Alfa Romeo prüft V6-Comeback für Quadrifoglio, Alpine A390 startet als Elektro-Crossover

    30.05.2025 235 mal gelesen 0 Kommentare
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    Alfa Romeo denkt über ein Comeback der V6-Motoren für die Quadrifoglio-Modelle nach. Ursprünglich sollten diese Modelle ab 2027 nur elektrisch angeboten werden, doch die Marktentwicklung hat die Pläne beeinflusst. Der neue Markenchef Santo Ficili kündigte an, dass sowohl Elektro- als auch Verbrennungsmotoren in Zukunft eine Rolle spielen könnten. Besonders der Nettuno-V6 aus dem Maserati MC20 könnte für die neuen Modelle interessant werden.
    Der Nettuno-V6 bietet beeindruckende 630 PS und 730 Nm Drehmoment, was einen deutlichen Leistungssprung im Vergleich zu den bisherigen 510 PS der Giulia- und Stelvio-QV-Modelle darstellt. Die nächste Generation der Modelle wird auf der STLA-Large-Plattform basieren, die flexible Antriebsoptionen ermöglicht. Diese Plattform könnte auch die Integration des leistungsstarken V6-Motors unterstützen, was für die Fans von Alfa Romeo Hoffnung weckt.
    Die Markteinführung des neuen Stelvio wird voraussichtlich auf 2027 verschoben, während die neue Giulia bis Ende 2026 auf den Markt kommen soll. Die Rückkehr zu Verbrennungsmotoren könnte die sportliche DNA von Alfa Romeo stärken und die Marke wieder in den Fokus der Autofans rücken. Doch das Unternehmen bleibt auch offen für innovative Elektroantriebe.
    In der Zwischenzeit hat Alpine das neue elektrische Crossover-Modell A390 vorgestellt, das die Marke aus der Nische führen soll. Mit bis zu 470 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 3,9 Sekunden bietet das Fahrzeug beeindruckende Fahrleistungen. Die A390 basiert auf der „Ampr Medium Plattform“ und verspricht eine Reichweite von bis zu 555 Kilometern.
    Die Produktion der Alpine A390 findet im nordfranzösischen Dieppe statt, und der Marktstart ist für das vierte Quartal dieses Jahres geplant. Mit einem Preis von etwa 70.000 Euro zielt das Modell darauf ab, sportliche Fahrleistungen und hohen Komfort zu vereinen. Die A390 könnte somit ein wichtiger Schritt für Alpine in den elektrischen Crossover-Markt sein.

    Alfa Romeo: Quadrifoglio-Modelle könnten mit V6 zurückkehren

    Alfa Romeo hatte ursprünglich geplant, ab 2027 ausschließlich Elektroautos anzubieten, auch bei den sportlichen Quadrifoglio-Modellen. Ex-Markenchef Jean-Philippe Imparato stellte im Sommer 2023 für die elektrischen QV-Modelle Leistungsdaten von rund 1.000 PS in Aussicht, um auch die Fans klassischer Verbrennungsmotoren zu überzeugen. Doch die Realität am Markt, wie das Beispiel des Dodge Charger Daytona zeigt, hat die Erwartungen gedämpft: Die Nachfrage nach der Elektro-Variante blieb hinter den Erwartungen zurück, weshalb Dodge das Angebot reduzierte und den Marktstart des Verbrenner-Chargers beschleunigte.

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    Diese Entwicklung hat auch bei Alfa Romeo zu einem Umdenken geführt. Santo Ficili, der neue Markenchef, schließt nun nicht mehr aus, dass künftige Quadrifoglio-Modelle wieder mit Verbrennungsmotoren angeboten werden. In einem Interview mit "Motor1.com" sagte Ficili:

    „Wir werden Sie überraschen, mit Elektro- und Verbrennungsmotoren.“

    Im Fokus steht dabei der Nettuno-V6-Motor, der 2020 im Maserati MC20 debütierte. Dieser Dreiliter-V6 mit doppelter Turboaufladung leistet im Maserati MC20 630 PS und 730 Newtonmeter Drehmoment. Zum Vergleich: Die bisherigen Giulia- und Stelvio-QV-Modelle verfügten über einen 2,9-Liter-Turbo-V6 mit 510 PS und maximal 600 Newtonmeter. Der Nettuno-V6 wäre somit ein deutlicher Leistungssprung für die künftigen QV-Modelle.

