Chinesische Elektroautos: Europäer zeigen steigendes Interesse, Österreich bleibt zurückhaltend

    17.04.2026 12 mal gelesen 0 Kommentare
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    Eine neue Studie zeigt, dass das Interesse an chinesischen Elektroautos in Europa wächst. Über 55% der Europäer können sich vorstellen, ein solches Fahrzeug zu kaufen, was einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Besonders in Deutschland sind die Käufer aufgeschlossen, während Österreich eher zurückhaltend bleibt. Hier sind nur 49% bereit, ein Elektroauto aus China zu wählen.
    In Österreich ist die Markenbekanntheit gesättigt, was zu einer klaren Präferenz für europäische Modelle führt. Im internationalen Vergleich sind die Akzeptanzraten in Ländern wie Spanien und Ungarn besonders hoch. Dort ziehen rund drei Viertel der Bevölkerung den Kauf eines chinesischen Elektroautos in Betracht. Die Schweiz zeigt mit 46% die größte Zurückhaltung.
    Die Studie verdeutlicht, dass China der führende Markt für Elektromobilität ist, mit 92% der Befragten, die bereit sind, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen. In Europa hingegen gibt es politische und wirtschaftliche Herausforderungen, die die Akzeptanz der Elektromobilität verlangsamen. Europäische Unternehmen stehen vor strategischen Herausforderungen, um im Wettbewerb zu bestehen.
    Chinesische Hersteller überzeugen vor allem durch ihr gutes Preis-Leistungsverhältnis, was 56% der Österreicher als entscheidendes Kaufargument sehen. Dennoch gibt es Bedenken hinsichtlich der Qualität, da 42% der Befragten dies als Grund anführen, kein chinesisches Auto zu kaufen. Diese Wahrnehmung könnte eine strukturelle Herausforderung für die Hersteller darstellen.
    Die Offenheit für Elektrofahrzeuge in Österreich ist gesunken, nur 57% der Fahrzeughalter sind offen für einen Umstieg in den nächsten zwei bis drei Jahren. Dies ist ein Rückgang von 10 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Das Aus des Verbrennerverbots hat den Druck auf die Verbraucher verringert, sich mit Elektromobilität auseinanderzusetzen.

    Horváth Studie zu Elektromobilität: Chinesische Hersteller holen weiter auf

    Eine aktuelle Studie von Horváth zeigt, dass mehr als die Hälfte (55%) aller Europäer sich inzwischen vorstellen können, ein Elektroauto eines chinesischen Herstellers zu kaufen. Dies stellt einen Anstieg von sieben Prozentpunkten im Vergleich zu 2024 und zwölf Prozentpunkten im Vergleich zu 2023 dar. Besonders in Deutschland sind die Autokäufer zunehmend aufgeschlossen, wobei 52 Prozent der Befragten chinesische Modelle beim nächsten Autokauf in Betracht ziehen, im Vergleich zu nur 37 Prozent zu Beginn des Jahres 2024.

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    „Das anfänglich große Interesse hat in Österreich spürbar nachgelassen – vor allem, weil die Markenbekanntheit inzwischen gesättigt ist und sich eine klare Präferenz für europäische Modelle herausgebildet hat.“
    — Christoph Kopp, Horváth Associate Partner und Automobilexperte

    In Österreich zeigen sich die Autokäufer zurückhaltender, da nur 49% bereit sind, ein Elektroauto aus China zu kaufen, was dem Wert des Vorjahres entspricht. Im internationalen Vergleich sind die Akzeptanzraten in Spanien und Ungarn besonders hoch, wo jeweils rund drei Viertel der Bevölkerung eine Anschaffung in Erwägung ziehen. Im Gegensatz dazu sind die Schweizer mit 46% am zurückhaltendsten, gefolgt von den Niederländern und Franzosen mit jeweils 47%.

    Zusammenfassung: Die Studie zeigt einen signifikanten Anstieg des Interesses an chinesischen Elektroautos in Europa, insbesondere in Deutschland, während Österreich eine stabilere, aber zurückhaltendere Haltung einnimmt.

    Umstieg auf Elektromobilität: China zieht weiter davon

    Die Studie verdeutlicht, dass China weiterhin der führende Markt für Elektromobilität ist, mit 92% der Befragten, die bereit sind, auf ein batterieelektrisches Fahrzeug umzusteigen. Im Gegensatz dazu ist die Elektromobilität in Europa stark von politischen und wirtschaftlichen Diskussionen geprägt, was die Akzeptanz verlangsamt. Georg Mrusek, Principal und Automobilexperte bei Horváth, hebt hervor, dass die strategische Herausforderung für europäische Unternehmen klar erkennbar ist.

    Zusammenfassung: China hat sich als führender Markt für Elektromobilität etabliert, während Europa mit Herausforderungen konfrontiert ist, die die Akzeptanz der Technologie beeinflussen.

    Chinesische Hersteller: Bei Preis-Leistung top – aber Hürden bleiben

    Die Studie zeigt, dass 56% der Österreicher, die offen für ein Elektrofahrzeug sind, das gute Preis-Leistungsverhältnis chinesischer Autos als entscheidendes Kaufargument ansehen. Zudem geben 50% an, dass attraktive Preise für sie wichtig sind. Die Qualität der Fahrzeuge hat sich ebenfalls als bedeutender Faktor etabliert, wobei 27% der Befragten dies als Kaufargument anführen, im Vergleich zu 20% im Jahr 2023.

    1. Gutes Preis-Leistungsverhältnis: 56% der Befragten sehen dies als Stärke.
    2. Attraktive Preise: 50% der Befragten betonen diesen Aspekt.
    3. Qualität: 27% der Befragten nennen dies als Kaufargument.

    Dennoch sehen 42% der Österreicher die Qualität der chinesischen Hersteller als Grund, kein chinesisches Auto zu kaufen. Christoph Kopp betont, dass dies keine kurzfristige Entwicklung ist, sondern eine strukturelle Verschiebung in der Wahrnehmung chinesischer Autos darstellt.

    Zusammenfassung: Chinesische Hersteller punkten mit Preis-Leistung, jedoch bleibt die Wahrnehmung der Qualität eine Hürde für viele potenzielle Käufer in Österreich.

    Offenheit für Elektrofahrzeuge in Österreich zuletzt gesunken

    Die Studie zeigt, dass nur 57% der österreichischen Fahrzeughalter mit konkreten Neuanschaffungsplänen in den nächsten zwei bis drei Jahren offen für den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug sind. Dies stellt einen Rückgang von 10 Prozentpunkten im Vergleich zur Vorjahreserhebung dar. Kopp erklärt, dass das Aus des Verbrennerverbots den Druck auf die Verbraucher verringert hat, sich mit Elektromobilität auseinanderzusetzen.

    Zusammenfassung: Die Offenheit für Elektrofahrzeuge in Österreich ist gesunken, was auf eine verringerte Dringlichkeit zurückzuführen ist, sich mit der Elektromobilität zu beschäftigen.

    Über die Studie: Für die repräsentative Studie befragte das Verbraucherforschungsinstitut Appinio im Auftrag von Horváth knapp 4.500 Pkw-Besitzer in 16 Ländern Europas sowie in China, Brasilien, Indien und den USA. Die internationale Studie wurde im Februar 2026 abgeschlossen.

    Quellen:

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