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Schurter übernimmt Mehrheit an chinesischem Hochvolt-Spezialisten Biaodi
Der Schweizer Elektronikzulieferer Schurter hat den Abschluss der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am chinesischen Hersteller Biaodi bekannt gegeben. Das im Jahr 2007 gegründete Unternehmen mit Sitz in Wuhan entwickelt nach Angaben von Schurter Hochvolt-Schutzlösungen für Elektrofahrzeuge und Anwendungen im Bereich neuer Energien.
Mit der Übernahme erweitert Schurter sein Portfolio im Bereich Hochvolt-Schutzkomponenten. Weitere Einzelheiten zur Transaktion und zum künftigen Umfang der Zusammenarbeit enthält der frei zugängliche Teil des Beitrags der Automobil Industrie nicht.
Zusammenfassung: Schurter beteiligt sich mehrheitlich an Biaodi und stärkt damit sein Geschäft mit Hochvolt-Schutzlösungen für Elektrofahrzeuge.
XPeng präsentiert den L03 bei Weltpremiere in München
Der chinesische Hersteller XPeng verfolgt nach Angaben der Allgemeinen Zeitung große Pläne in Europa. Ein Pfeiler dieses angestrebten Erfolgs soll der L03 sein, der bei einer Weltpremiere in München vorgestellt wurde.
Der Beitrag bezeichnet den L03 als Einstieg in die Elektromobilität und berichtet, dass das Fahrzeug mit voller Batterie 445 Kilometer schaffen soll. Weitere verwertbare Angaben zu Ausstattung, Antrieb, Ladeleistung oder Preis sind im vorliegenden Artikeltext nicht enthalten.
Zusammenfassung: XPeng will mit dem L03 in Europa Fuß fassen; als Reichweite werden 445 Kilometer genannt.
Deutschland bleibt bei elektrifizierten Unternehmensflotten zurück
Eine Analyse der Umweltorganisation Transport & Environment zeigt laut ecomento.de, dass Deutschland bei der Elektrifizierung von Unternehmensflotten zu den Nachzüglern in Europa gehört. Unternehmen erhielten hierzulande für fossil betriebene Firmenwagen im Durchschnitt eine Nettoförderung von rund 10.000 Euro – mehr als doppelt so viel wie in jedem anderen EU-Mitgliedstaat.
Transport & Environment fordert von der Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für die geplante europäische Verordnung für saubere Unternehmensflotten einzusetzen. Außerdem müsse die Dienstwagenbesteuerung reformiert werden, da die deutsche Steuerpolitik laut Analyse höhere CO2-Emissionen begünstige und die Abhängigkeit von importiertem Öl künstlich hochhalte.
Deutschland sei das einzige große EU-Land, das den Kraftstoffverbrauch gewerblicher Pkw faktisch subventioniere. Während Frankreich für jeden Liter Benzin, den ein Firmenwagen über seine Lebensdauer verbraucht, Steuereinnahmen von umgerechnet 10,30 Euro erziele, gewähre Deutschland einen steuerlichen Vorteil von 0,50 Euro pro Liter.
„Deutschland kämpft mit den Folgen der Ölkrise und einer angeschlagenen Autoindustrie, fördert aber weiterhin Verbrenner-Firmenwagen mit Milliarden. Das ist weder wirtschaftlich noch klimapolitisch sinnvoll. Die Bundesregierung muss endlich die steuerlichen Anreize für fossile Firmenwagen beenden und damit den Umstieg auf elektrische Firmenwagen beschleunigen.“ – Friederike Sommerfeld, Senior Referentin für E-Mobilität bei T&E Deutschland
Nach Angaben der Analyse fällt die steuerliche Begünstigung in Deutschland umso höher aus, je größer und klimaschädlicher ein Verbrenner-Firmenwagen ist. Ein Verbrenner des B-Segments erhalte über einen Zeitraum von vier Jahren einen Nettovorteil von bis zu 1.800 Euro; bei einem Verbrenner des E-Segments steige dieser auf bis zu 6.190 Euro.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Nettoförderung fossil betriebener Firmenwagen in Deutschland | rund 10.000 Euro |
| Steuereinnahmen Frankreich je Liter Benzin über die Lebensdauer | umgerechnet 10,30 Euro |
| Steuerlicher Vorteil in Deutschland je Liter | 0,50 Euro |
| Nettovorteil B-Segment über vier Jahre | bis zu 1.800 Euro |
| Nettovorteil E-Segment über vier Jahre | bis zu 6.190 Euro |
| Anteil der Firmenwagen an den Neuzulassungen | 59 Prozent |
| Anteil am Ölverbrauch von Neuwagen | 78 Prozent |
Als Beispiel für die Wirkung einer veränderten Steuerpolitik nennt die Analyse Belgien. Dort stieg der Anteil elektrischer Fahrzeuge in Unternehmensflotten von 8,8 Prozent im Jahr 2021 auf 54,2 Prozent im Jahr 2025, nachdem die steuerlichen Regeln für Firmenwagen reformiert worden waren; Verbrenner dürfen von Unternehmen nicht mehr abgeschrieben werden.
Frankreich verschärfte laut der Analyse die Besteuerung fossiler Firmenwagen über eine Neuzulassungssteuer und erreichte dadurch Rekordwerte bei der Elektrifizierung von Flotten. Deutschland gehöre neben Spanien, Italien und Polen zu den großen Automärkten Europas, die Unternehmen weiterhin keine ausreichenden Anreize für den Umstieg auf Elektromobilität böten.
Zusammenfassung: T&E kritisiert die deutsche Förderung von Verbrenner-Firmenwagen. Als zentrale Hebel nennt die Organisation eine Reform der Dienstwagenbesteuerung und die geplante europäische Verordnung für saubere Unternehmensflotten.
SuperPanther startet Serienproduktion des E-Lkw „eTopas 600“ in Österreich
In Österreich hat die Serienproduktion des Elektro-Lastkraftwagens „eTopas 600“ begonnen. Wie Logistik Heute berichtet, besteht das Fahrzeug aus chinesischen und europäischen Teilen und wird bei Steyr Automotive gefertigt.
Der von SuperPanther entwickelte E-Lkw ist für ein Gesamtzuggewicht von 42 Tonnen ausgelegt und soll eine Reichweite von rund 600 Kilometern erreichen. SuperPanther wurde 2022 in China gegründet; wesentliche Antriebselemente stammen aus China, während europäische Zulieferer unter anderem Schaeffler, ZF, Infineon und Continental sind.
Eines der ersten Exemplare ging an DHL. Seit März 2026 hat eine Kundentestflotte in Deutschland und Österreich im Realbetrieb mehr als 70.000 Kilometer zurückgelegt.
Nach Angaben des deutschen Transportgewerbes gibt es inzwischen interessante Elektro-Lkw-Modelle. Das Ladenetz für diese Fahrzeuge sei in Deutschland allerdings sehr lückenhaft; laut Dirk Engelhardt vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung liege der Elektroanteil unter den schweren Lkw deshalb bei weniger als einem Prozent.
Zusammenfassung: Der „eTopas 600“ wird in Österreich in Serie gefertigt und verbindet chinesische Antriebstechnik mit europäischen Komponenten. Die Reichweite wird mit rund 600 Kilometern angegeben, während die Ladeinfrastruktur als wesentliche Hürde gilt.
„eTopas 600“ setzt auf europäische Endmontage und lokalen Service
Auch Logistra.de berichtet über den Produktionsstart des „eTopas 600“ am 27. Juli bei Steyr Automotive in Steyr. Nach Angaben des Berichts handelt es sich um die erste seriengefertigte elektrische 4×2-Sattelzugmaschine von SuperPanther für den europäischen Markt.
Die Fahrzeugplattform und zentrale Antriebskomponenten wurden in China entwickelt. In Steyr werden vormontierte Baugruppen in die Endmontage integriert, in Betrieb genommen und einer Qualitätsabnahme unterzogen.
„Europa braucht keinen weiteren importierten Lkw. Europa braucht einen Industriepartner.“ – Chao Liu, CEO von SuperPanther
SuperPanther liefert unter anderem die Zweimotor-Elektroachse, die Hochvolt-Leistungselektronik und das Thermomanagementsystem. Weitere Komponenten stammen nach Unternehmensangaben von ZF, Schaeffler, Aumovio, Infineon, Michelin, Continental, Goodyear und Castrol.
Mit der europäischen Fertigung, Validierung und Serviceorganisation will SuperPanther den E-Lkw an europäische regulatorische Anforderungen sowie lokale Fertigungs- und Qualitätsstandards anpassen. Der kommerzielle Betrieb startete zeitgleich mit dem Produktionsanlauf in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gesamtzuggewicht | 42 Tonnen |
| Leergewicht | 10,8 Tonnen |
| Dauerleistung der Dualmotor-Elektroachse | 394 Kilowatt |
| Spitzenleistung | 692 Kilowatt |
| Architektur | 876 Volt |
| Batteriekapazität | 621 Kilowattstunden |
| Reichweite | bis zu 600 Kilometer |
| Ausgelegte Ladezyklen | bis zu 4.500 vollständige Ladezyklen |
| Ausgelegte Laufleistung | bis zu 1,2 Millionen Kilometer |
| Ausgelegte Lebensdauer | acht Jahre |
| Durchschnittlicher Energieverbrauch im Realbetrieb | rund 0,94 Kilowattstunden pro Kilometer |
| Spitzenladeleistung in Praxistests | bis zu 646,7 Kilowatt |
| Durchschnittliche Ladeleistung in Praxistests | 635 Kilowatt |
| Ladezustand unter diesen Bedingungen | von 20 auf 80 Prozent in weniger als 38 Minuten |
| Ausgelegter Temperaturbereich | minus 35 bis plus 40 Grad Celsius |
Die 876-Volt-Architektur nutzt eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie von CATL mit einer Kapazität von 621 Kilowattstunden. Laut Hersteller ist sie auf bis zu 4.500 vollständige Ladezyklen, bis zu 1,2 Millionen Kilometer oder acht Jahre Lebensdauer ausgelegt.
Für das Laden verfügt der E-Lkw über CCS2-Anschlüsse auf beiden Fahrzeugseiten und kann dadurch gleichzeitig an zwei Schnellladepunkten laden. In Praxistests wurden Spitzenleistungen von bis zu 646,7 Kilowatt sowie durchschnittlich 635 Kilowatt erreicht; unter diesen Bedingungen soll sich der Ladezustand in weniger als 38 Minuten von 20 auf 80 Prozent erhöhen lassen.
Das Thermomanagement mit Niedertemperatur-Wärmepumpe ist für Umgebungstemperaturen zwischen minus 35 und plus 40 Grad Celsius ausgelegt. Für Wartung und Reparatur kooperiert SuperPanther mit dem markenunabhängigen Werkstattnetzwerk Alltrucks einschließlich eines 24/7-Pannendienstes.
Zusätzlich plant das Unternehmen Qualifizierungsprogramme für Servicetechniker, eine Ersatzteillogistik sowie Ferndiagnose- und Over-the-Air-Funktionen für Softwareaktualisierungen. Zu den ersten Abnehmern zählen DHL, Gress, Temmel und Lontex.
Zusammenfassung: SuperPanther kombiniert chinesische Kernsysteme mit europäischer Endmontage, europäischen Zulieferern und einem lokalen Servicekonzept. Der „eTopas 600“ ist für 42 Tonnen Gesamtzuggewicht ausgelegt und bietet laut Hersteller bis zu 600 Kilometer Reichweite.
Mercedes C 400 4matic electric positioniert sich oberhalb der bisherigen Elektro-Limousine
Die elektrische Mercedes C-Klasse wächst laut VISION mobility zu einer knapp 4,9 Meter langen Fließhecklimousine. Gemeinsam mit dem eng verwandten elektrischen GLC setze das Modell neue Maßstäbe – zumindest für Mercedes-Benz.
Durch das erneute Größenwachstum führt die elektrische C-Klasse nach Einschätzung des Berichts den eigentlich klassenhöheren EQE ad absurdum. Zum Marktstart entsteht außerdem ein Duell zwischen BMW und Mercedes: Die Elektro-C-Klasse tritt gegen den BMW i3 an, während der elektrische Mercedes GLC mit dem BMW iX3 konkurriert.
Der Beitrag hebt hervor, dass diese Konkurrenz nicht ausschließlich Nachteile mit sich bringe und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Wettbewerb sorge. Weitere verwertbare technische Daten, Preise oder Reichweiten des Mercedes C 400 4matic electric sind im vorliegenden Textausschnitt nicht enthalten.
Zusammenfassung: Mercedes positioniert die elektrische C-Klasse als knapp 4,9 Meter lange Fließhecklimousine. Das Modell tritt in ein direktes Wettbewerbsumfeld mit BMW und rückt dem EQE konzeptionell nahe.
Quellen:
- Schurter übernimmt Biaodi: Hochvolt-Schutz für E-Mobilität
- Neuvorstellung XPeng L03: Lebhafter Einstieg in die E-Mobilität
- Studie: Deutschland Europas Nachzügler bei Elektrifizierung von Unternehmensflotten
- Elektromobilität: E-Lkw mit Teilen aus China und Europa geht in Serie
- 600 Kilometer Reichweite und lokaler Service: Chinesischer E-Lkw greift Europas Hersteller an
- Fahrbericht Mercedes C 400 4matic electric: Tschüss EQE!













