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ADAC-Ranking: BMW führt das E-Auto-Feld an, Suzuki bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
Der ADAC hat im Test für 2026 den BMW iX3 50 xDrive und den BMW iX xDrive45 mit der Note 1,9 an die Spitze gesetzt. Dahinter folgen der Mercedes CLA Coupé 350 EQ 4MATIC, der Volvo ES90 Single Motor Extended Range Ultra und der Genesis Electrified G80 AWD mit jeweils 2,0. Das berichtet T-Online.
Der BMW iX3 50 xDrive kostet ab 70.900 Euro, leistet 469 PS und verbraucht 15,4 kWh je 100 Kilometer. Zu seinen Stärken zählen laut ADAC die Fahrleistungen, der effiziente Antrieb, die hohe Reichweite, die sehr gute Ladeleistung und die hohe Anhängelast. Gegen das Modell sprechen der Preis, eine teure Versicherung, teils schlecht erkennbare Blinker im Rücklicht sowie fehlende Fahrwerksoptionen wie adaptive Dämpfer.
Der BMW iX xDrive45 ist ab 83.500 Euro erhältlich und leistet 408 PS. Sein Verbrauch liegt bei 17,8 kWh je 100 Kilometer. Der ADAC hebt den Platz, den noblen Innenraum, die Verarbeitung, den Komfort, die Sicherheit und die Serienausstattung hervor. Als Nachteile nennt der Test die unübersichtliche Karosserie, den fehlenden Frunk, die für diese Klasse nur mäßige Ladeleistung und den hohen Anschaffungspreis.
Der Mercedes CLA Coupé 350 EQ 4MATIC erreicht die Note 2,0, startet bei 64.956 Euro, leistet 354 PS und verbraucht 12,7 kWh je 100 Kilometer. Der ADAC lobt den Stromverbrauch, den Fahrkomfort, die Reichweite und die verfügbaren Assistenzsysteme. Im Alltag gebe es jedoch wenig Platz auf der Rückbank, eine überschaubare Serienausstattung und nervige Slider für Lautstärke und Bordcomputer.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis liegt der Suzuki e-Vitara e-Axle 61 kWh vorn. Das Modell erreicht im Autotest die Note 2,6, beim Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch die Note 1,3. Der Audi Q4 40 e-tron kommt im Autotest auf 2,1 und beim Preis-Leistungs-Verhältnis auf 2,0, während der Audi S e-tron GT quattro bei einer Autotest-Note von 2,2 nur eine Preis-Leistungs-Note von 3,8 erreicht.
Der ADAC hat sein Testverfahren 2026 geändert. Sicherheit und Umwelt zählen nun nicht mehr doppelt, weshalb die neuen Ergebnisse nur bedingt mit älteren Tests vergleichbar sind.
„Das Auto mit der besten Note ist nicht immer der beste Kauf.“ – T-Online
Infobox: BMW iX3 50 xDrive und BMW iX xDrive45 führen mit 1,9. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erreicht der Suzuki e-Vitara e-Axle 61 kWh mit 1,3.
Hamburg meldet mehr Tempo beim Ausbau öffentlicher Ladepunkte
In Hamburg sind im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 858 öffentliche Ladepunkte hinzugekommen. Im Vorjahreszeitraum waren es 644 neue Ladepunkte. Das berichtet STERN.de unter Berufung auf die Statistik der Bundesnetzagentur in Bonn.
Nach Ende des ersten Halbjahres waren in Hamburg insgesamt 5.786 öffentlich zugängliche Ladepunkte installiert. Die Statistik unterscheidet zwischen Ladeeinrichtungen und Ladepunkten: Eine Ladeeinrichtung ist eine Ladesäule, die über mehrere Ladepunkte verfügen kann, während an einem Ladepunkt gleichzeitig nur ein Fahrzeug geladen werden kann.
Der Anteil der Schnellladepunkte lag bei rund 16,1 Prozent. Nach der Definition der Statistik verfügen diese Ladepunkte über eine Ladeleistung von mehr als 22 Kilowatt und versorgen Fahrzeuge schneller mit Strom als gewöhnliche Ladepunkte.
