroanteil liegt bei über 50 %, und die Fahrzeuge im Linienbetrieb sparen jährlich mehr als 2,3 Mio. l Diesel sowie über 6.300 t CO₂ ein.
Elektromobilität gewinnt im Landkreis Marburg-Biedenkopf an Fahrt
Im Landkreis Marburg-Biedenkopf setzen von Jahr zu Jahr mehr Menschen auf das Elektroauto. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Ladesäulen, berichtet Mittelhessen.
Der Bericht stellt die Entwicklung bei den Elektroautos und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Mittelpunkt. Überschriften wie „Anteil der E-Autos an Neuzulassungen wächst im Landkreis“, „Rasante Entwicklung bei den Elektroautos“ und „Ladeinfrastruktur wird ausgebaut“ beschreiben die dort genannten Schwerpunkte.
Ein weiterer Aspekt betrifft die städtischen Ladestationen: An ihnen können je zwei Autos geladen werden. Damit wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht nur über die steigende Zahl der Stationen, sondern auch über deren konkrete Nutzungsmöglichkeiten beschrieben.
Die verfügbaren Angaben nennen jedoch keine belastbaren konkreten Zulassungszahlen, keine Gesamtzahl der Ladesäulen und keine weiteren überprüfbaren Werte zur Entwicklung im Landkreis. Diese nicht nutzbaren Platzhalterangaben bleiben daher unberücksichtigt.
Zusammenfassung: Im Landkreis Marburg-Biedenkopf nimmt die Nutzung von Elektroautos zu. Parallel wird die Ladeinfrastruktur ausgebaut; an städtischen Stationen können je zwei Autos geladen werden.
Deutschland belegt im europäischen E-Mobilitätsvergleich Rang zwölf
Deutschland erreicht im aktuellen „Mobility Guide 2026“ des Mobilitätsdienstleisters Ayvens 61 von 100 möglichen Punkten und landet damit auf Rang zwölf in Europa. Das berichtet Auto Motor und Sport. An der Spitze steht erneut Norwegen mit 93 Punkten, gefolgt von Belgien mit 78, den Niederlanden mit 74, Österreich mit 67 und Portugal mit 67 Punkten.
Mit 61 Punkten zählt Deutschland nach der Methodik von Ayvens noch zu den „entwickelten“ E-Auto-Märkten. Die Grenze liegt bei 60 Punkten, sodass Deutschland diese Einstufung nur knapp erreicht. Gegenüber der vorherigen Untersuchung verlor die Bundesrepublik zwei Punkte.
Ayvens ordnet insgesamt 13 der 30 untersuchten Länder der Gruppe der „entwickelten“ E-Auto-Märkte zu. Sechs Nationen gelten als „Übergangsmärkte“, elf weitere als „aufstrebende“ E-Auto-Länder.
| Land | Punkte | Rang oder Angabe |
|---|---|---|
| Norwegen | 93 | Spitzenreiter |
| Belgien | 78 | Rang zwei |
| Niederlande | 74 | – |
| Österreich | 67 | – |
| Portugal | 67 | – |
| Deutschland | 61 | Rang zwölf |
Besonders dynamisch entwickelten sich mehrere Nachbarländer. Belgien verbesserte sich um acht Punkte, Schweden und Portugal gewannen jeweils sieben Punkte hinzu, Frankreich legte um fünf Zähler zu. Diese Länder zogen damit an Deutschland vorbei.
Die Bewertungsmethode wurde für die aktuelle Ausgabe angepasst. Die reine Verfügbarkeit elektrischer Modelle spielt keine Rolle mehr, weil Elektroautos laut Ayvens europaweit in ausreichender Zahl angeboten werden. Stattdessen werden die tatsächlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb stärker berücksichtigt.
| Bewertungsbereich | Anteil am Gesamtergebnis |
|---|---|
| Gesamtbetriebskosten | 30 % |
| Marktdurchdringung batterieelektrischer Fahrzeuge | 25 % |
| Ladeinfrastruktur | 20 % |
| Steuerliche und regulatorische Rahmenbedingungen | 20 % |
| Nachhaltigkeit der Stromerzeugung | 5 % |
Als größte Schwachstelle Deutschlands nennt der Bericht die öffentliche Ladeinfrastruktur. Hierzulande kommen laut Ayvens 1,9 öffentliche Ladepunkte auf 1.000 Einwohner. Frankreich erreicht 2,3 Ladepunkte, Belgien 6,5 und die Niederlande 10,2.
