Inhaltsverzeichnis:
Schnellladen mit Batteriespeichern an zwei Standorten
Mit der Kombination aus Schnellladesäulen und Batteriespeichern erprobt Lichtblick ein Modell für Standorte, an denen das Stromnetz nur begrenzte Leistung bereitstellt. Die ersten beiden Anlagen entstehen in Stralsund und Heiligenhafen. Dort ergänzt jeweils ein Speicher den Netzanschluss und stellt bei hohem Ladebedarf zusätzliche Energie bereit.
Der Ansatz ist besonders für Ladeparks interessant, die schnell errichtet werden sollen, obwohl ein leistungsstarker Netzanschluss noch nicht verfügbar ist. Der Speicher kann kurzfristige Engpässe abfedern und macht die Ladeleistung dadurch weniger abhängig von der momentanen Netzkapazität. Für Fahrer bedeutet das im besten Fall kürzere Wartezeiten, auch wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden.
Die Anlagen markieren zudem einen praktischen Test für den weiteren Ausbau des Schnellladenetzes. Entscheidend wird sein, wie zuverlässig die Speicher im täglichen Betrieb arbeiten, wie stark sie ausgelastet werden und ob sich ihr Einsatz gegenüber einem direkten Netzausbau wirtschaftlich lohnt. Die Veröffentlichung zu dem Vorhaben erfolgte am 13. August 2026; als Autor wird Florian Pillau genannt.
Peak Shaving für hohe Ladeleistungen trotz begrenzter Netzanschlüsse
Peak Shaving steuert die Stromabgabe eines Ladeparks so, dass kurze Leistungsspitzen nicht vollständig aus dem öffentlichen Netz kommen müssen. Ein Energiemanagementsystem misst dafür laufend die Netzlast und verteilt die verfügbare Leistung auf Netzanschluss, Speicher und Ladesäulen. Nicht jede Säule muss also jederzeit ihre Maximalleistung abrufen.
Bei geringer Auslastung wird der Speicher nachgeladen. Treffen mehrere Ladevorgänge zusammen, liefert er zusätzliche Energie. Sobald die Nachfrage sinkt, kann sich das System wieder erholen. Die Steuerung muss dabei Ladezustand, Anschlussgrenze, Wirkungsgrad und erwartete Abfahrtszeiten berücksichtigen. Ein voller Akku allein garantiert daher noch kein gutes Ladeerlebnis.
Für die Standorte in Stralsund und Heiligenhafen ist jeweils ein Speicher mit 330 kW Leistung und rund 660 kWh Kapazität vorgesehen. Rein rechnerisch könnte er seine Nennleistung etwa zwei Stunden lang bereitstellen. In der Praxis hängt die Dauer von Temperatur, Ladezustand, Umwandlungsverlusten und der tatsächlichen Verteilung auf die Fahrzeuge ab.
Der wichtigste Vorteil liegt in der zeitlichen Verschiebung des Strombezugs. Der Netzanschluss muss nicht für jede kurze Spitzensituation auf die theoretisch höchste Ladeleistung ausgelegt werden. Das kann Bauzeiten verkürzen und den Anschluss an schwächeren Netzpunkten erleichtern. Für Betreiber bleibt jedoch eine genaue Planung nötig: Trafogröße, Brandschutz, Platzbedarf, Messkonzept und Netzverträglichkeit entscheiden mit über den Erfolg.
Besonders anspruchsvoll wird Peak Shaving, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig laden oder schwere Nutzfahrzeuge hohe Energiemengen benötigen. Dann muss die Software Prioritäten setzen. Eine faire Regel kann etwa Mindestleistungen sichern, während weniger dringende Ladevorgänge kurz gedrosselt werden. Für Fahrer sollte diese Regelung unsichtbar bleiben – sichtbar sein darf am besten nur eine stabile Ladeleistung.
Technische Daten und Vorteile der LichtBlick-Ladelösungen
| Merkmal | Details | Nutzen |
|---|---|---|
| Standorte der Pilotanlagen | Stralsund und Heiligenhafen | Erprobung von Schnellladen mit Batteriespeichern an unterschiedlichen Standorten |
| Speicherleistung | 330 kW je Standort | Zusätzliche Leistung bei gleichzeitigem Laden mehrerer Fahrzeuge |
| Speicherkapazität | Rund 660 kWh je Standort | Überbrückung kurzfristiger Netzengpässe und zeitliche Verschiebung des Strombezugs |
| Technisches Prinzip | Peak Shaving | Reduzierung von Leistungsspitzen aus dem öffentlichen Stromnetz |
| Maximale Ladeleistung der Ladepunkte | Bis zu 400 kW | Schnelle Ladevorgänge für geeignete Elektrofahrzeuge |
| Geplanter Netzausbau | Mehr als 200 Schnellladepunkte in Norddeutschland | Besseres Ladeangebot an Standorten von Famila- und Markant-Märkten |
| Standortnutzung | Laden während des Einkaufs | Verknüpfung von alltäglichen Aufenthalten mit dem Ladevorgang |
| Zugangsmodell | Offenes Durchleitungsmodell | Nutzung durch mehrere Fahrstromanbieter und mehr Tarifauswahl |
| Geeignete Nutzergruppen | Pkw-Fahrer, Flotten und perspektivisch der Schwerlastverkehr | Flexiblere Ladeplanung für verschiedene Fahrzeugtypen |
Technische Daten der Speicher in Stralsund und Heiligenhafen
Für beide Standorte sind Batteriespeicher mit jeweils 330 kW Leistung und rund 660 kWh Speicherkapazität vorgesehen. Die Leistungsangabe zeigt, wie viel Energie der Speicher in einem Moment abgeben oder aufnehmen kann. Die Kapazität gibt an, welche Energiemenge insgesamt gespeichert werden kann.
Aus diesen Werten ergibt sich ein rechnerisches Verhältnis von etwa zwei Stunden bei voller Nennleistung. Das ist nur ein Richtwert. Im Alltag beeinflussen Ladezustand, Umwandlungsverluste, Temperatur und die aktuelle Verteilung auf mehrere Ladepunkte die tatsächliche Einsatzdauer. Auch die verfügbare Leistung der angeschlossenen Schnelllader kann den Abruf begrenzen.
- 330 kW: maximale Lade- oder Entladeleistung des Speichers
- 660 kWh: gespeicherte Energiemenge bei voller Kapazitätsangabe
- 2 Stunden: theoretische Laufzeit bei 330 kW Dauerabgabe
- Stralsund und Heiligenhafen: jeweils ein eigenes Speichersystem
Technisch wichtig ist außerdem die Abstimmung zwischen Speicher, Mittelspannungsanschluss, Leistungselektronik und Ladehardware. Der Wechselrichter wandelt den Batteriestrom in netzgeeignete elektrische Energie um. Schutztechnik und Energiemanagement müssen dabei verhindern, dass zulässige Grenzwerte überschritten werden. Für einen dauerhaft sicheren Betrieb zählen deshalb auch Kühlung, Wartung, Brandschutz sowie die Qualität der Mess- und Steuerdaten.
Die genannten Kennzahlen beschreiben die Auslegung, nicht automatisch die Ladeleistung jedes einzelnen Fahrzeugs. Wie schnell ein Auto tatsächlich lädt, hängt zusätzlich von Fahrzeugtechnik, Batterietemperatur, Ladezustand und der Verteilung der verfügbaren Leistung ab.
Mehr als 200 Schnellladepunkte in Norddeutschland
Mit dem geplanten Ausbau erhält Norddeutschland innerhalb von elf Monaten mehr als 200 neue Schnellladepunkte. Die ersten Bauarbeiten sollen im Juni 2025 beginnen. Vorgesehen sind Standorte auf Parkplätzen von mehr als 25 Märkten der Einzelhandelsketten Famila und Markant.
Die Platzierung während des Einkaufs verbindet zwei Wege, die im Alltag ohnehin zusammengehören: Das Fahrzeug steht bereits am Ziel, während Energie nachgeladen wird. Für die Standortwahl zählen daher nicht nur die technische Anbindung, sondern auch Erreichbarkeit, Parkdauer und regionale Verteilung. Ein engmaschigeres Netz kann besonders auf häufig genutzten Strecken helfen, spontane Ladepausen besser zu planen.
Die geplanten Ladepunkte sind für eine Leistung von bis zu 400 kW ausgelegt. Ob ein Fahrzeug diesen Wert erreicht, hängt von seiner Batterietechnik und dem aktuellen Ladezustand ab. Die hohe Anschlussleistung schafft vor allem Reserven für mehrere Ladeplätze und für Modelle, die besonders kurze Stopps ermöglichen.
Für die Märkte übernimmt Lichtblick E-Mobility den Bau und Betrieb. Dadurch müssen die Handelspartner keine eigene Ladeinfrastruktur aufbauen. Die Zusammenarbeit besteht bereits seit mehr als fünf Jahren und verbindet den Ausbau des Netzes mit einem zusätzlichen Service am Einkaufsstandort.
Laden mit bis zu 400 Kilowatt an Einzelhandelsstandorten
Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit bleibt vom Fahrzeug abhängig. Batteriekapazität, Ladekurve, Temperatur und aktueller Ladezustand bestimmen, wie viel Leistung der Akku annimmt. Die Angabe von 400 kW beschreibt daher die technische Obergrenze der Ladeinfrastruktur, nicht eine feste Ladeleistung für jedes Auto.
Ein weiterer Vorteil der Marktstandorte liegt in der Aufenthaltsdauer. Während des Einkaufs steht das Fahrzeug meist ohnehin mehrere Minuten auf dem Parkplatz. Diese Zeit lässt sich für einen kurzen Nachladevorgang nutzen, ohne eine eigene Ladepause auf der Strecke einzuplanen. Besonders angenehm ist das, wenn Ladeplätze gut zugänglich sind und die Bedienung ohne Umwege funktioniert.
Für den Betrieb solcher Stationen sind klare Abläufe wichtig. Dazu zählen gut sichtbare Stellplätze, ausreichend dimensionierte Kabel, verständliche Preisangaben und eine zuverlässige Freischaltung. Auch die Abrechnung muss für spontane Nutzer funktionieren. Ein leistungsfähiger Ladepunkt nützt wenig, wenn die Zahlung hakt oder der Zugang unnötig kompliziert bleibt.
Die Verbindung von Einkauf und Schnellladen schafft damit einen konkreten Alltagsnutzen. Sie nutzt vorhandene Parkzeiten, verteilt Ladeangebote über stark besuchte Ziele und kann den Zugang zu hoher Ladeleistung außerhalb klassischer Raststätten verbessern.
Offenes Durchleitungsmodell für mehr Anbieterwahl
Ein offenes Durchleitungsmodell trennt den Betrieb der Ladesäule vom Verkauf des Fahrstroms. Die Infrastruktur bleibt technisch beim Betreiber, während mehrere Fahrstromanbieter den Zugang nutzen können. Für Elektrofahrer entsteht so eine Wahl zwischen verschiedenen Tarifen, Apps und Abrechnungslösungen.
Der Zugang sollte für Drittanbieter nach klaren, fairen und öffentlich nachvollziehbaren Regeln möglich sein. Dazu gehören gleiche technische Bedingungen, transparente Entgelte und verlässliche Daten zu Verfügbarkeit, Preis und Ladebeginn. Ohne solche Standards bleibt Offenheit schnell nur ein Versprechen auf dem Papier.
- Nutzung bestehender Ladepunkte durch mehrere Fahrstromanbieter
- Vergleichbare Preise und bessere Kontrolle der Abrechnung
- Weiterverwendung vertrauter Ladekarten oder Mobilitäts-Apps
- Mehr Druck auf Anbieter, faire Tarife und guten Service anzubieten
Für Nutzer sinkt damit die Abhängigkeit von einem einzelnen Vertragspartner. Wer bereits einen Ladetarif besitzt, kann ihn an weiteren Standorten verwenden, sofern der Anbieter dort eingebunden ist. Betreiber können zugleich ihre Auslastung erhöhen, ohne selbst sämtliche Kundentarife verwalten zu müssen.
Damit das Modell im Alltag funktioniert, braucht es interoperable Schnittstellen und aktuelle Statusdaten. Der Ladepunkt muss melden, ob er frei, belegt oder gestört ist. Ebenso wichtig sind einheitliche Angaben zu Startgebühr, Arbeitspreis, möglichen Blockierentgelten und Bezahlweg. Gerade bei spontanen Ladevorgängen entscheidet diese Klarheit über Vertrauen und mitunter über den nächsten Ladestopp.
Weniger Kosten und mehr Transparenz beim öffentlichen Laden
Ein offenes Durchleitungsmodell kann die Preisbildung an öffentlichen Ladepunkten nachvollziehbarer machen. Fahrer sollten vor dem Start den tatsächlichen Endpreis sehen: Arbeitspreis je Kilowattstunde, mögliche Startgebühr, Blockierentgelt und anfallende Steuern. Überraschungen auf der Rechnung werden dadurch seltener.
Mehrere Fahrstromanbieter an derselben Infrastruktur erhöhen zudem den Wettbewerbsdruck. Anbieter müssen ihre Tarife verständlich gestalten und dürfen sich weniger auf schwer vergleichbare Preisstrukturen verlassen. Ob die Kosten tatsächlich sinken, hängt allerdings von den Zugangsentgelten, der Auslastung und den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Ein Durchleitungsmodell ist also kein automatischer Preisnachlass.
- Anzeige des Gesamtpreises vor Beginn des Ladevorgangs
- Klare Trennung von Energiepreis, Startgebühr und Zeitentgelt
- Vergleichbare Abrechnung über verschiedene Fahrstromanbieter
- Weniger Risiko durch versteckte oder schwer auffindbare Zusatzkosten
Auch bei Roaming-Vorgängen kann der Tarif des eigenen Anbieters vom Direktpreis des Betreibers abweichen. Ein kurzer Blick auf die Konditionen in der App oder direkt am Ladepunkt lohnt sich daher, besonders bei spontanen Ladevorgängen ohne bestehenden Vertrag. Ebenso wichtig sind aktuelle Angaben zur Verfügbarkeit, zu technischen Störungen und zur voraussichtlichen Ladeleistung, damit Nutzer Kosten und Zeit realistisch planen können.
Vorteile für Märkte, Fahrer und den Schwerlastverkehr
Die Verbindung von Schnellladepunkten mit Batteriespeichern schafft Vorteile, die über kürzere Ladepausen hinausgehen. Für Märkte entsteht ein zusätzlicher Anlaufpunkt, für Fahrer mehr Planbarkeit. Im Schwerlastverkehr kann die Technik helfen, hohe Energiemengen an Orten bereitzustellen, an denen ein klassischer Netzausbau nur langsam vorankommt.
Einzelhandelsstandorte profitieren vor allem von der besseren Nutzung ihrer Parkflächen. Ladegäste verweilen während des Einkaufs länger am Markt und können dadurch zusätzliche Umsätze ermöglichen. Gleichzeitig entsteht ein Service, der den Standort im regionalen Vergleich attraktiver macht. Für die Betreiber bleibt wichtig, Stellplätze klar zuzuordnen und die Nutzung nach Ende des Ladevorgangs zu regeln.
Fahrer gewinnen an Flexibilität, wenn Ladepunkte dort stehen, wo ohnehin ein Aufenthalt geplant ist. Das gilt besonders für Pendler, Lieferdienste und Reisende mit wechselnden Routen. Eine verlässliche Anzeige freier Plätze ist dabei entscheidend: Niemand möchte mit niedrigem Akkustand vor einem belegten oder nicht zugänglichen Ladepunkt stehen.
Für elektrische Lastwagen gelten andere Maßstäbe als für Pkw. Große Batterien benötigen deutlich mehr Energie, und Ladefenster müssen oft mit gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten zusammenpassen. Speicher können an solchen Standorten zusätzliche Leistung für kurze Zeit bereitstellen. Sie ersetzen jedoch nicht automatisch einen leistungsfähigen Netzanschluss, eine passende Trafostation oder ausreichend große Rangierflächen.
- Märkte: zusätzliche Kundenkontakte und bessere Nutzung vorhandener Parkflächen
- Fahrer: Laden während eines ohnehin geplanten Aufenthalts
- Flottenbetreiber: besser planbare Zwischenstopps für Liefer- und Nutzfahrzeuge
- Schwerlastverkehr: höhere Flexibilität bei energiereichen Ladevorgängen
Für den Güterverkehr zählen außerdem robuste Zufahrten, große Stellplatzradien und eine klare Verkehrsführung. Ein Ladepunkt für Lastwagen darf nicht so angelegt sein, dass Lieferfahrzeuge oder Pkw ihn blockieren. Erst das Zusammenspiel aus Leistung, Fläche und Betriebsplanung macht einen Standort wirklich tauglich für schwere Elektrofahrzeuge.
Fazit: Batteriespeicher und offene Netze stärken das Schnellladen
Die beiden Pilotstandorte zeigen, wie Ladeinfrastruktur künftig flexibler geplant werden kann: Batteriespeicher können den Zeitpunkt des Energiebezugs entkoppeln, während offene Zugangsmodelle die Nutzung durch verschiedene Fahrstromanbieter ermöglichen. Zusammen betrachtet adressieren beide Ansätze zwei unterschiedliche Engpässe – die verfügbare Netzleistung und die geringe Auswahl beim Bezahlen.
