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Pressespiegel: Elektroautos werden alltagstauglicher, XPeng setzt auf Wachstum und E-Lkw erweitern ihre Einsatzfelder
Shell-Studie: Elektromobilität erreicht den Mainstream
Nach der neunten Shell-Elektromobilitätsstudie wollen 89 Prozent der befragten E-Auto-Fahrer auch beim nächsten Fahrzeugkauf wieder ein elektrifiziertes Modell in Betracht ziehen. 74 Prozent tendieren dabei zu einem reinen Batterie-Elektrofahrzeug, während 34 Prozent einen Plug-in-Hybrid erwägen.
Auch unter den bisherigen Nicht-EV-Fahrern wächst die Offenheit: 37 Prozent ziehen beim nächsten Fahrzeugwechsel den Einstieg in die Elektromobilität in Betracht. Unter diesen Interessenten können sich 67 Prozent einen gebrauchten Elektro-Pkw vorstellen; bei den bestehenden EV-Fahrern sind es 69 Prozent.
Als wichtigste Kaufmotive nennen bestehende E-Mobilisten Ersparnisse bei den Kraftstoffkosten mit 45 Prozent. Es folgen Umweltaspekte mit 39 Prozent, Fahrspaß mit 32 Prozent, geringere Wartungskosten mit 29 Prozent und steuerliche Vorteile mit 26 Prozent.
Die Studie zeigt außerdem, dass Elektroautos längst nicht mehr nur als Stadt- oder Zweitwagen genutzt werden. 99 Prozent der E-Auto-Fahrer verwenden ihr Fahrzeug privat, ein Drittel beziehungsweise 33 Prozent auch beruflich.
| Fahrleistung der E-Auto-Fahrer | Anteil |
|---|---|
| Bis 10.000 Kilometer jährlich | 26 Prozent |
| 11.000 bis 15.000 Kilometer jährlich | 42 Prozent |
| 16.000 bis 20.000 Kilometer jährlich | 14 Prozent |
| Mehr als 20.000 Kilometer jährlich | 17 Prozent |
Über zwei Drittel beziehungsweise 68 Prozent haben bereits längere Strecken zurückgelegt, für die mindestens ein öffentlicher Ladestopp erforderlich war. 46 Prozent berichten von durchweg guten Erfahrungen, 22 Prozent von kleineren Herausforderungen. Nur 6 Prozent meiden Langstrecken wegen der öffentlichen Ladeinfrastruktur; 4 Prozent verzichten aus reiner Reichweitenangst darauf.
Verbessert hat sich aus Sicht der Befragten auch das öffentliche Ladenetz. 69 Prozent nehmen eine bessere Verfügbarkeit öffentlicher Ladepunkte wahr, 67 Prozent sehen eine größere Auswahl an Ladeanbietern und 64 Prozent berichten von einer höheren Zuverlässigkeit der Säulen. 64 Prozent loben die Qualität der Standorte, während 57 Prozent das Gesamterlebnis beim öffentlichen Laden besser als im Vorjahr bewerten.
Für Nicht-EV-Fahrer bleiben Bedenken rund um Reichweite und Ladeoptionen mit 43 Prozent die wichtigste Hürde. 32 Prozent nennen zu hohe Anschaffungskosten, 29 Prozent ein unzureichendes Netz öffentlicher Ladepunkte und 18 Prozent zu hohe Preise beim öffentlichen Laden.
Bei der Standortwahl sind die Ladekosten für 42 Prozent das entscheidende Kriterium. 38 Prozent achten auf die Ladegeschwindigkeit und 32 Prozent auf die Zuverlässigkeit. Für ebenfalls 42 Prozent spielen Shops, Gastronomie oder sanitäre Anlagen am Ladehub eine entscheidende Rolle.
73 Prozent würden einen Umweg zu einem erwiesenermaßen zuverlässigeren Ladepunkt in Kauf nehmen. 54 Prozent wären bereit, für höhere Ladegeschwindigkeiten einen höheren Tarif zu akzeptieren. An Tankstellen oder Ladehubs kaufen 50 Prozent mindestens einmal im Monat einen Kaffee; 36 Prozent greifen zu Kaltgetränken, 34 Prozent nutzen die Autowäsche, 30 Prozent kaufen To-Go-Produkte und 28 Prozent Snacks.