Für Menschen ohne privaten Stellplatz erschwert diese Situation den Umstieg auf ein Elektroauto. Zusätzlich werden unterschiedliche Bezahlsysteme und Tarifmodelle als Faktoren genannt, die das öffentliche Laden komplizierter machen. Auch das Ende der staatlichen Kaufprämien wirkt demnach nach, während Dienstwagen weiterhin von steuerlichen Vorteilen profitieren.
Positiv fällt die Kostenbilanz aus: Erstmals liegen die kalkulierten Betriebskosten eines Elektroautos laut der Studie leicht unter denen eines vergleichbaren Verbrenners. Für vier Jahre beziehungsweise 120.000 Kilometer errechnet Ayvens durchschnittlich 35 Cent je Kilometer für ein batterieelektrisches Fahrzeug gegenüber 36 Cent für einen Verbrenner.
| Land und Fahrzeugtyp | Kosten je Kilometer |
|---|---|
| Deutschland, batterieelektrisches Fahrzeug | 35 Cent |
| Deutschland, vergleichbarer Verbrenner | 36 Cent |
| Portugal, Elektroauto | 25 Cent |
| Portugal, vergleichbarer Verbrenner | 39 Cent |
Das Ranking berücksichtigt bei der Ladeinfrastruktur allerdings ausschließlich die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte, nicht deren Leistungsfähigkeit. Der Bericht stellt deshalb unterschiedliche Strategien gegenüber: In den Niederlanden gibt es zahlreiche öffentliche AC-Ladepunkte mit meist 11 kW, während Deutschland stark in High-Power-Charger entlang von Autobahnen und Fernverkehrsachsen investiert hat.
Eine 11-kW-Ladesäule eignet sich vor allem für das nächtliche Laden am Wohnort. Moderne Schnelllader mit 300 oder sogar 400 kW können dagegen innerhalb kurzer Zeit große Energiemengen übertragen und nacheinander mehrere Fahrzeuge versorgen. Diese unterschiedlichen Ladepunkte werden im Ayvens-Ranking jedoch identisch gezählt.
Zusammenfassung: Deutschland erreicht 61 von 100 Punkten und Rang zwölf. Die öffentliche Ladepunktdichte bleibt ein Nachteil, während die Betriebskosten eines Elektroautos mit 35 Cent je Kilometer erstmals leicht unter denen eines vergleichbaren Verbrenners mit 36 Cent liegen.
BMW ruft weltweit 744.234 Fahrzeuge zurück
BMW hat einen weltweiten Rückruf von 744.234 Fahrzeugen bekanntgegeben. Laut Börse Express sind davon rund 42.300 Fahrzeuge in Deutschland betroffen. Grund ist eine mögliche Brandgefahr durch Ablagerungen im Starterrelais.
Der Rückruf umfasst ein breites Modellspektrum: Betroffen sind Fahrzeuge von der 2er- bis zur 7er-Baureihe sowie Modelle von X3 bis X7, der Z4 und der i3. Die Fahrzeuge wurden zwischen dem 31. Juli 2020 und dem 26. Februar 2026 gebaut.
| Rückruf | Angabe |
|---|---|
| Fahrzeuge weltweit | 744.234 |
| Fahrzeuge in Deutschland | rund 42.300 |
| Produktionszeitraum | 31. Juli 2020 bis 26. Februar 2026 |
Für Anleger kommt die Meldung in einer angespannten Phase. Die BMW-Aktie schloss am Freitag bei 56,86 Euro und lag damit 0,82 % über dem am 24. Juli markierten 52-Wochen-Tief von 56,40 Euro. Seit Jahresbeginn verlor der Kurs 39,14 %.
Auch das operative Geschäft entwickelte sich im zweiten Quartal 2026 rückläufig. Der weltweite Absatz sank um 4,9 % auf 590.962 Fahrzeuge. In China gingen die Auslieferungen um 30 % auf 117.815 Einheiten zurück, während die Kernmarke BMW einen Rückgang um 7,7 % auf 508.675 Fahrzeuge verzeichnete.
Die Marke MINI entwickelte sich entgegen dem Trend. Ihr Absatz stieg im zweiten Quartal um 17 % auf 81.035 Fahrzeuge. Damit steht dem schwächeren China-Geschäft der Kernmarke ein Wachstum im Kompaktsegment gegenüber.
| Bereich | Entwicklung im zweiten Quartal 2026 |
|---|---|
| Weltweiter BMW-Konzernabsatz | -4,9 % auf 590.962 Fahrzeuge |
| Auslieferungen in China | -30 % auf 117.815 Einheiten |
| Kernmarke BMW | -7,7 % auf 508.675 Fahrzeuge |
| MINI | +17 % auf 81.035 Fahrzeuge |
Auf der Elektroseite meldete BMW bereits über 100.000 registrierte Vorbestellungen für das kommende Elektro-SUV der „Neuen Klasse“, den iX3. Das Modell gilt laut Bericht als zentraler Baustein der Modelloffensive gegen die Absatzschwäche in China und den Wettbewerbsdruck durch chinesische E-Auto-Hersteller.
HSBC hob seine Einschätzung zur BMW-Aktie am 22. Juli von „Hold“ auf „Buy“ an und gab ein Kursziel von 71,00 Euro aus. Die Analysten begründeten dies damit, dass die massiven Prognosesenkungen der vergangenen Wochen im Kurs bereits eingepreist seien. Der RSI lag bei 30,7 und deutete damit auf eine überverkaufte Situation hin.
Der Halbjahresbericht für das erste Halbjahr 2026 soll am 30. Juli veröffentlicht werden. Für 7:30 Uhr MESZ ist eine Telefonkonferenz für Analysten und Presse angesetzt. Im Fokus stehen laut Bericht die Auswirkungen des China-Einbruchs und der zusätzlichen Rückrufkosten auf die Konzernmarge.
Zusammenfassung: BMW ruft weltweit 744.234 Fahrzeuge wegen einer möglichen Brandgefahr durch Ablagerungen im Starterrelais zurück. Gleichzeitig belasten ein rückläufiger China-Absatz und ein schwacher Aktienkurs den Konzern, während MINI und die Vorbestellungen für den iX3 positive Signale liefern.
Neue Batteriekonzepte sollen Abhängigkeit von Lithium verringern
Die Elektromobilität ist stark von Rohstofflieferungen aus China abhängig. Eine auf Kochsalz basierende Natrium-Ionen-Technologie könnte diese Abhängigkeit verringern, berichtet ntv.de. Zugleich werden Wechselakkus, Festkörperbatterien und Lithium-Schwefel-Akkus als mögliche Antworten auf Reichweitenangst und Rohstofffragen beschrieben.
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden im Mai fast 60.000 Autos mit reinem Elektroantrieb in Deutschland zugelassen. Das entsprach 25 % aller zugelassenen Pkw in diesem Monat und einem Anstieg von 39,3 % gegenüber Mai 2025.
Als realistische durchschnittliche Reichweiten nennt das Elektrotechnik-Unternehmen Enpal 160 bis 280 Kilometer für Kleinwagen, 360 bis 440 Kilometer für die Mittelklasse und 400 bis 560 Kilometer für die Oberklasse. Selbst an leistungsfähigen Gleichstromladesäulen sei außerdem mit einer Ladezeit von 30 Minuten bis zum Stand von 80 % der Batteriekapazität zu rechnen.
| Fahrzeugklasse | Durchschnittliche realistische Reichweite |
|---|---|
| Kleinwagen | 160 bis 280 Kilometer |
| Mittelklasse | 360 bis 440 Kilometer |
| Oberklasse | 400 bis 560 Kilometer |
Als Alternative zum Laden wird der Wechselakku vorgestellt. In China haben mehrere Anbieter bereits Netze aus Wechselstationen aufgebaut; auch Nio Deutschland hat in Deutschland mit dem Aufbau eines solchen Netzes begonnen. Laut einer repräsentativen Ipsos-Umfrage von 2024 im Auftrag des Tüv-Verbands unter 2500 Menschen ab 16 Jahren halten 63 % Wechselbatterien für besser oder viel besser geeignet als fest eingebaute Batterien.
„Der Wechselakku hat mehrere Vorteile. Der Wechsel geht in wenigen Minuten vonstatten, die entnommenen Batterien können analysiert und langsam, also schonend geladen werden.“
Diese Aussage wird Robin Zalwert vom Tüv-Verband zugeschrieben. Zu den weiteren genannten Vorteilen zählen Fahrzeuge ohne Batterie, die in der Regel günstiger verkauft werden, sowie ein Leasingsystem für die Batterien. Wechselstationen könnten ihre gespeicherten Batterien zudem den Stromnetzbetreibern als Regelreserve zur Verfügung stellen.
Gegen eine großflächige Einführung in Deutschland sprechen laut Bericht unter anderem fehlende Kompatibilität und Standardisierung. Batterien verschiedener Hersteller sind nicht kompatibel, sodass jeder Hersteller sein eigenes Netz mit Wechselbatterien aufbauen muss. Außerdem gibt es bislang keine vergleichbar breite Förder- und Ausbaukulisse wie bei der Ladeinfrastruktur.
Für größere Fahrzeugflotten wird dem Wechselakku dennoch Potenzial zugeschrieben. Als Beispiel werden Speditionen genannt, die regelmäßig dieselben Routen befahren und bei denen die Lkw-Batterien dieselben Lastanforderungen haben. Im Projekt „eHaul“ wurde der elektrische Lkw-Fernverkehr bereits erfolgreich erprobt.
Bei den Festkörperbatterien wird ein Versuch von Mercedes-Benz genannt. Der Konzern teilte im September 2025 mit, dass ein Mercedes EQS mit dem Prototyp einer Lithium-Metall-Festkörperbatterie mehr als 1200 Kilometer ohne Ladestopp gefahren sei. Wegen der Volumenänderung der Zellen beim Be- und Entladen werden Hydraulikzylinder eingesetzt, um den notwendigen Anpressdruck auf die Zellen zu gewährleisten.
„Ziel ist es, Innovationen wie diese bis zum Ende der Dekade in die Serienproduktion zu bringen.“
Diese Einschätzung wird Markus Schäfer, Vorstandsmitglied bei der Mercedes-Benz Group, zugeschrieben.
Eine weitere Technologie ist der Lithium-Schwefel-Akku. Er nutzt eine Lithium-Metall-Anode und eine schwefelreiche Kathode, die eine hohe Energiedichte ermöglichen. Christoph Neef vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung bezeichnet die Technologie als „mittelreif“; Prototypen vertragen inzwischen bis zu 500 Ladezyklen.
Als Problem werden der schnelle Kapazitätsverlust und die damit verbundene kürzere Lebensdauer gegenüber anderen Batterietechnologien genannt. Außerdem bleibt Lithium ein kritischer Rohstoff. Dirk Uwe Sauer von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen erklärt, China verfüge über weniger als 20 % der weltweiten Lithium-Lagerstätten, habe durch seine Strategie zur Rohstoffsicherung aber Zugriff auf den größten Teil der weltweiten Förderung.
Natrium ist dagegen das sechsthäufigste chemische Element in der Erdkruste und kommt in großer Menge in Natriumchlorid, also Kochsalz, vor. Deshalb wird die Natrium-Ionen-Batterie auch als „Salztechnologie“ bezeichnet.
Der chinesische Batteriehersteller Hina Battery bietet Natrium-Ionen-Batterien bereits kommerziell an. Dirk Uwe Sauer untersuchte eine solche Batterie und zeigte sich laut Bericht von ihrer technologischen Reife überrascht. CATL hat zudem begonnen, neben Lithium-Ionen-Batterien auch Natrium-Ionen-Batterien herzustellen.
Die Produktion kann als sogenannte Drop-in-Technologie umgesetzt werden. Fertigungslinien können von Lithium-Ionen- auf Natrium-Ionen-Batterien umgerüstet werden, wodurch hohe Investitionen in eine neue Technologie vermieden werden.
Die geringere Energiedichte ist ein Nachteil der Natrium-Ionen-Batterien. Zudem sind sie derzeit noch teurer als LFP-Akkus. Sauer sieht sie vor allem im Kleinwagensegment und bei stationären Speichern, weil dort ein niedriger Preis beziehungsweise eine unproblematische Rohstoffsituation von Bedeutung sei.
„Meine Kollegen und ich sind sicher: Natrium-Ionen-Batterien sind gekommen, um zu bleiben.“
Die Aussage wird Dirk Uwe Sauer zugeschrieben. Ob sich Natrium-Ionen-Batterien in der Elektromobilität durchsetzen, bleibt laut Bericht offen; für stationäre Speicher werden ihnen jedoch erhebliche Vorteile zugeschrieben.
Auch die Lebensdauer der Batterien wird thematisiert. Christoph Neef kann sich vorstellen, dass Batterien des BMW i3 auch nach 30 Jahren in einem Oldtimer genutzt werden können, wenn auch nicht mehr mit ihrer ursprünglichen Kapazität. Bei der Reparaturfähigkeit von E-Auto-Akkus und beim Recycling stehe die Entwicklung jedoch noch am Anfang.
Zusammenfassung: Wechselakkus ermöglichen einen Batterietausch in wenigen Minuten, leiden aber unter fehlender Standardisierung. Natrium-Ionen-Batterien können mit bestehenden Fertigungslinien hergestellt werden und benötigen Kochsalz als Rohstoffbasis, weisen derzeit jedoch eine geringere Energiedichte auf.
Baumaschinen Aschauer erweitert Angebot an elektrischen Maschinen
Das familiengeführte Unternehmen Baumaschinen Aschauer aus Dimbach baut sein Angebot im Bereich der Elektro-Baumaschinen aus. Im Mittelpunkt stehen unter anderem E-Bagger und E-Radlader, berichtet MeinBezirk.at.
Als Gründe für die wachsende Bedeutung elektrischer Baumaschinen nennt der Bericht steigende Energiekosten, strengere Umweltauflagen und den Wunsch nach emissionsarmen Baustellen. Auch neue Anforderungen bei öffentlichen Ausschreibungen führen demnach dazu, dass sich mehr Betriebe mit alternativen Antriebstechnologien beschäftigen.
Besonders Kommunen, Bauhöfe, Bauunternehmen, Garten- und Landschaftsbaubetriebe sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe legen laut dem Bericht zunehmend Wert auf emissionsarme und geräuscharme Maschinen. Nachhaltigkeit und CO₂-Reduktion werden zugleich als wichtige Entscheidungskriterien bei Investitionen beschrieben.
Bei der Strudengauer Messe am 22. und 23. August will Baumaschinen Aschauer seine Neuheiten präsentieren. Das Sortiment reicht von elektrischen Minibaggern und Radladern bis zu größeren Baggern, Radladern und weiteren Spezialmaschinen.
- Elektrische Minibagger und Radlader
- Größere Bagger und Radlader
- Elektrische Teleskoplader
- Gabelstapler
- Hubarbeitsbühnen
- Weitere Maschinen für Bau, Industrie, Logistik und Kommunaltechnik
Viele Maschinen sind sowohl mit bewährtem Dieselantrieb als auch als vollelektrische Variante erhältlich. Kunden können dadurch für den jeweiligen Einsatzbereich eine wirtschaftlich und technisch passende Lösung auswählen.
Zum Unternehmen gehört außerdem eine hauseigene Meisterwerkstätte. Dort werden Wartungen, Reparaturen, Garantiearbeiten und Serviceleistungen durchgeführt. Die Mitarbeiter werden laufend geschult und verfügen laut Bericht sowohl über Kenntnisse zu klassischen Dieselmaschinen als auch zu modernen Elektro-Baumaschinen.
Ausgewählte Modelle können auf Wunsch direkt besichtigt oder im praktischen Einsatz vorgeführt werden. Interessenten erhalten damit die Möglichkeit, Leistung, Bedienkomfort und Wirtschaftlichkeit der Maschinen selbst zu beurteilen.
Zusammenfassung: Baumaschinen Aschauer erweitert sein Sortiment um elektrische Maschinen und zeigt diese am 22. und 23. August bei der Strudengauer Messe. Neben E-Baggern und E-Radladern umfasst das Angebot auch elektrische Teleskoplader, Gabelstapler und Hubarbeitsbühnen.
Quellen:
- Kiel erreicht Meilenstein: 100. Elektrobus im Einsatz
- In Marburg-Biedenkopf setzen immer mehr Verkehrsteilnehmer auf das E-Auto
- Deutschland ist Platz 12 in Europa: Darum hinken wir bei der E-Mobilität hinterher
- BMW Aktie: 744.234 Fahrzeuge im weltweiten Rückruf
- Oder doch besser Wechselakkus?: Salz statt Lithium: Neue Batterien für E-Autos kommen
- E-Mobilität bei Strudengauer Messe: Baumaschinen Aschauer baut Elektro-Mobilität aus.