Elektromobilität im Aufwind: E-Lkw rechnen sich, Vorbehalte bleiben

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    19.08.2026 14 mal gelesen 0 Kommentare
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    Elektro-Lkw galten lange als zu teuer, zu wenig reichweitenstark und unpraktisch im Alltag. Doch laut WELT zeigen Spediteure zunehmend: Unter passenden Bedingungen können sich elektrische Lastwagen wirtschaftlich rechnen. Lkw-Fahrer und YouTuber Tobias Wagner stellt sich deshalb verbreiteten Vorurteilen entgegen.
    Besonders wichtig sind planbare Routen, passende Ladepunkte und die Einbindung der Ladezeiten in gesetzliche Ruhepausen. Auch im Verteilerverkehr gibt es Fortschritte: Ein elektrischer eSprinter mit Kühlaufbau beliefert die Münchner Innenstadt leise, zuverlässig und emissionsfrei mit Frischware.
    Der politische Kurs bleibt dennoch umstritten. Verkehrsminister Steffen Bilger hält nach dem aktuellen Förderprogramm keine dauerhaft neuen Kaufanreize für Elektroautos für nötig; bis 2029 stehen jedoch drei Milliarden Euro für bis zu 800.000 Fahrzeuge bereit. Gleichzeitig soll der Einsatz von E-Lkw und elektrischen Transportern stärker vorangebracht werden.
    Wer Elektromobilität selbst erleben möchte, kann am 19. September 2026 zur Leistungsschau im Landratsamt Calw kommen. Von 10 bis 15 Uhr werden zahlreiche Elektrofahrzeuge, Vorträge und Informationsstände geboten. Ein autonomer Shuttle kann vor Ort getestet werden.
    Die Vorbehalte bleiben groß: 72 Prozent sorgen sich um den Wiederverkaufswert, 70 Prozent um teure Reparaturen und 67 Prozent um eine mögliche Panne. Die Erfahrungen von E-Auto-Besitzern zeichnen jedoch ein differenziertes Bild: 79 Prozent sind von der Technologie begeistert, 83 Prozent schätzen die leise Fahrt, während Wettereffekte auf die Reichweite und intransparente Ladepreise weiterhin Kritik auslösen.

    Elektro-Lkw rechnen sich für Spediteure offenbar zunehmend

    Die WELT berichtet über wachsende wirtschaftliche Chancen für Elektro-Lkw im Speditionsgewerbe. Im Mittelpunkt steht der Lkw-Fahrer und YouTuber Tobias Wagner, der verbreiteten Vorurteilen gegenüber elektrischen Lastwagen entgegentritt.

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    Zu den genannten Vorbehalten zählen die angeblich fehlende Langstreckentauglichkeit, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und Einschränkungen durch Ruhezeiten. Laut WELT zeigen sich jedoch erste Erfolge bei der praktischen Nutzung von Elektro-Lkw. Der Artikel stellt dabei insbesondere die Frage in den Mittelpunkt, warum sich Elektro-Lkw für Spediteure „plötzlich rechnen“.

    „Das geht mit keinem Diesel“

    Infobox – WELT: Elektro-Lkw werden laut WELT für Spediteure wirtschaftlich interessanter. Tobias Wagner setzt sich gegen Vorurteile zur Alltagstauglichkeit elektrischer Lastwagen ein.

    Leistungsschau zur Elektromobilität im Landkreis Calw

    Der Landkreis Calw kündigt für Samstag, den 19. September 2026, eine Leistungsschau zur Elektromobilität im Landratsamt Calw an. Die Veranstaltung findet von 10 bis 15 Uhr auf den Parkebenen des Landratsamts statt.

    Im Zentrum stehen zahlreiche Elektrofahrzeug-Modelle verschiedener Hersteller. Besucherinnen und Besucher sollen dadurch einen Überblick über das Angebot erhalten und unterschiedliche Fahrzeuge kennenlernen können.

    Zusätzlich sind Vorträge und ein Marktplatz mit verschiedenen Informationsständen vorgesehen. Dort können sich Interessierte aus erster Hand informieren und mit Ansprechpartnern ins Gespräch kommen. Ein gastronomisches Angebot soll ebenfalls zur Verfügung stehen.

