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Tesla muss in China Millionen Elektroautos zurückrufen
Tesla ruft in China knapp drei Millionen Elektroautos wegen Sicherheitsproblemen mit versenkbaren Türgriffen zurück. Nach Angaben der chinesischen Marktaufsichtsbehörde sind die mechanischen Notentriegelungen in einigen Modellen nicht deutlich genug gekennzeichnet.
Betroffen sind sowohl in China produzierte als auch importierte Fahrzeuge. Medienberichten zufolge handelt es sich um die bislang größte Rückrufaktion eines Autoherstellers in China.
Die versenkbaren Türgriffe werden elektrisch ein- und ausgefahren. Fällt nach einem Unfall die Stromversorgung aus, funktionieren die elektrischen Türöffner nicht mehr, sodass Insassen die mechanischen Notentriegelungen nutzen müssen.
Tesla will die betroffenen Fahrzeuge mit zusätzlichen Warnhinweisen versehen. Außerdem soll ein Software-Update dafür sorgen, dass sich die Fenster nach einem Unfall öffnen lassen.
Ein weiterer Rückruf betrifft rund 2,7 Millionen Tesla-Fahrzeuge. Bei diesen Fahrzeugen reicht die bisherige Kontrolle über das Lenkraddrehmoment bei aktivierter Fahrassistenz nach Angaben der Marktaufsicht nicht zuverlässig aus, um zu erkennen, ob der Fahrer den Blick von der Straße abwendet. Tesla will deshalb künftig zusätzlich die Innenraumkamera zur Überwachung des Fahrers einsetzen.
Ein großer Teil der Fahrzeuge dürfte von beiden Rückrufen betroffen sein. China ist der größte Automarkt der Welt und für Tesla der wichtigste Markt außerhalb der USA; zugleich ist das Land ein wichtiger Produktionsstandort des Elektroautoherstellers.
Versenkbare Türgriffe stehen in China bereits seit Längerem in der Kritik. Die Behörden kündigten Anfang des Jahres an, die Technik als weltweit erstes Land zu verbieten. Ab Beginn kommenden Jahres soll die Regelung für alle in China verkauften Neuwagen gelten.
„Die mechanischen Notentriegelungen sind in einigen Modellen nicht deutlich genug gekennzeichnet“, berichtet DIE ZEIT unter Berufung auf die chinesische Marktaufsicht.
Infobox – Quelle: DIE ZEIT: Tesla ruft knapp drei Millionen Fahrzeuge wegen der Kennzeichnung mechanischer Notentriegelungen zurück. Weitere rund 2,7 Millionen Fahrzeuge sind wegen der Fahrerüberwachung betroffen; ab Beginn kommenden Jahres soll die Technik der versenkbaren Türgriffe in China für Neuwagen verboten werden.
Tesla kündigt Elektro-Sattelschlepper für Europa an
Tesla will seinen um Jahre verzögerten Elektro-Sattelschlepper auch in Europa auf den Markt bringen. Details zur Einführung des Tesla Semi sowie technische Daten soll es auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover geben.
Die Messe läuft in diesem Jahr von 15. bis 20. September, zuvor gibt es am 14. September einen Pressetag. Tesla kündigte die Präsentation auf der Plattform X an.
Der Tesla Semi wurde bereits 2017 vorgestellt und sollte nach damaligen Ankündigungen ursprünglich 2019 in die Produktion gehen. Tesla schob den Start jedoch mehrfach auf, unter anderem mit dem Hinweis, dass Batterien dringender für Autos wie den Bestseller Model 3 gebraucht würden.
Die Produktion in größeren Stückzahlen lief schließlich im April dieses Jahres im US-Bundesstaat Nevada an. In den USA wurden erste Tesla-Laster an Kunden wie den Getränke- und Snackkonzern PepsiCo ausgeliefert.
Tesla gibt für den Semi eine geschätzte Reichweite von bis zu gut 800 Kilometern mit einer Batterieladung an. In Europa würde der Sattelschlepper gegen bereits verfügbare Konkurrenz-Lastwagen europäischer Hersteller antreten.
Tesla hatte den Semi bereits auf der IAA Nutzfahrzeuge vor zwei Jahren ausgestellt. Mit der geplanten Vorstellung in Hannover konkretisiert der Hersteller nun seine europäischen Ambitionen im Schwerlastverkehr.
Infobox – Quelle: WirtschaftsWoche: Der Tesla Semi soll in Europa angeboten werden. Die IAA Nutzfahrzeuge findet vom 15. bis 20. September statt; die geschätzte Reichweite beträgt bis zu gut 800 Kilometer.
Elektromobilität wächst im Kreis Borken und in Ahaus
Die Zahl der E-Autos im Kreis Borken hat sich innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt. Die Münsterland Zeitung nimmt Ahaus zum Anlass, die Gründe für das starke Wachstum der Elektromobilität auf dem Land zu betrachten.
Als einen Vorteil nennt der Bericht das Eigenheim. Dort bestehen andere Voraussetzungen für das Laden als in Mehrfamilienhäusern, weil private Ladeinfrastruktur leichter genutzt werden kann.
Auch die Zahl der Neuzulassungen wird als wichtiger Faktor für die Entwicklung genannt. Zugleich betont der Bericht, dass die Umstellung Zeit brauche.
Infobox – Quelle: Münsterland Zeitung: Im Kreis Borken hat sich die Zahl der E-Autos in drei Jahren mehr als verdoppelt. Als Themen des Berichts werden Eigenheime, Neuzulassungen und die Zeit für die Umstellung genannt.
ZDK fordert niedrigere Stromsteuer für alle Verbraucher
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) drängt auf eine Senkung der Stromsteuer und warnt vor zusätzlichen Belastungen für Verbraucher. Nach Einschätzung der Branchenvertretung würde eine höhere Besteuerung den Umstieg auf Elektrofahrzeuge erschweren und damit die Verkehrswende gefährden.
Hintergrund ist ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die Europäische Kommission. Darin setzt sich das Ministerium dafür ein, dass die Mitgliedstaaten auch künftig Spielräume bei der Besteuerung von Strom behalten.
Deutschland könnte damit weiterhin Strom oberhalb des europäischen Mindeststeuersatzes besteuern. Der ZDK sieht darin ein problematisches Signal für Verbraucher und Fahrzeugmarkt.
„Wer Elektromobilität will, muss auch dafür sorgen, dass elektrisches Fahren für die Menschen wirtschaftlich attraktiv bleibt. Strom darf deshalb nicht immer weiter verteuert werden“, erklärte ZDK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Hasler laut autohaus.de.
Nach Ansicht des Verbands hängt die Wirtschaftlichkeit von Elektroautos maßgeblich von den laufenden Energiekosten ab. Wenn der Kostenvorteil beim Fahren eines Elektroautos gegenüber einem Verbrenner durch steigende Stromkosten schrumpfe, werde die Entscheidung für ein E-Auto schwieriger.
Der ZDK verweist zudem auf die Ziele der Europäischen Union. Die EU-Kommission will die Elektrifizierung des Verkehrs ausdrücklich beschleunigen; mögliche zusätzliche Belastungen für Strom stünden deshalb nach Auffassung des Verbands im Widerspruch zu den angestrebten Klimazielen.
Das Kfz-Gewerbe erinnert außerdem an den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD. Dort sei vereinbart worden, die Stromsteuer für Unternehmen und Verbraucher auf das europäische Mindestmaß zu senken.
Der Verband fordert, auf zusätzliche Abgaben zu verzichten und die Stromsteuer für alle Verbraucher auf das europäische Mindestmaß zu reduzieren. Damit sollen die Wettbewerbsfähigkeit elektrischer Antriebe gestärkt und Investitionssicherheit geschaffen werden.
Infobox – Quelle: autohaus.de: Der ZDK fordert eine Stromsteuer auf dem europäischen Mindestmaß. Der Verband warnt, dass steigende Stromkosten die wirtschaftliche Attraktivität von Elektroautos und damit die Nachfrage bremsen könnten.
Verbraucherzentralen wollen E-Auto-Prämie auf günstige Modelle konzentrieren
Die staatliche Förderung für Elektroautos sollte aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) stärker auf preiswerte Fahrzeuge und Haushalte mit geringerem Einkommen zugeschnitten werden. Verbandschefin Ramona Pop fordert laut dem Bericht, die Förderung künftig auch vom Listenpreis des Fahrzeugs abhängig zu machen.
Oberhalb einer bestimmten Preisgrenze sollte es demnach keinen Zuschuss mehr geben. Dadurch könnte der Einstieg in die Elektromobilität für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen erleichtert werden.
Mehr günstige Neuwagen könnten einige Jahre später außerdem für ein größeres Angebot bezahlbarer Elektroautos auf dem Gebrauchtwagenmarkt sorgen. Bislang richtet sich die Höhe der seit Mai laufenden Förderung vor allem nach Einkommen, Familiengröße und Fahrzeugart.
| Förderung und Einkommen | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Möglicher Zuschuss | bis zu 6000 Euro |
| Grundsätzliche Einkommensgrenze | 80.000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen |
| Einkommensgrenze bei größeren Familien | 90.000 Euro |
| Förderanträge Anfang August | mehr als 100.000 |
Ramona Pop hält die Einkommensschwelle für zu hoch, da damit teilweise Haushalte unterstützt würden, die für den Autokauf nicht zwingend staatliche Hilfe benötigten. Eine stärkere Konzentration auf preiswerte Fahrzeuge könnte zugleich die Diskussion über ausländische Marken verschärfen.
Bei den bis Ende Juni bewilligten Förderfällen lagen Tesla, Škoda und Renault vorne; auch chinesische Marken profitierten überdurchschnittlich stark. Volkswagen folgte als erster deutscher Hersteller auf Rang acht. Auf Konzernebene lag der Volkswagen-Konzern zuletzt an der Spitze.
Eine direkte Bevorzugung europäischer Fahrzeuge ist derzeit rechtlich nicht ohne Weiteres möglich. Eine Preisobergrenze könnte das Spannungsfeld verschärfen, weil deutsche Hersteller im günstigeren Preissegment lange nur wenige reine Elektroautos angeboten haben.
Volkswagen brachte im Juli den ID. Polo mit kleiner Batterie für 24.995 Euro auf den Markt. Damit positionierte sich erstmals seit längerem wieder ein Elektroauto einer deutschen Volumenmarke deutlich unterhalb der Marke von 30.000 Euro.
Der elektrische Opel Corsa wird laut dem Bericht mit einem Preis von ab knapp 30.000 Euro genannt. BMW, Mercedes und weitere deutsche Hersteller bieten eher höherpreisige Modelle an.
Die Verbraucherzentralen sehen außerdem Handlungsbedarf beim Laden. Vor allem Menschen in Mehrfamilienhäusern seien stärker auf öffentliche Ladepunkte angewiesen; zudem fordert der Verband transparentere Ladetarife.
| Als wichtig genannter Faktor für den Umstieg | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Günstigere Elektroautos | 66 Prozent |
| Reichweite | jeweils knapp zwei Drittel |
| Bessere öffentliche Lademöglichkeiten | jeweils knapp zwei Drittel |
Infobox – Quelle: Elektroauto-News: Der vzbv fordert eine einkommens- und preisbezogene Förderung. Möglich sind derzeit Zuschüsse von bis zu 6000 Euro; Anfang August lagen mehr als 100.000 Förderanträge vor.
Gewicht bremst den Einsatz von Elektro-Lkw
Der Anteil an Elektro-Lkw im deutschen Schwerlastverkehr ist derzeit gering. Bei den deutschen schweren Lkw liegt die Quote laut dem von FOCUS online aufgegriffenen Interview mit BGL-Vorstandssprecher Dirk Engelhard bei etwa 0,5 Prozent.