„Die Diskussion verschiebt sich zunehmend von der Frage, ob Elektromobilität funktioniert, hin zur Frage, wie einfach, zuverlässig und komfortabel sie im Alltag erlebt wird“, erklärt Florian Glattes, Leiter des Mobility-Geschäfts von Shell in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Gewerbliche Fuhrparks bleiben ein wichtiger Treiber. 33 Prozent der befragten EV-Fahrer sind Dienstwagen- oder Flottennutzer. 11 Prozent der EV-Flottenfahrer legen mehr als 30.000 Kilometer jährlich zurück; im Gesamtschnitt der EV-Fahrer sind es 6 Prozent.
Infobox – Quelle: Edison: 89 Prozent der befragten E-Auto-Fahrer wollen der Technologie treu bleiben. Zuverlässigkeit, Gesamtkosten und die Aufenthaltsqualität am Ladeort gewinnen neben Reichweite und Ladegeschwindigkeit an Bedeutung.
Urteil zu Roaming-Gebühren: Preisaufschlag beim Laden im Fokus
Auto Bild berichtet über ein Gerichtsurteil zu Roaming-Gebühren beim öffentlichen Laden von Elektroautos. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie hoch der Preisaufschlag eines Roaming-Anbieters gegenüber dem Betreiber einer Ladestation sein darf.
Das Urteil richtet den Blick damit auf die Preisgestaltung beim Laden an öffentlich zugänglichen Stationen. Für Elektroautofahrer ist besonders relevant, ob das Laden über einen externen Mobilitätsdienst künftig günstiger oder transparenter wird.
Die Berichterstattung stellt den Preisvergleich zwischen verschiedenen Betreibern von Schnellladestationen heraus. Dabei geht es um die Frage, wie stark sich die Kosten für denselben Ladevorgang abhängig vom verwendeten Anbieter unterscheiden dürfen.
Infobox – Quelle: Auto Bild: Das Urteil befasst sich mit zu hohen Preisaufschlägen bei Roaming-Gebühren. Im Zentrum stehen der Kostenvergleich zwischen Ladeanbietern und die mögliche Auswirkung auf das öffentliche Elektroauto-Laden.
XPeng: Kursgewinn ohne eindeutig neuen Unternehmensimpuls
Die XPeng-Aktie legte laut Börse Express im Branchenumfeld um 3,8 Prozent zu. Als Auslöser wurde jedoch keine neue unternehmensspezifische Nachricht identifiziert; der Anstieg wurde vielmehr mit der Stärke chinesischer Elektroautowerte in Verbindung gebracht.
Für Anleger unterscheidet der Bericht zwischen dem allgemeinen Branchenrückenwind und möglichen künftigen Geschäften rund um Technologielizenzen und kundenspezifische Anpassungen. XPeng suche demnach neben Volkswagen nach weiteren Autoherstellern für solche Geschäfte, ein unterzeichneter Vertrag wird jedoch nicht genannt.
Bestätigt ist dagegen eine neue internationale Aufgabe: XPeng teilte mit, die OICA-Sekretariatsrolle in einer neu eingerichteten UNECE-Arbeitsgruppe zu übernehmen. Diese beschäftigt sich mit dem Austausch szenariorelevanter Informationen für automatisiertes Fahren.
Die Sekretariatsrolle ist laut Börse Express weder ein Absatzvertrag noch eine Vereinbarung über die Vergütung von Technologie. Ihre wirtschaftliche Bedeutung lässt sich aus der Ernennung allein daher nicht ableiten.
| XPeng-Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Auslieferungen im September 2026 | 41.256 Fahrzeuge |
| Auslieferungen im dritten Quartal 2026 | 118.390 Fahrzeuge |
| Anstieg gegenüber dem Vorquartal | 15 Prozent |
| Kursgewinn im Branchenumfeld | 3,8 Prozent |
Die Auslieferungen liefern den operativen Hintergrund für die Diskussion über weitere Technologiegeschäfte. Zusätzliche Lizenzvereinbarungen bleiben nach Darstellung der Quelle jedoch eine Perspektive und dürfen nicht mit bereits gesicherten Umsätzen gleichgesetzt werden.
Infobox – Quelle: Börse Express: XPeng verzeichnete im September 2026 41.256 Auslieferungen und im dritten Quartal 2026 insgesamt 118.390 Fahrzeuge. Der Kursgewinn von 3,8 Prozent wurde vor allem dem freundlichen Umfeld für chinesische Elektroautowerte zugeschrieben.
Pariser Salon 2026: XPeng G9L bringt Luxus und bis zu sieben Plätze
VISION mobility stellt den XPeng G9L als elektrisches SUV-Flaggschiff der chinesischen Marke vor. Das Modell soll dem Portfolio die Krone aufsetzen und eine flexible Sitzkonfiguration mit bis zu sieben Plätzen bieten.
Der Bericht hebt den Anspruch hervor, möglichst viele Ausstattungs- und Technikthemen in einem Fahrzeug zu bündeln. Das Interieur wird von Leder und Luxus geprägt, während die technische Ausstattung unter anderem Künstliche Intelligenz sowie umfangreiche Infotainment- und Sicherheitsfunktionen umfasst.
Die Bezeichnung „G9L“ verweist im Bericht auf ein Fahrzeug, bei dem die Länge als wesentlicher Bestandteil des Konzepts erscheint. Im Mittelpunkt stehen damit großzügige Platzverhältnisse, die flexible Sitzanordnung und die Positionierung als Oberklasse-SUV.
Infobox – Quelle: VISION mobility: Der XPeng G9L wird als elektrisches SUV-Flaggschiff mit bis zu sieben Plätzen, Leder und Luxus im Innenraum sowie KI-, Infotainment- und Sicherheitsausstattung beschrieben.
Fakuma 2026: Rezyklat-Compounds für Elektrofahrzeuge und Elektronik
Techno-Compound präsentiert auf der Fakuma 2026 neue Thermoplast-Compounds mit hohem Rezyklatanteil für Anwendungen in der Elektromobilität sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie. Die Werkstoffe sollen elektromagnetische Abschirmung, Kriechstromfestigkeit und halogenfreien Flammschutz mit Nachhaltigkeitsanforderungen verbinden.
Für die EMV-Abschirmung empfindlicher Fahrzeugelektronik wurde die Produktreihe AbsorbXX entwickelt. Sie basiert auf kohlefaserverstärkten und zusätzlich rußgefüllten Polyamid-6- sowie Polypropylen-Rezyklaten.
| Eigenschaft AbsorbXX | Angabe |
|---|---|
| EMV-Abschirmwerte | Bis zu 55 dB |
| Frequenzbereich | 30 MHz bis über 1,5 GHz |
Für Hochvolt-Komponenten zeigt Techno-Compound den elektrisch isolierenden Werkstoff Techno-Mid GF 30 2 MH H. Die PA-Matrix besteht zu 75 % aus Rezyklat und ist mit 30 Gew.-% Kurzglasfasern verstärkt.
Der Werkstoff erreicht eine Vergleichszahl der Kriechwegbildung von 600 V und gehört damit zur Gruppe 1 mit der höchsten Kriechstromfestigkeit. Eine spezielle Hitzestabilisierung ermöglicht Dauergebrauchstemperaturen von bis zu 150 °C sowie eine hohe Beständigkeit gegen Wärmealterung, Öle und Lösemittel.
Für flammwidrige Gehäusestrukturen präsentiert das Unternehmen das Polybutylenterephthalat-Compound Techno Dur PBT GF 7 1 HFFR V0. Die Rezeptur enthält 7 Gew.-% Kurzglasfasern und erfüllt bei einer Wanddicke von 0,4 mm die Einstufung V-0 nach UL 94.
Der geringe Fasergehalt soll eine hohe Fließfähigkeit ermöglichen. Dadurch können Werkzeugkavitäten für dünnwandige Bauteile mit langen Fließwegen ohne unzulässigen Druckanstieg gefüllt werden.
Darüber hinaus erweitert Techno-Compound sein Portfolio um Closed-Loop-Lösungen im Rahmen der Altfahrzeugverordnung ELV-R und um nachhaltige Lösungen zur Erfüllung der EU-Verpackungsverordnung PPWR. Zusätzlich werden leichtfließende PA6-Easy-Flow-Typen für großflächige Front-End-Module sowie nachhaltige PP-LGF-Typen für den Fahrzeuginnenraum genannt.
Infobox – Quelle: PlastXnow: Techno-Compound zeigt auf der Fakuma 2026 Rezyklat-Compounds mit bis zu 55 dB EMV-Abschirmung, 75 % Rezyklatanteil und halogenfreiem Flammschutz für dünnwandige Geometrien.
DAF erweitert Angebot für elektrische Wechselbrücken-Lkw
DAF hat für den deutschen Wechselbrückenverkehr das batterieelektrische Dreiachsfahrgestell XG 350 Electric FAN 6x2 entwickelt. Das auf der IAA TRANSPORTATION in Hannover präsentierte Fahrzeug ist für den Transport von BDF-Wechselbrücken ausgelegt und soll unterschiedliche Behältertypen sowie Abstellhöhen unterstützen.
Das BDF-System ermöglicht es Logistikunternehmen, Wechselbehälter unabhängig vom Transportfahrzeug abzustellen, aufzunehmen und zwischen verschiedenen Fahrzeugen auszutauschen. Die standardisierten Abläufe und regelmäßig wiederkehrenden Strecken sollen die Abstimmung von Ladezyklen und Transportprozessen erleichtern.
| Technische Daten des DAF XG 350 Electric FAN 6x2 | Angabe |
|---|---|
| Antriebsleistung | 350 Kilowatt beziehungsweise 480 PS |
| Maximales Drehmoment | 2.400 Newtonmeter |
| Batteriepakete | Fünf |
| Gesamtkapazität | 525 Kilowattstunden |
| Nutzbare Batteriekapazität | 462 Kilowattstunden |
| Maximale Reichweite | Bis zu 550 Kilometer pro Batterieladung |
| Ladeleistung | 325 Kilowatt |
| Ladezeit von 20 auf 80 Prozent | Etwa 60 Minuten |
Der „PACCAR EX-D2“-Elektromotor stellt ein maximales Drehmoment von 2.400 Newtonmetern bereit und ist mit einem integrierten Dreiganggetriebe verbunden. Die fünf Batteriepakete sind so angeordnet, dass die Verriegelungselemente des „Mildner-Multi-BDF“-Aufbaus zugänglich bleiben.
Das Fahrgestell ist für Wechselbehälter der Typen C782, C745 und C715 sowie für unterschiedliche Abstellhöhen ausgelegt. Damit soll der elektrische Lkw mit verschiedenen im Systemverkehr eingesetzten Wechselbrücken kompatibel sein.
DAF arbeitet außerdem an einer alternativen Batterieanordnung, bei der sich kein Batteriepaket unter dem Fahrerhaus befindet. Vier Batteriepakete werden weiter hinten am Fahrzeug positioniert; dadurch soll die Vorderachslast um rund 700 Kilogramm sinken.
Nach Angaben des Herstellers kann die Nutzlast durch die veränderte Gewichtsverteilung um bis zu 2,5 Tonnen steigen. Zusammen mit der gesetzlich zulässigen Erhöhung des Gesamtgewichts für Elektro-Lkw um bis zu zwei Tonnen sollen elektrische Modelle der Baureihen XD, XF, XG und XG+ bis zu 500 Kilogramm mehr Nutzlast bieten als entsprechende Dieselfahrzeuge.
Der vorgestellte XG 350 Electric FAN 6x2 verfügt ausdrücklich über fünf Batteriepakete. Die Angaben zur Konfiguration mit vier Batteriepaketen beziehen sich laut Logistra.de auf eine weitere Batterieanordnung.
DAF verwendet Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Nach Unternehmensangaben enthalten sie weder Kobalt noch Nickel und zeichnen sich durch eine hohe thermische Stabilität aus. Auf die Batteriesysteme gewährt DAF eine Garantie von acht Jahren.
Für den Systemverkehr stehen die Fahrerhausvarianten XG und XG+ zur Verfügung. Sie bieten ein Innenraumvolumen von bis zu 12,5 Kubikmetern und eine Stehhöhe von bis zu 2,2 Metern. Das Relax-Bett ist über die gesamte Liegefläche 90 Zentimeter breit.
Für die indirekte Sicht kann das Kamerasystem „DAF Corner View“ eingesetzt werden, das einen Sichtbereich von 280 Grad rund um das Fahrerhaus abdeckt. Ergänzend ist ein digitales Kameraspiegelsystem verfügbar.
Infobox – Quelle: Logistra.de: Der DAF XG 350 Electric FAN 6x2 kombiniert 350 Kilowatt Antriebsleistung mit 462 Kilowattstunden nutzbarer Batteriekapazität und einer Reichweite von bis zu 550 Kilometern. Das Dreiachsfahrgestell ist für die Wechselbehälter C782, C745 und C715 ausgelegt.
Quellen:
- Fotostrecke: Pariser Salon 2026: Xpeng G9L - Luxus aus der Länge
- Urteil zu Roaming: Wird Elektroauto-Laden bald günstiger?
- Shell-Studie 2026: E-Mobilität wird Mainstream
- Fakuma 2026: Rezyklat-Compounds für E-Mobilität & E&E
- XPeng: Kein Nachrichten-Treiber
- DAF erweitert Elektro-Lkw-Angebot für den Wechselbrückenverkehr














