Nissan Ariya: Elektroauto mit Solarmodulen lädt sich selbst auf
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Nissan stellt den Ariya mit integrierten Solarmodulen vor, die bis zu 23 Kilometer zusätzliche Reichweite pro Tag bieten; jedoch gibt es Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung.
Elektro-Nissan lädt sich selbst: Ariya mit Solarmodulen vorgestellt
Nissan hat das Elektroauto Ariya mit innovativer Solartechnik präsentiert, das sich selbst aufladen kann. Dieses Konzeptfahrzeug wurde zum Clean Energy Day 2026 vorgestellt und zeigt, wie Solarenergie direkt in ein batterieelektrisches Serienmodell integriert werden kann.
Der Nissan Ariya ist mit Photovoltaikmodulen auf Motorhaube, Dach und Heckklappe ausgestattet, die ihren Strom in die Antriebsbatterie einspeisen. Insgesamt verfügt der Solar-Ariya über rund 3,8 Quadratmeter Photovoltaikfläche, die unauffällig in die Karosserie eingebettet ist.
„Erste Praxistests unter unterschiedlichen Klimabedingungen lieferten laut Nissan solide Ergebnisse.“
Bei optimaler Sonneneinstrahlung kann das System pro Tag bis zu 23 Kilometer zusätzliche Reichweite erzeugen. In Barcelona lag der durchschnittliche Wert bei 17,6 Kilometern, in Dubai bei 21,2 und selbst im deutlich trüberen London bei immerhin 10,2 Kilometern pro Tag. Dies könnte für viele Pendler eine signifikante Erleichterung darstellen.
Zusätzlich wurde das Ladeverhalten untersucht. Je nach Fahrprofil ließen sich die erforderlichen Ladezyklen um 35 bis 65 Prozent reduzieren. Auf einer zweistündigen Testfahrt über 80 Kilometer erzeugten die Solarmodule rund 0,5 Kilowattstunden zusätzliche Energie, was etwa drei Kilometern Reichweitenzuwachs entspricht.
Technische Zusammenarbeit und Langstreckentest
Für die Solartechnologie des Ariya arbeitete Nissan mit Lightyear, einem niederländischen Unternehmen, zusammen, das auf hocheffiziente Photovoltaiklösungen spezialisiert ist. Die Integration der Zellen in die Fahrzeugarchitektur sowie ihre Einbindung in das Energiemanagementsystem erfolgten durch Nissans eigene Entwicklungsteams.
Im Rahmen eines Langstreckentests legte das Konzeptfahrzeug rund 1.550 Kilometer von den Niederlanden bis nach Barcelona zurück. Die dabei gewonnenen Daten sollen zeigen, dass Pendler mit einer Jahresfahrleistung von etwa 6.000 Kilometern ihre externen Ladevorgänge unter idealen Bedingungen von 23 auf nur acht Ladevorgänge pro Jahr reduzieren könnten.
Herausforderungen der Solaraufladung
Die Solaraufladung von Elektroautos birgt jedoch mehrere Herausforderungen. Die Ausrichtung zur Sonne ist nicht ideal, die verfügbare Fläche und damit die Leistung sind vergleichsweise gering. Zudem ist die Anwendung auf optimales Wetter angewiesen. Abgeschattet in Innenstädten oder bei schlechtem Wetter sinkt der Solar-Ertrag teils extrem.
Nissan hat bei der Präsentation des Konzeptautos keine Angaben zu den Kosten einer möglichen Serienfertigung gemacht. Auch zur maximalen Ladeleistung wurden keine Informationen bereitgestellt, was eine genaue Einschätzung der technischen Daten erschwert.
Insgesamt zeigt das Konzept des Solar-Ariya das Potenzial der Integration von Solartechnologie in Elektrofahrzeuge, jedoch sind die praktischen Herausforderungen nicht zu unterschätzen.
Zusammenfassung: Nissan präsentiert den Ariya mit integrierten Solarmodulen, die bis zu 23 Kilometer zusätzliche Reichweite pro Tag ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit Lightyear und die Ergebnisse aus Langstreckentests zeigen vielversprechende Ansätze, jedoch gibt es auch erhebliche Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung.
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