    Als besonderes Highlight nennt der Landkreis Calw einen autonomen Shuttle, der vor Ort getestet werden kann. Die Veranstaltung soll Elektromobilität damit nicht nur ausstellen, sondern unmittelbar erlebbar machen.

    VeranstaltungLeistungsschau Elektromobilität
    OrtLandratsamt Calw
    DatumSamstag, den 19. September 2026
    Uhrzeit10 bis 15 Uhr
    BesonderheitAutonomer Shuttle zum Testen

    Infobox – Landkreis Calw: Am 19. September 2026 informiert der Landkreis Calw von 10 bis 15 Uhr über Elektromobilität. Neben Elektrofahrzeugen, Vorträgen und Informationsständen steht ein autonomer Shuttle zum Testen bereit.

    Bilger lehnt dauerhaft neue Kaufanreize für Elektroautos ab

    VISION mobility berichtet, dass Bundesverkehrsminister Steffen Bilger nach dem Ende der aktuellen Prämie keinen Bedarf für immer neue staatliche Kaufanreize sieht. Die derzeitige Förderung werde zwar stark genutzt, für die Zukunft halte er eine weitere Förderung von Elektro-Pkw jedoch nicht für erforderlich.

    Bilger begründet seine Einschätzung damit, dass Elektroautos gut entwickelt und mittlerweile kostengünstig seien. Sie müssten sich deshalb künftig am Markt behaupten. Gerade angesichts hoher Kraftstoffpreise sehe er gute Chancen für Elektroautos.

    „Für die Zukunft halte ich eine weitere Förderung von Elektro-Pkw nicht für erforderlich.“

    Das laufende Programm der schwarz-roten Bundesregierung fördert den Kauf und das Leasing von Elektroautos, bestimmten Plug-in-Hybriden sowie E-Autos mit Reichweitenverlängerern. Voraussetzung ist eine Neuzulassung seit 1. Januar 2026.

    Die Zuschusshöhe richtet sich nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße und kann bis zu 6.000 Euro betragen. Bis 2029 stehen drei Milliarden Euro bereit; diese Summe soll für 800.000 Wagen reichen.

    Bilger will nach Angaben von VISION mobility außerdem den Verkehr mit E-Lastwagen und anderen alternativen Antrieben für Transporter voranbringen. In diesem Bereich sieht er ein „Riesenpotenzial“ für den Klimaschutz und verweist auf die Verwundbarkeit der weltweiten Kraftstoffversorgung sowie auf dramatische Preisschwankungen.

    Bei einem Unternehmensbesuch in Neumünster besichtigte Bilger das Handelsunternehmen Bartels-Langness mit den Supermarktketten Famila und Markant. Das Unternehmen nahm mit Förderung des Ministeriums zwei E-Sattelschlepper in seine Logistik-Flotte auf.

    Maximale Zuschusshöhe6.000 Euro
    FörderzeitraumBis 2029
    FördertopfDrei Milliarden Euro
    Geplante Zahl an Fahrzeugen800.000 Wagen
    VoraussetzungNeuzulassung seit 1. Januar 2026
    Bei Bartels-Langness geförderte FahrzeugeZwei E-Sattelschlepper

    Infobox – VISION mobility: Steffen Bilger hält nach dem aktuellen Programm keine weitere Förderung von Elektro-Pkw für erforderlich. Bis 2029 stehen drei Milliarden Euro für 800.000 Wagen bereit; zugleich soll der Einsatz elektrischer Lastwagen und Transporter ausgebaut werden.

    Elektrischer eSprinter beliefert Münchner Innenstadt mit Frischware

    Logistra.de stellt in einer Fotostrecke einen vollelektrischen Kühltransporter im Praxiseinsatz vor. Die Veredelungsmetzgerei Gut Granerhof setzt auf einen eSprinter mit Kiesling-Kühlaufbau.

    Der elektrische Kühltransporter zeigt laut Logistra.de, wie sich die Münchner Innenstadt emissionsfrei, leise und zuverlässig mit gekühlter Frischware beliefern lässt. Im Fokus stehen damit die Anforderungen der Kühllogistik im städtischen Lieferverkehr.

    Die Fotostrecke ordnet den Einsatz in den Bereich der emissionsfreien Citylogistik ein. Der eSprinter verbindet dabei den vollelektrischen Antrieb mit einem Kühlaufbau von Kiesling.

    Infobox – Logistra.de: Gut Granerhof setzt in der Münchner Innenstadt einen eSprinter mit Kiesling-Kühlaufbau ein. Der vollelektrische Kühltransporter wird für die emissionsfreie, leise und zuverlässige Belieferung mit Frischware vorgestellt.

    DAT-Report zeigt anhaltende Vorbehalte und positive Erfahrungen

    Taxi Heute berichtet über den DAT Report 2026, der in einem eigenen Kapitel die Sicht von Pkw-Haltern sowie privaten Autokäufern und Autokäuferinnen auf Elektromobilität untersucht. Dabei werden die Bedenken gegenüber batterieelektrischen Fahrzeugen den tatsächlichen Erfahrungen von BEV-Besitzern gegenübergestellt.

    Nach Angaben des Berichts waren BEV-Besitzer im Autojahr 2025 bereits eine ausreichend große Teilgruppe der privaten Pkw-Halter, um ihre Erlebnisse mit den Fahrzeugen auszuwerten. Die Befragten besitzen ihr E-Auto im Schnitt seit knapp drei Jahren.

    Zu den größten Sorgen der klassischen Pkw-Halter zählt die Gefahr, mit einem BEV liegen zu bleiben. 67% aller Pkw-Halter gaben an, davor Angst zu haben. 65% äußerten außerdem Befürchtungen vor plötzlich auftretenden Batteriebränden.

    Auch finanzielle Aspekte spielen eine wichtige Rolle. 70% befürchten, dass Reparaturen bei BEV sehr teuer sein könnten. Beim Wiederverkaufswert eines batterieelektrischen Fahrzeugs hatten 72% klare Vorbehalte.

    Befürchtung, mit einem BEV liegen zu bleiben67%
    Angst vor plötzlich auftretenden Batteriebränden65%
    Befürchtung sehr teurer Reparaturen70%
    Vorbehalte gegenüber dem Wiederverkaufswert72%

    Die tatsächlichen Erfahrungen der BEV-Besitzer fallen laut DAT-Report gemischt aus. 74% bestätigten, dass die Witterung ihre Reichweite spürbar beeinflusst. 67% ärgerten sich über die weiterhin bestehende Preisintransparenz an den Ladesäulen.

    Gleichzeitig zeigten sich 79% der Befragten von der Technologie ihrer Fahrzeuge begeistert. 83% schätzten die ruhige und leise Fahrt.

    Spürbarer Einfluss der Witterung auf die Reichweite74%
    Ärger über Preisintransparenz an Ladesäulen67%
    Begeisterung von der Fahrzeugtechnologie79%
    Wertschätzung der ruhigen und leisen Fahrt83%
    Durchschnittliche Besitzdauer des E-AutosKnapp drei Jahre

    Taxi Heute hebt zudem den Erfahrungshintergrund der Pkw-Halter hervor. Sie verfügen im Schnitt über 31 Jahre Fahrpraxis und hatten durchschnittlich etwa vier Gebraucht- und zwei Neuwagen in ihrem Besitz. Die Werkstatterfahrungen stammen dabei meist aus der Nutzung von Verbrennern.

    Der DAT Report beschreibt weiterhin kritische Einstellungen gegenüber der Elektromobilität. Angesichts weiterhin hoher Spritpreise und immer mehr günstiger elektrischer Neuwagen könnten die Vorbehalte 2026 jedoch massiv sinken.

    Infobox – Taxi Heute: Der DAT Report 2026 stellt deutliche Bedenken gegenüber BEV positiven Nutzungserfahrungen gegenüber. Während 70% teure Reparaturen und 72% einen unsicheren Wiederverkaufswert befürchten, sind 79% der BEV-Besitzer von der Technologie begeistert und 83% schätzen die ruhige und leise Fahrt.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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