Für die weitere Bewertung zählen nun belastbare Betriebsergebnisse. Wichtig sind etwa Verfügbarkeit, Speicherverluste, Wartungsaufwand, tatsächliche Spitzenlasten und die Kosten je zusätzlicher Ladeleistung. Erst diese Werte zeigen, wann ein Speicher wirtschaftlich sinnvoller ist als ein größerer Netzanschluss.
Auch das offene Modell braucht klare Rahmenbedingungen. Einheitliche Schnittstellen, aktuelle Preisdaten und diskriminierungsfreie Zugangsregeln sind die Grundlage. Ohne verlässliche Daten bleibt die Wahl zwischen Anbietern zwar formal bestehen, hilft im Alltag aber nur begrenzt.
- Speicherlösungen sollten nach realen Lastprofilen statt nach Maximalwerten geplant werden.
- Betreiber sollten Verfügbarkeit und Ladequalität dauerhaft veröffentlichen.
- Fahrstromanbieter benötigen faire, technisch einheitliche Zugangsmöglichkeiten.
- Kommunen und Netzbetreiber sollten Standortplanung und Netzausbau eng abstimmen.
Damit entsteht kein einzelner Königsweg, sondern ein Baukasten für unterschiedliche Standorte. Wo der Netzanschluss knapp ist, kann ein Speicher Zeit gewinnen. Wo Nutzer zwischen Tarifen wählen sollen, schafft ein offener Zugang mehr Beweglichkeit. Der Erfolg entscheidet sich letztlich an transparenten Kosten, stabiler Technik und einem Ladeerlebnis, das im Alltag ohne großes Nachdenken funktioniert.
Nützliche Links zum Thema
- E-Auto Unterwegs: Elektroauto per App und Ladekarte laden
- Wie ladet ihr ein E-Auto? - LichtBlick
- Ladestationen von Fahrstrom Lichtblick - Chargemap
Häufige Fragen zu modernen Ladelösungen
Wie unterstützen Batteriespeicher das Schnellladen?
Batteriespeicher werden bei geringer Auslastung über den Netzanschluss geladen. Bei hoher Nachfrage geben sie zusätzliche Energie an die Schnellladesäulen ab. Dadurch lassen sich kurzfristige Leistungsspitzen ausgleichen und hohe Ladeleistungen auch bei begrenzter Netzkapazität ermöglichen.
Was bedeutet Peak Shaving beim Betrieb von Ladesäulen?
Peak Shaving bezeichnet die Steuerung der Stromabgabe, bei der kurze Leistungsspitzen reduziert werden. Ein Energiemanagementsystem verteilt die verfügbare Leistung zwischen Netzanschluss, Batteriespeicher und Ladesäulen. So muss der Netzanschluss nicht für jede kurzfristige Höchstlast ausgelegt sein.
Welche Leistung haben die Batteriespeicher an den Pilotstandorten?
An den Pilotstandorten ist jeweils ein Batteriespeicher mit einer Leistung von 330 kW und einer Kapazität von rund 660 kWh vorgesehen. Rechnerisch kann der Speicher damit etwa zwei Stunden lang seine Nennleistung bereitstellen. Die tatsächliche Dauer hängt unter anderem von Ladezustand, Temperatur und Umwandlungsverlusten ab.
Wie schnell können Elektrofahrzeuge an den geplanten Ladepunkten laden?
Die Ladepunkte sind für eine maximale Leistung von bis zu 400 kW ausgelegt. Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit hängt jedoch vom Fahrzeug, der Batterietemperatur, dem Ladezustand und der Ladekurve ab. Nicht jedes Elektrofahrzeug kann die maximale Leistung nutzen.
Welche Vorteile bietet ein offenes Durchleitungsmodell?
Bei einem offenen Durchleitungsmodell können mehrere Fahrstromanbieter dieselbe Ladeinfrastruktur nutzen. Dadurch erhalten Elektrofahrer mehr Auswahl bei Tarifen, Ladekarten und Apps. Transparente Preise, faire Zugangsbedingungen und aktuelle Informationen zu Verfügbarkeit und Kosten können zudem den Wettbewerb stärken.




