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Hohe Spritpreise erhöhen den Kostenvorteil von Elektroautos
Der bundesweite Tagesdurchschnitt für einen Liter Benzin der Sorte E10 stieg zuletzt auf 2,286 Euro. Diesel kostete 2,412 Euro pro Liter und lag damit nur noch knapp vier Cent unter dem im April erreichten Höchststand, berichtet das Handelsblatt.
Für Kaufinteressenten rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, wie viel sich mit einem Elektroauto gegenüber einem Verbrenner sparen lässt. Das Handelsblatt hat dafür einen Rechner entwickelt, in den gefahrene Kilometer, der Verbrauch des Verbrenners und des Elektroautos sowie ein Basisjahr für Sprit- und Strompreise eingegeben werden können.
Als Richtwerte nennt der Artikel einen Verbrauch von ungefähr 16 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer für ein Tesla Model Y, etwa 13 kWh für ein Mercedes CLA Coupé und etwa 20 kWh für einen Volvo ES90 Single Motor Extended Range Ultra. Der Rechner soll daraus die jährliche Ersparnis beim Laden gegenüber dem Tanken nachvollziehbar machen.
Zusammenfassung: Das Handelsblatt stellt steigende Kraftstoffpreise den Verbrauchswerten ausgewählter Elektrofahrzeuge gegenüber und bietet dafür einen Rechner zur Ermittlung der jährlichen Ersparnis.
Südwesten zeigt neue Elektro- und Wasserstoff-Lkw
Auf der IAA Transportation stehen elektrische Lastkraftwagen im Mittelpunkt. Wie tagesschau.de berichtet, präsentiert auch Daimler Truck eine wachsende E-Lkw-Familie mit mittelgroßen Modellen für den Lieferverkehr, Fahrzeugen mit großen Batterien für schwere Lasten und einem Modell für den Fernverkehr.
Das Flaggschiff eActros 600 soll nach Angaben des Unternehmens mit einer 40-Tonnen-Ladung etwa 560 Kilometer rein elektrisch fahren können. Damit sei er aktuell der E-Lkw mit der höchsten Reichweite seiner Klasse.
Neu vorgestellt wird außerdem der eActros Lowliner. Er soll sich für den Transport großer Volumen im Fernverkehr eignen, eine Reichweite von etwa 500 Kilometern haben und ab dem zweiten Quartal 2027 im Mercedes-Benz Werk Wörth im Kreis Germersheim in Serie produziert werden.
Der Zulieferer Mahle setzt auf Range Extender. Dabei wird der batterieelektrische Antrieb mit einem kleinen Verbrennungsmotor kombiniert, der bei leerer Batterie anspringt. Statt etwa 500 Kilometer sollen mit dieser Technik mehr als 800 Kilometer ohne Ladestopp möglich sein.
Die höheren Anschaffungskosten bleiben laut dem Bericht eine zentrale Hürde. Für einen E-Lkw im Fernverkehr rechnet die Branche mit etwa 250.000 bis 400.000 Euro, während die Preise für Diesel-Trucks ab circa 100.000 Euro beginnen. Ein E-Lkw ist damit grob gerechnet mindestens doppelt so teuer wie ein Diesel-Truck.
Neben Elektro-Lkw zeigt Daimler Truck einen Wasserstoff-Lkw mit einer vom Hersteller genannten Reichweite von etwa 1.000 Kilometern pro Tankfüllung. Bis Jahresende soll in Wörth zunächst eine Kleinserie von 100 Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb gebaut werden; die Hälfte davon sei bereits vergeben, obwohl es bislang kaum Wasserstofftankstellen gibt.
Weitere Messeentwicklungen betreffen sparsamere Dieselmotoren, neue Assistenzsysteme und ein Getriebe für Hybrid-Lkw. Die Dieselmotoren sollen ab dem nächsten Frühjahr im Mannheimer Werk produziert werden. Bosch stellt Assistenzsysteme vor, mit denen Lkw-Fahrer Fußgänger in gefährlichen Bereichen schneller erkennen können, während ZF Friedrichshafen ein neues Getriebe für Hybrid-Lkw zur Reduzierung der CO2-Emissionen zeigt.
Die Perspektiven der Lkw-Branche werden im Gegensatz zur Autoindustrie grundsätzlich positiv eingeschätzt. Als Gründe nennt der Bericht schärfere Abgasvorschriften und den weltweit zunehmenden Güterverkehr. Gleichzeitig erhöhen chinesische Hersteller mit günstigeren Angeboten den Wettbewerbsdruck, während Unternehmen aus Baden-Württemberg derzeit noch von ihrem gut ausgebauten Servicenetz in Europa profitieren.
Zusammenfassung: Auf der IAA Transportation treffen batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Lkw auf neue Diesel-, Hybrid- und Assistenztechnik. Reichweiten von etwa 500 bis mehr als 800 Kilometern bei Elektro-Lkw und etwa 1.000 Kilometern bei einem Wasserstoff-Lkw stehen hohen Anschaffungskosten und einer noch unzureichenden Infrastruktur gegenüber.
VDA fordert schnelleren Ausbau von Stromnetzen und Ladeinfrastruktur
VDA-Präsidentin Hildegard Müller fordert einen schnellen Ausbau von Stromnetzen und Ladeinfrastruktur für Lkw. Die Branche könne „wesentlich mehr liefern“, berichtet WELT.
„Wenn die Politik die Stromnetze nicht baut, dann kommen diese Lkw nicht in den Markt.“
Die Aussage verdeutlicht, dass die Verfügbarkeit elektrischer Lkw allein aus Sicht des Verbands nicht ausreicht. Für den Markthochlauf seien ebenso leistungsfähige Stromnetze und eine passende Ladeinfrastruktur erforderlich.
Zusammenfassung: Nach Darstellung der WELT sieht der VDA den Ausbau der Stromnetze und der Ladeinfrastruktur als entscheidende Voraussetzung dafür, dass mehr elektrische Lkw in den Markt kommen.
Bund startet Lkw-Schnellladenetz an Autobahnen
Das Bundesministerium für Verkehr hat auf der IAA Transportation in Hannover den Beginn des bundesweiten Aufbaus eines Lkw-Schnellladenetzes bekannt gegeben. Nach Angaben von heise online stellt der Bund dafür rund eine Milliarde Euro bereit.
Bis 2030 sollen an etwa 350 Standorten entlang der Bundesautobahnen rund 4200 Ladepunkte entstehen. Vorgesehen sind rund 1800 Ladepunkte mit dem Megawatt Charging System (MCS) und etwa 2400 Ladepunkte mit dem Combined Charging System (CCS).
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Geplante Standorte bis 2030 | etwa 350 |
| Geplante Ladepunkte bis 2030 | rund 4200 |
| Davon MCS | rund 1800 |
| Davon CCS | etwa 2400 |
| Bereitgestellte Bundesmittel | rund eine Milliarde Euro |
Das MCS soll Ladeleistungen von über einem Megawatt ermöglichen. Schwere Nutzfahrzeuge können damit laut dem Bericht in 20 bis 45 Minuten aufgeladen werden. Die Infrastruktur soll sowohl Zwischenladen während Lenkpausen als auch Übernachtladen während längerer Ruhezeiten ermöglichen.
Für die erste Ausbaustufe vergab die Autobahn GmbH des Bundes Ende Juni 2026 Aufträge für 836 Ladepunkte an 124 unbewirtschafteten Rastanlagen. Darunter befinden sich 447 MCS- und 389 CCS-Ladepunkte. Die Vergabe erfolgte in fünf Losen an verschiedene Betreiber und Bietergemeinschaften.
Die Ausschreibung für die zweite Ausbaustufe an rund 225 bewirtschafteten Rastanlagen befindet sich laut heise online bereits in Vorbereitung. Die Aufteilung auf fünf sich überlappende Lose soll eine bundesweite Flächenabdeckung sicherstellen und das Klumpenrisiko durch mehrere Betreiber verringern.
Ob alle 4200 Ladepunkte bis 2030 in Betrieb gehen, hängt dem Bericht zufolge wesentlich von Genehmigungsverfahren und dem Ausbau der Stromnetzanschlüsse ab. Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur prognostiziert für E-Lkw bis 2030 einen Ladeleistungsbedarf von knapp 14 Gigawatt.
Die Bedarfsschätzungen unterscheiden sich. Das Fraunhofer ISI geht im Basisszenario von mindestens 1000 bis 2000 öffentlichen Hochleistungs-Ladepunkten bis 2030 aus. Der VDA rechnet dagegen mit einem Bedarf von rund 4000 öffentlichen MCS-Ladepunkten allein in Deutschland. Das geplante Bundesnetz würde mit 1800 MCS-Ladepunkten daher nur einen Teil des erwarteten Gesamtbedarfs abdecken.
Für Speditionen ist die Wirtschaftlichkeit ein zentraler Prüfstein. Ein verlässliches Schnellladenetz entlang der Hauptachsen soll den Einsatz von E-Lkw auf langen Strecken ermöglichen, ohne teure Rückfahrten zum Betriebshof. Als weitere Fahrzeuge mit MCS-Technik nennt der Bericht den BYD ETT 44 mit 600 Kilometern Reichweite und MCS-Laden über 1,5 Megawatt. Tesla plant demnach, seinen Semi ab 2027 in Europa anzubieten.
Zusammenfassung: Der Bund plant bis 2030 rund 4200 Lkw-Ladepunkte an etwa 350 Autobahnstandorten. Die erste Ausbaustufe mit 836 Ladepunkten ist vergeben, während Netzanschlüsse, Genehmigungen und die Wirtschaftlichkeit für Speditionen den weiteren Hochlauf bestimmen.
Altenberg verfügt bislang nur über zwei öffentliche Ladesäulen
In der Touristenhochburg Altenberg gibt es bisher nur zwei öffentliche Ladesäulen. Beide befinden sich auf einem kostenpflichtigen Parkplatz, berichtet die Sächsische Zeitung.
E-Auto-Fahrer ärgern sich laut dem Bericht über die geringe Zahl an Lademöglichkeiten. Die Situation soll sich jedoch ändern.
Zusammenfassung: Altenberg hat derzeit zwei öffentliche Ladesäulen, die zudem auf einem kostenpflichtigen Parkplatz liegen. Ein Ausbau der Ladeinfrastruktur ist vorgesehen.
Berliner Morgenpost schildert Alltag eines Fiat-500-Elektro-Fahrers
Die Berliner Morgenpost beschreibt die Erfahrungen eines E-Auto-Fahrers, der sich vor zwei Jahren einen Fiat 500 Elektro angeschafft hat. Hervorgehoben werden die Dynamik und der sportliche Fahrkomfort, durch die das Fahrzeug an Ampeln auch leistungsstärkere Sportwagen hinter sich lassen könne, sofern diese keinen E-Motor haben.
Beim Laden sieht der Autor angesichts hoher Benzin- und Dieselpreise einen deutlichen Vorteil. An der Schnellladesäule des Vertragsanbieters kostet die Kilowattstunde 51 Cent; im Stadtverkehr ergeben sich damit 6,94 Euro auf 100 Kilometern. An zwei Ladesäulen eines Fremdanbieters werden 64 Cent pro Kilowattstunde berechnet, was 8,70 Euro auf 100 Kilometern entspricht.
| Fahrzeug beziehungsweise Ladeoption | Kosten |
|---|---|
| Schnellladesäule des Vertragsanbieters | 51 Cent pro Kilowattstunde |
| Stadtverkehr mit der Schnellladesäule | 6,94 Euro auf 100 Kilometern |
| Ladesäulen des Fremdanbieters | 64 Cent pro Kilowattstunde |
| Stadtverkehr mit dem Fremdanbieter | 8,70 Euro auf 100 Kilometern |
| Benziner derselben Größe | 16,79 Euro auf 100 Kilometern |
Dem Artikel zufolge sind Elektroautos bei der Anschaffung bislang vergleichsweise teuer. Ein Fiat 500 Elektro kostet neu laut Hersteller mindestens 25.990 Euro, während der Benziner als Hybrid 14.990 Euro kostet. Auch beim Leasing wird ein Unterschied genannt: 159 Euro pro Monat für das Elektroauto stehen 99 Euro pro Monat für den Benziner als Hybrid gegenüber.
Als Nachteil beschreibt die Berliner Morgenpost die Reichweite. Im Stadtverkehr seien vielleicht 250 Kilometer möglich, auf der Autobahn reduziere sie sich je nach Geschwindigkeit und Außentemperatur auf rund die Hälfte. Eine Fahrt von Berlin nach Hamburg mit zwei Kindern wurde wegen der Unsicherheit bei der Ladeinfrastruktur auf halber Strecke abgebrochen.
Trotz dieser Einschränkungen bewertet der Autor das Fahrzeug im Stadtverkehr positiv und erklärt, freiwillig nicht mehr in einen Benziner oder Diesel steigen zu wollen. Ein Plug-in-Hybrid komme möglicherweise als Zwischenlösung infrage. Die neuen Elektroautos, die auch von deutschen Herstellern auf den Markt gebracht werden, könnten die bisherigen Nachteile der Elektromobilität künftig verringern.
Auch die Nutzung von Ladesäulen auf Supermarktparkplätzen wird als Vorteil beschrieben. Während des Ladevorgangs könne eingekauft werden. Die lange Ära der Benzin- und Dieselantriebe empfindet der Autor als auslaufende Phase einer gesellschaftlichen Entwicklung.
Zusammenfassung: Die Berliner Morgenpost stellt niedrigere laufende Energiekosten und Vorteile im Stadtverkehr höheren Anschaffungs- und Leasingkosten sowie Einschränkungen bei der Autobahnreichweite gegenüber. Im genannten Beispiel kostet der Elektroantrieb 6,94 Euro oder 8,70 Euro auf 100 Kilometern, während der Benziner auf ungefähr 16,79 Euro kommt.
Quellen:
- Spritpreise: Dieser Rechner zeigt, wie viel Sie beim Tanken mit einem E-Auto sparen
- Rheinland-Pfalz Baden-Württemberg: E-Mobilität und Wasserstoff: Diese Neuheiten präsentiert der Südwesten
- „Wenn die Politik die Stromnetze nicht baut, dann kommen diese Lkw nicht in den Mark“
- Bund beginnt mit Aufbau von Lkw-Schnellladenetz entlang der Autobahnen
- In Altenberg zu wenige Ladesäulen für E-Autos
- E-Mobilität: „Je teurer das Verbrenner-Auto neben mir, desto müder ist mein Lächeln“














