E-Mobilität wird zur Norm: Zukunftsforscher Horx und aktuelle Entwicklungen in Deutschland
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
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Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Zukunftsforscher Tristan Horx sieht E-Mobilität als zukünftige Norm, während Lidl die Preise für Schnellladen senkt; zudem wachsen E-Bikes und Elektrobusse in Deutschland.
Zukunftsforscher Tristan Horx: E-Mobilität wird selbstverständlich
Beim Eröffnungsevent eines neuen Ladeparks in Oldenburg-Wechloy erklärte Zukunftsforscher Tristan Horx, dass die Verkehrswende bereits begonnen hat und die Reichweitenangst zunehmend an Bedeutung verliert. Horx betont, dass die größte Herausforderung darin besteht, die E-Mobilität im Alltag nahtlos und zugänglich zu gestalten. Er sieht die E-Mobilität in den nächsten zehn Jahren als Norm bei Neuzulassungen an, wobei elektrische Fahrzeuge die Regel werden.
„Wir sind ein Elektrostate und kein Petrostate“, so Horx.
Zusammen mit Vertretern von EWE Go und Hochtief diskutierte Horx über die Notwendigkeit, die Ladeinfrastruktur zu verbessern und die verschiedenen Anbieter besser zu vernetzen. Er fordert, dass das Laden nicht mehr als Hürde, sondern als normaler Teil der Mobilität wahrgenommen wird.
Zusammenfassung: Horx sieht die E-Mobilität als zukünftige Norm und fordert eine bessere Vernetzung der Ladeinfrastruktur.
Lidl senkt Preise für E-Auto-Laden
Lidl hat angekündigt, den Preis für das Schnellladen an seinen Ladesäulen im Juni auf 27 Cent pro Kilowattstunde zu senken. Regulär lag der Preis bei 44 Cent pro Kilowattstunde, was das Angebot im Vergleich zu anderen Anbietern attraktiv macht. Um den Sondertarif nutzen zu können, müssen Kunden jedoch ein Konto in der Lidl-Plus-App anlegen und den Bezahldienst Lidl Pay aktivieren.
Die Preissenkung gilt bis zum 30. Juni und ist an die Öffnungszeiten der jeweiligen Filialen gebunden, was bedeutet, dass nicht alle Ladepunkte rund um die Uhr verfügbar sind. Verbraucherschützer warnen, dass Kunden für Rabatte in diesen Apps mit ihren Daten bezahlen müssen.
Zusammenfassung: Lidl senkt die Preise für das Schnellladen auf 27 Cent/kWh, jedoch mit Bedingungen und Einschränkungen.
E-Bikes als Auto-Ersatz im Vormarsch
Das Umweltbundesamt hebt hervor, dass E-Bikes eine umweltfreundliche Alternative zum Auto darstellen und bis zu 60 Prozent der gefahrenen PKW-Kilometer ersetzen können. In Deutschland besitzt mittlerweile jeder Vierte ein E-Bike, was zu einem Umsatz von geschätzt 5,4 Milliarden Euro führt. Prognosen deuten auf ein weiteres Wachstum des Marktes hin, mit einem erwarteten Volumen von etwa 6,96 Milliarden US-Dollar bis 2029.
Allerdings gibt es auch Herausforderungen, wie hohe Anschaffungskosten und einen erhöhten Energiebedarf für die Batterien. Der CO2-Fußabdruck pro Kilometer ist mit 13–25 g CO2 beim E-Bike deutlich geringer als beim Auto, das 150–250 g CO2 ausstößt.
Zusammenfassung: E-Bikes könnten eine bedeutende Alternative zum Auto werden, stehen jedoch vor Herausforderungen wie hohen Kosten und Energiebedarf.
Elektromobilität in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg haben mehrere Städte, darunter Freiburg und Mannheim, das Ziel, ihre Busflotten bis 2030 vollständig auf Elektroantrieb umzustellen. Der Anteil der E-Busse hat sich von 80 im Jahr 2021 auf 479 im Jahr 2026 erhöht. Das Landesverkehrsministerium fördert die Anschaffung von emissionsfreien Fahrzeugen mit 48 Millionen Euro in diesem Jahr.
Aktuell sind 4,25 Prozent der Busflotte in Baden-Württemberg vollelektrisch, ergänzt durch 1.202 Hybridbusse. Die Förderung zielt darauf ab, die Verkehrswende voranzutreiben und die Luftqualität in den Städten zu verbessern.
Zusammenfassung: Baden-Württemberg fördert die Umstellung auf E-Busse, mit einem signifikanten Anstieg der E-Bus-Zahl in den letzten Jahren.
Rheinland-Pfalz: Jeder vierte Neuwagen elektrisch
Im ersten Quartal 2026 waren in Rheinland-Pfalz mehr als 27 Prozent der neu zugelassenen Autos elektrisch. Dies stellt eine Verdopplung im Vergleich zu 2024 dar. Insgesamt wurden rund 26.700 Pkw neu zugelassen, wobei der Anteil klassischer Verbrenner rückläufig ist. Der ADAC sieht hierin ein Zeichen für die zunehmende Akzeptanz der Elektromobilität im Alltag.
Die Ladeinfrastruktur hat sich ebenfalls verbessert, mit 7.630 öffentlich zugänglichen Ladepunkten, von denen 2.849 Schnellladepunkte sind. Dennoch gibt es Herausforderungen, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo die Verfügbarkeit von Ladepunkten oft unzureichend ist.
Zusammenfassung: Rheinland-Pfalz verzeichnet einen Anstieg bei den Neuzulassungen von Elektroautos und verbessert die Ladeinfrastruktur, steht jedoch vor Herausforderungen in ländlichen Gebieten.
Österreich: Neue Brantner-Highpower-Ladeparks
Brantner Green Solutions hat Anfang 2026 drei neue Highpower-Ladeparks in Österreich eröffnet, um die Elektrifizierung des Fuhrparks voranzutreiben. An den Standorten Krems und Hagenbrunn stehen jeweils sieben Ladepunkte mit einer Gesamtleistung von 600 kW zur Verfügung, die es den E-Lkw ermöglichen, ihre Akkus in der Nacht aufzuladen.
Die Ladeparks sind auch für Privatnutzer zugänglich und werden mit 100 Prozent grünem Strom betrieben. Brantner hat in die Ladeinfrastruktur investiert, um die Nutzung von E-Lkw zu fördern und die Wartung zu vereinfachen.
Zusammenfassung: Brantner eröffnet neue Highpower-Ladeparks in Österreich, um die Elektrifizierung des Fuhrparks zu unterstützen und die Nutzung von E-Lkw zu fördern.
Quellen:
- Zukunftsforscher Tristan Horx: Wie E-Mobilität selbstverständlich wird
- Schnellladen zum Kampfpreis: Lidl macht E-Auto-Besitzern ein Angebot – mit Haken
- E-Bikes auf dem Vormarsch: Wie real ist der Auto-Ersatz?
- Elektromobilität: Immer mehr E-Busse rollen durch Baden-Württemberg
- Elektromobilität: Jeder vierte Neuwagen in Rheinland-Pfalz fährt elektrisch
- Österreich: Drei neue Brantner-Highpower-Ladeparks