Wintertauglichkeit von Elektroautos: ADAC-Test zeigt drastische Reichweitenverluste
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Der ADAC hat festgestellt, dass Elektroautos im Winter bis zu 70 Prozent mehr Energie benötigen und die Reichweitenangaben stark variieren, was eine sorgfältige Planung erfordert. Modelle wie der Renault Kangoo E-Tech Electric verlieren bei Kälte drastisch an Reichweite, während SUVs etwas besser abschneiden.
Wintertauglichkeit von Elektroautos 2026
Der ADAC hat die Wintertauglichkeit aktueller Elektroautos untersucht und festgestellt, dass die Reichweitenangaben aus dem Sommer oder dem WLTP-Zyklus im Winter nur eingeschränkt übertragbar sind. Elektroautos benötigen im Winter deutlich mehr Energie, was zu einem durchschnittlichen Mehrverbrauch von 70 Prozent führt, in einigen Fällen sogar zu einer Verdopplung des Energiebedarfs.
„Die Herausforderungen für Elektroautos im Winter sind erheblich, insbesondere durch die Beheizung des Innenraums und die Notwendigkeit, den Akku auf Betriebstemperatur zu bringen.“
Besonders auffällig ist, dass Modelle mit geringer Winterreichweite wie der Renault Kangoo E-Tech Electric und der Dacia Spring bei -7 Grad drastische Einbußen hinnehmen müssen. Der Kangoo, der im Sommer eine Reichweite von rund 250 Kilometern bietet, kommt im Winter nur noch auf etwa 125 Kilometer. Der Dacia Spring erreicht bei denselben Temperaturen lediglich 140 Kilometer, was für längere Strecken unzureichend ist.
Winterreichweiten im Vergleich
| Modell | Sommerreichweite (km) | Winterreichweite bei -7 Grad (km) |
|---|---|---|
| Renault Kangoo E-Tech Electric | 250 | 125 |
| Dacia Spring | Unbekannt | 140 |
| MG5 Maximum Range | Unbekannt | unter 200 |
| Cupra Born | Unbekannt | unter 200 |
| Tesla Model 3 | Unbekannt | 240 |
| Audi Q4 e-tron 50 | Unbekannt | 270 |
| BYD Atto 3 | Unbekannt | 270 |
Selbst als effizient geltende Modelle wie das Tesla Model 3 verlieren im ADAC-Test rund 40 Prozent ihrer Reichweite und kommen bei -7 Grad auf etwa 240 Kilometer. SUVs und Crossover wie der Audi Q4 e-tron 50 und der BYD Atto 3 schneiden mit gut 270 Kilometern etwas besser ab, zeigen jedoch ebenfalls, dass eine große WLTP-Reichweite kein Garant für gute Winterwerte ist.
Tipps für den Winterbetrieb von E-Autos
Der ADAC empfiehlt, im Winter besonders auf eine vorausschauende Planung zu achten. Vorheizen während des Ladevorgangs kann helfen, Energie zu sparen, ebenso wie eine durchdachte Routenplanung mit ausreichend Reserve. Für Berufsgruppen wie Handwerker oder Lieferdienste, die häufig kurze Strecken fahren, ist die Wahl eines Modells mit möglichst geringer Kälteempfindlichkeit besonders wichtig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wintertauglichkeit von Elektroautos stark von der Modellwahl abhängt. Eine sorgfältige Planung und die Berücksichtigung der Winterreichweiten sind entscheidend für eine erfolgreiche Nutzung im Winter.
Quelle: Auto Motor und Sport
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