Neuer Standard für Batteriechecks: Vertrauen in gebrauchte Elektroautos stärken

Neuer Standard für Batteriechecks: Vertrauen in gebrauchte Elektroautos stärken

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

Veröffentlicht:

Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Ein neuer Standard für den Batteriecheck soll die herstellerunabhängige Überprüfung des Gesundheitszustands von Elektroauto-Batterien ermöglichen und das Vertrauen in gebrauchte Fahrzeuge stärken.

State of Health: Neuer Standard für den Batteriecheck

Die Frage nach der Lebensdauer der Batterie eines Elektroautos ist für Käufer von entscheidender Bedeutung, insbesondere beim Kauf von Gebrauchtwagen. Der Gesundheitszustand (State of Health, kurz SoH) der Antriebsbatterie ist entscheidend für die Reichweite und Langlebigkeit der Fahrzeuge und beeinflusst auch den Wert von elektrischen Gebrauchtwagen. Derzeit gibt es jedoch keine einheitlichen Verfahren zur Bestimmung des Gesundheitszustands von Elektroauto-Batterien.

Um diese Problematik zu lösen, arbeiten Sachverständigenorganisationen wie TÜV und Dekra zusammen mit anderen Experten an einem neuen Standard, der eine herstellerunabhängige Überprüfung des Gesundheitszustands von Traktionsbatterien ermöglichen soll. Robin Zalwert, Referent für Nachhaltige Mobilität beim TÜV-Verband, betont, dass der aktuelle „Wildwuchs“ an Methoden es für E-Fahrer schwierig macht, den Ergebnissen zu vertrauen.

„Da jeder Hersteller eigene, nicht transparente Berechnungsmodelle verwendet, ist eine Vergleichbarkeit hier nicht gegeben.“ - Robin Zalwert, TÜV-Experte

Die Prüforganisationen bieten bereits Batteriechecks an, die von verschiedenen Anbietern wie Aviloo oder Carly durchgeführt werden. Diese Geräte prüfen die Batterie bis auf Zellebene, während einige Anbieter lediglich den vom Fahrzeug angegebenen SoH-Wert auslesen, ohne eine umfassende Diagnose durchzuführen. Ein einheitliches Prüfverfahren wird auch durch die neue Abgasnorm Euro 7 notwendig, die ab Ende November 2026 die Angabe von Daten zur Batteriegesundheit bei Elektroautos verpflichtend macht.

Die Einführung eines neuen Prüfstandards könnte das Vertrauen in gebrauchte Elektroautos erheblich steigern. Studien zeigen, dass die Batterien von Elektrofahrzeugen oft langlebiger sind als viele Verbraucher annehmen und häufig länger halten als herkömmliche Verbrennungsmotoren.

Zusammenfassung: Ein neuer Standard für den Batteriecheck wird entwickelt, um den Gesundheitszustand von Elektroauto-Batterien herstellerunabhängig zu überprüfen. Dies könnte das Vertrauen in gebrauchte Elektroautos erhöhen und die Transparenz für Käufer verbessern. (Quelle: Autogazette.de)

Quellen: