E-Mobilität im Fokus: Carsharing, E-Lkw-Ladenetz und Elektrobusse wachsen

    KI-generiert
    02.09.2026 16 mal gelesen 0 Kommentare
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    In Ahaus zeigt YouTaxi, wie digitales Elektro-Carsharing im ländlichen Raum funktionieren kann. Seit April 2026 werden die Fahrzeuge über die Ahaus SuperApp gebucht und per CloudBoxx geöffnet. Nutzer übernehmen Aufgaben wie Laden, Reinigen oder Umparken und erhalten dafür Credits.
    Das Modell setzt auf eine aktive Gemeinschaft und lokale Partner. Mehr als zehn Händler, Gastronomen und Handwerksbetriebe beteiligen sich bereits, indem sie Fahrzeuge als Werbeflächen nutzen. Neben 22 YouTaxi-Autos stehen dadurch zehn weitere Fahrzeuge bereit, auch in Vreden, Stadtlohn und Legden wächst das Netz.
    Während Carsharing vor allem Pkw bewegt, braucht der Güterverkehr leistungsfähige Ladepunkte. Im Kieler Ostuferhafen ist ein Ladepark mit acht CCS-Ladepunkten und bis zu 400 Kilowatt Leistung gestartet. Der Strom stammt aus erneuerbaren Energien, und die Lage am Hafen ermöglicht das Laden während Stand- und Ruhezeiten.
    Der VDA warnt jedoch, dass Deutschland beim E-Lkw-Ladenetz deutlich hinter dem Bedarf zurückliegt. Im Juli waren erst 355 Ladepunkte an 88 Standorten in Betrieb, bis 2030 sollen es 4.200 öffentliche Ladepunkte werden. Zusätzlich fehlen leistungsfähige Stromnetze und mehr als elf Gigawatt Ladeleistung auf Betriebshöfen.
    Auch im öffentlichen Nahverkehr geht der Ausbau weiter: Die RhönEnergie hat in Fulda sechs neue Elektrobusse in Betrieb genommen. Damit wächst die Flotte auf 13 Fahrzeuge, weitere 17 Busse sind bestellt. Im Sommer 2027 sollen insgesamt 30 Elektrobusse unterwegs sein – ein weiterer Schritt zu emissionsärmerer Mobilität.

    YouTaxi erprobt digitales Elektro-Carsharing in Ahaus

    Seit dem 1. April 2026 betreibt Tobit Laboratories in Ahaus den Carsharing-Piloten YouTaxi. Die Elektrofahrzeuge lassen sich über die Ahaus SuperApp buchen und nutzen; das Projekt soll zeigen, wie sich Carsharing im ländlichen Raum mit weitgehend digitalen Abläufen und ohne eigenes Betriebspersonal organisieren lässt.

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    Für den digitalen Fahrzeugzugang und automatisierte Mietprozesse kommt die „CloudBoxx“ von Invers zum Einsatz. Tobit Laboratories verbindet sie mit eigener Software auf Basis von chaynsOS. Die Ahaus SuperApp bündelt neben dem Carsharing auch Verwaltungsservices sowie lokale Angebote aus Handel, Gastronomie, Vereinen und Freizeit.

    Ein Teil der laufenden Aufgaben wird von der Nutzergemeinschaft übernommen. Wer Fahrzeuge umparkt, an Ladestationen lädt, reinigt oder zu anderen Nutzern bringt, erhält dafür Credits. Die Plattform koordiniert Buchungen, Aufgabenverteilung und automatische Abrechnung digital.

    Zusätzlich nutzt YouTaxi Daten von Invers Driving Analysis, um das Fahrverhalten zu erfassen. Nach Angaben des Anbieters soll gutes Fahrverhalten belohnt und bei auffälligem Verhalten gewarnt werden. Die Buchungszahlen steigen seit dem Start im April monatlich; das Durchschnittsalter der Fahrer liegt bei 32 Jahren, rund 64 Prozent sind jünger als 35 Jahre. Absolute Buchungszahlen werden nicht genannt.

    Zur Finanzierung des Angebots können lokale Unternehmen die Fahrzeuge als mobile Werbeflächen nutzen und sich über ein Kickback-Modell am Umsatz des jeweiligen Fahrzeugs beteiligen. Seit dem Projektstart beteiligen sich in Ahaus mehr als zehn Einzelhändler, Gastronomen und Handwerksbetriebe. Neben den 22 YouTaxi-Autos stehen dadurch weitere zehn Fahrzeuge zur Verfügung.

    Das Modell wird außerdem über Ahaus hinaus ausgeweitet. In Vreden, Stadtlohn und Legden sind erste Fahrzeuge unterwegs; das Netz soll weiter ausgebaut werden. Als zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten nennt die Pressemeldung LEADER-Mittel, das Sofortprogramm „Stadt und Land“ sowie Elektromobilitätshilfen.

    „Immer wieder hören wir, dass Carsharing sich im ländlichen Raum nicht kostendeckend umsetzen lässt“, sagt Bharath Devanathan, CBO bei Invers.

    Infobox: YouTaxi verbindet digitale Fahrzeugzugänge, von Nutzern übernommene Betriebsaufgaben, lokale Werbepartner und Fördermittel. Laut VISION mobility bleiben Wirtschaftlichkeit und Übertragbarkeit offen, weil absolute Nutzungszahlen, Auslastung, Kosten und Erlöse nicht veröffentlicht wurden.

    Quelle: VISION mobility

    Kiel eröffnet Ladepark für schwere Elektro-Nutzfahrzeuge

    Am 1. September 2026 haben Engie Vianeo und der Port of Kiel am Kieler Ostuferhafen einen Ladepark mit acht Ladepunkten für schwere Nutzfahrzeuge eröffnet. Die Ladepunkte bieten bis zu 400 Kilowatt Leistung und befinden sich in der Nähe der Fährverbindungen ins Baltikum und nach Nordschweden.

    Der Ladepark besteht aus vier Ladestationen mit beidseitigen Ladepunkten. Die Technik arbeitet mit dem Combined Charging System und stellt eine maximale Ladeleistung von 400 Kilowatt bereit. Der Strom für sämtliche Ladepunkte stammt aus erneuerbaren Energien.

    Die Infrastruktur ist sowohl für Schnellladevorgänge als auch für längeres Laden über Nacht ausgelegt. Dadurch können Frachtführende Ladezeiten unter anderem mit den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten verbinden. Die Lage an einem zentralen Umschlagpunkt des Hafens soll die Einbindung des Ladens in bestehende Transportabläufe erleichtern.

    Jährlich passieren rund 180.000 Lkw und Trailer den Seehafen. Diese können ihre Standzeiten künftig zum Laden batterieelektrischer Fahrzeuge nutzen. Ein weiterer Standort am Norwegenkai ist geplant; dort sollen vier zusätzliche Ladepunkte entstehen. Nach Abschluss des Vorhabens wären an beiden Kieler Hafenstandorten insgesamt zwölf Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge verfügbar.

    Auch die geplanten Ladepunkte am Norwegenkai sollen mit dem Combined Charging System ausgestattet werden und eine maximale Ladeleistung von 400 Kilowatt bieten. Einen Termin für die Inbetriebnahme des zweiten Standorts nennt die Mitteilung nicht.

    Für Engie Vianeo ist der Ladepark am Port of Kiel der erste in Betrieb genommene Standort in Deutschland. Europaweit betreibt der Anbieter mehr als 11.000 Ladepunkte, davon 900 an französischen Autobahnen und etwa 7.000 in Belgien. Bis 2030 strebt Engie Vianeo europaweit 25.000 Ladestationen an, darunter 1.000 speziell für Schwerlastfahrzeuge. Auf dem deutschen Markt ist das Unternehmen seit Juli 2025 aktiv.

    Infobox: Am Ostuferhafen stehen acht Ladepunkte mit bis zu 400 Kilowatt und Strom aus erneuerbaren Energien bereit. Am Norwegenkai sind vier weitere Ladepunkte geplant.

    Quelle: Logistra.de

    VDA fordert deutlich schnelleren Ausbau des E-Lkw-Ladenetzes

    Der Verband der Automobilindustrie sieht beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für elektrische Lastwagen in Deutschland großen Nachholbedarf. Im Juli waren an 88 Standorten 355 Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge in Betrieb. Bis 2030 sind nach Plänen der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur 4.200 öffentliche Ladepunkte vorgesehen.

    VDA-Präsidentin Hildegard Müller bezeichnet die unzureichende Ladeinfrastruktur als „zentralen Engpass für den Markthochlauf elektrischer Nutzfahrzeuge“. Die Nutzfahrzeugindustrie liefere bereits emissionsfreie Lösungen, für einen flächendeckenden Einsatz batterieelektrischer Lkw im Fernverkehr reichten die vorhandenen Stationen und die bestehenden Ausbaupläne auf nationaler und europäischer Ebene jedoch nicht aus.

    Neben dem Ladenetz bremst nach Einschätzung des VDA auch der schleppende Ausbau der Stromnetze die Transformation des Straßengüterverkehrs. Bis 2030 sind in Deutschland 350 öffentliche Standorte an wichtigen Verkehrskorridoren geplant, vor allem an Rastanlagen. Dort sollen 1.800 besonders leistungsstarke Ladepunkte nach dem Megawatt Charging System sowie 2.400 Ladepunkte mit weniger Leistung entstehen.

    „Aktuell ist weniger als ein Zehntel der geplanten Ladepunkte in Betrieb“, sagte Hildegard Müller.

    Für den Fernverkehr seien nach Auffassung des VDA superschnelle MCS-Ladesäulen erforderlich, damit Fahrer die gesetzlich vorgegebenen Lenk- und Pausenzeiten bestmöglich einhalten können. Der Verband geht für 2030 von einem Bedarf von rund 4.000 Megawatt-Ladesäulen in Deutschland aus und fordert, den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur gemeinsam mit den Stromnetzen auszuweiten.

    Auch europaweit sieht der VDA eine erhebliche Lücke. Im Juli waren in Europa 730 Ladepunkte mit einer Leistung von mehr als 350 Kilowatt ausschließlich für schwere Nutzfahrzeuge verfügbar. Nach Einschätzung des Branchenverbands Acea werden bis 2030 rund 35.000 öffentliche Schnellladepunkte benötigt. Große Lücken bestehen laut VDA unter anderem in Transitländern wie Polen und Tschechien.

    Zusätzlicher Bedarf besteht auf Betriebshöfen. Von den bis 2030 in Deutschland benötigten knapp 14 Gigawatt Ladeleistung decken die öffentlichen Ausbaupläne laut VDA lediglich 2,6 Gigawatt ab. Mehr als 11 Gigawatt müssten daher privat bereitgestellt werden.

    Die dafür erforderlichen Netzanschlüsse seien bislang mit hohen Kosten, langen Genehmigungsverfahren und erheblichen Unsicherheiten verbunden. Bei Industriebetrieben und großen Lkw-Ladehubs könne die Erweiterung der Netzanschlüsse teilweise bis zu zehn Jahre dauern. Der VDA fordert deshalb, das Depotladen auf Firmengeländen schnell und unbürokratisch zu ermöglichen.

    BereichWert
    Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge in Deutschland im Juli355
    Standorte in Deutschland im Juli88
    Geplante öffentliche Ladepunkte bis 20304.200
    Geplante öffentliche Standorte bis 2030350
    Geplante MCS-Ladepunkte1.800
    Geplante Ladepunkte mit weniger Leistung2.400
    Bedarf an Megawatt-Ladesäulen in Deutschland 2030rund 4.000
    Verfügbare europäische Ladepunkte über 350 Kilowatt im Juli730
    Benötigte öffentliche europäische Schnellladepunkte 2030rund 35.000
    Benötigte Ladeleistung auf deutschen Betriebshöfen bis 2030knapp 14 Gigawatt
    Durch öffentliche Ausbaupläne abgedeckte Ladeleistung2,6 Gigawatt
    Privat bereitzustellende Ladeleistungmehr als 11 Gigawatt

    Infobox: Der VDA sieht öffentliche Ladepunkte, MCS-Schnelllader, Stromnetze und betriebliche Ladeinfrastruktur als entscheidende Voraussetzungen für den Markthochlauf elektrischer Lkw. Besonders bei Netzanschlüssen für Unternehmen werden lange Genehmigungszeiten als Hindernis genannt.

    Quelle: TRANSPORT – die Zeitung für den Güterverkehr

    RhönEnergie erweitert Fuldaer Elektrobusflotte auf 13 Fahrzeuge

    Die RhönEnergie Verkehrsbetriebe haben sechs neue Elektrobusse im Stadtverkehr von Fulda in Betrieb genommen. Damit wächst die Zahl der emissionsfreien Fahrzeuge auf insgesamt 13; zuvor umfasste die Elektroflotte sieben Busse.

    Für die Anschaffung der sechs neuen E-Busse erhielt die RhönEnergie Fördermittel des Bunds und der Europäischen Union in Höhe von 1,63 Mio. Euro. Die Fahrzeuge sind mit Klimaanlage und mehreren Assistenzsystemen ausgestattet. Dazu gehören Kollisionswarner, Abbiegeassistent, Verkehrszeichenerkennung, Aufmerksamkeitswarner und Reifendrucküberwachung.

    Die neuen Fahrzeuge sind vom Typ MAN Lion’s City 12 E. Sie verfügen über 30 Sitz- und 49 Stehplätze. Die fünf Batteriemodule auf dem Dach besitzen eine Gesamtkapazität von 445 kWh; die Reichweite beträgt bis zu 320 km. Der Elektromotor leistet bis zu 240 kW.

    Das Leergewicht beträgt knapp 14 t, das zulässige Gesamtgewicht 19,5 t. Die Fahrzeuge sollen im lokalen Stadtverkehr in Fulda eingesetzt werden.

    Die RhönEnergie Verkehrsbetriebe gehören nach Angaben von busplaner.de zu den Vorreitern der Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr. Bereits im Oktober 2018 ging in Fulda Hessens erster Elektrobus in den Linienbetrieb.

    Der Ausbau der Elektroflotte ist noch nicht abgeschlossen. Bereits 17 zusätzliche Elektrobusse sind bestellt: zwölf für den Stadtbusverkehr in Fulda und fünf für den Einsatz im Main-Kinzig-Kreis. Die Auslieferung ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Dann werden insgesamt 30 Elektrobusse für die RhönEnergie Verkehrsbetriebe im Einsatz sein.

    MerkmalAngabe
    Neue ElektrobusseSechs
    Elektrobusse aktuell13
    Fördermittel1,63 Mio. Euro
    Sitzplätze je Bus30
    Stehplätze je Bus49
    BatteriemoduleFünf
    Batteriekapazität445 kWh
    Reichweitebis zu 320 km
    Elektromotorbis zu 240 kW
    Leergewichtknapp 14 t
    Zulässiges Gesamtgewicht19,5 t
    Zusätzlich bestellt17 Elektrobusse
    Geplante Elektrobusse im Sommer 202730

    Infobox: Mit sechs neuen MAN Lion’s City 12 E wächst die Elektrobusflotte der RhönEnergie auf 13 Fahrzeuge. Weitere 17 Busse sind bestellt und sollen die Flotte im Sommer 2027 auf insgesamt 30 Elektrobusse erweitern.

    Quelle: busplaner.de

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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