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Alternative Antriebe erreichen im Juli 2026 fast 70 Prozent Marktanteil
Der deutsche Neuwagenmarkt verschiebt sich deutlich zugunsten alternativer Antriebe. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts wurden von Januar bis Juli 2026 rund 1,15 Millionen Pkw mit Elektro-, Hybrid-, Gas- oder anderen alternativen Antrieben neu zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 65,7 Prozent an allen Neuzulassungen und einem Plus von 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im Juli 2026 verstärkte sich die Entwicklung. Alternative Antriebe kamen auf 185.601 Neuzulassungen und erreichten damit 69,2 Prozent aller neu zugelassenen Pkw. Im Juli des Vorjahres hatte der Anteil laut T-Online und joinmares.com bei 57,4 Prozent gelegen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Alternative Antriebe, Januar bis Juli 2026 | rund 1,15 Millionen Neuzulassungen |
| Anteil alternative Antriebe, Januar bis Juli 2026 | 65,7 Prozent |
| Alternative Antriebe im Juli 2026 | 185.601 Neuzulassungen |
| Marktanteil alternative Antriebe im Juli 2026 | 69,2 Prozent |
| Marktanteil im Juli des Vorjahres | 57,4 Prozent |
Zusammenfassung: Quelle T-Online und Quelle joinmares.com berichten übereinstimmend von einer deutlichen Verschiebung des deutschen Neuwagenmarkts. Im Juli 2026 entfielen 69,2 Prozent der Neuzulassungen auf alternative Antriebe.
Reine Elektroautos wachsen besonders stark
Den stärksten Zuwachs verzeichneten batterieelektrische Fahrzeuge. Von Januar bis Juli 2026 wurden 446.615 reine Elektroautos neu zugelassen. Das waren 50,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres; damit war laut T-Online gut jeder vierte neu zugelassene Pkw ein reines Elektroauto.
Auch im Juli setzte sich das Wachstum fort. Laut T-Online, Business Punk und joinmares.com wurden 78.609 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 61,7 Prozent. Der Marktanteil der reinen Elektroautos erreichte 29,3 Prozent.
Fahrzeuge, die zumindest zeitweise rein elektrisch fahren können, kamen von Januar bis Juli auf 641.028 Neuzulassungen. Dazu zählen BEV, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge. Ihr Anteil am gesamten Neuwagenmarkt lag bei 36,6 Prozent, der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 38,3 Prozent.
| Fahrzeugart | Zeitraum | Neuzulassungen | Weitere Angaben |
|---|---|---|---|
| Reine Elektroautos | Januar bis Juli 2026 | 446.615 | 50,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum |
| Batterieelektrische Pkw | Juli 2026 | 78.609 | 61,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat; Marktanteil 29,3 Prozent |
| BEV, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge | Januar bis Juli 2026 | 641.028 | Marktanteil 36,6 Prozent; Zuwachs 38,3 Prozent |
„Der Run auf E-Autos zeigt sich deutlich in den Auftragseingängen der internationalen Hersteller“, sagte VDIK-Präsidentin Imelda Labbé laut Automobilwoche.
Zusammenfassung: Die reinen Elektroautos sind der wichtigste Wachstumstreiber. Quelle T-Online, Quelle Business Punk und Quelle joinmares.com nennen für Juli 2026 jeweils 78.609 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 29,3 Prozent.
Plug-in-Hybride legen zu, Hybride ohne Stecker gehen zurück
Plug-in-Hybride entwickelten sich im Juli ebenfalls positiv, allerdings mit geringerer Dynamik als reine Elektroautos. Ihre Neuzulassungen stiegen um 12,5 Prozent auf 30.609 Einheiten. Der Marktanteil lag bei 11,4 Prozent.
Bei Hybriden ohne Stecker war die Entwicklung rückläufig. Mit 74.675 Neuzulassungen lagen sie 0,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Business Punk beschreibt diese Entwicklung als Verschiebung weg von den bisherigen Kompromisslösungen hin zum vollständigen Elektroantrieb.
| Antriebsart | Neuzulassungen im Juli 2026 | Veränderung zum Vorjahresmonat | Marktanteil |
|---|---|---|---|
| Plug-in-Hybride | 30.609 | plus 12,5 Prozent | 11,4 Prozent |
| Hybride ohne Stecker | 74.675 | minus 0,7 Prozent | nicht angegeben |
Zusammenfassung: Plug-in-Hybride wuchsen im Juli 2026, während Hybride ohne Stecker leicht zurückgingen. Die Quellen sehen darin eine stärkere Nachfrage nach Fahrzeugen mit vollelektrischem Fahrbetrieb.
Verbrenner verlieren Marktanteile, CO₂-Ausstoß sinkt
Der Zuwachs bei alternativen Antrieben geht mit einem Rückgang der traditionellen Verbrenneranteile einher. Benziner erreichten im Juli 2026 einen Marktanteil von 18,9 Prozent und kamen auf 50.732 Neuzulassungen. Dieselfahrzeuge lagen bei 11,8 Prozent und 31.703 Einheiten.
Nach Angaben von joinmares.com sank der CO₂-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw im Juli um 15,1 Prozent auf 91,2 Gramm pro Kilometer. Die Gesamtzahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland stieg im Juli auf 268.068 Einheiten, was einem Zuwachs von 1,2 Prozent gegenüber Juli 2025 entspricht.
| Kennzahl im Juli 2026 | Wert |
|---|---|
| Benziner | 50.732 Neuzulassungen; Marktanteil 18,9 Prozent |
| Dieselfahrzeuge | 31.703 Neuzulassungen; Marktanteil 11,8 Prozent |
| Gesamtzahl Pkw-Neuzulassungen | 268.068 |
| CO₂-Ausstoß neu zugelassener Pkw | 91,2 Gramm pro Kilometer |
| Veränderung des CO₂-Ausstoßes | minus 15,1 Prozent |
Zusammenfassung: Quelle joinmares.com berichtet neben den Zulassungszahlen über sinkende Verbrenneranteile und einen CO₂-Ausstoß von 91,2 Gramm pro Kilometer bei neu zugelassenen Pkw im Juli 2026.
Hohe Spritpreise beeinflussen die Nachfrage
Als einen möglichen Grund für das wachsende Interesse an Elektroautos nennen die Quellen die hohen Spritpreise. Diese wurden unter anderem durch den Nahost-Konflikt beeinflusst. Laut einer Umfrage gaben 24 Prozent der Führerscheininhaber an, allein deshalb erstmals über ein Elektroauto nachgedacht zu haben.
Die Entwicklung zeigt sich auch bei privaten Fahrzeugwechseln. Laut einer Auswertung des Versicherers HUK-Coburg stieg die Umstiegsquote vom Verbrenner zum Elektroauto von 6,3 Prozent zu Jahresbeginn auf 12,0 Prozent im zweiten Quartal 2026.
Besonders häufig wechseln Vielfahrer. Bei einer Jahresleistung von mehr als 12.000 Kilometern lag die Wechselquote laut Business Punk bei 14,7 Prozent bei Neuwagen und bei 10,7 Prozent im Gebrauchtsegment. Wenigfahrer kamen auf 4,5 bis 8,0 Prozent.
- Umstiegsquote bei privaten Fahrzeugwechseln: von 6,3 Prozent auf 12,0 Prozent
- Vielfahrer mit mehr als 12.000 Kilometern Jahresleistung: 14,7 Prozent bei Neuwagen
- Vielfahrer im Gebrauchtsegment: 10,7 Prozent
- Wenigfahrer: 4,5 bis 8,0 Prozent
- 24 Prozent der Führerscheininhaber dachten wegen hoher Spritpreise erstmals über ein E-Auto nach
Zusammenfassung: Die Quellen führen hohe Kraftstoffkosten als wichtigen Impuls für den Umstieg an. Besonders Vielfahrer wechseln häufiger vom Verbrenner zum Elektroauto.
Gebrauchte Elektroautos gewinnen an Bedeutung
Der Wandel beschränkt sich nicht auf den Neuwagenmarkt. Nach der HUK-Coburg-Auswertung stieg die Quote der privaten Wechsel vom Verbrenner zum E-Auto innerhalb weniger Monate von 6,3 Prozent zu Jahresbeginn auf 12,0 Prozent im zweiten Quartal 2026.
Als vertrauensbildenden Faktor nennen die Quellen Batteriezertifikate. Sie bescheinigen nach drei bis vier Jahren Nutzung noch über 90 Prozent Kapazität. Laut Business Punk weisen gebrauchte Elektroautos zudem Preisvorteile von bis zu 20 Prozent gegenüber vergleichbaren Verbrennern auf.
Für Vielfahrer spielt dabei die Kostenrechnung eine besondere Rolle. Niedrige Kilometerkosten und die Möglichkeit, ein gebrauchtes Elektroauto mit dokumentiertem Batteriezustand zu erwerben, machen den Stromer laut Business Punk zunehmend zu einer pragmatischen Wahl.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Batteriekapazität nach drei bis vier Jahren Nutzung | über 90 Prozent |
| Preisvorteil gebrauchter Stromer gegenüber vergleichbaren Verbrennern | bis zu 20 Prozent |
| Umstiegsquote im zweiten Quartal 2026 | 12,0 Prozent |
Zusammenfassung: Gebrauchte Elektroautos werden laut Quelle Business Punk und Quelle joinmares.com durch Batteriezertifikate und Preisvorteile attraktiver. Die private Umstiegsquote vom Verbrenner zum E-Auto hat sich laut HUK-Coburg-Auswertung von 6,3 Prozent auf 12,0 Prozent erhöht.
