Ammann: Wasserstoff chancenlos, E-Maschinen kämpfen mit hohen Kosten und Standards

Ammann: Wasserstoff chancenlos, E-Maschinen kämpfen mit hohen Kosten und Standards

Autor: E-Mobil Magazin Redaktion

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Kategorie: News und Updates

Zusammenfassung: Jochen Hörster von Ammann sieht Wasserstoffantriebe in der Baumaschinenbranche als chancenlos an und betont, dass hohe Kosten sowie fehlende Standards den Verkauf von E-Maschinen bremsen. Die Elektrifizierung wird zwar kommen, erfordert jedoch klare Förderungen und Kooperationen zur Beschleunigung des Wandels.

Baumaschinen-Antriebe: Ammann über Wasserstoff-Aus und E-Hürden

Der Wandel weg vom Diesel bei Baumaschinen stagniert, wie Jochen Hörster, Produktmanager beim Verdichtungsspezialisten Ammann, feststellt. Er sieht den Erfolg der Elektromobilität blockiert und bezeichnet Wasserstoff als „nahezu chancenlos“. Die Antriebstransformation in der Bauwirtschaft durchlebt eine Phase der Ernüchterung, da alternative Kraftstoffe wie HVO und eFuels zwar technisch nutzbar sind, jedoch an der Wirtschaftlichkeit scheitern.

„Wir glauben daher, dass Wasserstoffantriebe in der Baumaschinenbranche, abgesehen von wenigen Nischen, keine wirkliche Zukunft mehr haben.“ - Jochen Hörster

Die hohen Kosten und die Konkurrenz anderer Branchen um die begrenzten Kraftstoffmengen verhindern eine breite Marktdurchdringung. Langfristig sind keine sinkenden Kosten zu erwarten, was die Situation zusätzlich verschärft.

Zusammenfassung: Ammann-Experte Jochen Hörster sieht Wasserstoffantriebe in der Baumaschinenbranche als chancenlos an, da die Wirtschaftlichkeit und die Infrastruktur fehlen.

Hürden für E-Maschinen

Der Fokus der Branche liegt klar auf batterieelektrischen Maschinen, jedoch hinken die Verkaufszahlen hinterher. Hörster identifiziert die zwei- bis dreifachen Anschaffungskosten im Vergleich zu Dieselmaschinen sowie fehlende Industriestandards als massive Probleme. Es existieren bislang weder genormte Wechselakkus für handgeführte Maschinen noch branchenübergreifende Ladestecker.

Die fehlende Skalierbarkeit treibt die Kosten in die Höhe, und Großkunden sind nicht bereit, für jeden Maschinenhersteller spezifische Ladegeräte vorzuhalten. Dies führt zu Verwirrung und vermeidbarem Elektroschrott.

Zusammenfassung: Die hohen Anschaffungskosten und fehlende Standards bremsen den Verkauf von E-Maschinen, was die Branche vor große Herausforderungen stellt.

Fehlende Förderung und Regulierung

Zusätzliche Hürden für den batterieelektrischen Betrieb großer Maschinen entstehen durch die unzureichende Netzinfrastruktur auf Großbaustellen. Technische Lösungen wie mobile Batteriegroßspeicher erhöhen die Initialkosten für Bauunternehmen erheblich. Hörster bemängelt, dass in Deutschland staatliche Förderungen zur Kompensation dieser Kosten fehlen, was die Nachfrage im Vergleich zu Vorreitermärkten wie Skandinavien oder den Niederlanden erklärt.

In diesen Ländern wird mehr als die Hälfte aller in Europa verkauften Elektromaschinen abgesetzt, während die Regulierungsdichte in der EU bei Konformitätsbewertungen und Risikobeurteilungen steigt, was besonders mittelständische Hersteller vor enorme bürokratische Herausforderungen stellt.

Zusammenfassung: Fehlende staatliche Förderungen und eine unzureichende Netzinfrastruktur behindern die Elektrifizierung der Baumaschinen in Deutschland.

Die Zukunft der Elektrifizierung

Trotz des aktuellen Rückstands auf die Automobilindustrie ist die Transformation laut Ammann-Experte Hörster nicht aufzuhalten. Er betont, dass es nicht die Frage ist, ob die Elektrifizierung der Baumaschinen kommt, sondern vielmehr, wann und wie schnell dieser Wandel gelingt. Echte Fortschritte erforderten transparente Förderungen und eine stärkere Kooperation zwischen Herstellern und Lieferanten zur Schaffung einheitlicher Standards.

Zusammenfassung: Die Elektrifizierung der Baumaschinen wird kommen, jedoch sind klare Förderungen und Kooperationen notwendig, um den Wandel zu beschleunigen.

Quellen: