E-Mobilität im Fokus: Neue Dächer, Ladeverluste und elektrische Nutzfahrzeuge

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    29.08.2026 2 mal gelesen 0 Kommentare
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    Die Elektromobilität verändert nicht nur den Antrieb, sondern auch das Autodach. Batterien im Fahrzeugboden, Aerodynamik und begrenzter Bauraum führten lange zu festen Glasflächen statt öffnungsfähiger Dächer. Webasto beobachtet nun wieder steigendes Interesse an frischer Luft, großen Öffnungen und wirksamer Abschattung.
    Auch beim Laden zählt die richtige Technik. Der ADAC empfiehlt zu Hause eine Wallbox mit 11 oder 22 Kilowatt, weil sie schneller lädt und dadurch den Eigenverbrauch der Fahrzeugelektronik senkt. Haushaltssteckdosen sollten nur im Notfall genutzt werden, da Überhitzung und Brandgefahr drohen können.
    Für Solarstrom kann eine reduzierte Ladeleistung sinnvoll sein, selbst wenn dadurch die Ladeverluste steigen. Beim DC-Schnellladen gelangt häufig besonders viel Energie in die Batterie, doch die hohen Preise öffentlicher Schnellladesäulen machen diese Variante meist teurer als das Laden zu Hause.
    Elektrische Nutzfahrzeuge zeigen, dass E-Mobilität längst im Alltag angekommen ist. Der niederländische Milchtransporteur Van Der Mierden setzt einen DAF XD Electric mit 525 Kilowattstunden Batterie und 350 Kilowatt Leistung ein. Je nach Einsatz sind mehr als 500 Kilometer Reichweite möglich, besonders geeignet für planbare und wiederkehrende Routen.
    Technische Neuerungen stehen auch beim Mercedes-Benz EQS 450+ im Mittelpunkt: 800-Volt-Technik und Steer by Wire sollen dem bislang schwer akzeptierten Elektroflaggschiff neue Impulse geben. Gleichzeitig warnt Agora Energiewende, dass Deutschland sein Klimaziel 2026 verfehlen könnte, während das Umweltministerium die Prognose noch als verfrüht bezeichnet. Erotiske

    Webasto sieht neue Dynamik bei öffenbaren Autodächern

    Die Entwicklung von Dachsystemen verändert sich mit der Elektromobilität. Wie Webasto-Technikvorstand Marcel Bartling im Interview mit dem Portal Edison erklärte, führten Batterien im Unterboden sowie Anforderungen an Aerodynamik und CO2-Ausstoß dazu, dass öffenbare Dächer seltener wurden.

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    Um Bauraum im Innenraum zu sichern, ersetzten Hersteller die Mechanik laut Bartling häufig durch fixe Glasscheiben. Zusätzlich erschwerten die hohe Entwicklungskomplexität und begrenzte Budgets bei der parallelen Entwicklung von Verbrennern und Elektroautos den Trend zu Cabriolets. Auch Designvorbilder wie Tesla hätten die Nutzung fester Glasflächen geprägt.

    Nach Einschätzung des Webasto-Managers zeichnet sich inzwischen eine Marktwende ab. Hersteller diskutierten wieder verstärkt über öffenbare Funktionen, während Kunden sowohl frische Luft und einen freien Blick als auch Möglichkeiten zur Abschattung zum Schutz vor Sonneneinstrahlung wünschten. Besonders in sehr sonnigen Regionen oder China entstehe dadurch eine Marktdynamik.

    Klassische Klapp-Blechdächer seien wegen des hohen Fahrzeuggewichts durch die Batterien kaum noch relevant, erklärte Bartling. Stoffdächer böten entscheidende Gewichtsvorteile, ohne funktionale oder akustische Nachteile gegenüber Metalldächern zu haben.