Volkswagen führt beide Ranglisten an
Von der Verschiebung bei den Antrieben profitieren die Hersteller unterschiedlich. Laut T-Online kamen die meisten Neuwagen mit alternativem Antrieb seit Januar von Volkswagen, gefolgt von BMW und Mercedes.
Auch bei den reinen Elektroautos lag Volkswagen an der Spitze. T-Online nennt Škoda auf Rang zwei und BMW auf Rang drei. Joinmares.com weist für Volkswagen im Hersteller-Ranking einen Marktanteil von 17,9 Prozent aus. Škoda wird dort als erfolgreichste Importmarke mit einem Marktanteil von 8,7 Prozent genannt.
Bei den Modellen war im Juli der Škoda Elroq das meistverkaufte E-Auto in Deutschland. Der VW ID.7 lag auf Rang zwei, der VW ID.4/ID.5 auf Rang drei. Bei den Pkw insgesamt waren der VW Golf und der VW T-Roc die beliebtesten Modelle.
Tesla verzeichnete laut Business Punk und joinmares.com ein Plus von 7,8 Prozent. Das Model Y war im Juni auf Platz 3, tauchte im Juli jedoch nicht mehr unter den Top 10 der Modelle auf. BYD wächst laut Business Punk im Privatmarkt langsam nach.
| Bereich | Führende Marke oder Modell |
|---|---|
| Alternative Antriebe insgesamt | Volkswagen |
| Reine Elektroautos | Volkswagen |
| Erfolgreichste Importmarke | Škoda; Marktanteil 8,7 Prozent |
| Hersteller-Marktanteil Volkswagen | 17,9 Prozent |
| Meistverkauftes E-Auto im Juli | Škoda Elroq |
| Tesla | plus 7,8 Prozent |
Zusammenfassung: Volkswagen führt sowohl den Markt für alternative Antriebe insgesamt als auch die Rangliste der reinen Elektroautos an. Škoda stellt das meistverkaufte E-Auto im Juli und ist zugleich die erfolgreichste Importmarke.
Ladeinfrastruktur und Stromnetze bleiben entscheidend
Die Antriebswende umfasst nach Angaben von joinmares.com nicht nur den Austausch der Fahrzeuge. Eine zentrale Rolle spielen auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Erweiterung der Stromnetze.
Als Beispiel nennt die Quelle den SuedLink. Die Elbquerung zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurde fertiggestellt. Die rund 700 Kilometer lange Gleichstromverbindung soll ab 2028 Windstrom aus dem Norden in die südlichen Verbrauchs- und Industrieregionen transportieren und so zur Senkung der Stromkosten beitragen.
Der Abschluss der Elbquerung sei ein „weiterer und wichtiger Schritt für eine klimafreundliche und günstige Versorgung aus heimischen Erneuerbaren Energien“, sagte Niedersachsens Energieminister Christian Meyer laut joinmares.com.
Zusammenfassung: Quelle joinmares.com stellt den Netzausbau als wichtigen Bestandteil der Elektrifizierung heraus. Der rund 700 Kilometer lange SuedLink soll ab 2028 Windstrom in südliche Verbrauchs- und Industrieregionen transportieren.
Internationale Entwicklung und regulatorischer Rahmen
Auch international setzt sich die Elektrifizierung fort, allerdings mit regionalen Unterschieden. In China schrumpfte der Pkw-Einzelhandel im Juli um 20,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während New-Energy-Antriebe einen Rekordanteil von 65,1 Prozent am Pkw-Markt erreichten. Das entsprach 951.000 Einheiten.
Reine Elektroautos wuchsen in China um sechs Prozent auf 647.000 Fahrzeuge. Die Exporte von New Energy Vehicles stiegen um 148 Prozent.
Für die Europäische Union nennt joinmares.com mehrere Bestandteile des regulatorischen Rahmens: CO₂-Flottenstandards, die AFIR-Verordnung für alternative Kraftstoffe und den Critical Raw Materials Act. Deutschland drohen bei Nichterreichen der Emissionsziele Zukaufkosten in niedriger zweistelliger Milliardenhöhe bis 2030.
| Internationale Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Rückgang des chinesischen Pkw-Markts im Juli | 20,9 Prozent |
| Marktanteil New-Energy-Antriebe in China | 65,1 Prozent |
| New-Energy-Einheiten in China | 951.000 |
| Reine Elektroautos in China | 647.000 |
| Wachstum reiner Elektroautos in China | sechs Prozent |
| Wachstum der Exporte von New Energy Vehicles | 148 Prozent |
Zusammenfassung: Die Elektrifizierung schreitet auch außerhalb Deutschlands voran. Quelle joinmares.com verweist zugleich auf EU-Regeln und mögliche Zukaufkosten in niedriger zweistelliger Milliardenhöhe bis 2030.
Quellen:














