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Audi bringt China-Modelle über freien Import nach Deutschland
Die von Audi gemeinsam mit SAIC entwickelte Submarke AUDI ist offiziell ausschließlich für den chinesischen Markt vorgesehen. Dennoch können deutsche Kunden den AUDI E5 Sportback und den größeren AUDI E7X über den freien Importeur Auto China beziehen, berichtet Elektroauto-News unter Berufung auf die Automobilwoche.
Der E5 Sportback war 2025 das erste Serienmodell der neuen Marke, der E7X folgte 2026 als großes Elektro-SUV. Die Fahrzeuge tragen statt der bekannten vier Ringe lediglich den Schriftzug AUDI und verfügen über eine auf China zugeschnittene Entwicklung, Produktion und digitale Architektur.
Auto China bietet den E5 Sportback in der Topversion Flagship quattro mit 579 kW (787 PS), einem 100-kWh-Akku und Allradantrieb an. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll 3,4 Sekunden dauern, während die chinesische CLTC-Reichweite mit 647 Kilometern angegeben wird.
Zur Ausstattung gehören unter anderem Luftfederung, Hinterachslenkung und eine 800-Volt-Architektur. Der reine Fahrzeugpreis liegt laut Quelle bei knapp 60.000 Euro netto; einschließlich EU-Zulassung, zweijährigem Garantie- und Servicepaket, Lieferung sowie Ladeadapter werden rund 68.700 Euro netto beziehungsweise knapp 81.800 Euro brutto genannt.
Die voraussichtliche Lieferzeit beträgt sechs bis neun Monate. Der E7X ist ebenfalls gelistet, leistet in seiner stärksten Ausführung bis zu 500 kW und besitzt eine Batterie mit bis zu 109 kWh; für den Import nach Europa werden einschließlich Mehrwertsteuer, Lieferung und Zulassung etwa 86.800 Euro genannt.
Als Nachteile des Parallelimports nennt der Bericht die starke Einbindung der Fahrzeuge in das chinesische digitale Ökosystem sowie auf den chinesischen Markt ausgerichtete Assistenzsysteme und Software. Mögliche Schwierigkeiten bei Ersatzteilen, Reparaturen und dem späteren Wiederverkauf kommen hinzu, ebenso die Abwicklung der zweijährigen Gewährleistung über ein unabhängiges Servicenetz statt über den regulären Audi-Vertrieb.
Infobox: AUDI E5 Sportback und E7X sind für deutsche Kunden über Auto China erhältlich. Der E5 Sportback bietet 579 kW (787 PS), einen 100-kWh-Akku und 647 Kilometer CLTC-Reichweite; der Gesamtpreis liegt bei knapp 81.800 Euro brutto.
Quelle: Elektroauto-News, unter Berufung auf Automobilwoche.
Geely kündigt Feststoffbatterien für 2027 an
Nach abgeschlossenen Straßentests will der chinesische Automobilkonzern Geely ab 2027 selbst entwickelte Feststoffbatterien in Serienfahrzeugen einsetzen. Für ein Topmodell stellt das Unternehmen Reichweiten von über 1000 Kilometern in Aussicht, ohne Verbrennungsmotor an Bord.
Die neue Zelltechnologie soll markenübergreifend in „Fahrzeugen des gesamten Geely-Konzerns“ verwendet werden. Zum Konzern gehören neben Geely auch Zeekr, Lynk & Co, Volvo, Polestar, Lotus, Smart, Proton und im Nutzfahrzeugbereich Farizon; welche Marke oder welches Modell zuerst ausgestattet wird, ließ Geely offen.
Für die Top-Variante nennt Geely eine Energiedichte von 500 Wattstunden pro Kilogramm auf Ebene des Batteriepacks. Ein einbaufertiges Batteriepack mit 100 Kilowattstunden Energiegehalt würde damit nur rund 200 Kilogramm wiegen.
Die derzeitige Batteriegeneration mit Flüssigelektrolyt, intern „Golden Brick“ genannt, erreicht auf Zellebene rund 250 Wattstunden je Kilogramm. Auf Packebene liegt die Energiedichte nochmals niedriger, sodass eine vergleichbare 100-Kilowattstunden-Batterie mindestens doppelt so viel wiegen würde wie die künftige Feststoffvariante.