Die tatsächliche Zahl kann von der Angabe abweichen, weil Betreiber der Bundesnetzagentur nur Ladepunkte mitteilen müssen, die seit März 2016 betrieben werden. Nach einer zurückliegenden Mitteilung der Wirtschaftsbehörde sollen bis 2030 rund 10.000 Ladepunkte in Hamburg öffentlich verfügbar sein.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Neue Ladepunkte im ersten Halbjahr 2026 | 858 |
| Neue Ladepunkte im Vorjahreszeitraum | 644 |
| Öffentlich zugängliche Ladepunkte nach dem ersten Halbjahr | 5.786 |
| Anteil der Schnellladepunkte | rund 16,1 Prozent |
| Ziel bis 2030 | rund 10.000 Ladepunkte |
Infobox: Hamburg verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 858 neue Ladepunkte. Insgesamt waren nach dem Halbjahr 5.786 öffentlich zugängliche Ladepunkte installiert; bis 2030 sollen es rund 10.000 sein.
BMW plant elektrisches i4 Cabrio für 2027
BMW will 2027 ein neues elektrisches Cabrio auf Basis der Neuen Klasse vorstellen. Das i4 Cabrio soll ein extrem kleines Segment elektrischer Cabriolets besetzen. Erste Fotos zeigen noch ein nahezu vollständig mit Folie verhülltes Fahrzeug, dessen Proportionen aber bereits erkennbar sind. Darüber berichtet Auto Motor und Sport.
Das Modell erhält flach gezeichnete Scheinwerfer, eine kurze Front und die reduzierte Formensprache der Neuen Klasse. Der Erlkönig trägt noch provisorische Front- und Heckleuchten, während Karosserie und aerodynamisch gestaltete Räder bereits seriennah wirken.
Das i4 Cabrio bleibt ein klassischer Zweitürer mit vier Sitzplätzen im 2+2-Layout. Wie das heutige 4er-Cabrio soll es ein Stoffverdeck erhalten. Die Türen fallen dadurch länger aus, die Dachlinie verändert sich und das Verdeck besitzt eine breite „C-Säule“. Am Heck gibt es ein schmales Fenster sowie eine größere Kofferraumklappe als bei der Limousine. Unter der Klappe werden Gepäck und elektrisches Verdeck untergebracht.
Das Stoffverdeck spart gegenüber einem versenkbaren Hardtop Gewicht und benötigt weniger Platz. Dadurch bleibt mehr Kofferraumvolumen übrig. Die Bauweise ist bei einem Elektroauto besonders relevant, weil der Hochvoltakku im Fahrzeugboden das Fahrzeuggewicht bereits deutlich erhöht.
Technisch dürfte sich das i4 Cabrio eng am neuen i3 orientieren. Die Neue-Klasse-Plattform setzt auf eine 800-Volt-Architektur und Rundzellen-Batterien der sechsten Generation. Zum Marktstart des i3 bietet BMW zunächst den 50 xDrive mit zwei Elektromotoren, 345 kW (469 PS) und bis zu 645 Nm Drehmoment an. Die Batterie speichert rund 109 kWh und ermöglicht nach WLTP eine Reichweite von bis zu 900 Kilometern.
Mit der 800-Volt-Technik sind Ladeleistungen von bis zu 400 kW möglich. Dadurch lässt sich in zehn Minuten Energie für bis zu 400 Kilometer nachladen. Für das i4 Cabrio werden weitere Antriebsvarianten erwartet. Die Vorstellung soll dem Bericht zufolge Ende 2027 erfolgen, der Marktstart wird im Laufe des Jahres 2028 erwartet.
Das Angebot vollelektrischer Cabriolets ist weiterhin klein. Zu den wenigen Serienmodellen gehören derzeit der MG Cyberster und das Maserati GranCabrio Folgore. BMW führt die offene 4er-Baureihe damit trotz des Rückzugs zahlreicher Hersteller aus dem Cabriosegment auch mit Elektroantrieb fort.
Infobox: BMW will das i4 Cabrio Ende 2027 vorstellen und den Marktstart im Laufe des Jahres 2028 beginnen. Vorgesehen sind vier Sitzplätze im 2+2-Layout, ein Stoffverdeck und Technik aus der Neuen Klasse.
E-Auto-Förderung: Mehr als 100.000 Anträge eingegangen
In Deutschland haben bis Anfang August 2026 gut 102.000 Fahrzeughalter einen Antrag auf die neue E-Auto-Förderung der Bundesregierung gestellt. Mehr als 28.000 Anträge waren bereits bewilligt. Das berichtet hasepost.de unter Berufung auf das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
Knapp drei Viertel der Anträge stammen von Haushalten mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 60.000 Euro. Die Förderung gilt für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von höchstens 80.000 Euro. Für Familien mit mindestens zwei Kindern liegt die Grenze bei 90.000 Euro.
Die Förderhöhe hängt vom Einkommen und vom Antrieb ab. Für reine Elektroautos sind zwischen 3.000 und 5.000 Euro vorgesehen, für Plug-in-Hybride zwischen 1.500 und 4.500 Euro. Familien und Alleinerziehende können zusätzlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn minderjährige Kinder im Haushalt leben.
Welche Automarken besonders stark von der Förderung profitieren, will das Bundesamt in den kommenden Tagen veröffentlichen. Im Juli hatte das Umweltministerium mitgeteilt, dass zunächst vor allem Tesla und andere ausländische Hersteller von der Förderung profitiert hatten. Dies löste eine Debatte über die Ausgestaltung des Programms aus.
Für das Förderprogramm stehen bis 2029 insgesamt drei Milliarden Euro zur Verfügung.
| Fördermerkmal | Wert |
|---|---|
| Anträge bis Anfang August 2026 | gut 102.000 |
| Bereits bewilligte Anträge | über 28.000 |
| Einkommensgrenze allgemein | höchstens 80.000 Euro |
| Einkommensgrenze für Familien mit mindestens zwei Kindern | 90.000 Euro |
| Förderung für reine Elektroautos | zwischen 3.000 und 5.000 Euro |
| Förderung für Plug-in-Hybride | zwischen 1.500 und 4.500 Euro |
| Zusatzförderung für Familien und Alleinerziehende | bis zu 1.000 Euro |
| Fördervolumen bis 2029 | drei Milliarden Euro |
Infobox: Bis Anfang August 2026 gingen gut 102.000 Förderanträge ein, mehr als 28.000 wurden bewilligt. Für das Programm stehen bis 2029 drei Milliarden Euro zur Verfügung.
CAR-Studie: Elektroautos teurer, Verbrenner stärker rabattiert
Elektroautos werden in Deutschland laut einer Untersuchung des Center Automotive Research wieder teurer, während Hersteller Verbrenner stärker rabattieren. Der Marktanteil von E-Autos stieg im Juni auf 28,6 Prozent, gleichzeitig sanken die Rabatte für Elektrofahrzeuge von 17,8 Prozent im Juni auf 17,6 Prozent im Juli. Darüber berichtet der Merkur.
Die CAR-Studie untersuchte die Transaktionspreise der jeweils gängigsten 25 Verbrenner- und Elektromodelle sowie 15 Plug-in-Hybride. Transaktionspreise sind Listenpreise abzüglich Rabatte. Bei Verbrennern stiegen die Nachlässe von 18,4 auf 19,4 Prozent. Audi, Opel und BMW zeigten sich dabei besonders aggressiv und gewährten Rabatte von bis zu 31,5 Prozent.
Im Juli kostete ein Verbrenner-Neuwagen aus den 25 meistgekauften Modellen im Durchschnitt 32.302 Euro. Ein Elektroauto kam durchschnittlich auf 34.665 Euro. Plug-in-Hybride waren mit einem durchschnittlichen Transaktionspreis von 46.252 Euro noch teurer.
CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer zeigte sich für die Zukunft des Hybridmarktes vorsichtig optimistisch. Durch vermehrte Angebote chinesischer Autobauer ab 2027 könne sich die Preisposition der Plug-in-Hybride verbessern. Der Wettbewerb aus China könnte mittelfristig sinkende Preise in diesem Segment bewirken.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder forderte im ARD-Sommerinterview eine Ausweitung der E-Auto-Förderung auf größere Fahrzeuge. Die Förderung solle so gestaltet werden, „damit die deutschen Hersteller Mercedes, VW, Audi und BMW davon profitieren“, sagte der CSU-Chef. Die Koalition will die E-Auto-Prämie im Herbst ohnehin überarbeiten.
Kritiker sehen in einer Förderung größerer Fahrzeuge vor allem eine industriepolitische Unterstützung deutscher Premiumhersteller. Befürworter argumentieren, die deutsche Autoindustrie brauche im Wettbewerb mit chinesischen Herstellern und bei der Transformation zur Elektromobilität Unterstützung. Einen neuen Tankrabatt schloss Söder nicht aus, blieb dabei aber unverbindlich.
| Kennzahl | Juni | Juli |
|---|---|---|
| Rabatt Elektrofahrzeuge | 17,8 Prozent | 17,6 Prozent |
| Rabatt Verbrenner | 18,4 Prozent | 19,4 Prozent |
| Fahrzeugart | Durchschnittlicher Transaktionspreis im Juli |
|---|---|
| Verbrenner | 32.302 Euro |
| Elektroauto | 34.665 Euro |
| Plug-in-Hybrid | 46.252 Euro |
Infobox: Elektroautos kosteten im Juli durchschnittlich 34.665 Euro, Verbrenner 32.302 Euro und Plug-in-Hybride 46.252 Euro. Während E-Auto-Rabatte leicht sanken, stiegen die Verbrenner-Nachlässe auf 19,4 Prozent.
Schaeffler korrigiert Erwartungen für das E-Mobilitätsgeschäft
Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat seine Erwartungen für das Geschäft mit Teilen für Elektroautos nach unten korrigiert. Der Umsatz mit E-Auto-Teilen wird nun auf 6,25 bis 7,25 Milliarden Euro geschätzt, nachdem zuvor 8,25 bis 9 Milliarden Euro prognostiziert worden waren. Das berichtet FOCUS online mit Bezug auf einen Bericht des Handelsblatts.
Als Hintergrund nennt der Bericht die Abkehr von der Elektromobilität in den USA. Große Kunden hätten Aufträge zurückgenommen. In den USA führten das Auslaufen von Steuererleichterungen und eine liberale Antriebspolitik zu einem Einbruch des Marktes für Elektroautos.
Auch die Erwartungen an die Profitabilität der E-Mobilitätssparte wurden angepasst. Die operative Marge dürfte im Jahr 2028 zwischen -4 und 0 Prozent liegen. Die erwarteten Umsätze des Automobil- und Industriezulieferers liegen jeweils drei Milliarden Euro unter den bisherigen Annahmen.
An der allgemeinen Gewinnmarge von 6 bis 8 Prozent hält Schaeffler fest. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Konzern auf Effizienzsteigerungen. Nach Angaben des Berichts verläuft ein Stellenabbauprogramm besser als erwartet.
„Wir können die bisherigen Wachstumsannahmen für die E-Mobilität, die aus dem Jahr 2025 stammen, so nicht aufrechterhalten.“ – Klaus Rosenfeld, zitiert von FOCUS online
Der Schaeffler-Konzernchef sieht die Elektromobilität weiterhin als Wachstumsbereich, betont jedoch, dass das Tempo marktbedingt nicht gehalten werden könne. Für das Geschäft mit Antriebskomponenten und im Ersatzteilgeschäft erwartet Schaeffler gegenüber den bisherigen Annahmen jeweils eine Margenverbesserung von einem halben Prozentpunkt.
Infobox: Schaeffler senkt die Umsatzprognose für Teile von Elektroautos auf 6,25 bis 7,25 Milliarden Euro. Für die operative Marge der E-Mobilitätssparte im Jahr 2028 werden zwischen -4 und 0 Prozent erwartet.
Quellen:
- ADAC legt sich fest: Das ist Deutschlands bestes E-Auto
- Auto: Ladepunktausbau für E-Autos hat sich in Hamburg beschleunigt
- BMW i4 Cabrio: Das wissen wir über das E-Cabrio
- Über 100.000 Anträge auf E-Auto-Förderung
- E-Autos kosten wieder mehr: Warum Söder jetzt größere Modelle fördern will
- Umsatzrückgang bei Schaeffler durch schwache E-Auto-Nachfrage














