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Hyundai Inster: Rückruf wegen Brandgefahr
Wie Autobild.de berichtet, ruft Hyundai in Deutschland fast alle Fahrzeuge des Elektroauto-Modells Inster zurück. Der Rückruf steht demnach im Zusammenhang mit einer Brandgefahr.
Der Beitrag trägt den Titel „Hyundai Inster: Tausende Elektroautos müssen sofort zum Service“ und weist darauf hin, dass die Batterie nicht das Problem sei. Betroffen ist demnach fast jeder Inster in Deutschland, der zu einem Service aufgerufen wird.
„Batterie ist nicht das Problem“
Zusammenfassung: Hyundai ruft fast alle Inster in Deutschland wegen Brandgefahr zum Service. Laut Autobild.de liegt die Ursache nicht bei der Batterie.
Schaeffler senkt Geschäftsziele – Aktie fällt um 16 Prozent
Der manager-magazin.de zufolge setzt die schwache Lage der Autoindustrie dem Zulieferer Schaeffler zu. Besonders der durch die Übernahme von Vitesco verstärkte Bereich rund um das Elektroauto entwickelt sich langsamer als erwartet.
Schaeffler erwartet für das Jahr 2028 nur noch einen Konzernumsatz von 24 bis 26 Milliarden Euro. Bislang hatte das Unternehmen eine Steigerung auf 27 bis 29 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr erzielte Schaeffler einen Erlös von 23,5 Milliarden Euro.
An der Börse reagierten Anleger am Freitag mit deutlichen Verkäufen. Die im MDax notierte Aktie fiel zuletzt um 16 Prozent auf 6,83 Euro; zwischenzeitlich wurde der Handel unterbrochen.
Als Grund für die schwächere Auftragslage nennt Schaeffler vor allem politische Entscheidungen in den USA. Dort habe die Regierung von Präsident Donald Trump die Förderung für Elektroautos gestrichen, wodurch große Programme für Elektromobilität deutlich reduziert oder vollständig weggefallen seien.
„Die E-Mobilität bleibt ein wichtiger Wachstumsbereich für die Schaeffler-Gruppe.“
Die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern auf Konzernebene soll 2028 weiterhin zwischen 6 bis 8 Prozent liegen. Wegen des niedriger angesetzten Umsatzes dürfte der Gewinn damit jedoch deutlich geringer ausfallen als zunächst erwartet.
Zusammenfassung: Schaeffler reduziert das Umsatzziel für 2028 auf 24 bis 26 Milliarden Euro. Die Aktie fiel um 16 Prozent auf 6,83 Euro; als Belastung gelten unter anderem weggefallene E-Auto-Aufträge aus den USA.
Elektroautos werden überwiegend geleast
Eine Analyse des Neuwagenportals Carwow, über die Auto Motor und Sport berichtet, zeigt eine starke Präferenz für Leasing beim Wechsel zu einem Elektroauto. Die Auswertung umfasst die Daten der ersten fünf Monate des Jahres 2026.
Auf reine Elektroautos entfielen laut Carwow 71,5 Prozent der Leasinganfragen. Im Jahresvergleich entspricht das einem Zuwachs von 205 Prozent. Benziner kamen auf 21,1 Prozent, Hybride auf 5,9 Prozent und Dieselfahrzeuge auf 1,5 Prozent.
| Antriebsart | Anteil an den Leasinganfragen |
|---|---|
| Reine Elektroautos | 71,5 % |
| Benziner | 21,1 % |
| Hybride | 5,9 % |
| Dieselfahrzeuge | 1,5 % |
Über den gesamten Neuwagenmarkt einschließlich Verbrennern lag die Leasinganfragequote bei 30,4 Prozent. Der direkte Autokauf dominierte dort mit 61,3 Prozent.
Carwow-Deutschland-Geschäftsführer Arne Stöcker beschreibt die Entwicklung als Wertewandel hin zu „Nutzen statt Besitzen“. Die monatliche Kalkulierbarkeit der Leasingrate sei für jüngere Generationen und moderne Familien wichtiger als das Eigentum am Fahrzeug.
Als weiteren Grund nennt Stöcker die technologische Entwicklung bei Akkus und Software. Leasing könne das Risiko eines starken Restwertverlusts bei einer nächsten Innovationswelle reduzieren und werde damit zu einem „technologischen Airbag“.
Zusammenfassung: 71,5 Prozent der Leasinganfragen für Elektroautos entfielen in den ersten fünf Monaten 2026 auf reine Stromer. Carwow sieht neben der monatlichen Kalkulierbarkeit vor allem technologische Unsicherheiten als Grund für die hohe Leasingquote.
Renault verdient mit Elektroautos, BMW streicht 8.000 Stellen
Cleanthinking berichtet über unterschiedliche Entwicklungen bei europäischen Autobauern. Renault erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von 700 Millionen Euro, während BMW bis Ende 2027 weltweit rund 8.000 Stellen in Verwaltung und Entwicklung streichen will.
Renault steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 9,4 Prozent auf 30,25 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Milliardenverlust zu Buche gestanden. Der Absatz reiner Elektroautos erhöhte sich um 47,6 Prozent.
Jeder fünfte verkaufte Neuwagen des Renault-Konzerns fährt inzwischen rein elektrisch. Die operative Marge sank von sechs auf 5,2 Prozent, lag damit laut Cleanthinking jedoch über den Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr bestätigte Renault sein Margenziel von 5,5 Prozent.
Als wichtige Modelle nennt der Beitrag den R5, den R4 und den Twingo. Renault habe damit drei Klassiker als bezahlbare Elektroautos neu aufgelegt und ein Segment besetzt, aus dem sich deutsche Hersteller weitgehend zurückgezogen hätten.
BMW will mit dem Abbau von rund 8.000 Stellen ab 2028 jährlich eine Milliarde Euro einsparen. Bereits im Juni hatte der Konzern die Margenprognose für die Autosparte von vier bis sechs Prozent auf ein bis drei Prozent gesenkt.
Als wesentlichen Belastungsfaktor nennt Cleanthinking China. Dort sank der BMW-Absatz im zweiten Quartal um fast ein Drittel. Volkswagen verzeichnete im selben Markt ebenfalls ein Minus von mehr als einem Drittel und will seine Modellpalette reduzieren.
Mercedes-Benz kam in China im ersten Halbjahr auf 210.200 Verkäufe. In den besten Zeiten 2023 waren es 737.000 Fahrzeuge im ganzen Jahr. Auch Audi und Mercedes senkten ihre Umsatzprognosen, während Volkswagen weitere Einsparungen mit noch offenem Gesamtvolumen plant.
Die Elektroautos deutscher Hersteller seien laut dem Beitrag durchaus gefragt. Fast jeder dritte in Europa verkaufte BMW sei nach Konzernangaben ein Stromer. Das Problem liege demnach eher im Zuschnitt der Absatzmärkte als im Produkt selbst.
Elektromarkt wächst regional unterschiedlich
Nach einer Auswertung von PwC zu 43 wichtigen Märkten wurden im ersten Halbjahr rund 6,6 Millionen Elektroautos neu zugelassen. Das Wachstum lag bei neun Prozent, verteilte sich jedoch regional sehr unterschiedlich.
In Europa erreichten Elektroautos einen Marktanteil von 22 Prozent. Der Herstellerverband ACEA weist für Neuwagen einen Anstieg von 15,6 Prozent im Vorjahr auf 20,7 Prozent aus. Deutschland blieb der größte Einzelmarkt vor Großbritannien und Frankreich.
Der Anteil chinesischer Marken in Europa blieb im Halbjahr überschaubar. Geely kam mit Volvo und Polestar auf 2,7 Prozent, SAIC mit MG und BYD auf jeweils 2,2 Prozent. Im Juni stieg der Anteil chinesischer Konzerne jedoch von sechs auf zehn Prozent.
Auch Stellantis meldete wieder Gewinne. Bei einem Umsatzplus von 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro erzielte der Konzern 293 Millionen Euro Gewinn, nachdem im Vorjahresquartal ein Verlust von 1,9 Milliarden Euro angefallen war.
Zusammenfassung: Renault profitierte von einem Absatzplus bei reinen Elektroautos von 47,6 Prozent und erzielte 700 Millionen Euro Nettogewinn. BMW reagiert auf die schwächere Entwicklung mit dem Abbau von rund 8.000 Stellen und geplanten Einsparungen von einer Milliarde Euro ab 2028.
Weltweiter Elektroauto-Absatz erreicht Rekordniveau
Wie Elektroauto-News unter Berufung auf PwC berichtet, erreichte der weltweite Markt für reine Elektroautos im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand. In den 43 untersuchten Märkten wurden allein im zweiten Quartal rund 3,9 Millionen Elektroautos verkauft.
Der Marktanteil lag im zweiten Quartal bei 23 Prozent. In der Europäischen Union überschritten die Verkäufe erstmals die Marke von 600.000 Fahrzeugen; der Marktanteil stieg dort auf 22 Prozent.
| Region beziehungsweise Antriebsart | Wert |
|---|---|
| Untersuchte Märkte | 43 |
| Elektroautos im zweiten Quartal | rund 3,9 Millionen |
| Weltweiter Marktanteil im zweiten Quartal | 23 Prozent |
| Elektroauto-Marktanteil in der EU | 22 Prozent |
| Plug-in-Hybride in der EU | 272.000 Einheiten |
| Marktanteil der Plug-in-Hybride in der EU | elf Prozent |
Der Anteil reiner Benziner und Diesel in der EU sank laut dem Beitrag auf 28 Prozent. Plug-in-Hybride erreichten mit 272.000 Einheiten und elf Prozent Marktanteil ebenfalls einen Höchstwert.