    Webasto arbeite außerdem daran, die Bauhöhe der Mechanik zu verringern. Dadurch solle trotz des durch die Batterie im Fahrzeugboden eingeschränkten Platzes die Kopffreiheit erhalten bleiben. Ziel seien Dächer, die optisch wie durchgehende Glasflächen wirken und sich dennoch öffnen lassen.

    „Wir arbeiten aktuell sogar an einem Panoramadach aus Glas mit einer extrem großen Öffnungsfunktion – vergleichbar mit der Öffnungsweite eines Faltdachs bis über die Rückbank“, berichtete Marcel Bartling laut ecomento.de.

    Bei der Abschattung entwickelt Webasto sowohl schaltbare Gläser mit höherem Schalthub als auch optimierte Rollosysteme mit reduzierter Mechanik-Bauhöhe. Laut dem Zulieferer besteht die Nachfrage nach beiden Lösungen weiterhin bei Autoherstellern und Endkunden.

    Zusammenfassung:Quelle: ecomento.de. Batterien, Aerodynamik und Bauraum hatten feste Glasdächer begünstigt. Webasto beobachtet nun wieder mehr Interesse an öffnungsfähigen Glasdächern sowie an Lösungen zur Abschattung.

    ADAC: Wallboxen können Ladeverluste gegenüber Steckdosen senken

    Nicht der gesamte Strom, den ein Elektroauto aus Steckdose, Wallbox oder Ladesäule bezieht, landet in der Batterie. Ladeverluste lassen sich laut dem von VISION mobility aufgegriffenen ADAC-Ratgeber physikalisch nicht vollständig verhindern, durch eine passende Ladeart aber vermindern.

    Wie viel Strom ein Elektroauto tatsächlich verbraucht, lasse sich deshalb nicht einfach am Bordcomputer ablesen. Die beim Laden zusätzlich benötigte Energie muss ebenfalls bezahlt werden. Der ADAC erläutert, welche Ladevarianten den Geldbeutel am meisten schonen.

    Für das Laden zu Hause empfiehlt der ADAC eine Wallbox anstelle einer Haushaltssteckdose. Zwar entstünden auch bei einer Wallbox unvermeidliche Stromverluste, insbesondere bei der Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom. Der Eigenverbrauch der Fahrzeugelektronik sei beim Laden über eine Wallbox jedoch deutlich geringer als an einer Steckdose, weil der Ladevorgang wesentlich schneller erfolge.

    Der ADAC rät zu einer Wallbox mit möglichst hoher AC-Ladeleistung, also 11 beziehungsweise 22 kW. Bei diesen Ladeleistungen fielen die Ladeverluste am geringsten aus.

    Eine haushaltsübliche Schutzkontaktsteckdose sollte nach Einschätzung der Experten nur im Notfall verwendet werden. Sie sei für das Laden eines Elektroautos eigentlich nicht ausgelegt. Unter ungünstigen Umständen könne es zu übermäßiger Erwärmung oder im schlimmsten Fall zu einem Brand kommen.

    Beim Laden selbst erzeugten Photovoltaik-Stroms sei eine Wallbox mit reduzierter Ladeleistung sinnvoll, insbesondere bei PV-Stromüberschuss. Dadurch entstünden zwar höhere Ladeverluste. Der ADAC halte diese jedoch für vertretbar, weil die eingesetzte Energie aus der eigenen kostengünstigen Stromerzeugung stamme.

    Beim öffentlichen DC-Schnellladen komme häufig mehr Strom in der Batterie an als beim AC-Laden zu Hause oder an einer öffentlichen AC-Ladesäule. Technisch laufe das AC-Laden an einer öffentlichen AC-Ladesäule nahezu genauso ab wie an einer heimischen Wallbox.

    Für den Geldbeutel sei DC-Schnellladen laut Katharina Lucà vom ADAC trotzdem meist nicht günstiger. Der Strom an öffentlichen Schnellladesäulen sei in der Regel deutlich teurer als Haushaltsstrom. Nur bei einem ähnlich hohen Strompreis wie zu Hause könne sich das Schnellladen finanziell lohnen.

