Elektromobilität im Aufschwung: E-Lkw und Elektroautos erobern den Markt
Autor: E-Mobil Magazin Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: News und Updates
Zusammenfassung: Transport- und Logistikdienstleister investieren zunehmend in Elektro-Lkw, um von der Dekarbonisierung zu profitieren; Norwegen verzeichnet einen Zulassungsrekord bei E-Fahrzeugen.
Elektromobilität: Warum Transport- und Logistikdienstleister jetzt E-Lkw kaufen
65 Prozent der europäischen Firmen aus dem Transport- und Logistiksektor stellen laut dem Argos-BCG Barometer 2026 bereits heute einen Wettbewerbsvorteil durch die Dekarbonisierung fest. Infolgedessen steigen ihre Investitionen in Elektro-Lkw signifikant. Florian Kraft, CEO der Renault Deutschland AG, berichtet von einer Verdreifachung der Kaufanfragen für den Transporter „Master E-Tech“ im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr.
„Letztes Jahr waren rund fünf Prozent der verkauften Nutzfahrzeuge elektrifiziert, wir gehen jetzt in Richtung von über 30 Prozent. Ich glaube, das wird weiter wachsen.“ - Florian Kraft, CEO der Renault Deutschland AG
Die Entwicklung zur Elektromobilität beschleunigt sich in der Logistik: Im Jahr 2025 stieg die Zahl der zugelassenen Lkw über 16 Tonnen in der EU um 51 Prozent, was rund 5.000 neuen batterieelektrischen Lkw entspricht. In den Niederlanden gab es sogar ein Wachstum von 205 Prozent bei den elektrischen mittelschweren und schweren Lkw.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Dekarbonisierung im Transport- und Logistiksektor nicht nur als umweltfreundliche Maßnahme, sondern auch als wirtschaftliche Chance wahrgenommen wird.
Elektromobilität: Zulassungsrekord - mehr als 6.000 Elektro-Lkw und -Busse in Norwegen
In Norwegen sind bereits über 6.000 Elektro-Lkw und -Busse auf den Straßen unterwegs, darunter 1.410 schwere Elektro-Trucks und 3.103 leichte E-Lkw. Im Mai 2026 wurde ein neuer Zulassungsrekord aufgestellt, als Fördermittel für 318 Fahrzeuge bewilligt wurden, was 381 Millionen Kronen (34,23 Millionen Euro) entspricht.
Die norwegische Förderagentur Enova berichtet, dass der Anteil der neu zugelassenen schweren Lkw, die elektrisch sind, von 10,2 Prozent im Jahr 2025 auf 14,3 Prozent im Jahr 2026 gestiegen ist. Dies zeigt das wachsende Interesse an Elektrofahrzeugen in der Transportbranche.
Zusammenfassend zeigt Norwegen, wie eine konsequente Förderung von Elektrofahrzeugen zu einem signifikanten Anstieg der Zulassungen führen kann.
Elektroautos in Europa: E-Anteil auf Rekordniveau
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 wurden in der EU, den EFTA-Staaten und Großbritannien rund 1,25 Millionen batterieelektrische Autos neu zugelassen, was einem Anstieg von 31,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Anteil der Elektroautos am Gesamtmarkt erreichte mit 21,5 Prozent einen neuen Höchststand.
Deutschland bleibt der größte europäische Markt für reine Elektroautos mit knapp 284.000 Neuzulassungen, gefolgt von Großbritannien und Frankreich. Besonders hoch ist der Elektroanteil in Skandinavien, wo in Norwegen 98 Prozent der Neuzulassungen auf reine Stromer entfallen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Europa stark wächst und die Marktanteile kontinuierlich steigen.
Senoner: "Wer elektrisch fährt, macht sich unabhängiger vom Ölpreis"
Philipp Senoner, CEO von Alpitronic, betont, dass die Elektromobilität hochwertige Arbeitsplätze schafft und die Abhängigkeit von Ölpreisen verringert. Er sieht die Fortschritte in der Elektromobilität als Ergebnis eines Zusammenspiels von Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur und Nutzerakzeptanz.
Senoner hebt hervor, dass die Ladeinfrastruktur in den letzten Jahren erheblich verbessert wurde, was die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen steigert. Er fordert ein stabiles regulatorisches Umfeld, um Investitionen in Ladeinfrastruktur und E-Fahrzeuge zu fördern.
Zusammenfassend ist die Elektromobilität nicht nur ein Klimathema, sondern auch ein wirtschaftliches und sicherheitspolitisches Thema, das für die Zukunft der Mobilität entscheidend ist.
Chery: Chinesischer Autobauer startet 2027 in Deutschland
Die Chery Group plant, ihre Automarke im ersten Halbjahr 2027 in Deutschland einzuführen und hat dafür eine Niederlassung in Raunheim gegründet. Zum Marktstart sind SUV-Modelle der Tiggo-Baureihe vorgesehen, die an die Anforderungen deutscher Kunden angepasst werden.
Der Aufbau eines flächendeckenden Vertriebs- und Servicenetzes soll bereits im Juli 2026 beginnen. Chery setzt auf Elektrifizierung und lokale Strukturen, um im deutschen Markt Fuß zu fassen.
Zusammenfassend zeigt der Markteintritt von Chery, dass der deutsche Automobilmarkt zunehmend von internationalen Herstellern geprägt wird, die innovative Produkte anbieten.
Quellen:
- Elektromobilität: Warum Transport- und Logistikdienstleister jetzt E-Lkw kaufen
- Elektromobilität: Zulassungsrekord - mehr als 6.000 Elektro-Lkw und -Busse in Norwegen
- Elektroautos in Europa: E-Anteil auf Rekordniveau
- Senoner: "Wer elektrisch fährt, macht sich unabhängiger vom Ölpreis"
- Chery: Chinesischer Autobauer startet 2027 in Deutschland
- Igus: E-Bike aus recycelten Fischernetzen
- VW setzt auf neue Modelle und Kostensenkungen
- Konkurrenz um E-Autos: Renault will von China lernen
- Cubos will Umrüstung von AC-Wallboxen auf bidirektionales Laden ermöglichen
- Umrüstung von Verbrennern auf Elektroantrieb
- Slate Truck: E-Pick-up für 24.950 Dollar ist fertig
- Weniger Verbrenner, mehr E-Autos: Stromer boomen im Raum Coburg wie nie
- Stadtwerke Kelheim bündeln Ladeinfrastruktur im Verbund Regioladen+
- Ladeplanung von E-Lkw: Forschungsprojekt zeigt Lösungen für Ladeinfrastruktur
- Lkw-Industrie fordert Ausbau der EU-Ladeinfrastruktur
- Ladeinfrastruktur | Rheinmetall zeigt zwei neue Ladebordsteine
- Rittal und EcoG – Modulare Konzepte für den Ausbau von Ladeinfrastruktur
- Verkehrsminister: „Wir sind gegen verbindliche Quoten”
- Gericht: Zu geringe Elektroauto-Reichweite berechtigt Rücktritt vom Kaufvertrag
- Elektroauto mit zu geringer Reichweite: Rücktritt vom Kaufvertrag ist möglich
- Renault Megane E-Tech elektrisch: Facelift mit 500 km Reichweite
- Zulassungsrekord: Mehr als 6.000 Elektro-Lkw und -Busse in Norwegen
- Wettbewerb im Markt für E‑Lkw nimmt zu
- Lieferwagen und Transporter mit Elektroantrieb
- E-LKW: Ja, aber lohnt sich das?