Fortschritte in der E-Mobilität: Induktives, bidirektionales und Megawatt-Laden im Fokus

    21.01.2026 9 mal gelesen 0 Kommentare
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    Die Elektromobilität macht große Fortschritte mit drei Schlüsseltechnologien: induktives, bidirektionales und Megawatt-Laden. Induktives Laden, wie es Porsche mit dem neuen Cayenne einführt, ermöglicht kabelloses Laden und könnte die Nutzung von E-Autos revolutionieren, auch wenn die Kosten hoch sind.
    Bidirektionales Laden erlaubt es E-Autos, Strom nicht nur zu beziehen, sondern auch abzugeben, was besonders für Besitzer von Photovoltaikanlagen finanziell vorteilhaft ist. Studien zeigen, dass damit jährlich bis zu 500 Euro pro Fahrzeug erwirtschaftet werden können.
    Megawatt-Laden könnte die Ladezeiten drastisch verkürzen, indem es in nur fünf Minuten 400 Kilometer Reichweite nachlädt. Allerdings ist die Infrastruktur in Deutschland oft nicht auf solche Ladeleistungen ausgelegt, was die praktische Umsetzung erschwert.
    Die geplante E-Auto-Prämie wird als unzureichend angesehen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nachhaltig zu verbessern. Stattdessen sind strukturelle Reformen notwendig, um die Herausforderungen der Elektromobilität zu meistern.
    Eine neue Kartenanwendung in Berlin zeigt den Standort von fast 2.000 Ladestationen und verbessert die Übersicht für E-Auto-Fahrer. Diese Plattform hilft, die nächste verfügbare Ladestation zu finden und die Preise zu vergleichen, was die Nutzung von E-Autos erleichtert.

    Die Elektromobilität steht vor bedeutenden technologischen Fortschritten, die die Nutzung von E-Autos revolutionieren könnten. Drei Haupttrends zeichnen sich ab: induktives Laden, bidirektionales Laden und Megawatt-Laden. Induktives Laden, das Porsche mit dem neuen Cayenne einführt, ermöglicht das Laden ohne Kabel. Der Ingenieur Michael Schätzle beschreibt, dass der 113 kWh große Akku über Nacht oder während eines Arbeitstags vollgeladen werden kann, auch wenn die Ladeleistung nur 11 kW beträgt. Die Kosten für die induktive Ladeplatte belaufen sich auf etwa 5.000 Euro, während das Fahrzeugmodul rund 2.000 Euro kostet.

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    „Automatisches Laden ist für den Durchbruch der Elektromobilität wahrscheinlich so bedeutend wie es vor 100 Jahren die Erfindung des elektrischen Anlassers für die Benziner war.“ – Christian Guhl, Marktforscher bei Capgemini

    Zusammenfassung: Induktives Laden könnte die Nutzung von E-Autos erheblich erleichtern, jedoch sind die Kosten für die Technologie hoch.

    Wirtschaftlichkeit durch Rückspeisung: Bidirektionales Laden

    Bidirektionales Laden ermöglicht es E-Autos, Strom nicht nur zu beziehen, sondern auch abzugeben. Dies könnte für viele Fahrzeugbesitzer, insbesondere mit einer eigenen Photovoltaikanlage, finanziell vorteilhaft sein. Studien zeigen, dass durch das Laden bei niedrigen und das Entladen bei hohen Strompreisen jährlich bis zu 500 Euro pro Fahrzeug erwirtschaftet werden können. Mercedes berichtet, dass damit über 10.000 „kostenlose“ Kilometer möglich sind.

    Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hebt hervor, dass mittlerweile alle deutschen Hersteller E-Fahrzeuge im Angebot haben, die bidirektional laden können.

    Zusammenfassung: Bidirektionales Laden bietet bereits heute einen echten Mehrwert für Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage.

    Geschwindigkeit durch Megawatt: Das Rennen um die Ladeleistung

    Die Ladeleistung ist ein zentrales Thema in der E-Mobilität. Aktuell bieten Fahrzeuge wie der BMW iX3 und der Porsche Cayenne Ladeleistungen von bis zu 400 kW. Chinesische Hersteller wie Zeekr und Xpeng übertreffen diese Werte mit bis zu 525 kW. Mercedes hat auf der IAA ein Megawatt-Laden demonstriert, das theoretisch 400 Kilometer Reichweite in nur fünf Minuten nachladen kann. Allerdings ist die Infrastruktur in Deutschland oft nicht auf solche Ladeleistungen ausgelegt, was die praktische Umsetzung erschwert.

    „Wenn solche Werte über eine möglichst lange Zeit anliegen, könnte eine signifikante Optimierung der Ladezeiten erreicht werden.“ – Andreas Radics, Strategieberater

    Zusammenfassung: Megawatt-Laden könnte die Ladezeiten drastisch verkürzen, jedoch sind die infrastrukturellen Voraussetzungen in Deutschland noch unzureichend.

    Mobilität: IHK Niedersachsen: E-Auto-Prämie ist keine Problemlösung

    Die Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen haben die geplante Förderung für E-Autos als kurzfristige Stütze kritisiert. Hauptgeschäftsführerin Monika Scherf betont, dass die Prämie kein Beitrag zur Lösung grundlegender Wettbewerbsprobleme sei. Stattdessen seien strukturelle Reformen notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilbranche langfristig zu sichern. Die Förderung sieht zwischen 1.500 und 6.000 Euro staatliche Unterstützung beim Kauf oder Leasing eines Elektroautos vor, abhängig vom Haushaltseinkommen.

    Zusammenfassung: Die E-Auto-Prämie wird als unzureichend angesehen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nachhaltig zu verbessern.

    Neue Kartenanwendung zeigt Ladestationen für E-Autos

    In Berlin wurde eine neue E-Informationsplattform eingeführt, die den Standort von knapp 2.000 Ladestationen mit rund 3.000 öffentlichen Ladepunkten anzeigt. Die Karte informiert darüber, ob die Stationen verfügbar, belegt oder außer Betrieb sind und zeigt die Ladepreise an. Diese Übersicht soll es E-Auto-Fahrern erleichtern, die nächste freie Ladestation zu finden und die Preise ohne Vertragsbindung zu vergleichen.

    Zusammenfassung: Die neue Kartenanwendung in Berlin verbessert die Übersicht über Ladestationen und deren Preise für E-Auto-Fahrer.

    Härtetests in Alaska: E-Autos schlagen sich bei extremer Kälte besser als Diesel-Fahrzeuge

    Eine Studie der University of Alaska zeigt, dass E-Autos bei extremen Kältebedingungen besser abschneiden als Diesel-Fahrzeuge. In 21 Anwendungsfällen stiegen die Nettokosten für das Laden nur in vier Fällen zuungunsten der Elektroautos. Die Forscher empfehlen, mehr öffentliche Investitionen in die E-Mobilität in arktischen Gebieten zu tätigen, um die Herausforderungen der Kälte zu bewältigen.

    Zusammenfassung: E-Autos erweisen sich in kalten Regionen als praktikable Alternative zu Diesel-Fahrzeugen, jedoch sind weitere Investitionen notwendig.

    Experte entsetzt von Preis-Idee für China-E-Autos: „Schlechteste Lösung“

    Julian Hinz, Leiter der Forschungsgruppe Handelspolitik am Kiel Institut für Weltwirtschaft, kritisiert die geplanten Preisverpflichtungen für chinesische E-Auto-Exporteure. Er bezeichnet diese als „schlechteste aller Lösungen“, da sie bestehende Probleme nicht lösen, sondern verschärfen würden. Hinz warnt vor einem bürokratischen Monster, das den Lobbyismus fördert und die Wettbewerbsbedingungen verschlechtert.

    Zusammenfassung: Die geplanten Preisverpflichtungen für chinesische E-Autos werden als ineffektiv und problematisch angesehen.

    E-Auto-Prämie: Ford, Citroën und Co. gewähren Extra-Rabatte

    Hersteller wie Ford und Citroën bieten zusätzliche Rabatte auf E-Autos an, um den Absatz zu fördern. Diese Rabatte können in Kombination mit der staatlichen E-Auto-Prämie von bis zu 6.000 Euro genutzt werden. Käufer sollten jedoch die Bedingungen und möglichen Einschränkungen der Rabatte genau prüfen.

    Zusammenfassung: Hersteller gewähren Extra-Rabatte auf E-Autos, was in Kombination mit der staatlichen Prämie zu attraktiven Angeboten führen kann.

    Quellen:

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