Zögerliche Pkw-Halter: DAT-Report 2026 zeigt Hemmnisse bei E-Auto-Käufen
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Der DAT-Report 2026 zeigt, dass hohe Preise und Unsicherheiten die Nachfrage nach E-Autos bremsen, während das Auto für viele Deutsche unverzichtbar bleibt. Trotz steigender Neuwagenpreise bleibt der persönliche Kontakt beim Kauf entscheidend.
DAT-Report 2026: Zögerliche Pkw-Halter bei Antriebsentscheidungen
Der DAT-Report 2026 zeigt, dass der Hochlauf der Elektromobilität weiterhin ins Stocken gerät. Hohe Preise, Unsicherheiten bezüglich der Technik und der politischen Rahmenbedingungen sowie Bedenken hinsichtlich der Restwerte bremsen die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen. Laut dem Bericht gaben 76 Prozent der Befragten an, ihr aktuelles Fahrzeug weiterzufahren, um Entwicklungen in der Elektromobilität abzuwarten.
„Endverbraucher blieben beim Autokauf insgesamt zögerlich, hielten sich bei der Anschaffung elektrifizierter Pkw zurück“, so die Studienautoren.
Die gesellschaftliche Präsenz des Themas Elektromobilität hat jedoch zugenommen. 30 Prozent der Befragten haben bereits Erfahrungen mit E-Autos gesammelt, was einen Anstieg von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders das private Laden zu Hause ist ein entscheidender Faktor, da 72 Prozent der Pkw-Halter angeben, dass sie kein E-Auto in Betracht ziehen, solange sie nicht zu Hause laden können.
Zusammenfassung: Der DAT-Report 2026 verdeutlicht die Zurückhaltung der Pkw-Halter beim Kauf von E-Autos, bedingt durch hohe Preise und Unsicherheiten. Die Möglichkeit des privaten Ladens ist ein entscheidender Kaufgrund.
Restwerte und Gebrauchtwagenmarkt bremsen die Nachfrage
Ein weiteres zentrales Thema des Reports sind die Bedenken hinsichtlich der Restwerte von E-Autos. 72 Prozent der Pkw-Halter äußern diesbezüglich Sorgen, unabhängig von ihrer Erfahrung mit elektrifizierten Fahrzeugen. Der Gebrauchtwagenmarkt zeigt ebenfalls eine zurückhaltende Haltung: Nur 13 Prozent der Käufer können sich vorstellen, ein gebrauchtes batterieelektrisches Fahrzeug zu erwerben. Bei Personen mit E-Auto-Erfahrung liegt dieser Anteil bei 37 Prozent.
Die Akzeptanz für das Leasing gebrauchter E-Autos ist gering, da rund 80 Prozent der erfahrenen E-Auto-Nutzer dieses Modell ablehnen. Diese Bedenken tragen zur allgemeinen Unsicherheit bei und bremsen die Nachfrage nach E-Autos erheblich.
Zusammenfassung: Sorgen um die Restwerte und eine geringe Akzeptanz für gebrauchte E-Autos hemmen die Nachfrage. Nur ein kleiner Teil der Käufer ist bereit, ein gebrauchtes E-Auto zu erwerben.
Das Auto bleibt unverzichtbar
Trotz der Antriebsdebatte bleibt das Auto für die Mehrheit der Deutschen unverzichtbar. Über 80 Prozent der Pkw-Halter halten ihren eigenen Wagen für notwendig, selbst in Regionen mit gut ausgebautem öffentlichen Nahverkehr. Die Fahrleistung pro Pkw stieg 2025 auf durchschnittlich 13.140 Kilometer, was das zweite Jahr in Folge einen Anstieg darstellt.
Besonders auffällig ist, dass 80 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer und fast 70 Prozent der Neuwagenkäufer angeben, der Kauf ihres aktuellen Fahrzeugs sei zwingend notwendig gewesen. Dies deutet darauf hin, dass viele Autokäufe in den vergangenen Jahren hinausgeschoben wurden, bis es nicht mehr möglich war.
Zusammenfassung: Das Auto bleibt für die Mehrheit der Deutschen unverzichtbar, und die Fahrleistung pro Fahrzeug steigt. Viele Käufer sehen den Kauf als zwingend notwendig an.
Preise und Marktverhalten
Die durchschnittlichen Neuwagenpreise stiegen 2025 leicht auf 44.560 Euro, während Plug-in-Hybride im Mittel 64.570 Euro und batterieelektrische Fahrzeuge 47.160 Euro kosteten. Benziner blieben mit 33.150 Euro deutlich günstiger. Der Preisabstand zwischen Benzinern und E-Autos bleibt erheblich, was Käufer dazu veranlasst, mehr in leistungsfähigere E-Autos zu investieren.
Im Gebrauchtwagenmarkt verharrten die Preise auf hohem Niveau, mit einem Durchschnittspreis von 18.310 Euro. Aufgrund der hohen Preise nutzen 49 Prozent der Käufer eine Finanzierung. Der persönliche Kontakt bleibt entscheidend, da nur 31 Prozent der Neuwagenkäufer privat kaufen und der Online-Autokauf mit 7 Prozent eine untergeordnete Rolle spielt.
Zusammenfassung: Die Neuwagenpreise steigen leicht, während die Gebrauchtwagenpreise hoch bleiben. Der persönliche Kontakt beim Autokauf ist nach wie vor entscheidend.
Der DAT-Report 2026 bietet umfassende Einblicke in die aktuellen Trends und Herausforderungen der Automobilbranche in Deutschland und zeigt, dass trotz der Herausforderungen die Nachfrage nach Autos ungebrochen bleibt.
Quellen: