Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Zusammenfassung aktueller Twitter-Posts und der darin aufgegriffenen Berichte vom 4. bis 6. Oktober 2026. Im Mittelpunkt stehen Reifen, Sicherheit und neue Technik für die Wintersaison 2026/27.
Roboter sollen den Reifenwechsel beschleunigen
Wie AUTO BILD berichtet, werden in Werkstätten zunehmend automatisierte Systeme erprobt. Ein Reifenwechselroboter soll bestimmte Arbeitsschritte übernehmen, ohne dass die Räder vollständig vom Fahrzeug abmontiert werden müssen. Solche Anlagen können Abläufe standardisieren und Mitarbeitende körperlich entlasten. Eine vollständig autonome Reparatur ist jedoch noch nicht vorgesehen: Kontrolle, Freigabe und gegebenenfalls Nacharbeiten bleiben Aufgabe von Fachpersonal.
Gerade beim Reifenwechsel sind Sicherheitsprüfungen entscheidend. Dazu gehören der Zustand von Lauffläche und Seitenwand, die korrekte Laufrichtung sowie das Anzugsdrehmoment der Radschrauben. Das Drehmoment beschreibt die Kraft, mit der eine Schraube festgezogen wird. Ist es zu niedrig oder zu hoch, können sich Risiken für die Radbefestigung ergeben.
luftfreie Reifen bleiben Zukunftstechnik
Bridgestone hat laut AUTO BILD erstmals eine Testfahrt mit einem Prototypen luftfreier Reifen absolviert. Statt eines mit Luft gefüllten Gummireifens trägt ein spezielles Speichensystem die Last des Fahrzeugs. Dadurch soll das Risiko eines klassischen Plattfußes sinken. Gleichzeitig müssen Komfort, Geräuschentwicklung, Haltbarkeit und die Reparaturfähigkeit noch überzeugen. Trotz der Testfahrt ist eine Serienproduktion weiterhin nicht absehbar.
Ein luftfreier Reifen darf nicht mit einem unzerstörbaren Reifen gleichgesetzt werden: Auch Material und Speichen können durch Bordsteine, Schlaglöcher oder Überlastung beschädigt werden. Zudem stellt die industrielle Fertigung großer Stückzahlen eine erhebliche Herausforderung dar.
Volkswagen-Rückruf wegen korrodierender Schraube
Nach Informationen von AUTO BILD betrifft ein Rückruf des Volkswagen-Konzerns in Deutschland knapp eine Million Fahrzeuge. Ursache ist eine möglicherweise korrodierende Schraube am Lenkgetriebe. Korrosion bedeutet, dass ein Metall durch Feuchtigkeit und chemische Reaktionen angegriffen wird. Im ungünstigen Fall kann die Funktion der Lenkung beeinträchtigt werden.
Der Bericht verweist auf interne Unterlagen und darauf, dass manche Fahrzeuge möglicherweise zweimal in die Werkstatt müssen. Fahrzeughalter sollten Rückrufschreiben ernst nehmen, die Prüfung zeitnah durchführen lassen und bei Unsicherheit die zuständige Vertragswerkstatt oder das Kraftfahrt-Bundesamt kontaktieren. Ob ein konkretes Auto betroffen ist, lässt sich in der Regel über die Fahrzeugidentifikationsnummer klären.
Neue Winterreifen und ein verlängertes Probefahrt-Angebot
AUTO BILD stellt den Norauto Wintersys 2 vor, einen neuen Winterreifen der ATU-Eigenmarke. Das Modell soll Autofahrern 14 Tage lang zum Ausprobieren angeboten werden. Entscheidend bleibt, dass Reifen zur Fahrzeugfreigabe, Reifengröße und zum vorgesehenen Einsatz passen. Ein günstiger Preis allein sagt wenig über Bremsleistung bei Nässe, Schnee oder niedrigen Temperaturen aus.
Für die Wintersaison 2026/27 kündigt AUTO BILD außerdem neue Modelle, zusätzliche Größen und einen stärkeren Fokus auf Laufleistung und Effizienz an. Beim Kauf sollten Autofahrer neben dem EU-Reifenlabel auch unabhängige Vergleichstests berücksichtigen. Das Label informiert unter anderem über Nasshaftung, Rollwiderstand und Außengeräusch, bildet aber nicht sämtliche Fahreigenschaften ab.
Die Sieben-Grad-Regel ist kein Gesetz
AUTO BILD widerspricht der verbreiteten Faustregel, wonach bei exakt sieben Grad Celsius der Reifenwechsel erfolgen müsse. Diese Temperaturgrenze ist keine gesetzliche Vorgabe und stellt keine verlässliche technische Schwelle dar. Winterreifen sind vor allem dann sinnvoll, wenn regelmäßig mit niedrigen Temperaturen, Frost, Schnee oder Eis zu rechnen ist.
In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte müssen Fahrzeuge mit geeigneten Winterreifen ausgerüstet sein. Als geeignet gelten Reifen mit Alpine-Symbol, also dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Die frühere M+S-Kennzeichnung allein reicht für neuere Fahrzeuge nicht mehr aus. Für eine gute Planung empfiehlt sich der Wechsel vor dem ersten Wintereinbruch – nicht allein wegen einer bestimmten Zahl auf dem Thermometer.
Reifendruck beeinflusst Sicherheit und Verbrauch
Wie AUTO BILD erklärt, gehört der Reifendruck zu den häufig unterschätzten Sicherheitsfaktoren. Ein zu niedriger Druck verschlechtert die Fahrstabilität, erhöht den Rollwiderstand und kann den Reifen stärker erwärmen. Das steigert den Kraftstoff- beziehungsweise Stromverbrauch und kann den Verschleiß beschleunigen. Ein zu hoher Druck kann dagegen Komfort und Haftung beeinträchtigen.
Kontrolliert werden sollte der Druck an kalten Reifen und anhand der Herstellerangaben. Diese stehen häufig an der Tankklappe, an der B-Säule oder in der Betriebsanleitung. Nach dem Nachfüllen muss die Reifendruckkontrollanzeige gegebenenfalls zurückgesetzt werden. Das System überwacht den Druck, ersetzt aber keine Sichtprüfung auf Schäden oder Fremdkörper.
Falsche Reifen verlängern den Bremsweg
Ein Test von AUTO BILD zeigt, wie riskant Sommerreifen bei Schnee sein können: Der Bremsweg kann sich gegenüber geeigneten Winterreifen deutlich verlängern und sich unter ungünstigen Bedingungen sogar verdoppeln. Der Grund liegt in der Gummimischung und im Profil. Winterreifen bleiben bei Kälte elastischer und besitzen Lamellen, die sich besser mit Schnee verzahnen.
Umgekehrt sind Winterreifen bei sommerlicher Hitze nicht optimal. Ihre weichere Mischung kann stärker verschleißen, der Bremsweg auf trockener Fahrbahn kann zunehmen und das Fahrverhalten kann sich verschlechtern. Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss für Regionen mit moderaten Wintern, ersetzen aber nicht automatisch spezialisierte Sommer- und Winterreifen.
Spektakuläre Tests auf Eis und ungewöhnliche Konzepte
Für Aufmerksamkeit sorgt ein von AUTO BILD aufgegriffener Geschwindigkeitslauf: Ein Audi RS 6 erreichte auf einer gefrorenen Ostsee 335,713 km/h. Solche Rekordfahrten finden unter streng kontrollierten Bedingungen statt und sind nicht auf den öffentlichen Straßenverkehr übertragbar. Entscheidend sind unter anderem die präparierte Eisfläche, spezielle Reifen, Sicherheitsmaßnahmen und die Wetterbedingungen.
Auch ein Fahrzeug mit Glasrädern wird in einem Video thematisiert. Die ungewöhnliche Konstruktion ist vor allem ein Show- und Demonstrationsprojekt. Glas ist spröde und kann bei punktueller Belastung brechen. Für den alltäglichen Straßenverkehr wären Dauerhaltbarkeit, Haftung, Stoßfestigkeit und Zulassung zentrale Hürden.
Nokian Tyres arbeitet laut AUTO BILD derweil an einem Konzeptreifen, der teilweise auf Holz beziehungsweise holzbasierten Materialien beruht. Dabei geht es nicht um eine Rückkehr zum historischen Holzrad, sondern um neue Werkstoffe und die mögliche Verringerung des Einsatzes fossiler Rohstoffe. Für eine Serienanwendung müssten solche Materialien bei Nässe, Kälte, Hitze und Dauerbelastung dieselbe Zuverlässigkeit wie etablierte Reifenwerkstoffe erreichen.
Nun folgen die Quellen:
AUTO BILD: Reifenwechsel, ohne die Räder abzuschrauben
AUTO BILD: Erste Fahrt mit luftfreien Reifen von Bridgestone
AUTO BILD: Elf Jahre lang verbaut: Jetzt wird diese Schraube zum VW-Problem
AUTO BILD: Dieser Winterreifen darf 14 Tage ausprobiert werden
AUTO BILD: Zurück zur Wurzel? Nokian setzt wieder einen Reifen aus Holz
AUTO BILD: Winterreifen: die Sieben-Grad-Lüge
AUTO BILD: So kontrollieren Sie den Reifendruck richtig
AUTO BILD: Mit Winterreifen auf 335 km/h: Dieser Audi raste über blankes Eis
AUTO BILD: Doppelter Bremsweg! So gefährlich sind Sommerreifen im Schnee
AUTO BILD: Kann das gut gehen? Dieses Auto hat Glasräder!
AUTO BILD: Winterreifen wechseln? Diese neuen Modelle sollten Autofahrer kennen














