US-Präsident stoppt Kaliforniens Verbrenner-Aus – Folgen für E-Mobilität und Industrie

13.06.2025 48 mal gelesen 0 Kommentare

E-Mobilität: US-Präsident setzt Kaliforniens Verbrenner-Ausstieg aus

Der Präsident der USA hat das kalifornische Gesetz, das einen vollständigen Übergang zu Elektroautos bis 2035 vorsieht, außer Kraft gesetzt. Kalifornien hat daraufhin umgehend Widerspruch vor Gericht eingelegt. Der Konflikt zwischen dem Präsidenten und dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom verschärft sich damit weiter, nachdem bereits in der Vergangenheit bundesstaatliche Emissionsregeln geschwächt wurden. Präsident Biden hatte diese Schwächungen nach seiner Amtsübernahme wieder aufgehoben.

Kalifornien verfügt über die strengsten Abgasvorschriften in den USA und darf dank einer Ausnahmeregelung im "Clean Air Act" eigene Vorgaben erlassen. Diese Regelungen wurden von mehreren anderen Bundesstaaten übernommen und beeinflussten auch die Gesetzgebung in Europa und China. Die Aufhebung des Verbrenner-Ausstiegs trifft insbesondere Tesla, da das Unternehmen nicht nur durch den Verkauf von Elektroautos, sondern auch durch den Handel mit CO₂-Zertifikaten profitierte. Im vergangenen Quartal erzielte Tesla laut dpa allein aus diesem Geschäft 595 Millionen Dollar.

Jahr Geplantes Ausstiegsdatum Kalifornien CO₂-Zertifikatserlöse Tesla (letztes Quartal)
2035 Vollständiger Übergang zu E-Autos 595 Mio. Dollar
  • Kalifornien ist der größte Automarkt der USA.
  • Das Land hat seit den 1960er Jahren eigene Emissionsvorschriften.
  • Die US-Regierung strebt an, dass 2030 die Hälfte der Neuwagen elektrisch ist.

Infobox: Die Aussetzung des kalifornischen Verbrenner-Ausstiegs durch den US-Präsidenten hat weitreichende Folgen für die Automobilindustrie und insbesondere für Unternehmen wie Tesla, die von strengen Emissionsvorschriften profitieren. (Quelle: heise online)

Bis zu 100.000 Euro jährliche Einsparung: Eon empfiehlt Photovoltaik und E-Mobilität für Unternehmen

Der Energiekonzern Eon hat eine Analyse zur Wirtschaftlichkeit von Investitionen in Photovoltaik und Elektromobilität für drei typische mittelständische Unternehmen vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Photovoltaik-Anlagen im Durchschnitt nach sieben Jahren amortisieren, während sich Investitionen in Elektromobilität bereits nach drei Jahren rechnen können. Besonders große Unternehmen profitieren von hohen Einsparungen und schneller Amortisation.

Für ein Medizintechnik-Unternehmen mit 200 Beschäftigten, 20 Fahrzeugen und 6000 Quadratmetern Dachfläche ergeben sich durch eine Photovoltaik-Anlage mit 749 Kilowatt Leistung und bis zu 88 Prozent Eigenverbrauchsquote jährliche Einsparungen von 99.000 Euro. Die Amortisationszeit liegt bei etwas über sieben Jahren. Die Elektrifizierung des Fuhrparks mit 20 Fahrzeugen amortisiert sich bereits nach einem Jahr, mit durchschnittlichen Kosteneinsparungen von gut 12.000 Euro jährlich über zehn Jahre.

Ein mittelgroßes Chemieunternehmen mit 45 Beschäftigten, fünf Fahrzeugen und 2000 Quadratmetern Dachfläche kann mit einer 300-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage und knapp 70 Prozent Eigenverbrauch jährlich 43.000 Euro sparen. Die Amortisationszeit beträgt sechs Jahre und neun Monate. Die Ladesäule für die fünf Fahrzeuge rechnet sich nach zwei Jahren, mit jährlichen Einsparungen von mehr als 2.500 Euro.

Auch kleine Unternehmen wie eine Apotheke mit neun Beschäftigten, zwei Fahrzeugen und 130 Quadratmetern Dachfläche profitieren: Eine 23-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage amortisiert sich nach siebeneinhalb Jahren, mit jährlichen Einsparungen von knapp 2.700 Euro. Die Wallbox für zwei Fahrzeuge rechnet sich nach sechseinhalb Jahren, mit jährlichen Einsparungen von rund 270 Euro.

Unternehmen PV-Leistung Eigenverbrauch Jährliche Einsparung Amortisationszeit PV Amortisationszeit E-Mobilität
Medizintechnik (groß) 749 kW 88 % 99.000 € 7 Jahre 1 Jahr
Chemie (mittel) 300 kW 70 % 43.000 € 6 Jahre 9 Monate 2 Jahre
Einzelhandel (klein) 23 kW k.A. 2.700 € 7,5 Jahre 6,5 Jahre
  • Förderprogramme könnten insbesondere für kleine Unternehmen einen Anreiz bieten.
  • Mit Photovoltaik und Elektromobilität gehen auch Emissionsminderungen einher.
  • Weitere Einsparungen sind durch Flexibilisierung und optimiertes Energiemanagement möglich.

Infobox: Die Investition in Photovoltaik und Elektromobilität lohnt sich laut Eon für Unternehmen jeder Größe – sowohl finanziell als auch hinsichtlich der CO₂-Einsparung. (Quelle: pv magazine Deutschland)

Rivian: Strategische Einblicke und Partnerschaften für die E-Mobilität

Rivian Automotive präsentierte auf der Deutsche Bank Global Auto Industry Conference 2025 seine strategische Ausrichtung. Das Unternehmen hob die starke Markenperformance hervor: Der R1S ist das meistverkaufte Premium-Elektro-SUV mit einer Wiederkaufabsicht von 86 Prozent. Rivian strebt an, bis 2027 EBITDA-positiv zu werden, abhängig von Produktionskapazität und Software-Einnahmen.

Die Partnerschaft mit Volkswagen soll erhebliche Umsatz- und Kostenteilungsvorteile bringen. Im Jahr 2024 erwartet Rivian den Verkauf von Regulierungszertifikaten im Wert von 300 Millionen US-Dollar, wobei über die Hälfte bereits im ersten Quartal verkauft wurde. Die Volkswagen-Partnerschaft generierte im ersten Quartal Einnahmen von 167 Millionen US-Dollar. Die Herstellungskosten pro Einheit wurden im Jahresvergleich um 22.500 US-Dollar gesenkt.

Kennzahl Wert
Wiederkaufabsicht R1S 86 %
Regulierungszertifikate 2024 300 Mio. USD
VW-Partnerschaft Q1-Einnahmen 167 Mio. USD
Kostensenkung pro Einheit 22.500 USD
  • Die R2-Produktion startet in der ersten Hälfte des nächsten Jahres.
  • Rivian erhöht die Kapazität der Normal-Anlage auf 215.000 Einheiten.
  • Das Unternehmen investiert in Autonomie und prüft Exportmöglichkeiten, insbesondere in die EMEA-Region.

Infobox: Rivian setzt auf Kostensenkungen, strategische Partnerschaften und den Ausbau der Produktionskapazitäten, um seine Position im E-Mobilitätsmarkt zu stärken. (Quelle: Investing.com Deutsch)

Studie: Lithium für E-Autos könnte knapp werden

Eine Studie der East China Normal University in Shanghai und der Universität Lund warnt vor einem weltweiten Mangel an Lithium ab 2030. Trotz ehrgeiziger Ausbaupläne zur Gewinnung des Rohstoffs wird das Angebot voraussichtlich nicht ausreichen, um die steigende Nachfrage zu decken – weder in Europa noch in den USA oder China. Besonders in Europa wird ein Engpass erwartet: Die Lithiumförderung in der EU könnte 2030 bei 325.000 Tonnen Lithiumcarbonatäquivalent pro Jahr liegen, während die Nachfrage bei 792.000 Tonnen liegen wird.

Europa ist fast vollständig von Importen abhängig, vor allem aus Chile, Australien und China. In Deutschland laufen Projekte zur eigenen Lithiumgewinnung, etwa am Oberrheingraben und in der Lüneburger Heide. Auch in den USA und China wird die Förderung nicht ausreichen: In den USA könnte die Förderung bis 2030 auf 610.000 Tonnen steigen, was knapp 90 Prozent des Bedarfs abdeckt. China könnte bis zu 1,1 Millionen Tonnen fördern, benötigt aber voraussichtlich 1,3 Millionen Tonnen.

Region Förderung 2030 (Tonnen) Bedarf 2030 (Tonnen) Deckungsgrad
Europa 325.000 792.000 ~41 %
USA 610.000 ca. 678.000 ~90 %
China 1.100.000 1.300.000 ~85 %
  • Alle drei Regionen werden weiterhin auf Importe angewiesen sein.
  • Empfohlen werden neue Batterietechnologien wie Natrium-Ionen-Akkus, die mit weniger oder keinem Lithium auskommen.
  • Natrium-Ionen-Akkus haben eine geringere Energiedichte und eignen sich vor allem für Kleinwagen.
„Lithium ist heute so wichtig wie Benzin in der industriellen Revolution“, sagt Studien-Mitautor Qifan Xia von der East China Normal University in Shanghai.

Infobox: Ohne sofortige Maßnahmen droht ein Lithium-Engpass, der die Klima- und Energiewendeziele gefährden könnte. (Quelle: Logistik Heute)

Wie Papa mobil: Papst Leo XIV. setzt auf VW T7 Multivan

Nach dem Amtsantritt von Papst Leo XIV. gibt es eine Neuerung in der Mobilität des Kirchenoberhaupts: Die ersten Fahrten absolvierte er im VW T7 Multivan. Das Fahrzeug wurde auch genutzt, um Mitarbeiter zu einem Treffen mit Kardinälen zum Marien-Heiligtum Genazzano, 50 Kilometer südöstlich von Rom, zu shutteln. Es wird vermutet, dass es sich um das E-Hybrid-Modell handelt, um die Fahrten möglichst emissionsarm zu gestalten.

  • Der VW T7 Multivan bietet Transporteffizienz und ausreichend Reichweite für die Strecke nach Genazzano.
  • Mit dem Einsatz eines E-Hybrid-Modells wird ein Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt.

Infobox: Papst Leo XIV. setzt auf moderne, effiziente Mobilität und nutzt für seine ersten Fahrten den VW T7 Multivan, vermutlich als E-Hybrid. (Quelle: VISION mobility)

Quellen:

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