Teva setzt Wasserstoff-Lkw von Hylane für emissionsfreie Pharmatransporte ein

Teva setzt Wasserstoff-Lkw von Hylane für emissionsfreie Pharmatransporte ein

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

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Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Teva nutzt einen Wasserstoff-Lkw von Hylane für emissionsfreie Pharma-Transporte, während eine GDV-Studie zeigt, dass E-Autos nicht unfallanfälliger als Verbrenner sind.

Pharmalogistik: Teva setzt auf Wasserstoff-Fahrzeug von Hylane

Das Pharmaunternehmen Teva hat für seine Marke Ratiopharm einen Iveco S-eWay Fuel Cell von Hylane in Betrieb genommen. Dieses Wasserstoff-Lkw-Modell wird künftig für Pharma- und Medikamententransporte auf Kurz- und Langstrecken rund um Ulm eingesetzt.

Der Lkw soll vor allem für regionale Transporte in der Umgebung von Ulm genutzt werden, jedoch sind auch längere Strecken nach Nürnberg, München, Stuttgart, Heidelberg und Bamberg vorgesehen. Pro Woche sollen bis zu 2.000 Kilometer zurückgelegt werden, wobei die Betankung an verschiedenen Wasserstofftankstellen entlang der Routen erfolgt.

„Der Einsatz des Wasserstoff-Lkw ist für uns ein weiterer wichtiger Baustein, um innovative und emissionsarme Transportlösungen zu erproben“, so Andreas Burkhardt, Senior Vice President bei Teva.

Teva verwendet überwiegend RFNBO-zertifizierten Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Ein Vorteil des Wasserstoff-Lkw ist die Maut-Befreiung in Deutschland, was die Betriebskosten senkt. Teva bezieht das Fahrzeug über ein nutzungsbasiertes Miet-Modell, das auch Wartung und Versicherung umfasst.

Die Iveco S-eWay Fuel Cell Sattelzugmaschine hat eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern und kann bis zu 70 Kilogramm Wasserstoff bei 700 bar Druck speichern. Die Systemleistung beträgt 400 kW, bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 44 Tonnen.

Zusammenfassung: Teva setzt auf emissionsfreie Transporte mit einem Wasserstoff-Lkw von Hylane, der für regionale und überregionale Fahrten eingesetzt wird. Der Lkw bietet eine Reichweite von bis zu 800 km und nutzt überwiegend erneuerbaren Wasserstoff.

GDV-Studie Elektroautos: E-Autos laut neuer Studie nicht gefährlicher als Verbrenner

Eine Untersuchung des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) kommt zu dem Schluss, dass Elektroautos im Großen und Ganzen nicht unfallanfälliger sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Dennoch gibt es spezifische Unfallmuster, die bei E-Autos häufiger auftreten, insbesondere bei langsamen Geschwindigkeiten.

Die Studie zeigt, dass es mehr Unfälle mit Fußgängern bei sehr langsamer Fahrt gibt, da diese E-Autos in solchen Situationen schlechter wahrnehmen. Seit 2021 müssen E-Autos bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h Geräusche abgeben, jedoch sind diese möglicherweise nicht laut genug oder nicht eindeutig zuzuordnen.

Ein weiteres Risiko besteht bei Fahrzeugen mit One Pedal Drive, wo die Gewöhnung an diese Fahrweise in Notsituationen zu einer Pedalverwechslung führen kann. Besonders ältere Fahrer sind hiervon betroffen, da jeder zweite Unfallverursacher in dieser Kategorie über 75 Jahre alt ist.

Die Studie analysierte knapp 500 schwere Unfälle und verglich E-Autos mit baugleichen Verbrennern. Kleinere E-Autos haben laut GDV einen Vorteil beim Insassenschutz, da sie schwerer sind.

Zusammenfassung: Laut einer GDV-Studie sind E-Autos nicht gefährlicher als Verbrenner, jedoch gibt es spezifische Unfallrisiken, insbesondere bei langsamen Geschwindigkeiten und bei der Nutzung von One Pedal Drive. Kleinere E-Autos bieten einen besseren Insassenschutz.

Quellen: