E-Mobilität im Fokus: ADAC, Volvo, FIAA und Geely mit neuen Entwicklungen

    KI-generiert
    24.09.2026 11 mal gelesen 0 Kommentare
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    Der ADAC hat V2L-Systeme in sechs Elektroautos getestet: Bei Kurzschluss und Überlastung schützten sie Fahrzeuge und Adapter zuverlässig, doch Bedienung und Fehlermeldungen waren teilweise unverständlich.
    Im Alltag bremst vor allem der hohe Eigenverbrauch: Fünf Fahrzeuge benötigten zusätzlich 390 bis 500 Watt, selbst wenn nur ein kleiner Verbraucher angeschlossen war. Außerdem untersagen alle Hersteller die Nutzung bei Regen oder Nässe.
    Reinert Logistics bestellt 500 gasbetriebene Volvo FH Aero, die ab 2027 ausgeliefert werden sollen. Nach einem Praxistest mit 50 Fahrzeugen wächst der Fuhrpark damit auf insgesamt 750 Lkw; im Fokus steht Bio-LNG aus regionalen Quellen.
    Auf der FIAA 2026 in Madrid präsentieren vom 22. bis 24. September mehr als 110 Unternehmen neue Busmodelle, alternative Antriebe und digitale Lösungen. Die Messe deckt Stadt- und Reisebusse ebenso ab wie Infrastruktur, Betriebshöfe und den öffentlichen Verkehr.
    Geely zeigt eine Ladeplattform mit bis zu 2,2 Megawatt pro Ladepunkt und KI-gestützter Ladeplanung. Für ein Lynk-&-Co-Modell nennt der Hersteller 10 auf 70 Prozent in 4 Minuten und 30 Sekunden, plant bis 2027 mehr als 22.000 Ladestationen in China.

    ADAC-Test: V2L-Systeme sind sicher, aber im Alltag ineffizient

    Vehicle-to-Load, kurz V2L, soll Elektroautos in mobile Powerbanks verwandeln. Der ADAC hat die Funktion bei sechs aktuellen E-Autos untersucht: BMW iX3, BYD Seal, Kia EV5, MG4, Renault 5 und XPeng G9.

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    Im Test wurden unter anderem Überlastungen, hohe Einschaltströme und Kurzschlüsse simuliert. Alle sechs Fahrzeuge schalteten beim provozierten Kurzschluss ab, blieben fahrbereit und zeigten keine sichtbaren Schäden an Fahrzeugen oder Adaptern. Auch die Schutzmechanismen bei Überlastung funktionierten grundsätzlich.

    Die maximale Dauerleistung lag zwischen 2,7 Kilowatt beim MG4 und 3,7 Kilowatt beim BMW iX3. Der BMW ließ kurzzeitig sogar vier bis fünf Kilowatt zu, bevor das System nach etwa zehn Minuten abschaltete.

    FahrzeugAngabe aus dem ADAC-Test
    MG4Maximale Dauerleistung von 2,7 Kilowatt
    BMW iX3Maximale Dauerleistung von 3,7 Kilowatt; kurzzeitig vier bis fünf Kilowatt

    Probleme stellten die Tester vor allem bei Bedienung und Fehlermeldungen fest. Während bei manchen Fahrzeugen das Einstecken genügt, muss bei anderen ein Knopf am Adapter gedrückt oder V2L über das Fahrzeugdisplay aktiviert werden. Beim Renault 5 muss der Knopf am Adapter länger gedrückt werden.

    Bei Überlastung oder Kurzschluss erschienen teils unverständliche Hinweise wie „Fehler verbundenes Gerät“, „Ladefehler, verbundenes Gerät nicht kompatibel“ oder die Aufforderung, den Kundenservice zu kontaktieren beziehungsweise den Onboard-Charger überprüfen zu lassen. Kia meldete bei Überlastung vergleichsweise nachvollziehbar „Verbrauch zu hoch“, verwendete diese Meldung laut ADAC teilweise aber auch bei einem Kurzschluss.

    Beim Renault 5 musste das Fahrzeug nach dem Kurzschlusstest in einen Ruhezustand versetzt werden. Dafür mussten die Tester den Stecker herausziehen, das Fahrzeug verlassen und den Schlüssel mehrere Minuten außer Funkreichweite bringen. Laut ADAC war diese Vorgehensweise nicht in der Bedienungsanleitung beschrieben.

    „Kurzschluss erkannt – angeschlossenes Gerät entfernen und überprüfen“ wäre laut ADAC hilfreicher als der Hinweis, die Werkstatt aufzusuchen.

    Als besonders problematisch bewertet der ADAC den Eigenverbrauch der V2L-Funktion. Bei fünf der sechs Fahrzeuge wurden zwischen 390 und 500 Watt gemessen, solange V2L aktiv war. Beim BMW konnte dieser Wert nicht bestimmt werden.

    Für leistungsstarke Kaffeemaschinen oder Elektrowerkzeuge über kurze Zeit sei der zusätzliche Verbrauch weniger problematisch. Bei kleinen Verbrauchern mit langer Laufzeit verschlechtere sich die Bilanz jedoch deutlich. Als Beispiel nennt der ADAC eine 50-Watt-Kühlbox, für deren Betrieb je nach Fahrzeug mehrere Hundert Watt Technik im Hintergrund benötigt werden.

    Ein Renault 5 mit 40 kWh-Akku (netto) erreicht laut Quelle bei 500 Watt Eigenverbrauch für V2L nach drei Tagen rechnerisch 10 Prozent SOC, wenn der Akku vollgeladen war und die Kühlbox kein zusätzliches Watt benötigt. Bei einem durchgehenden Verbrauch von 50 Watt wäre der Akku nach drei Tagen komplett leer.

    Zusätzlich untersagen alle sechs Hersteller die Nutzung bei Nässe beziehungsweise Regen. Das gilt laut ADAC auch dann, wenn die Adapter teilweise einen Regenschutz besitzen. Ob die Geräte dennoch dicht sind, wurde nicht getestet.

    Infobox: Die getesteten V2L-Systeme schützten Fahrzeuge und Adapter bei Kurzschluss und Überlastung grundsätzlich zuverlässig. Die größten Schwächen liegen laut ADAC bei Bedienung, Fehlermeldungen, hohem Eigenverbrauch und der untersagten Nutzung bei Regen. Quelle: Auto Motor und Sport.

    Reinert Logistics bestellt 500 gasbetriebene Volvo FH Aero

    Reinert Logistics will seine Lkw-Flotte mit 500 gasbetriebenen Volvo FH Aero erneuern und teilweise erweitern. Die Fahrzeuge sollen ab 2027 ausgeliefert werden und innerhalb der kommenden zwei Jahre schrittweise in den Fuhrpark integriert werden.

    Die Bestellung wurde auf der IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover vereinbart. Nach Angaben von Volvo Trucks handelt es sich um den bislang größten Auftrag für LNG-Lkw in der Geschichte des Herstellers. Mit den neuen Investitionen soll der Fuhrpark von Reinert Logistics auf insgesamt 750 Fahrzeuge wachsen.

    Der Bestellung ging ein zweijähriger Praxiseinsatz mit 50 Volvo FH Aero mit Gasantrieb in den Jahren 2025 und 2026 voraus. Reinert Logistics begründet die weitere Beschaffung unter anderem mit den Erfahrungen aus diesem Einsatz sowie mit der Entwicklung der Kraftstoffpreise.

    Das Unternehmen setzt bereits seit mehreren Jahren LNG-Lkw ein und baut die entsprechende Flotte seit 2020 aus. Im Fokus steht insbesondere Bio-LNG, das unter anderem aus Gülle, organischen Abfällen und biogenen Reststoffen hergestellt werden kann. Reinert Logistics sieht darin neben möglichen Einsparungen bei den CO₂-Emissionen auch die Möglichkeit, Kraftstoffe aus regionalen Quellen zu verwenden sowie lange Lieferwege und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu verringern.

    Die Volvo-Lkw arbeiten nach dem Gas-Powered-Diesel-Prinzip. Eine geringe Menge Diesel, Biodiesel oder HVO dient zur Zündung, während LNG beziehungsweise Bio-LNG den überwiegenden Anteil der benötigten Antriebsenergie liefert.

    Volvo Trucks gibt für die gasbetriebenen Fahrzeuge eine mit konventionellen Diesel-Lkw vergleichbare Motorleistung und ähnliche Fahreigenschaften an. Bei der Verwendung von Bio-LNG sollen sich die CO₂-Emissionen gegenüber dem Betrieb konventioneller Diesel-Lkw deutlich reduzieren lassen.

    Nach Angaben des Branchenverbands „Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft“ entfielen 2025 rund 98,5 Prozent des an deutschen LNG-Tankstellen verkauften LNG-Kraftstoffs auf Bio-LNG.

    Volvo Trucks verfolgt für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs mehrere Antriebstechnologien. Neben batterieelektrischen Fahrzeugen und künftig vorgesehenen Brennstoffzellen-Lkw gehören dazu gasbetriebene Lkw, deren Einsatzgebiet der Hersteller insbesondere im Fernverkehr sieht.

    Reinert Logistics beschäftigt rund 1.000 Mitarbeitende und bietet Transport-, Lager- und Logistikleistungen im Regional- und Fernverkehr an. Zur Unternehmensgruppe gehören außerdem Hagemann Logistic und Transport in Velten sowie Logius Logistic Solutions im polnischen Żary.

    • 500 gasbetriebene Volvo FH Aero bestellt
    • Auslieferung ab 2027
    • Integration innerhalb der kommenden zwei Jahre
    • Praxiseinsatz mit 50 Fahrzeugen in den Jahren 2025 und 2026
    • Geplanter Fuhrpark: insgesamt 750 Fahrzeuge
    • Bio-LNG-Anteil am LNG-Kraftstoffabsatz an deutschen LNG-Tankstellen 2025: rund 98,5 Prozent

    Infobox: Reinert Logistics setzt seine LNG-Strategie mit 500 neuen Volvo FH Aero fort. Grundlage der Bestellung ist ein Praxiseinsatz mit 50 Fahrzeugen; Bio-LNG soll regionale Kraftstoffquellen und eine Reduzierung der CO₂-Emissionen ermöglichen. Quelle: Logistra.de.

    FIAA 2026 in Madrid zeigt neue Busmodelle und alternative Antriebe

    Die FIAA 2026 bringt vom 22. bis 24. September Hersteller, Zulieferer, Betreiber und Branchenvertreter aus zahlreichen internationalen Märkten in Madrid zusammen. Mehr als 110 Unternehmen stellen auf der Bus- und Reisebusmesse aus.

    Im Mittelpunkt stehen neue Busmodelle, alternative Antriebe, Digitalisierung und Lösungen für den Personenverkehr. Eine Bildergalerie von busplaner zeigt ausgewählte Fahrzeuge und Neuheiten der FIAA 2026.

    Die Messe richtet sich an unterschiedliche Bereiche des Busverkehrs. Dazu zählen unter anderem Stadtbusse, Reisebusse, Omnibus-Technik, Fuhrpark und Betriebshof sowie der öffentliche Personennahverkehr und der öffentliche Personenfernverkehr.

    Zu den thematischen Schwerpunkten gehören außerdem Elektromobilität, Hybridantriebe, Diesel und Erdgas. Damit bildet die FIAA 2026 sowohl klassische als auch alternative Antriebstechnologien und deren Einsatz im Busverkehr ab.

    Neben Fahrzeugen stehen digitale Lösungen und weitere Entwicklungen für den Personenverkehr im Fokus. Die Messe verbindet damit Fahrzeugneuheiten mit technischen, betrieblichen und infrastrukturellen Themen für Betreiber und Verkehrsunternehmen.

    VeranstaltungAngaben
    FIAA 202622. bis 24. September
    VeranstaltungsortMadrid
    AusstellerMehr als 110 Unternehmen

    Infobox: Die FIAA 2026 in Madrid stellt vom 22. bis 24. September neue Busmodelle, alternative Antriebe, Digitalisierung und Lösungen für den Personenverkehr vor. Mehr als 110 Unternehmen nehmen teil. Quelle: busplaner.de.

    Geely stellt 2,2-Megawatt-Ladetechnik mit KI vor

    Geely Auto hat am 23. September im chinesischen Ningbo die neue Plattform „Geely Smart Charging“ vorgestellt. Sie kombiniert Ladeleistungen bis 2,2 MW je Ladepunkt mit softwaregestützter Steuerung sowie Funktionen für Routen- und Ladeplanung.

    Über chinesische Social-Media-Kanäle hatte Geely zuvor mit „Intelligentes Laden in vier Minuten“ geworben. Bei der offiziellen Vorstellung stellte das Unternehmen klar, dass sich die vier Minuten nicht auf eine Vollladung von null auf 100 Prozent beziehen.

    Als Beispiel nennt Geely ein nicht näher bezeichnetes Fahrzeug von Lynk & Co. Bei diesem Modell soll der Ladezustand in vier Minuten und 30 Sekunden von zehn auf 70 Prozent steigen. Für den Bereich von zehn auf 97 Prozent gibt Geely acht Minuten und 40 Sekunden an.

    LadevorgangAngabe von Geely
    Leistung je LadepunktBis 2,2 MW
    Lynk & Co, zehn auf 70 ProzentVier Minuten und 30 Sekunden
    Lynk & Co, zehn auf 97 ProzentAcht Minuten und 40 Sekunden

    Die Ladeplattform ist mit dem Energiemodell „Xingrui PowerMind Energy Brain“ verbunden. Dieses soll Daten aus Fahrzeug, Ladepunkt, Stromnetz, Energiespeicher und Cloud-Diensten mithilfe künstlicher Intelligenz zusammenführen und den Ladevorgang darauf basierend planen und anpassen.

    „AI Extreme Charging“ soll die jeweils maximal mögliche Ladeleistung unter Berücksichtigung von Batteriezustand und Umgebungsbedingungen abrufen. Die Software überwacht laut Geely unter anderem Temperaturverläufe und den Zustand der Batterie.

    „AI Smart Charging“ ist für die Planung von Ladevorgängen vorgesehen. Das System soll Ladeorte und Zeitpunkte auf Grundlage der Route, der Strompreise und der Netzauslastung vorschlagen.

    „AI Automatic Charging“ beschreibt einen automatisierten Ladevorgang an entsprechend ausgerüsteten Stationen. Dabei soll das Fahrzeug den Ladevorgang automatisch starten, ohne dass der Fahrer aus dem Auto aussteigen muss.

    Geely hebt außerdem das Temperaturmanagement und den Umgang mit Batteriealterung hervor. Die Software soll die Stromabgabe dynamisch regeln und die Temperatur der Batterie überwachen. Geely nennt hierfür eine maximale Temperatur von 65 Grad Celsius und stellt eine um mehr als 20 Prozent erhöhte Lebensdauer der Batteriezellen in Aussicht.

    Eine genaue Beschreibung sowie Details zu Messungen und zur Zellchemie des Fahrzeug-Akkus enthält die veröffentlichte Zusammenfassung laut Quelle nicht.

    Geely kündigte zudem an, das eigene Ladenetz in China deutlich auszubauen. Bis Ende 2027 sollen nach Unternehmensangaben mehr als 22.000 Ladestationen entstehen. Ob es sich dabei um eigene Ladepunkte, Partnerstandorte oder gemischt betriebene Infrastruktur handelt, geht aus den bisher verfügbaren Angaben nicht im Detail hervor.

    Die Präsentation fand zeitgleich mit der Vorstellung des überarbeiteten Geely Galaxy E5 statt. Das 4,6-Meter-SUV soll die neue Lade- und Batterietechnik als eines der ersten Fahrzeuge im Konzernumfeld nutzen. Die angekündigte Ladezeit von zehn auf 80 Prozent liegt mit rund neun Minuten allerdings unter den angekündigten Ladeleistungen des „Smart Charging“-Systems.

    Infobox: Geely kombiniert Ladeleistungen bis 2,2 MW je Ladepunkt mit KI-gestützter Lade- und Routenplanung. Für ein nicht näher bezeichnetes Lynk-&-Co-Modell nennt das Unternehmen vier Minuten und 30 Sekunden von zehn auf 70 Prozent sowie acht Minuten und 40 Sekunden von zehn auf 97 Prozent. Quelle: Auto Motor und Sport.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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