Bei gleichem Gewicht könnte die neue Technologie laut Geely umgekehrt einen Energiegehalt von 200 Kilowattstunden oder mehr ermöglichen. Der Konzern will die Zellchemie in mehreren Varianten mit unterschiedlicher Energiedichte anbieten, weshalb nicht jedes Modell von Beginn an die maximale Reichweite erhalten dürfte.
Geely reiht sich mit seinem Zeitplan in eine Gruppe weiterer Hersteller ein. CATL, BYD und Samsung SDI hatten laut Quelle bereits eine Kleinserienproduktion dieser Batterietechnologie für 2027 angekündigt; Geely plant nach der Praxiserprobung auf der Straße den Pilot-Einsatz der selbst entwickelten Zellen im selben Jahr.
Die Reichweitenangabe von 1000 Kilometern und mehr basiert auf dem chinesischen CLTC-Testzyklus, der in der Regel höhere Werte liefert als der europäische WLTP-Standard. Der Bericht ordnet die angekündigte Reichweitenklasse dennoch als Bereich ein, der bislang Dieselfahrzeugen oder Elektroautos mit Range Extender vorbehalten war.
Infobox: Geely plant den Pilot-Einsatz eigener Feststoffzellen 2027. Die Top-Variante soll auf Packebene 500 Wattstunden pro Kilogramm erreichen; ein 100-Kilowattstunden-Pack würde rund 200 Kilogramm wiegen.
Quelle: Elektroauto-News, unter Berufung auf Automobilwoche.
Absatz von Elektro-Lkw und -Bussen wächst weltweit um 86 Prozent
Der weltweite Absatz von Elektro-Lkw und -Bussen hat sich 2025 laut einer Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) zum zweiten Mal in Folge fast verdoppelt. Der Zuwachs lag bei 86 Prozent, während der Absatz eine halbe Million Einheiten und einen Marktanteil von fast 14 Prozent erreichte.
Der ICCT-Bericht umfasst 34 Länder. Diese Länder stehen für rund 80 Prozent des weltweiten Gesamtabsatzes von Lkw und Bussen sowie 99 Prozent des Absatzes emissionsfreier Fahrzeuge in diesen Segmenten.
Als emissionsfrei berücksichtigt die Studie Brennstoffzellenfahrzeuge und batterieelektrische Fahrzeuge. Batterieelektrische Modelle machten 98 Prozent des weltweiten Absatzes emissionsfreier Fahrzeuge aus.
China führte den globalen Absatz mit fast 90 Prozent an. In den Segmenten der mittelschweren und schweren Lkw hat sich der Absatz dort innerhalb von zwei Jahren mehr als verfünffacht; 2025 waren fast 30 Prozent der Verkäufe schwerer Lkw vollelektrisch.
Der ICCT führt den starken chinesischen Absatz unter anderem auf gesunkene Batteriekosten und lokale Fördermaßnahmen zurück. Shiyue Mao, ICCT-Forscher und Hauptautor des Berichts, verweist auf die Vorteile batterieelektrischer Lkw bei den Betriebskosten.
„Batteriebetriebene Lkw bieten Vorteile bei den Betriebskosten, die für die Elektrifizierung von Lkw sehr überzeugend sprechen“, sagte Shiyue Mao laut Elektroauto-News.
Auch der Absatz elektrischer Busse nahm zu. Batteriebetriebene Busse machten 2025 weltweit 17 Prozent der Busverkäufe aus; außerhalb Chinas und der Vereinigten Staaten entfielen 56 Prozent der Verkäufe emissionsfreier mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge auf batterieelektrische Busse.
Die Europäische Union und Indien waren bei elektrischen Bussen mit rund 9.800 beziehungsweise 5.000 Einheiten die Spitzenreiter. Chile verzeichnete mit einem Plus von 299 Prozent das höchste Wachstum; dort stieg der Marktanteil von 26 Prozent im Jahr 2024 auf 45 Prozent im Jahr 2025.
Außerdem wuchsen die Verkäufe in Kanada um 188 Prozent, in Brasilien um 161 Prozent und in Thailand um 34 Prozent. In der Europäischen Union stieg der Absatz elektrischer Lkw um 71 Prozent auf einen Marktanteil von 4,5 Prozent.
Der EU-Markt für mittelschwere Elektro-Lkw verdoppelte sich von rund 10 Prozent im Jahr 2024 auf 21 Prozent im Jahr 2025. In den Vereinigten Staaten wurden etwa 24.500 Elektro-Lkw verkauft, während das Vereinigte Königreich einen Anstieg von 345 Fahrzeugen im Jahr 2024 auf 677 Fahrzeuge im Jahr 2025 verzeichnete.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Wachstum des weltweiten Absatzes 2025 | 86 Prozent |
| Weltweiter Absatz | eine halbe Million Einheiten |
| Weltweiter Marktanteil | fast 14 Prozent |
| Anteil Chinas am weltweiten Absatz | fast 90 Prozent |
| Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge an emissionsfreien Fahrzeugen | 98 Prozent |
| EU-Absatzwachstum bei Elektro-Lkw | 71 Prozent |
| EU-Marktanteil bei Elektro-Lkw | 4,5 Prozent |
Infobox: Elektro-Lkw und -Busse erreichten 2025 weltweit eine halbe Million Einheiten. China stellte fast 90 Prozent des Absatzes, während der EU-Absatz elektrischer Lkw um 71 Prozent wuchs.
Quelle: Elektroauto-News, auf Grundlage der ICCT-Pressemitteilung vom 19. August 2026.
Thermomanagement gilt bei Porsche als Schlüssel für Leistung und Haltbarkeit
Beim Porsche Cayenne Electric soll ein ausgefeiltes Thermomanagement Effizienz, Performance, Komfort und Haltbarkeit der Hochvoltbatterie zusammenführen. Heise online beschreibt, wie Porsche die Batterie- und Fahrzeugtemperatur unter normalen sowie extremen Bedingungen kontrolliert.
Die Anforderungen gehen bei Porsche über die üblichen Zielkonflikte zwischen Komfort, Effizienz und Ladeleistung hinaus. Kunden erwarten laut dem Bericht, dass das Fahrzeug auch unter Extrembedingungen die versprochene Performance erbringt.
Besonders wichtig sind heiße Testszenarien, weil schnelle Fahrten auf Rennstrecken viel Abwärme erzeugen, die anschließend in eine ohnehin heiße Umgebung abgeführt werden muss. Porsche testet deshalb unter anderem in Dubai und im Oman, wo die Lufttemperaturen 50 °C überschreiten können.
Bei solcher Hitze soll das Fahrzeug die versprochene Antriebsleistung liefern und anschließend noch zügig laden können. Gleichzeitig muss die Effizienz ausreichend hoch bleiben, damit vernünftige Reisereichweiten möglich sind.
Das Thermomanagement umfasst laut Heise online die Temperierung der Lithium-Ionen-Batterie, die Nutzung und Wiederverwertung von Abwärme sowie die Steuerung durch Software. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein prädiktives Thermomanagement, das die Temperaturbedingungen vorausschauend berücksichtigt.
Die Batterietemperierung kann im Extremfall sogar im Stand in der Garage anlaufen. Damit soll die Batterie bereits vor der Fahrt oder einem Ladevorgang auf geeignete Temperaturbedingungen gebracht werden.
„Thermomanagement ist das Herzstück für Effizienz, Performance, Komfort und Haltbarkeit“, sagt Lukas Jörg, Teamleiter Thermosystem Cayenne Electric bei Porsche.
Infobox: Porsche testet das Thermomanagement des Cayenne Electric auch bei Lufttemperaturen von mehr als 50 °C. Das System steuert Batterie- und Fahrzeugtemperatur, nutzt Abwärme und kann im Extremfall bereits im Stand in der Garage aktiv werden.
Quelle: heise online.
BYD verschiebt Eröffnung des ungarischen Werks
BYD will seine Fahrzeuge künftig direkt in Europa produzieren, doch die Eröffnung des ersten europäischen Pkw-Werks in Szeged verzögert sich deutlich. Ursprünglich war der Produktionsstart für Ende 2025 vorgesehen; im Juni kündigte BYD an, dass das Werk stattdessen spätestens Ende 2026 eröffnet werden solle.
Der chinesische Hersteller transportiert seine Fahrzeuge bislang per Schiff nach Europa. BYD verfügt inzwischen über acht eigene Frachter, die teilweise bis zu 7000 Fahrzeuge laden können; 2024 wurden 50.912 Fahrzeuge nach Europa verschifft, 2025 waren es 187.657.
Eine europäische Produktion soll die Transportkapazitäten entlasten und Kosten senken. Außerdem würden in Europa gefertigte Fahrzeuge nicht mit den Strafzöllen auf Elektroautos belastet, die aus China in die Europäische Union importiert werden.