    LadeartAussage der Quelle
    WallboxGeringerer Eigenverbrauch der Fahrzeugelektronik als bei einer Steckdose
    AC-Ladeleistung11 beziehungsweise 22 kW werden empfohlen
    HaushaltssteckdoseNur im Notfall verwenden; mögliche übermäßige Erwärmung oder Brandgefahr
    PV-StromReduzierte Ladeleistung möglich; höhere Ladeverluste können laut ADAC in Kauf genommen werden
    DC-SchnellladenOft mehr Strom in der Batterie, aber öffentliche Ladepreise sind in der Regel deutlich höher

    Zusammenfassung:Quelle: VISION mobility. Der ADAC empfiehlt für das Laden zu Hause eine Wallbox mit 11 beziehungsweise 22 kW. Haushaltssteckdosen sollen nur im Notfall genutzt werden, während DC-Schnellladen technisch effizienter, aber wegen höherer Strompreise meist teurer ist.

    DAF XD Electric sammelt Milch in den Niederlanden

    Der niederländische Transportbetrieb Van Der Mierden setzt einen individuell gestalteten DAF XD Electric für die Milchsammlung ein. Die Sattelzugmaschine verfügt über eine Batterie mit 525 Kilowattstunden und einen 350 Kilowatt starken Antriebsstrang.

    Je nach Einsatz soll der Elektro-Lkw laut Hersteller mehr als 500 Kilometer mit einer Ladung schaffen. Das Fahrzeug basiert auf der DAF XD 350 FT 4x2-Sattelzugmaschine. DAF Niederlande spezifizierte den Lkw, während der Händler Truckland die Auslieferung übernahm.

    Die tägliche Milchsammlung ist durch planbare Fahrten und wiederkehrende Routen geprägt. Für Van Der Mierden war deshalb neben dem auffälligen Erscheinungsbild vor allem entscheidend, dass der Elektro-Lkw im laufenden Betrieb eingesetzt werden kann.

    „Wir haben uns bewusst für eine innovative und nachhaltige elektrische Lösung entschieden, die sich direkt im täglichen Betrieb einsetzen lässt“, erklärte Geschäftsführer Julian van der Mierden laut TRANSPORT – die Zeitung für den Güterverkehr.

    Die Gestaltung des DAF XD Electric erinnert mit ihrer Farbkombination und den Streifen an einen DAF-Renntruck aus dem Jahr 1996. Der Antriebsstrang leistet 350 Kilowatt beziehungsweise 480 PS, während das Batteriepaket 525 Kilowattstunden speichert.

    MerkmalAngabe
    FahrzeugDAF XD 350 FT 4x2-Sattelzugmaschine
    Batterie525 Kilowattstunden
    Antriebsstrang350 Kilowatt beziehungsweise 480 PS
    ReichweiteJe nach Einsatz mehr als 500 Kilometer mit einer einzigen Ladung

    Van Der Mierden Transport ist seit mehr als 60 Jahren im Milchtransport tätig. Das Familienunternehmen begann mit Pferd und Wagen und sammelte Milchkannen bei örtlichen Bauernhöfen ein.

    Heute transportiert der Betrieb neben Frischmilch auch Milchrohstoffe, Halbfertigprodukte und Endprodukte. Die Transporte führen durch die Niederlande und darüber hinaus; zum Einsatz kommen unter anderem isolierte Tankauflieger.

    Die Flotte besteht heute fast ausschließlich aus DAF-Lkw. Mit dem neuen XD Electric ergänzt das Unternehmen sie um ein batterieelektrisches Fahrzeug für die Milchsammlung.

    Zusammenfassung:Quelle: TRANSPORT – die Zeitung für den Güterverkehr. Van Der Mierden setzt einen DAF XD Electric mit 525 Kilowattstunden Batterie, 350 Kilowatt beziehungsweise 480 PS und einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern je nach Einsatz in der Milchsammlung ein.