    Technisch werden die nächsten Generationen von Giulia und Stelvio auf der neuen STLA-Large-Plattform des Stellantis-Konzerns basieren. Diese Plattform ist als „Multi Energy“-Plattform ausgelegt und kann sowohl Elektro-, Hybrid- als auch reine Verbrennerantriebe aufnehmen. Der Dodge Charger wird beispielsweise bald mit einem Reihensechszylinder-Biturbo-Motor angeboten. Die Integration des Nettuno-V6 in die STLA-Large-Plattform wäre jedoch eine technische Herausforderung, da bisher niemand davon ausging, diese Plattform mit dem Maserati-Motor zu kombinieren. Allerdings ist die Plattform auch mit großvolumigen V8-Motoren kompatibel, was Hoffnung für die Umsetzung macht.

    Die Markteinführung des neuen Stelvio verzögert sich laut Gerüchten aus Italien auf 2027, während die neue Giulia voraussichtlich bis spätestens Ende 2026 auf den Markt kommen soll.

    Modell Bisheriger Motor Leistung Drehmoment Neuer Motor (Nettuno-V6) Leistung Drehmoment
    Giulia/Stelvio QV 2,9-Liter-Turbo-V6 510 PS 600 Nm 3,0-Liter-Biturbo-V6 630 PS 730 Nm
    • Alfa Romeo prüft Rückkehr zu Verbrennungsmotoren bei Quadrifoglio-Modellen.
    • Nettuno-V6 aus dem Maserati MC20 als potenzieller Antrieb.
    • STLA-Large-Plattform ermöglicht flexible Antriebsoptionen.
    • Marktstart Stelvio voraussichtlich 2027, Giulia bis Ende 2026.

    Infobox: Alfa Romeo plant, die Quadrifoglio-Modelle künftig wieder mit leistungsstarken Verbrennungsmotoren auszustatten. Der Nettuno-V6 aus dem Maserati MC20 könnte dabei eine zentrale Rolle spielen. (Quelle: Auto Motor und Sport)

    Alpine A390: Elektrisches Crossover für den Massenmarkt

    Alpine hat mit dem A390 ein neues, rein elektrisches Crossover-Modell vorgestellt, das die Marke aus der Nische führen soll. Das Fahrzeug basiert auf der „Ampr Medium Plattform“, die auch beim Nissan Ariya und Renault Scenic E-Tech zum Einsatz kommt. Im Unterschied zu diesen Modellen bietet die Alpine A390 jedoch drei Motoren und je nach Ausführung 294 kW/400 PS (GT) oder 345 kW/470 PS (GTS). Damit beschleunigt das Fahrzeug in 4,8 Sekunden (GT) beziehungsweise 3,9 Sekunden (GTS) auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h (GT) beziehungsweise 220 km/h (GTS).

    Die Alpine A390 ist 4,61 Meter lang und verfügt über einen Radstand von 2,71 Metern. Das Fahrzeug bietet eine nahezu ausgewogene Gewichtsverteilung von 49:51 und ein Kofferraumvolumen von 532 Litern. Die Batterie hat eine Netto-Kapazität von 89 kWh, was laut Hersteller Reichweiten zwischen 520 und 555 Kilometern ermöglicht. Die Ladeleistung beträgt maximal 190 kW bei 400 Volt, sodass der Akku in 25 Minuten von 15 auf 80 Prozent geladen werden kann.

    Im Innenraum setzt Alpine auf Komfort und Individualität: Schalensitze mit doppelten Ziernähten und Trikolore, ein 2×12 Zoll großes Display sowie ein markantes Kuppeldach und LED-Lichtspielereien im Heckbereich. Die Produktion erfolgt im nordfranzösischen Dieppe, dem traditionellen Standort der Marke. Der Marktstart ist für das vierte Quartal dieses Jahres geplant. Der Preis liegt bei etwa 70.000 Euro.

    Modell Leistung (GT) Leistung (GTS) 0-100 km/h (GT) 0-100 km/h (GTS) Höchstgeschwindigkeit (GT) Höchstgeschwindigkeit (GTS) Batteriekapazität Reichweite Ladeleistung Ladezeit (15-80%) Kofferraum Preis
    Alpine A390 294 kW/400 PS 345 kW/470 PS 4,8 s 3,9 s 200 km/h 220 km/h 89 kWh 520-555 km 190 kW (400 V) 25 min 532 l ca. 70.000 €
    • Rein elektrisches Crossover mit bis zu 470 PS.
    • Reichweite von bis zu 555 Kilometern.
    • Marktstart im vierten Quartal dieses Jahres.
    • Preis bei etwa 70.000 Euro.
    • Produktion in Dieppe, Frankreich.

    Infobox: Die Alpine A390 markiert den Einstieg der Marke in den elektrischen Crossover-Markt und bietet sportliche Fahrleistungen, hohe Reichweite und viel Komfort. (Quelle: Autogazette.de)

    Quellen:

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