Der Standort Szeged liegt im Süden Ungarns nahe der Grenze zu Serbien und Rumänien. BYD nennt die Lage mitten in Europa, verfügbare Arbeitskräfte und eine gute Bahnanbindung als Gründe für die Standortwahl; hinzu kommt die bereits seit 2016 bestehende Produktion von Elektrobussen im nordwestungarischen Komárom.
Das Werksgelände umfasst 300 Hektar. Auf Satellitenbildern sind inzwischen sechs größere Fabrikhallen zu sehen, während sich ein großer Teil des Areals noch im Bauprozess befindet.
Zu Beginn sollen in Ungarn rund 150.000 Fahrzeuge pro Jahr produziert werden, langfristig bis zu 300.000. Als erste Modelle sind Dolphin Surf und Atto vorgesehen, mindestens zwei weitere Modelle sollen folgen.
Eigene Batteriezellen sollen in Szeged vorerst nicht hergestellt werden. Stattdessen sollen Zellen aus China importiert und in Ungarn zu Batteriemodulen und -paketen montiert werden.
BYD führte Gespräche mit mehr als 600 potenziellen europäischen Zulieferern. Der Konzern teilte jedoch nicht mit, in wie vielen Fällen daraus eine Zusammenarbeit entstand.
Die WirtschaftsWoche berichtet außerdem über Vorwürfe der Organisation China Labor Watch. Im Herbst 2025 befragte sie rund 50 chinesische Arbeiter auf der ungarischen Baustelle; diese berichteten von Arbeitszeiten von sieben Tagen pro Woche und teils bis zu 14 Stunden am Stück, nicht bezahlten Überstunden, einbehaltenen Lohnanteilen sowie fehlenden gültigen Arbeitsvisa bei mehreren Arbeitern.
BYD erklärte, Arbeitsschutz habe in jeder Phase der Investitionen oberste Priorität. Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Arbeitsschutzbestimmungen werde fortlaufend durch einen externen Partner für Umwelt- und Gesundheitsschutz überwacht.
Parallel zur Verzögerung in Ungarn prüft BYD einen weiteren europäischen Standort im Süden Europas. Spanien gilt laut Bericht als interessant; diesmal soll möglichst eine bestehende Anlage übernommen und neu ausgerüstet werden.
Die Produktion in Europa allein wird nach Einschätzung der Autoexpertin Beatrix Keim jedoch nicht ausreichen, um den europäischen Markt zu erobern. In Deutschland liegt der Marktanteil von BYD bisher bei zwei Prozent; die Zahl der Händler soll von 26 Anfang 2025 über 150 Ende 2025 auf 350 bis Ende dieses Jahres steigen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Nach Europa verschiffte BYD-Fahrzeuge 2024 | 50.912 |
| Nach Europa verschiffte BYD-Fahrzeuge 2025 | 187.657 |
| BYD-Verkäufe in China im ersten Halbjahr 2026 | 1.016.255 Fahrzeuge |
| BYD-Verkäufe außerhalb Chinas im ersten Halbjahr 2026 | 792.256 Fahrzeuge |
| Fläche des Werksgeländes in Szeged | 300 Hektar |
| Geplante Jahresproduktion zum Start | rund 150.000 Fahrzeuge |
| Langfristig geplante Jahresproduktion | bis zu 300.000 Fahrzeuge |
| BYD-Marktanteil in Deutschland | zwei Prozent |
Infobox: Das BYD-Werk in Szeged soll spätestens Ende 2026 eröffnet werden, liegt damit aber gegenüber der ursprünglichen Planung für Ende 2025 im Verzug. Geplant sind zunächst rund 150.000 und langfristig bis zu 300.000 Fahrzeuge pro Jahr.
Quelle: WirtschaftsWoche.
Quellen:
- China-E-Autos von Audi auch hier erhältlich
- Geely will Feststoffbatterie 2027 in Serie bringen
- ICCT: Absatz von Elektro-Lkw und -Bussen erneut verdoppelt
- Bis zu 6.000 Euro: Neue Forderung zur E-Auto-Prämie
- Herzstück Thermomanagement: Porsches E-Auto-Geheimnis
- BYD in Europa: E-Auto-Werk in Ungarn verzögert sich deutlich














