Elektromobilität im Wandel: China, Schaeffler und Thüringens E-Auto-Boom
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Der Artikel vergleicht europäische und chinesische Autohersteller, beleuchtet Schaefflers E-Mobilitätsstrategie und zeigt den starken Anstieg alternativer Antriebe in Thüringen.
Europäische und chinesische Hersteller im Vergleich
Eine französische Firma untersucht seit Jahren neu auf den Markt kommende Fahrzeuge, indem sie diese kauft und zerlegt. Nach Angaben von SZ.de werden dabei jedes Fahrzeug und durchschnittlich 2000 Teile analysiert. Erfasst werden unter anderem Konstruktion, Materialien, technische Daten und Kosten.
A2Mac1 sammelt diese Informationen seit 29 Jahren. Jedes Jahr kommen Fakten über rund 60 Fahrzeuge hinzu. Dadurch verfügt das Unternehmen über eine umfangreiche Datenbasis, mit der sich die technischen Lösungen und die Wettbewerbspositionen europäischer und chinesischer Hersteller vergleichen lassen.
Der Beitrag hebt hervor, dass China bei Elektroautos führend ist, europäische Hersteller aber nicht in allen Bereichen zurückliegen. Die Auswertungen zeigen vielmehr, dass chinesische Unternehmen bei bestimmten Lösungen auf europäisches Know-how schauen.
Infobox: A2Mac1 zerlegt durchschnittlich 2000 Teile pro Fahrzeug, sammelt seit 29 Jahren Daten und ergänzt jährlich Fakten über rund 60 Fahrzeuge.
Schaeffler bekräftigt Kurs zur Elektromobilität
Die Transformation der Automobilindustrie zur Elektromobilität bleibt für die Schaeffler AG ein wichtiger Wachstumstreiber. Das erklärte Thomas Stierle, Vorstand E-Mobility der im MDAX gelisteten Schaeffler AG, bei einem Round Table von finanzen.net und AIRTIME.
Stierle sprach mit Privatanlegern über die Zukunft der Elektromobilität, die Integration von Vitesco Technologies, neue Wachstumsfelder sowie die Profitabilität des Geschäfts. Der Austausch war zugleich der Auftakt einer neuen Round-Table-Reihe von finanzen.net und AIRTIME.
Nach Angaben von Finanzen.net stieß die Veranstaltung auf großes Interesse. Die Fragen der Teilnehmer reichten von der Entwicklung des E-Mobility-Marktes und den Wachstumsperspektiven der Sparte bis zu den Chancen humanoider Robotik.
„Wir glauben an die Transformation. Die Transformation hin zur E-Mobilität ist sicher, sie findet statt - auch wenn in den Märkten mit unterschiedlichen Ausprägungen“, sagte Thomas Stierle laut Finanzen.net.
Vitesco-Integration erweitert das Angebot
Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die Integration von Vitesco Technologies. Seit dem Zusammenschluss im Oktober 2024 verfügt Schaeffler laut Stierle über ein deutlich breiteres Angebot bei elektrifizierten Antriebssystemen.
Der Vorstand bezeichnete die breite Aufstellung als Wettbewerbsvorteil. Kunden könnten bei einem Partner Lösungen für verschiedene Herausforderungen erhalten. Neben E-Mobility ist Schaeffler in den Bereichen Powertrain & Chassis, Vehicle Lifetime Solutions sowie Bearings & Industrial Solutions aktiv.
Darüber hinaus investiert das Unternehmen in neue Wachstumsfelder wie humanoide Robotik, Raumfahrt und Verteidigung. Im Bereich humanoider Roboter arbeitet Schaeffler nach Angaben Stierles inzwischen mit mehr als 40 Partnern zusammen, hat erste Aufträge erhalten und produziert Prototypen.
Infobox: Der Zusammenschluss mit Vitesco Technologies erfolgte im Oktober 2024. Schaeffler arbeitet im Bereich humanoider Robotik mit mehr als 40 Partnern zusammen.
Profitabilität bleibt zentrale Herausforderung
Trotz der langfristig positiven Perspektiven ist Elektromobilität für viele Unternehmen derzeit noch kein profitables Geschäft. Stierle erklärte, das E-Mobility-Geschäft sei bei Schaeffler noch „sehr verlustreich“; nur wenige Marktteilnehmer verdienten damit tatsächlich Geld.
Als wichtigste Hebel für eine Verbesserung der Profitabilität nannte der Schaeffler-Spartenchef weiteres Geschäftswachstum, operative Exzellenz, effizientere Forschungs- und Entwicklungsprozesse sowie zusätzliche Kostenverbesserungen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Umsatz E-Mobility-Sparte 2024 | 4,8 Milliarden Euro |
| Zielumsatz E-Mobility-Sparte 2028 | 8,25 bis 9 Milliarden Euro |
| EBIT-Marge E-Mobility 2024 | -22,1 Prozent |
| Ziel für E-Mobility 2028 | EBIT-Marge größer 0 |
| Ziel Konzernumsatz 2028 | 27 bis 29 Milliarden Euro |
| Ziel EBIT-Marge des Konzerns | 6 bis 8 Prozent |
| Angestrebte Ausschüttungsquote | 40 bis 60 Prozent |
Infobox: Schaeffler will den Umsatz der E-Mobility-Sparte von 4,8 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 8,25 bis 9 Milliarden Euro im Jahr 2028 steigern und eine EBIT-Marge größer 0 erreichen.
Software und Hybridantriebe im Fokus
Stierle sieht neben klassischen elektrischen Antriebssystemen weitere Entwicklungen, die den Markt prägen werden. Hybridfahrzeuge bezeichnete er als wichtige Brückentechnologie, die insbesondere Reichweitenängste vieler Kunden reduzieren könne.
Auch das Software-defined Vehicle werde an Bedeutung gewinnen. Die Elektromobilität treibe dieses Thema voran, weil kontinuierliche Software-Updates zusätzliche Funktionen für die Nutzer ermöglichen könnten.
Das Geschäft mit humanoider Robotik, Verteidigung und Raumfahrt soll langfristig weiter wachsen. Bis 2035 sollen diese neuen Wachstumsfelder rund zehn Prozent des Konzernumsatzes ausmachen.
Infobox: Schaeffler betrachtet Hybridfahrzeuge als Brückentechnologie und erwartet eine zunehmende Bedeutung des Software-defined Vehicle. Neue Wachstumsfelder sollen bis 2035 rund zehn Prozent des Konzernumsatzes ausmachen.
Hälfte der neuen Autos in Thüringen mit alternativem Antrieb
In Thüringen verfügte im vergangenen Jahr jedes zweite neu zugelassene Auto über einen alternativen Antrieb. Dazu zählen Hybrid, Elektro und Flüssiggas, wie STERN.de unter Berufung auf das Statistische Landesamt Thüringen berichtet.
Insgesamt wurden im Freistaat 47.332 Autos neu zugelassen. Das waren 0,5 Prozent weniger als 2024. Die Zahl der Neuzulassungen mit alternativen Antriebsarten stieg dagegen von 18.904 auf 23.709 Fahrzeuge.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Neuzulassungen in Thüringen | 47.332 Autos |
| Veränderung gegenüber 2024 | -0,5 Prozent |
| Neuzulassungen mit alternativem Antrieb | 23.709 |
| Vorjahr | 18.904 |
| Zuwachs alternative Antriebe | 25,4 Prozent |
| Zuwachs Elektrofahrzeuge | 50,9 Prozent |
| Weniger Benziner | 18,3 Prozent |
| Neuzulassungen Benziner | 16.185 |
| Weniger Dieselfahrzeuge | 16,0 Prozent |
| Neuzulassungen Dieselfahrzeuge | 7.438 |
Den stärksten Zuwachs verzeichneten Elektrofahrzeuge mit einem Plus von 50,9 Prozent. Gleichzeitig sank die Nachfrage nach neuen Autos mit Benzin- und Dieselmotoren: Bei Benzinern gingen die Neuzulassungen um 18,3 Prozent auf 16.185 zurück, bei Dieselfahrzeugen um 16,0 Prozent auf 7.438.
Bundesweit stiegen die Neuzulassungen im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent. Elektrofahrzeuge legten dabei um 43,2 Prozent und Hybridfahrzeuge um 19,0 Prozent zu, während Benziner um 21,6 Prozent und Dieselfahrzeuge um 18,3 Prozent zurückgingen.
Infobox: In Thüringen wurden 23.709 Autos mit alternativem Antrieb zugelassen. Elektrofahrzeuge verzeichneten ein Plus von 50,9 Prozent, während die Neuzulassungen von Benzinern und Dieselfahrzeugen zurückgingen.
Laden von E-Autos im Jahr 2026
Der bereitgestellte Inhalt von n-tv.de enthält neben dem Titel keine nutzbaren Angaben zu Preisen, Tarifen oder weiteren Fakten über die Kosten des Ladens von Elektroautos im Jahr 2026.
Da keine verwertbaren Daten zu Ladepreisen oder Kostenangaben vorliegen, lässt sich aus dieser Quelle keine inhaltliche Meldung mit exakten Werten erstellen.
Infobox: Im vorliegenden Quelltext sind keine nutzbaren Zahlen, Preise oder Daten zu den Ladekosten von E-Autos im Jahr 2026 enthalten.
Quellen:
- E-Mobilität: Europäische und chinesische Hersteller im Vergleich
- Schaeffler bekräftigt E-Mobility-Kurs: Einblicke vom Round Table mit Spartenchef Thomas Stierle
- E-Mobilität: Hälfte der neuen Autos in Thüringen mit alternativem Antrieb
- Wie teuer ist das Laden von E-Autos 2026?
- Bad Neustadt: E-Bus-Fiasko in der Modellstadt für E-Mobilität: Was nur ist mit Bad Neustadts E-Nessi Nummer 2 los?
- Dudenhöffer: Nicht die Hersteller, sondern die Politik hat E-Mobilität gebremst