    Mercedes-Benz EQS 450+: 800 Volt und Steer by Wire im Fokus

    Taxi Heute stellt in einer Fotostrecke den Mercedes-Benz EQS 450+ mit 800-Volt-Technik und Steer by Wire vor. Der Aufstieg des EQS zur „elektrischen S-Klasse“ sei bislang ausgeblieben, und das Modell tue sich bei den Kunden weiterhin schwer.

    Auf einen Optiknachschlag im vergangenen Jahr folgt laut Taxi Heute nun ein großer Technikwurf. Im Mittelpunkt stehen die 800-Volt-Technik und die Steuerung Steer by Wire.

    Die Quelle stellt die Frage, ob Mercedes-Benz mit diesen technischen Neuerungen das Steuer noch herumreißen kann. Die Fotostrecke verweist für weitere Informationen auf eine ausführliche News zum Thema.

    Zusammenfassung:Quelle: Taxi Heute. Der Mercedes-Benz EQS 450+ erhält 800 Volt und Steer by Wire. Taxi Heute ordnet die Neuerungen vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Kundenakzeptanz des Modells ein.

    Agora Energiewende sieht Klimaziel 2026 gefährdet

    Deutschland droht nach einem von VISION mobility aufgegriffenen Medienbericht, sein Klimaziel im laufenden Jahr zu verfehlen. Zu diesem Ergebnis kommt die Denkfabrik Agora Energiewende in vorläufigen Schätzungen; das Bundesumweltministerium wies die Berechnungen als verfrüht zurück.

    Nach dem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sank Deutschlands Treibhausgas-Ausstoß im ersten Halbjahr trotz hoher Energiepreise nur leicht. Der Rückgang betrug 7 auf 327 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

    Zur besseren Vergleichbarkeit werden andere Treibhausgase in CO2-Äquivalente umgerechnet. Sollte sich der Emissionsrückgang bis zum Jahresende im gleichen Tempo fortsetzen, werde Deutschland sein Klimaziel für 2026 verfehlen, prognostiziert Agora Energiewende. Übliche Schwankungen im Jahresverlauf seien dabei berücksichtigt worden.

    Nach dem Klimaschutzgesetz darf die Bundesrepublik im laufenden Jahr rund 625 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausstoßen. Den Schätzungen zufolge würde Deutschland diesen Wert um 10 Millionen Tonnen überschreiten.

    AngabeWert
    Treibhausgas-Ausstoß im ersten Halbjahr327 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
    Rückgang7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
    Zulässiger Ausstoß 2026rund 625 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente
    Prognostizierte Überschreitung10 Millionen Tonnen

    Das Umweltministerium hält eine abschließende Bewertung derzeit für nicht möglich. Eine belastbare Bilanz zu den Emissionen werde es erst im März 2027 geben, wenn das Umweltbundesamt seine Klimabilanz für das laufende Jahr veröffentliche.

    „Für eine belastbare, solide Bewertung der Treibhausgasemissionen des Jahres 2026 ist es heute noch zu früh“, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums laut VISION mobility.

    Wichtige Entwicklungen wie die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, das Wetter und die wirtschaftliche Entwicklung ließen sich erst zum Jahresabschluss seriös bewerten. Unterjährige Schätzungen und Hochrechnungen seien zugleich wichtige Hinweise.

    Das Ministerium verwies außerdem auf ein im Frühjahr beschlossenes neues Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Dieses solle maßgeblich zur Zielerreichung beitragen, unter anderem durch die Förderung der Elektromobilität und den Ausbau der Windenergie an Land.

    Zusammenfassung:Quelle: VISION mobility. Agora Energiewende erwartet bei einer Fortsetzung des bisherigen Trends eine Überschreitung des für 2026 zulässigen Ausstoßes um 10 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Das Umweltministerium verweist auf die erst im März 2027 vorliegende belastbare Klimabilanz sowie auf neue Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität und der Windenergie an Land.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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