BMW streicht Diesel im 3er, während E-Auto-Kosten und Batteriealterung debattiert werden

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    30.09.2026 6 mal gelesen 0 Kommentare
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    BMW beendet im neuen 3er die rund 40 Jahre lange Dieselgeschichte. Seit dem Start des Konfigurators am 30. September 2026 sind für die achte Generation G50 keine Selbstzünder mehr bestellbar. BMW begründet den Schritt mit der Portfoliostrategie und der regional unterschiedlich starken Nachfrage.
    Im Vorgänger waren zuletzt fünf Dieselvarianten erhältlich, vom 318d bis zum 340 PS starken M340d xDrive. Aufwendige Abgasnachbehandlung mit SCR-Katalysator und Harnstoffeinspritzung verteuert moderne Diesel zusätzlich. BMW setzt deshalb auf stärker gefragte Antriebe und stellt für 2027 wieder eine Plug-in-Hybrid-Version des 3er in Aussicht.
    Auch vollelektrische Modelle werden preislich interessanter: Laut Auto Motor und Sport kostet der 374 PS starke BMW i3 mit bis zu 710 Kilometern Reichweite weniger als zehn Prozent mehr als der neue 320 mit 211 PS. Im europäischen Kostenvergleich liegt Norwegen mit 32,2 Punkten vorn, Deutschland erreicht mit 23,7 Punkten Rang acht.
    Entscheidend für das Ranking sind nicht nur Energiepreise, sondern auch Steuern, Maut, Kaufvorteile, Ladeförderung und laufende Kosten. Norwegen profitiert von steuerlichen Vergünstigungen und reduzierten Mautgebühren für emissionsfreie Fahrzeuge. In Deutschland gilt seit 2026 wieder eine Kaufprämie von 1.500 bis 6.000 Euro für berechtigte Privatpersonen, außerdem bleibt die Kfz-Steuerbefreiung bis Ende 2035 bestehen.
    Eine offene Kostenfrage bleibt die Batteriealterung. Häufiges Schnellladen und hohe Temperaturen können die Degradation beschleunigen und dadurch Reichweite sowie Wiederverkaufswert beeinflussen. Ein kompletter Akkutausch kann außerhalb der Garantie 5.000 bis 16.000 US-Dollar kosten, gilt laut Recurrent jedoch als äußerst selten; zugleich sind die Batteriepreise seit 2012 deutlich gefallen.

    BMW beendet Diesel-Ära im neuen 3er

    BMW bietet für die achte 3er-Generation (G50) keine Dieselmotoren mehr an. Mit dem Start des Konfigurators am 30. September sind auch die bisherigen Dieselvarianten des Vorgängers G20 nicht mehr bestellbar.

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    Im Vorgänger waren zuletzt fünf Selbstzünder verfügbar: 318d, 320d, 320d xDrive, 330d xDrive und M340d xDrive. Das Ende der Dieselangebote beendet eine rund 40 Jahre lange Geschichte: 1985 debütierte im 3er der 324d mit einem Sechszylinder-Saugmotor, gut 2,4 Liter Hubraum und 86 PS. 1987 folgte der 324 td mit Turbolader und 115 PS, während der aktuelle M340d 340 PS leistet.

    Als Grund nennt BMW die aktuelle Portfoliostrategie und die generelle Marktentwicklung. Da die Nachfrage nach Dieselantrieben regional sehr unterschiedlich sei, konzentriere sich BMW auf die weltweit gefragtesten Antriebe für den 3er. Laut dem Bericht könnte diese Entwicklung weitere Baureihen betreffen, da sich der teure Dieselantrieb in günstigeren Fahrzeugklassen noch weniger rechnet.

    Ein wesentlicher Kostenfaktor ist die Abgasnachbehandlung. Nach dem Dieselskandal und der Einführung realistischer RDE-Messungen mit mobilen PEMS-Geräten wurde deutlich, dass sich hohe Stickoxid-Emissionen nur mit SCR-Katalysatoren und Harnstoffeinspritzung reduzieren lassen. Plug-in-Hybridantriebe können ebenfalls Kraftstoff sparen, während elektrisches Fahren lokal keine Abgase verursacht.

    BMW stellt für 2027 wieder eine PHEV-Variante des 3er in Aussicht. Bereits heute soll sich mit dem vollelektrischen i3 sparen lassen: Selbst die 374 PS starke Allradversion mit bis zu 710 km Reichweite kostet laut Auto Motor und Sport keine 10 Prozent mehr als der neue 320 mit Vierzylinder und 211 PS.

    „Die Entscheidung wurde auf Basis der aktuellen Portfoliostrategie getroffen und folgt der generellen Marktentwicklung.“

    Zusammenfassung: Quelle: Auto Motor und Sport. Der neue BMW 3er wird ohne Diesel angeboten; der Hersteller setzt auf stärker nachgefragte Antriebe, elektrisches Fahren und künftig wieder auf eine PHEV-Variante.

    Norwegen führt Europas Kostenvergleich für Elektroautos an

    Norwegen ist im aktuellen europäischen Kostenvergleich für Elektroautos das attraktivste Land. Deutschland erreicht 23,7 Punkte und landet damit auf Rang acht.

    Die Unternehmensberatung Arthur D. Little bewertet nicht ausschließlich Strom- und Benzinpreise. In das Punkte-Ranking fließen unter anderem Kauf- und Betriebsvorteile für unterschiedliche Fahrzeugklassen, Zuschüsse für private Ladeinfrastruktur sowie Energiepreise pro Kilometer ein. Zusätzlich berücksichtigt die Studie politische Rahmenbedingungen wie Zulassungsbeschränkungen für Verbrenner oder Abgaben, die deren Betrieb verteuern.

    LandPunkteRang
    Norwegen32,21
    Singapur27,62
    Frankreich26,83
    Deutschland23,78

    Norwegen profitiert insbesondere von steuerlichen Begünstigungen. Nach Angaben des European Alternative Fuels Observatory gibt es dort seit 2025 keine nationalen Kaufprämien mehr. Seit 1. Januar 2026 gilt jedoch eine Mehrwertsteuerbefreiung von 25% nur noch für die ersten 300.000 NOK, rund 27.700 Euro, des Kaufpreises; für darüber liegende Beträge fällt der reguläre Satz an.

    Hinzu kommt eine gewichtsabhängige Abgabe, die über 500 Kilogramm Fahrzeuggewicht greift. Außerdem dürfen Null-Emissionsfahrzeuge nationalen Vorgaben zufolge höchstens 70 % des Tarifs für konventionelle Fahrzeuge bei den Mautgebühren zahlen.

    In Deutschland ist der finanzielle Vorteil stärker von der individuellen Situation abhängig. Seit 1. Januar 2026 gibt es wieder eine staatliche Kaufprämie, die rückwirkend für Neuzulassungen gilt. Anträge sind laut ADAC seit 19. Mai 2026 beim BAFA möglich.

    Die Förderung reicht je nach Konstellation von 1.500 bis 6.000 Euro. Anspruch haben Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Deutschland, sofern das zu versteuernde Haushaltseinkommen grundsätzlich maximal 80.000 Euro beträgt. Mit bis zu zwei Kindern steigt die Grenze auf 90.000 Euro. Zusätzlich wurde die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektroautos bis Ende 2035 verlängert.

    Zusammenfassung: Quelle: Auto Motor und Sport. Norwegen erreicht mit 32,2 Punkten den ersten Platz, während Deutschland mit 23,7 Punkten auf Rang acht liegt. Steuerliche Vorteile, Mautregelungen, Förderungen und laufende Energiekosten prägen das Ergebnis.

    Batteriealterung bleibt zentrale Kostenfrage bei Elektroautos

    Elektroautos verursachen in den ersten Jahren häufig geringere Wartungskosten, weil sie weniger klassische Verschleißteile besitzen als Verbrenner. Bei älteren Fahrzeugen können größere Reparaturen an Fahrwerk und Antrieb jedoch nach hinten verschobene Kosten darstellen.

    Zusätzlich rückt die Batteriealterung in den Mittelpunkt. Die sogenannte Degradation bezeichnet den Kapazitätsverlust des Akkus über die Zeit und kann sich durch eine geringere Reichweite bemerkbar machen. Ein alternder Akku muss nicht automatisch ausgetauscht werden, kann aber die Nutzung einschränken und den Wiederverkauf erschweren.

    Als Belastungsfaktoren gelten insbesondere häufiges Schnellladen und hohe Temperaturen. Beim Schnellladen fließen in kurzer Zeit sehr hohe Ströme in die Batterie, wodurch mehr Wärme entstehen kann als beim langsamen Laden. Entscheidend ist laut dem Bericht weniger ein einzelner Schnellladevorgang als das Ladeverhalten über mehrere Jahre.

    • Häufiges Schnellladen kann den Akku stärker belasten.
    • Regelmäßige starke Erwärmung erhöht den Stress für die Batterie.
    • Ein Batteriemanagementsystem überwacht Laden, Temperatur und Zellen.
    • Die Batteriealterung kann Reichweite, Nutzung und Wiederverkaufswert beeinflussen.

    Das Batteriemanagementsystem, kurz BMS, übernimmt die Überwachung von Ladevorgängen, Temperaturen und einzelnen Zellen. Das US-amerikanische Software- und Datenanalyse-Unternehmen Recurrent erwartet, dass neuere Generationen dieser Systeme die Batteriepacks robuster machen und ihre Lebensdauer erhöhen.

    Außerhalb der Garantie können die Kosten für einen Akkutausch laut Recurrent etwa 5.000 bis 16.000 US-Dollar betragen. Umgerechnet entspricht dies 4.386 bis 14.036 Euro. Gleichzeitig betont Recurrent, dass solche Fälle „extremely rare“ seien.

    Auch die Kosten pro Kilowattstunde haben sich verändert. Für Ende 2024 nennt Recurrent im globalen Durchschnitt des US-Marktes 111 US-Dollar beziehungsweise 97 EUro pro kWh. 2012 waren es noch über 400 US-Dollar beziehungsweise 351 Euro pro kWh. Der tatsächliche Rechnungsbetrag eines Austauschs umfasst zusätzlich zum Akku auch Arbeit, Steuern und Logistik.

    PositionWert
    Akkutausch außerhalb der Garantie5.000 bis 16.000 US-Dollar
    Umrechnung4.386 bis 14.036 Euro
    Globaler Durchschnitt Ende 2024111 US-Dollar pro kWh
    Umrechnung Ende 202497 EUro pro kWh
    Globaler Durchschnitt 2012über 400 US-Dollar pro kWh
    Umrechnung 2012351 Euro pro kWh

    Zusammenfassung: Quelle: Auto Motor und Sport. Batteriealterung kann Reichweite und Fahrzeugwert beeinflussen, ein kompletter Akkutausch bleibt laut Recurrent jedoch „extremely rare“. Schnellladen, Wärme und die Qualität des Batteriemanagementsystems sind zentrale Faktoren.

    Quellen:

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