In Deutschland wurden im zweiten Quartal erstmals mehr als 200.000 reine Elektroautos zugelassen. Im Juni erreichten sie 84.057 Neuzulassungen und einen Anteil von 28,4 Prozent. Damit überholten batterieelektrische Autos erstmals seit 2023 wieder die klassischen Hybride, die auf 28,1 Prozent kamen.
In der EU wurden von Januar bis Juni rund 1,22 Millionen Elektroautos neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 40,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum; der Marktanteil stieg von 15,6 auf 20,7 Prozent. Frankreich wuchs um 62,9 Prozent, Deutschland um 48 Prozent.
China blieb der am stärksten elektrifizierte große Automarkt. Der Anteil von Elektroautos überschritt im zweiten Quartal erstmals 40 Prozent; im Juni waren 47 Prozent aller verkauften Neuwagen batterieelektrisch. Zusammen mit Plug-in-Hybriden erreichten New Energy Vehicles 61 Prozent.
In den USA entwickelte sich der Markt nach dem Auslaufen der Steuervergünstigungen rückläufig. Klassische Hybride legten dagegen zu und erreichten im zweiten Quartal mit 691.000 verkauften Fahrzeugen einen Rekordwert.
Auch der Gebrauchtwagenmarkt trug zur Verbreitung der Elektromobilität bei. In Deutschland stiegen die Verkäufe gebrauchter Elektroautos im Mai um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr; ihr Anteil am gesamten Gebrauchtwagenmarkt verdoppelte sich innerhalb eines Jahres von drei auf mehr als sechs Prozent.
Die gebrauchten Elektroautos lagen in den untersuchten Märkten durchschnittlich 52 Prozent unter ihrem Neupreis. Vergleichbare Verbrenner lagen bei 36 Prozent unter dem Neupreis.
Zusammenfassung: Im zweiten Quartal wurden in 43 Märkten rund 3,9 Millionen Elektroautos verkauft. Europa und China verzeichneten hohe Marktanteile, während der US-Markt nach dem Auslaufen der Steuervergünstigungen rückläufig war.
IEA erwartet weltweit fast 30 Prozent Elektroauto-Anteil
T-Online berichtet unter Berufung auf die Internationale Energieagentur, dass Elektroautos 2026 fast 30 Prozent der weltweiten Neuzulassungen erreichen könnten. Als Gründe nennt die IEA unter anderem geopolitische Spannungen und höhere Kraftstoffpreise.
Der weltweite Absatz von Elektroautos stieg laut IEA im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um 35 Prozent. In 50 Ländern wurden im zweiten Quartal neue Absatzrekorde erreicht. Besonders stark war das Wachstum in Australien, Europa und Korea, wodurch die schwächere Nachfrage in China und den Vereinigten Staaten ausgeglichen wurde.
Die IEA betrachtet Elektroautos zunehmend als Bestandteil politischer Maßnahmen zur Stärkung der Energiesicherheit. In Ländern, die Öl importieren, könnten sie Verbraucher und Unternehmen unabhängiger von Preisschwankungen bei Kraftstoffen machen. Viele Staaten setzen dafür auf Steuervergünstigungen und weitere Kaufanreize.
In Deutschland wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt im Juni mehr als 80.000 Elektroautos neu zugelassen. Das waren 78,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat; der Marktanteil stieg auf 28,4 Prozent.
In den ersten sechs Monaten erhöhten sich die Neuzulassungen reiner Elektroautos um 48 Prozent. Benziner gingen um 18,2 Prozent zurück, Diesel um 8,6 Prozent.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Erwarteter weltweiter Anteil 2026 | fast 30 Prozent |
| Absatzanstieg im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal | 35 Prozent |
| Länder mit neuen Absatzrekorden | 50 |
| Neuzulassungen in Deutschland im Juni | mehr als 80.000 |
| Veränderung in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat | 78,2 Prozent |
| Marktanteil in Deutschland im Juni | 28,4 Prozent |
Der Verband der Automobilindustrie erwartet für das Gesamtjahr rund 693.000 Neuzulassungen reiner Elektroautos. Das wäre ein Anstieg von etwa 30 Prozent gegenüber 2025.
Zusammenfassung: Die IEA erwartet für 2026 fast 30 Prozent Elektroauto-Anteil an den weltweiten Neuzulassungen. In Deutschland legten reine Elektroautos im ersten Halbjahr um 48 Prozent zu, während Benziner und Diesel zurückgingen.
Quellen:
- Hyundai Inster: Tausende Elektroautos müssen sofort zum Service
- Schaeffler: E-Auto-Flaute in den USA lässt Aktie abstürzen
- Elektroautos: Lieber leasen, als kaufen
- E-Auto-Strategie: Renault verdient, BMW streicht 8.000 Stellen
- E-Auto-Boom: Warum die Nachfrage plötzlich explodiert
- Weltweiter E-Auto-Absatz steigt auf Rekordniveau
