Bezieht man ausländische Marktteilnehmer ein, sinkt der Wert auf etwa 0,27 bis 0,3 Prozent der rund 800.000 schweren Lkw, die für die Versorgung in Deutschland zuständig sind.
| Kennzahl | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Anteil bei deutschen schweren Lkw | etwa 0,5 Prozent |
| Anteil einschließlich ausländischer Marktteilnehmer | etwa 0,27 bis 0,3 Prozent |
| Schwere Lkw für die Versorgung in Deutschland | rund 800.000 |
| Gewicht eines Batteriepacks | bis zu vier Tonnen |
| Begrenzung der Antriebsachslast in Europa | 11,5 Tonnen |
| Öffentliche Ladepreise | 50 bis 80 Cent pro Kilowattstunde |
| Anteil des 40-Tonnen-Segments an den Gütertransporten | 85 Prozent |
Nach Engelhard liegt das Problem nicht an der Technik, da die E-Antriebe „tadellos“ funktionierten. Die Fahrzeuge seien jedoch etwa zwei- bis zweieinhalbmal so teuer wie konventionelle Diesel-Lkw; außerdem fehlten für den Fernverkehr ausreichende Reichweiten und genügend Ladepunkte.
Als größtes Hindernis nennt der BGL nicht die Reichweite, sondern die Antriebsachslast. Batteriepacks können bis zu vier Tonnen wiegen, wodurch die Grenze bei voll beladenen Lkw schnell überschritten wird.
Technische Lösungen wie zusätzliche Achsen könnten das Gewicht verteilen. Sie führten jedoch zu höheren Gesamtgewichten und längeren Fahrzeugen, weshalb nach Einschätzung des Branchenverbands politische Lösungen erforderlich sind.
Die Wirtschaftlichkeit hängt außerdem stark von den Lademöglichkeiten ab. Während das Laden in Depots mit günstigen Strompreisen rentabel sein kann, erschweren öffentliche Ladepreise von 50 bis 80 Cent pro Kilowattstunde die Kostenrechnung.
Im Bereich kleiner Zustellfahrzeuge spielt Elektromobilität bereits eine große Rolle. Im 40-Tonnen-Segment, das 85 Prozent aller Gütertransporte abdeckt, sind Elektro-Lkw hingegen noch kaum vertreten.
Für spezielle Anwendungen wie Großraumtransporte von Windrädern seien laut Engelhard alternative Kraftstoffe wie E-Fuels oder Wasserstoff notwendig. Der BGL plädiert deshalb für einen Technologiemix, weil elektrische Antriebe nicht alle Anwendungsbereiche der Landwirtschaft, Bauindustrie oder des Schwergutverkehrs abdecken könnten.
„Die E-Antriebe funktionieren tadellos“, berichtet FOCUS online über die Einschätzung von Dirk Engelhard.
Infobox – Quelle: FOCUS online: Bei schweren Lkw liegt der elektrische Anteil einschließlich ausländischer Marktteilnehmer bei etwa 0,27 bis 0,3 Prozent. Als zentrale Hürde gilt das Gewicht der Batterien in Verbindung mit der Begrenzung der Antriebsachslast auf 11,5 Tonnen.
Elektroautos könnten langfristig ein 500-Milliarden-Loch verursachen
Deutschland droht durch die Verkehrswende ein erheblicher Rückgang bei den Einnahmen aus Kraftstoffsteuern. Jahrzehntelang wurde das Straßennetz auch über Steuern auf Benzin und Diesel finanziert; mit jedem Elektroauto sinken diese Einnahmen.
Beim Verbrenner kommen Energiesteuer, CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer zusammen. Die Stromsteuer beim Laden beträgt laut T-Online im Schnitt nur 50 Euro pro Jahr.
Beim Benzin zieht der Staat rund 50 bis 55 Prozent des Gesamtpreises ein, beim Diesel sind es etwa 47 Prozent. Zu den staatlichen Belastungen zählen die feste Energiesteuer, die CO2-Abgabe, die Bevorratungsabgabe und die Mehrwertsteuer.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Stromsteuer beim Laden | im Schnitt 50 Euro pro Jahr |
| Staatsanteil am Benzinpreis | rund 50 bis 55 Prozent |
| Staatsanteil am Dieselpreis | etwa 47 Prozent |
| Anteil der Energiesteuer auf Kraftstoffe an den deutschen Steuereinnahmen im Jahr 2003 | fast ein Zehntel |
| Anteil heute | nicht einmal mehr vier Prozent |
| Kumulierte Einnahmelücke über 25 Jahre | rund 500 Milliarden Euro |
Modellrechnungen des Umweltbundesamtes und der Wirtschaftsweisen ergeben über 25 Jahre eine kumulierte Lücke von rund 500 Milliarden Euro, sollte sich die Elektrifizierung vollständig durchsetzen. Die zentrale offene Frage lautet laut Bericht, wer künftig Deutschlands Straßen finanziert.
Das Bundesverkehrsministerium erklärt dem Bericht zufolge, dass die Bundesregierung derzeit keine eigene Straßenabgabe für Elektroautos plane. Gleichzeitig fördert Berlin die Elektromobilität weiterhin mit Kaufprämien und Steuerbefreiungen.
Andere Industriestaaten testen bereits Ersatzmodelle. Großbritannien plant ab April 2028 eine zusätzliche Elektroauto-Abgabe, die sich an der Fahrleistung in Kilometern orientiert.
Island hat zum Januar 2026 eine fahrleistungs- und gewichtsabhängige Straßennutzungsgebühr für alle Pkw eingeführt und dafür Teile der bisherigen Kraftstoffabgaben ersetzt.
Infobox – Quelle: T-Online: Bei vollständiger Elektrifizierung droht laut den genannten Modellrechnungen über 25 Jahre eine kumulierte Einnahmelücke von rund 500 Milliarden Euro. Großbritannien plant ab April 2028 eine zusätzliche Elektroauto-Abgabe; Island führte zum Januar 2026 eine fahrleistungs- und gewichtsabhängige Gebühr ein.
Aggressives Fahren lässt E-Auto-Batterien schneller altern
Eine Studie der chinesischen Shanghai Dianji Universität untersucht, wie verschiedene Fahrstile die Lebensdauer von Batterien in Elektroautos beeinflussen. Die Forscher werteten ein Jahr lang Daten von 15 Elektroautos aus, die im Alltag in Städten, auf dem Land und auf Autobahnen sowie zu allen Jahreszeiten unterwegs waren.
Alle 10 Sekunden wurden Datenpunkte erstellt und anschließend zu 60-Sekunden-Segmenten gebündelt. Die Daten enthielten unter anderem Geschwindigkeit sowie Spannung, Ladezustand und Temperatur des Akkus.
Anhand dieser Informationen definierten die Forscher fünf Fahrstile – von Eco bis aggressiv. Als Merkmal für aggressives Fahren gilt etwa häufiges starkes Beschleunigen bei relativ niedriger Geschwindigkeit oder häufiges starkes Bremsen bei höheren Geschwindigkeiten.
| Untersuchungsergebnis | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Schnellere Alterung bei aggressivem Fahrstil gegenüber Eco | über 2,5-mal |
| Altersstress in Extremsituationen | bis zu 18,4-mal höher |
| Kapazitätsverlust nach 1.000 Ladezyklen im Eco-Fahrstil | 21,15 Prozent |
| Kapazitätsverlust nach 1.000 Ladezyklen bei aggressivem Fahren | 53,22 Prozent |
| Durchschnittlicher Batteriestrom bei aggressiver Fahrweise | 66,02 Ampere |
| Durchschnittlicher Batteriestrom im Eco-Fahrstil | 20,56 Ampere |
Die Hauptgründe für die stärkere Alterung liegen laut den Forschern im plötzlichen Beschleunigen und Bremsen sowie in den erhöhten Ansprüchen an den Batteriestrom. Die Geschwindigkeit hatte dagegen weniger Einfluss.
Aggressive und Eco-Fahrer waren im Durchschnitt mit derselben Geschwindigkeit unterwegs. Bei der aggressiven Gruppe flossen wegen des höheren Anspruchs an den Batteriestrom durchschnittlich 66,02 Ampere, während es bei der Eco-Gruppe 20,56 Ampere waren.
Infobox – Quelle: Futurezone: Aggressives Fahren lässt die Batterie laut der Studie über 2,5-mal schneller altern als der Eco-Fahrstil. Nach 1.000 Ladezyklen lag der Kapazitätsverlust bei 53,22 Prozent gegenüber 21,15 Prozent im Eco-Fahrstil.
Niedersachsen fordert Einfuhrzölle für Plug-in-Hybride aus China
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies fordert verschärfte EU-Einfuhrzölle für Plug-in-Hybride aus China. Für Elektroautos aus China erhebt die EU Importzölle, für Plug-in-Hybride allerdings nicht.
Lies schrieb bereits im Juli einen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil. Darin fordert er, EU-Zölle für Hybridautos aus China schnell einzuführen.
Nach Ansicht des Ministerpräsidenten hat die EU-Kommission vor zwei Jahren versäumt, neben batterieelektrischen Fahrzeugen auch Plug-in-Hybride in eine Untersuchung über Wettbewerbsverzerrungen einzubeziehen. Er spricht von einer „Regelungslücke“.
Lies zufolge werden seit zwei Jahren systematisch Plug-in-Hybride chinesischer Hersteller in den EU-Binnenmarkt eingeführt. Ziel sei es aus seiner Sicht, etablierte Hersteller im Verdrängungswettbewerb aus dem Markt zu drücken.
| Entwicklung der Exporte | Angabe der Quelle |
|---|---|
| Exporte in China gefertigter Autos und speziell von Plug-in-Hybriden im Mai und Juni dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr | rund 70 Prozent Zunahme |
Hintergrund der Forderung könnte laut NDR die Krise bei Volkswagen sein. Lies ist auch Mitglied im VW-Aufsichtsrat; ähnliche Zölle hatten bereits VW-Vorstand Oliver Blume und Niedersachsens CDU-Landeschef Sebastian Lechner gefordert.
Der Ministerpräsident hält ein striktes Verbrenner-Aus für „unrealistisch“ und fordert flexible Lösungen für den Weg zur Elektromobilität. Niedersachsen erwartet von EU-Kommission und Bundesregierung eine andere Handelspolitik gegenüber China.
Infobox – Quelle: NDR.de: Olaf Lies fordert EU-Einfuhrzölle für Plug-in-Hybride aus China und bezeichnet die bisherige Situation als „Regelungslücke“. Die Exporte von in China gefertigten Autos und speziell von Plug-in-Hybriden seien im Mai und Juni dieses Jahres um rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
30 Euro Vertragsstrafe nach dem Laden am Supermarkt
Ein E-Auto-Fahrer sollte 30 Euro bezahlen, nachdem er an einem Sonntag an einer Schnellladesäule auf einem Supermarktparkplatz in Miesbach geladen hatte. Der Ladevorgang dauerte 36 Minuten.
Die Stromkosten für 50 Kilowattstunden betrugen 20,50 Euro. Eine Woche später erhielt der Urlauber aus Moers bei Duisburg zusätzlich eine Zahlungsaufforderung über 30 Euro wegen eines Parkverstoßes.
Als Begründung nannte die mit der Überwachung beauftragte Münchner Firma Park-Depot, dass das Abstellen eines Autos auf dem Parkplatz nur während der Öffnungszeiten des Aldi- und Rewe-Marktes erlaubt sei. Der Fahrer hatte an einem Sonntag geladen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Kosten für 50 Kilowattstunden Strom | 20,50 Euro |
| Dauer des Ladevorgangs | 36 Minuten |
| Vertragsstrafe | 30 Euro |
| Höchstparkdauer laut den Nutzerhinweisen | zwei Stunden |
Auf dem gesamten Parkplatz weisen Schilder auf die Regeln hin. Dass diese auch für die blau markierten Stellplätze an den rund um die Uhr geöffneten Schnellladesäulen gelten, werde jedoch zumindest nicht ausdrücklich erwähnt.
Der Fahrer hatte die Ladestation in der offiziellen App des Betreibers EnBW entdeckt. Einen Hinweis auf die Nutzungsregeln des von Kameras zur Kennzeichenerfassung überwachten Supermarktparkplatzes habe er dort nicht gefunden.
Wie der Merkur berichtet, warnen mehrere Nutzer in Google-Rezensionen der EnBW-Ladesäule vor dem Laden an Sonntagen, in der Nacht oder über die Höchstparkdauer von zwei Stunden hinaus. In diesen Fällen könne eine Woche später eine Zahlungsaufforderung über 30 Euro eintreffen.
Auch Kunden der Packstation auf dem Parkplatz könnten betroffen sein, wenn sie diese außerhalb der Supermarkt-Öffnungszeiten mit dem Auto nutzen. DHL bewirbt die Packstation als rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche verfügbar.
Infobox – Quelle: Merkur: Für einen 36-minütigen Ladevorgang mit 50 Kilowattstunden fielen 20,50 Euro Stromkosten an. Zusätzlich wurde eine Vertragsstrafe von 30 Euro verlangt, weil das Fahrzeug an einem Sonntag auf dem Supermarktparkplatz stand.
Quellen:
- Elektromobilität: Tesla ruft in China Millionen Elektroautos zurück
- Elektromobilität: Tesla will Elektro-Lastwagen auch in Europa verkaufen
- E-Auto-Boom auf dem Land: Starke Nachfrage auch in Ahaus
- E-Mobilität in Gefahr?: ZDK fordert niedrigere Stromsteuer
- Verbraucherzentralen: E-Auto-Prämie auf günstige Modelle konzentrieren
- Elektro-LKW scheitern nicht an der Reichweite, sondern am Gewicht
- Elektroautos: Deutschland steht vor einem 500-Milliarden-Loch
- Aggressives Fahren lässt Batterie von E-Autos doppelt so schnell altern
- "Regelungslücke": Niedersachsen will verschärfte Einfuhrzölle für Autos aus China
- E-Auto-Fahrer lädt sonntags am Supermarkt auf – und zahlt 30 Euro Strafe
- Wird Magnesium zum neuen Lithium für E-Autos?
- E-Autos Sachsen-Anhalt: Kurz mal Strom tanken: Autobahn GmbH baut Schnelllader an kleinen Autobahn-Parkplätzen
- 1 Milliarde Euro für E-Lkw-Ladeinfrastruktur: Deutschland baut aus - doch gibt es auch einen anderen Weg?
- Hubject liefert jetzt Ladedaten an Localiser
- Cybercab-Ladeinfrastruktur in Austin beflügelt das Robotaxi-Narrativ — doch das Q2-EPS verfehlte den Konsens um 38 %
- Service für E-Auto-Fahrer: Schnellladepark an der A45 eröffnet
- Uruguay: Elektroautos knacken im Juli die 50-Prozent-Marke
- E-Lkw und E-Busse
- Einride bestellt 500 Tesla-Semi-Lkw für US-Flotte
- Schweiz erleichtert Nutzung von E-Transportern mit 4,25 Tonnen
- Tesla kündigt Europa-Start für E-Lkw Semi an
- Engie Vianeo errichtet in Deutschland vier neue Lkw-Ladeparks
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